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Gelesen

Eine Mini-Eisbahn schlägt in Spaichingen gerade ihr Zelt auf, dort, wo ein Legoland mit Marktplatz neues Zentrum werden sollte. Das Herz der Stadt schlägt trotzdem woanders. Wozu gibt es eine City-Managerin?  Ist die nicht überflüssig, wenn sie nicht die Ansprechpartnerin eines Lokalblatts ist, das  Orientierung sucht?

(tutut) - "Unabhängiger und gut recherchierter Journalismus ist ein Pfeiler der Demokratie. Die Schwäbische sortiert in der Zeitung und im Digitalen die Meldungsflut: Sie ordnet dabei Handlungen und Entscheidungen in der Politik wie Wirtschaft für ihre Leserinnen und Leser seriös ein. Bei gezielten Falschinformationen ist professioneller Journalismus das beste Gegenmittel". Diesen Anspruch erklärt ein Chefredakteur. Wie sieht die Wirklichkeit aus, wie wird der Anspruch umgesetzt? Seine Redaktionsleiterin in Spaichingen macht es so: An einem Freitag, wo Rathäuser normalerweise nachmittags nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sind, fällt ihr plötzlich ein Weihnachtmarkt ein zu einer Anfrage um 13.58 Uhr an den Bürgermeister: "Bitte entschuldigen Sie die späte Anfrage, ich bin noch mitten in der Recherche zum Thema. Daher würde ich von Ihnen gerne wissen, warum Sie diesmal den Weihnachtsmarkt vom Ortszentrum weg in die Bahnhofstraße gelegt haben, obwohl die Eisbahn des Gewerbe- und Handelsvereins auf dem Marktplatz ist und der Weihnachtsmarkt ja auch zur Belebung der Stadtmitte mit ihren Geschäften dienen soll. Zumindest habe ich es bisher so verstanden. Sie ziehen mit dem neuen Standort doch womöglich die Besucher weg von den Geschäften rund um den Marktplatz? Also was sind Ihre Motive gewesen? Und auch: Welche Vereine machen noch auf dem Markt mit? Was kostet die Neugestaltung des Marktes im Vergleich mit den Vorjahreskosten? Wie unterstützt die Stadt den Gewerbe- und Handelsverein bei seiner Weihnachtsaktion? Erlauben Sie mir auch die Frage nach einer Beobachtung: Auch schon frühere Vorstöße zur Umwandlung des Gewerbemuseums und die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds oder auch Ihre Initiative – sie ist ja in keiner Weise bisher öffentlich diskutiert worden, obwohl es sich um eine strukturelle und kostenintensive Veränderung handelt, die die Bürgerschaft sehr viel angeht – bezüglich der Unterbringung von Mediathek etc. im Kimmerl-Gebäude, legen den Schluss nahe, dass Sie eine Verlagerung des Fokusses der Stadt weg vom Marktplatz anstreben. Ist dem so? Wenn ja, warum? Ich würde mich freuen, wenn Sie mir heute Nachmittag ganz kurz Ihre Position zur Aufnahme in den Bericht in der Samstagsausgabe schreiben könnten". Das Ergebnis ist eine Sensation in der Samstagausgabe: "Eisbahn und Weihnachtsmarkt getrennt - Markt an drei Wochenenden, Eisbahn zwischen 30. November und 15. Dezember - Von Regina Braungart : "Die Bretter sind angeliefert, der Boden ist das erste, das stehen muss, bevor die Eisbahn auf dem Spaichinger Marktplatz aufgebaut werden kann. Eröffnet wird die Bahn am Samstag, 30. November, um 14 Uhr. Neu diesmal: Sie ist diesmal nicht umgeben vom Weihnachtsmarkt, denn den hat Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher in die Bahnhofstraße verlegt". Entspricht dies journalistischem Standard? "Wir haben uns bei den größten Vereinen Spaichingens umgehört:....SVS-Chef Tobias Schumacher..Nur die Eisbahn und der Markt sollten am selben Standort sein... .Dominik Schuhmacher (TV), und Steffen May die Redaktionsleiterin eigentlich sagen? Ach ja, das Übliche: "Bürgermeister Schuhmacher"! So geht Journalismus in Spaichingen! Geht das so? Sie, die da gerade erst Weihnachten versucht hat aus der hektischten Zeit im Jahr blindlings herauszuschreiben wegen eines eventuell störenden Bürgermeisterwahlkampfs, könnte nun gerade selbst den Eindruck erwecken, Wahlkrampf anzufeuern gegen den Bürgermeister. Es war ja die CDU, welche den (damals noch) CDU-Bürgermeister aus dem Rathaus verdrängen wollte, wohlwollend begleitet von dieser Redaktionsleiterin eines Monopolblatts. Und nun fragt sie ausgerechnet Leute von der CDU bzw. dieser zumindest nahestehend: Tobias Schumacher, der damalage CDU-Kreisvorsitzende, welcher den Bürgermeister selbst ablösen wollte, heute noch CDU-Kreisrat.  Steffen May ist ehemaliger CDU-Stadtrat, Dominik Schuhmacher Sohn des früheren CDU-Chefs und CDU-MdL.  Macht es nichts,  wenn das journalistinsche Wissen über Weihnachtsmärkte wohl nicht über die Spaichinger Redaktion hinausreicht und nicht einmal in die Kleinstadt und ihre Geschichte hinein? "Und natürlich sind Märkte in mittelalterlichen Stadtzentren wie Rottweil, Nürnberg oder Straßburg sehr schön. Die haben aber eines gemeinsam: Genau dort spielt auch sonst die Musik. Es sind die Marktplätze, um die sich die Geschäfte gruppieren. Aber in Spaichingen ein künstlich neues und scheinbar ambientereicheres Zentrum zu schaffen und die Leute von den Geschäften und dem Marktplatz wegzulocken, das ist das Gegenteil von Stadtmarketing". Den gerade eröffneten Weihnachtsmarkt in Straßburg sollte sie sich vor dem Schreiben mal ansehen: Er liegt um das Münster herum. Aber vorher wäre es empfehlenswert zu "recherchieren", wo die Spaichinger Mitte ist. Die ist in einem Straßendorf, wo die Kirche steht. Wenn es schon allein ums Geschäft geht, dann bitte, dann muss der Weihnachtsmarkt natürlich vor dem Einkaufszentrum Primtal-Center stattfinden. Oder im Gewann "Obere Wiesen", eben dort, wo die meisten Spaichinger normalerweise zu finden sind. Wie war das noch? Ein Ausrutscher: "Es ist ein Tabu, den Weihnachtsfrieden womöglich mit ersten Wahlkampfaktionen zu brechen. Im Advent, aber vor allem zwischen Weihnachten und Dreikönig, ist Ruhe für die Seele. Und wer dafür keinen Sinn hat, kann ja Skifahren gehen". Was stört die Spaichinger Redaktionsleiterin ihr Geschwätz von gestern. Skifahren? Bewahre! Schlittschuh laufen muss der Spaichinger des Weihnachtsfriedens wegen! Wer allerdings seine Vergangenheit nicht kennt, der hat keine Zukunft, aber merkt es nicht einmal. Wie pflegte ein Chefredakteur mit Bild und Namen jüngst zu scherzen: "News aus aller Welt gibt's überall. Die News aus Ihrer Welt gibt's bei uns". Oho-Oho-Oho. Die närrischen Zeiten sind in Spaichingen eröffnet!

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NACHLESE
Angela Merkel: Lügen, so durchsichtig wie Frischhaltefolie
Von Julian Reichelt. 14 Jahre Angela Merkel. Die „mächtigste Frau der Welt“ genießt es, als Schutzpatronin von Frieden, Besonnenheit und Dialog gefeiert zu werden. Immer wieder inszeniert sie sich als Künstlerin des Kompromisses, als oberste Diplomatin einer komplizierten Welt voller männlicher Super-Egos. Doch tatsächlich fällt ihre außenpolitische Bilanz ziemlich verheerend aus.Ihre einzige Konstante lautete: Lieber Ruhe daheim als Risiko in fernen Ländern – bis das Risiko schließlich nach Deutschland kam! Berechenbar war Deutschland in ihrer Ära nur darin, sich nicht die Hände schmutzig zu machen, selbst wenn es gegen Diktatoren und Terroristen ging. Wenn deutsche Unternehmen irgendwo Geschäfte machen können, übersieht Kanzlerin Merkel trotz ihrer Erfahrung im Unrechtsstaat DDR, trotz des sagenhaften Aufstiegs, den ihr die unbeirrten Garanten der Freiheit ermöglicht haben, jede noch so obszöne Untat von den übelsten Feinden der Freiheit, meist im nationalen Alleingang und zum Entsetzen der engsten Verbündeten. In der Energiepolitik hat Kanzlerin Merkel Deutschland von Russland abhängig gemacht, in der Migrationspolitik von der Türkei, bei digitaler Infrastruktur möchte sie Deutschland in die Abhängigkeit von China führen und das wichtigste Mobilfunknetz der Zukunft dem totalitären Überwachungsgiganten Huawei überlassen...
(achgut.com. Das Problem ist nicht Merkel, sie hat von Politik und Wirtschaft keine Ahnung, das Problem ist ein Volk, welches politischen Vandalismus zulässt.)
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Videokommentar von Markus Gärtner
Der Dolch bleibt im CDU-Gewand
Von MARKUS GÄRTNER
Zum Auftakt des Parteitags der CDU trauen sich immer mehr Kritiker der Politik von Angela Merkel aus der Deckung. Fast kommt Hoffnung auf, dass es diesmal zum seit Jahren erwarteten Showdown kommt. Aber solche Hoffnungen werden an diesem Wochenende enttäuscht werden. Sie bleiben, was sie sind, Hoffnungen.Die Clique um die Kanzlerin wird sich auch diesmal wieder durchsetzen. Viele kritische Anträge aus Parteibezirken wurden bereits im Vorfeld von der Antragskommission abgeschmettert. Vielleicht gibt es den ein oder anderen denkwürdigen Auftritt. Aber niemand wird den Dolch aus dem Gewand ziehen. Man halte sich für einen Augenblick vor Augen, was die langjährige und inzwischen von AKK abgelöste CDU-Chefin und seit 15 Jahren amtierende Kanzlerin auf dem Kerbholz hat: Schäden in Billionenhöhe durch die Energiewende, die Migrationskrise, die Euro-Rettung und die verschleppten Reformen von Renten, Gesundheit und Infrastruktur, wie der Internetanwalt Steinhöfel anmerkt, aber auch eine Energiepolitik, die Deutschland abhängig von Russland gemacht hat, eine Migrationspolitik, die uns als Land erpressbar durch Präsident Erdogan gemacht hat, dazu eine digitale Wüste, die uns in die Arme der Chinesen treibt, wie man heute in der BILD lesen kann.
So kann man Deutschland nicht führen, nur ruinieren.
Und dennoch regt sich kein Widerstand in der CDU, der die Kanzlerin gefährden kann. Die Frage, was das über unsere Parteien und unser Land aussagt, erübrigt sich. Und dennoch gibt es zarte Versuche wie den heute gestarteten des CDU-Mitglieds Max Otte, des Gründers und Direktors des Instituts Europa der Marktwirtschaften, Stephan Werhahn (er nennt sich „Enkel Adenauers“) und Ulrich Horstmann, der im selben Institut dem Vorstand angehört und als Publizist und Buchautor auf sich aufmerksam gemacht hat, zuletzt durch das Buch „Digitale Knechtschaft“. Otte, Werhahn und Horstmann fordern in einem Papier sofortige Neuwahlen und beklagen ein drohendes Scheitern der „Berliner Republik“.Sie fordern auch, den Menschen in den neuen Bundesländern mehr Gehör zu verschaffen und die CDU wieder aus dem „Nirwana“ Merkels heraus zu führen, andernfalls drohe der Partei der totale Kollaps. Die Lage hierzulande sei noch nie so ernst gewesen, die Abbildung des Wählerwillens sei gefährdet, es gelte, möglichst schnell Neuwahlen abzuhalten. Die CDU habe sich selbst ihres Markenkerns beraubt. Warnungen wie diese, werden in Leipzig an diesem Wochenende beim Parteitag sicher gehört, wahrscheinlich auch zu Protokoll genommen. Doch Konsequenzen werden sie – wieder mal – keine haben. Was dann auf dem Spiel steht, ist klar: die letzten Kritiker von Frau Merkel werden sich abspalten oder verstummen. Dann könnte der nächste Kanzler Laschet heißen. Wenn die CDU Pech hat und weiter den Weg der SPD geht, kann der künftige Kanzler genauso gut Habeck oder Baerbock heißen. Dann werden sich Tausende, wenn nicht Millionen von Mitgliedern und Anhängern der CDU wünschen, sie hätten mehr Rückgrat und Mut gehabt. Aber es wird zu spät sein. Und die verprellten Mitglieder werden den Teufel tun, zur Partei zurück zu kehren.
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Früher gab es ja auch keine Helikopter- oder Rasenmähereltern, die verhätschelte Kinder großziehen, die keine Disziplin kennen und nur wenige Auseinandersetzungen erlebt haben. Dadurch erschafft man allerdings keine „glücklichere Generation“ von Kindern. Man erschafft eine konfliktunfähige Generation, die entweder keine Lust, etwas selbst zu tun oder keine Ahnung hat, was sie tun soll, wenn sie tatsächlich mal auf ein Hindernis stößt. Eine verwöhnte Generation, die entweder in Panik ausbricht oder komplett abschaltet und die Bewältigungsmechanismen wie Sucht, Schuldzuweisung und Verinnerlichung benötigt, um damit klarzukommen. Immer wird darüber berichtet, dass solche Heranwachsenden Aufgaben abbrechen, hinschmeißen, zornig, oder trotzig reagieren, wenn sie auf eine Herausforderung stoßen und sich regelrecht weigern, Aufgaben auszuführen.
(Leser-Kommentar im Forum von welt.de zu "Berufsberatung - 'Jugendliche sind schlicht verwöhnter als früher'“
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Clan-Chef Miri mit Lear-Jet wieder in den Libanon abgeschoben
Die Entscheidung ist gefallen: Das illegal nach Deutschland gereiste führende Mitglied des libanesischen Miri-Clans erhält in Deutschland kein Asyl. Das hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg entschieden, wie der Anwalt des Mannes am Freitag in Bremen mitteilte.
(focus.de. Bis zum Montag?)

Manfred Haferburg
GAU im Illusionsreaktor: Das 10-Punkte-Desaster
Die meisten Menschen in Deutschland haben ein völlig verklärtes Bild über den Zustand der Energiewende im Kopf. Unliebsame Nachrichten sind nicht willkommen, werden nicht verbreitet. In den Führungsetagen der Industrie macht sich Duckmäusertum breit. Wenn man über die Zukunft nachdenken will, muss man aber zuerst die Gegenwart zur Kenntnis nehmen. Hier eine Merkliste mit 10 Punkten....10. Die Politik hat sich mit der Energiewende in ein unlösbares Dilemma manövriert. Was auch immer sie von jetzt an tut, es ist falsch. Kehrt sie mit der Energiewende um, merkt das Volk, dass es um ungeheuerliche Summen Steuergeld betrogen wurde. Macht sie weiter mit noch mehr vom Selben, was schon bisher nicht funktionierte, machen ihr Physik und Ökonomie einen Strich durch die Rechnung. Auch wenn sie ruft: CO2 ist der Teufel, die Hölle ist die „Erde plus zwei Grad“ und nur wer verzichtet, kommt ins Paradies der Nachhaltigkeit. Die Geschichte lehrt: Bisher war es leider immer so, alle falschen Paradiesversprechen endeten in der echten Hölle.
(achgut.com. Bis 10 kann niemand mehr zählen.)

Joel Kotkin
Die neue List der Oberschicht?
Ungeachtet seiner Mängel war der Sozialismus des 20. Jahrhunderts wachstumsorientiert und prinzipiell daran interessiert, den Wohlstand der Arbeiterklasse zu mehren. Im Gegensatz dazu versucht die grüne Version des Sozialismus bewusst, die Lebensperspektiven von Durchschnittsbürgern zu mindern, da Wohlstand mehr Treibhausgase erzeugt. Widerstand soll mit post-demokratischen Methoden gebrochen werden.
(achgut.com. Blutrot ist auch grün.)

Uwe Knop
Das Dilemma der Ernährungs-Ratschläge
Betrachtet man es aus dem Blickwinkel kausaler Evidenz schützen viel Obst und Gemüse vor rein gar nichts. Genauso gut könnte man eine Kampagne für Kaffee und Schokolade machen. Die wissenschaftliche Beweislage ist in diesem Fall genauso gut beziehungsweise schlecht.
(achgut.com. Das Ende ist immer todsicher.)

Kinder möchten Ordnung
Wer hungert nach Gerechtigkeit?
Schäuble beschimpft Deutsche, sie sollten nicht egoistisch sein. Derweil werden Bürger ausgewrungen und Rentner fies besteuert, für »Moral« von Elite, die das alles kaum betrifft. – Ein ehrlicher Wahlslogan wäre: »Zitronen, wählt Zitronenpressen!«
VON Dushan Wegner
(Tichys Einblick. Warum macht der Schäuble nicht einmal im Rollstuhl Platz für andere?)

Führungslos
Ende der Debatte. Über die Realitätsverweigerung der CDU
Von Wolfgang Herles
Während Kramp-Karrenbauer schwadroniert, läuft eine Laufschrift über den Bildschirm. Laut OECD wird Frankreich Deutschland als Wirtschaftsmotor ablösen. Die CDU versucht, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Aber da, wo der Schopf sein soll, wächst nichts. Sie beschwört die starke Mitte – also die Leere in sich selbst. Es ist ein Parteitag der Verlogenheit. Verlogen, weil jeder Redner betonen muss, dass es nur um Sachfragen gehen darf. Doch immer, wenn das Wort Sachfrage ertönt, klingelt in allen Köpfen das Wort Personalfrage. Das Wort Sachfrage ist zum Synonym für Führungskrise geworden. Denn in Wahrheit ist die CDU führungslos. Also in Sachfragen entscheidungsunfähig...
(Tichys Einblick. Partei der nackten Kaiserin. Ein schwarzes Loch.)

Blackouts
Erwarten Sie keine Hilfe
Das drohende Problem von Blackouts wird in Deutschland nicht ernstgenommen. Dabei ist ein tagelanger Stromausfall schlimmer als der wildeste Albtraum und hat tödliche Folgen. Die Politik hält mit der Angelegenheit hinterm Berg, um den Ruf der Energiewende nicht zu gefährden.
(Junge Freiheit. Der Katzenvirus frisst die Gehirne.)

Mega-Fabrik in Izmir geplant
Drängt Katar den VW-Konzern zu einer Investition in der Türkei?
Viele deutsche Autokäufer reiben sich verwundert die Augen. VW erwägt weiterhin ernsthaft, in Zukunft den Passat nicht mehr in Emden bauen zu lassen, sondern in Izmir. Zwar verkündet der Konzern seit Mitte Oktober, dass seine Entscheidung für eine Mega-Fabrik in der Türkei aufgeschoben sei. Von einer Entscheidung um die Jahreswende ist nun die Rede. Nach einem alternativen Standort wird aber nicht gesucht. Stellt sich die Frage nach dem Hintergrund für solche fragwürdigen Investitionen.Der VW-Konzern hat nicht die besten Jahre hinter sich. Schummelsoftware und Strafprozesse in den USA haben am Gewinn und am Image gekratzt. Zudem hat die Bundesregierung in deutschen Landen dem Verbrennungsmotor den Kampf angesagt und setzt ausschließlich auf teure Batterie-Autos mit geringer Reichweite.
Aber der Niedergang der einstigen Vorzeigemarke fing bereits viele Jahre früher an. Denn mit der Übernahme des VW-Konzerns durch Porsche stieg klammheimlich auch der Golfstaat Katar ein. An Volkswagen hält der katarische Staat über die Katar Holding 14,6 Prozent Aktien und sogar 17 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien der Volkswagen AG. Nach Porsche und dem Land Niedersachsen sind damit die Scheichs vom Golf der drittgrößte Anteilseigner und haben entsprechenden Einfluss auf Investitionsentscheidungen. So sitzt Dr. Hussain Ali Al Abdulla als Staatsminister Katars im Aufsichtsrat. Er wird begleitet von Dr. Hessa Sultan Al Jaber, die als Informationsministerin ebenfalls die Interessen Katars vertritt.Bei Katar handelt es sich allerdings nicht um irgendwelche Scheichs, die Geld machen wollen. Katar ist der Hauptförderer der Muslimbruderschaft. Dies führte 2017 zu einem scharfen Konflikt mit den anderen von Saudi-Arabien angeführten Golfstaaten. Nicht dass diese für eine menschrechtsorientierte Islam-Kritik bekannt sind. Vielmehr setzt Saudi-Arabien bei seinen islamischen Expansionsbestrebungen nicht auf die Muslimbrüder, sondern favorisiert die Wahabiten und Salafisten. Die Regierungspartei AKP der Türkei wird als den Muslimbrüdern verwandt angesehen. Seit dem Embargo des Golfkooperationsrats gegen Katar, aufgrund dessen Unterstützung der Muslimbrüder und der engen Beziehungen zum Iran besteht geradezu eine Allianz zwischen Katar und der Türkei. Diese äußerte sich durch eine engere Verflechtung der Handelsbeziehungen und dem Abhalten von gemeinsamen Handelsmessen.In diese Gemengelage fällt nun eine der wichtigsten Investitionsentscheidungen des Volkswagenkonzerns ausgerechnet auf die Türkei. Eine Beeinflussung dieser Entscheidung durch Katar ist sehr wahrscheinlich, wenn auch PI-NEWS keinerlei Beweise hierfür vorliegen. Dennoch erscheint es unwahrscheinlich, dass die Entscheidung für die Türkei nur aufgrund wirtschaftlicher Faktoren gefallen ist. Die Jahrzehnte alte Allianz zwischen dem Westen und der Türkei kühlt sich rapide ab. Die Natomitgliedschaft der Türkei ist nicht mehr lange vermittelbar. Sanktionen gegen das Land sind aufgrund der Expansionsbestrebungen geboten und in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich. Hiervon wäre dann auch der Autoexport in die EU betroffen.Historisch gesehen hat der VW-Konzern ohnehin keine Berührungsängste mit Diktatoren und Totalitarismus. So geht die Gründung von Volkswagen auf Adolf Hitler persönlich zurück. Zwangsarbeiter wurden nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelang nicht entschädigt. Die Unterstützung Erdogans fällt da nicht mehr so sehr ins Gewicht, zumindest wenn man den Konzernlenkern unterstellt, nichts aus der Geschichte gelernt zu haben.
(pi-news.net)

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