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Der Versuch einer Erklärung

Warum begeistern sich indigene Deutsche für die Umvolkung?

Von M. SATTLER

Viele indigene Deutsche wirken geradezu wie berauscht von ihrem eigenen buntistischen Fanatismus – obwohl die „Bunte Republik“ besonders für die indigenen Deutschen viele Risiken birgt. Drei Gründe lassen sich erkennen, die diesen scheinbaren Widerspruch verständlich machen.

Fast jeder kennt im Bekanntenkreis den einen oder anderen buntistischen Fanatiker, der mit hellem Leuchten in den Augen von der Umvolkung schwärmt: vom „neuen Deutschland“, das Merkel erschafft, und dass das Leben nun endlich „bunt“ wird. Wagt man eine Gegenrede und verweist man auf die mit der Umvolkung verbundenen Risiken, wird man niedergeschrien und als „Rassist“ und „Neonazi“ beschimpft. Dieser Fanatismus hat oft etwas Erschreckendes an sich.

Besonders im Gespräch mit jugendlichen Anhängern des Buntismus fühlt man sich erinnert an den blinden Fanatismus der Jugend unter Hitler, die ja auch für alle Warnungen der älteren Generation taub war, oder den Fanatismus der jugendlichen Roten Garden, die in China als Vorbilder der 68er von 1966 bis 1969 ihre tobsüchtige Schreckensherrschaft ausübten.

Aber es ist nicht nur die indigene deutsche Jugend, die sich aus ihrer vielleicht noch verzeihlichen kindlichen Naivität heraus für den Buntismus begeistert, eine Ideologie, die ihnen selbst eigentlich nur Nachteile in Aussicht stellt: das erbärmliche Schicksal, als indigene Minderheit in einem weitgehend umgevolkten Land zu leben, in dessen Ideologie für sie im Grunde kein Platz ist.

Es sind auch viele indigen-deutsche Erwachsene, die sich leidenschaftlich für den Buntismus begeistern und vom bunten Paradies träumen – alles Menschen, die eigentlich bei Verstand sein sollten, umso mehr da sie jeden Monat etwa ein Fünftel ihrer Steuern für den Lebensunterhalt der Siedler aus dem Orient und Afrika zahlen müssen und sich gleichzeitig darüber wundern, warum sie so wenig Geld für ihr eigenes Alter sparen können.

Und warum begeistern sich die Indigenen in Deutschland überhaupt für die Landnahme ihres eigenen Landes durch andere Völkerschaften? Weder die indigenen Indianer Amerikas noch die indigenen Armenier Kleinasiens zeigten sich sonderlich erfreut, als ihr Land Schritt für Schritt von fremden Eindringlingen – Europäern, Türken – in Besitz genommen wurde. Historisch scheint die oft geradezu fanatische Begeisterung der indigenen Deutschen für die schrittweise Machtausweitung fremder Völkerschaften in ihrem eigenen Land tatsächlich einzigartig.

Drei Gründe zur Erklärung all dieser Widersprüchlichkeiten
Zum einen findet ganz sicher ein klassischer Werbeeffekt statt. Indigene Deutsche sind über das Staatsfernsehen und die stark einseitige Presse nahezu rund um die Uhr buntistischer Propaganda ausgesetzt, das Paradies der „Bunten Republik“ wird ihnen von früh bis spät als Idealzustand allgemeinen Heils angepriesen. Diese staatliche und mediale Propaganda folgt dabei dem Prinzip des Marlboro-Manns: Genau wie dem Konsumenten der Marlboro-Zigarette eine heile Welt aus romantischem Sonnenschein versprochen, das Risiko Lungenkrebs von den Werbemachern aber verheimlicht wird, wird in der Propaganda des Buntismus nur die eine Seite der Medaille in den schönsten Farben ausgemalt, die andere Seite der Risiken und Nebenwirkungen aber komplett beschwiegen.

Dieser stark plakativen Art von Werbung kann sich der Mensch nur schwer entziehen, insbesondere da der Mensch anfällig ist für Wiederholungen: Je häufiger dem Konsumenten der Marlboro-Werbung eine gedankliche Verbindung zwischen Zigarette und Sonnenschein vorgeführt wird, desto stärker wird er eines Tages dazu neigen, sich diese gedankliche Verbindung selbst zu eigen zu machen und beim Anblick einer Zigarette an Sonnenschein denken.

Aus demselben Grund, der Übernahme werbetechnisch konstruierter und ständig wiederholter gedanklicher Verbindungen, macht sich auch der Konsument von Staatswerbung die Visionen der buntistischen Propaganda, die ihn von früh bis spät berieselt, letztlich zu eigen: Genau wie der Marlboro-Raucher seine Zigaretten gedanklich mit Sonnenschein verbindet, wird sich auch der Konsument buntistischer Propaganda über die Tatsache, dass sein eigenes Kind in der Schulklasse nur noch eine ethnische Minderheit bildet, immer freuen, weil er diese Minderheitenlage seines eigenen Kindes als Zeichen der ihm von der Werbung vorgegaukelten Vision von Frieden und gesellschaftlichem Fortschritt deuten wird.

Das Risiko der anderen Seite der Medaille, dass man sein eigenes Kind im späteren Leben als Teil einer macht- und schutzlosen ethnischen Minderheit eines Tages einfach auf der Straße totprügeln könnte, kommt ihm ebenso wenig in den Sinn wie dem Marlboro-Raucher der Lungenkrebs.

Zum zweiten sind Menschen in Ideologiestaaten aber nicht nur passive Konsumenten der allgegenwärtigen Staatspropaganda, sondern auch aktiv auf der Suche nach Erklärungen für die Zustände, denen sie im Alltag ausgesetzt sind. Da der Mensch ein rationales Wesen ist, sucht er dabei stets nach rationalen, also mit dem Verstand nachvollziehbaren Erklärungsansätzen. Solche Ansätze allerdings lassen sich in Ideologiestaaten allein aus der Beobachtung des Alltags nicht gewinnen – Ideologiestaaten sind ja definitionsgemäß keine rational handelnden, sondern ideologisch handelnde Staaten. Da der gewöhnliche Mensch in einem Ideologiestaat also selbst keine rationalen Erklärungen für die Zustände findet, mit denen er sich auseinanderzusetzen hat, ist er dankbar für jegliche Form hilfreicher staatlicher Erläuterung, selbst wenn sie auf den ersten Blick völlig abwegig zu sein scheint.

Wer im späten 20. Jahrhundert in der DDR kein Klopapier fand, dem fehlte dafür schlicht jede rationale Erklärung, insbesondere da Klopapier in der eigenen Kindheit eine Selbstverständlichkeit gewesen war. Auf der Suche nach Erklärungen kam der Staat den Betroffenen daher hilfreich entgegen: Es gab kein Klopapier wegen des Fortschritts im Sozialismus. Was auch immer das bedeutete, es war eine Art rationaler Erklärung, und viele Menschen gaben sich damit zufrieden – sie hatten ja auch keine andere Wahl.

Jahrzehntelange Propaganda
Diese eigene, aktive Suche nach rationalen Erklärungen und die daraus folgende Bereitschaft, für jede staatliche Erklärungshilfe, selbst wenn sie seltsam klingt, dankbar zu sein, prägt auch das Denken vieler indigener Deutscher in Zeiten der Bunten Republik. Es ist rational nicht nachzuvollziehen, warum die indigenen Deutschen seit Jahrzehnten Millionen meist arbeitsloser Ausländer in ihrem eigenen Land bezahlen müssen, obwohl sie selbst kaum Geld für ihre Rente sparen können und obwohl diese Ausländer, meist aus kulturell inkompatiblen Ländern im Nahen Osten, unverhohlen die Machtposition der indigenen Deutschen als jahrtausendelangen Landeignern in Mitteleuropa in Frage stellen.
Rational gibt es dafür auch keine Erklärung, genauso wenig wie es eine rationale Erklärung gab für das fehlende Klopapier in der DDR des späten 20. Jahrhunderts. Gerade deshalb, weil es keine rationale Erklärung gibt, sind viele indigene Deutsche so dankbar für die ihnen vom Staat angebotene Scheinerklärung: Ihr bezahlt diese Personen, weil ihr dafür das Paradies der Bunten Republik erhaltet. Was immer das bedeuten mag, die Menschen sind dankbar, dass sie überhaupt eine Erklärung haben.

Und zum dritten spielt sicher auch die tiefere menschliche Psychologie eine Rolle. Um es etwas salopp voranzustellen: Die indigenen Deutschen sind es gewohnt, geschlagen zu werden. Wer in jungen Jahren von seinen Eltern wieder und wieder geprügelt wird, wird dieses Geschlagenwerden im Erwachsenenalter stets vermissen: Schläge zu erhalten, erscheint ihm als Teil des normalen Lebensalltags, ein Alltag ohne Schläge wird als Abweichung vom Gewöhnlichen empfunden, als Ausnahmesituation, die es zu korrigieren gilt. Mit dem kollektiven Bewusstsein der indigenen Deutschen verhält es sich etwas ähnlich.

Ohne jetzt alte Kriegsgeschichten aufwärmen zu wollen, bleibt es eine Tatsache, dass seit 1945 so gut wie kein Tag verstrichen ist, an dem man den indigenen Deutschen nicht ihre Niederlage im Krieg und den knappen Wahlsieg der NSDAP von 1933 auf ihr Butterbrot geschmiert hat. Diese steten Vorhaltungen bleiben natürlich nicht ohne Auswirkungen auf den inneren Seelenzustand der Menschen. Sehr wahrscheinlich würden die meisten indigenen Deutschen in ihrem Leben mittlerweile sogar etwas vermissen, wenn sie einmal ein paar Tage im Fernsehen nichts davon hören würden, wie schlimm es ihre Vorfahren alle getrieben haben.

Der Staat hat die Seite gewechselt
Auch diese über Jahrzehnte verinnerlichte Gewohnheit, getadelt zu werden, also regelmäßig seelische Schläge zu erhalten, bedient die Bunte Republik. Wenn indigene Deutsche in ihrem eigenen Land von staatlich angesiedelten Türken pauschal als „Köterrasse“ bezeichnet werden und sie nichts dagegen tun können, weil der Staat schon die Seite gewechselt hat, ist dies eine kollektive Demütigung – ein seelischer Schlag. Wenn Hunderte von Arabern in Köln indigene deutsche Frauen belästigen und indigene deutsche Männer, da in der Unterzahl, hilflos dabei zusehen müssen, ist dies ebenfalls eine kollektive Demütigung – wieder ein seelischer Schlag.

Und wenn staatlich angesiedelte Afrikaner und Afghanen fast schon routinemäßig indigene Deutsche verprügeln oder in Stuttgart Geschäfte plündern und der Staat trotz all dieser gewalttätigen Warnsignale stur an seiner Umvolkungspolitik festhält, als wäre nichts gewesen, sind auch dies kollektive Demütigungen – immer wieder neue seelische Schläge. Und genau deshalb werden all diese Vorfälle im tiefsten Inneren von vielen indigenen Deutschen so freudig begrüßt: Natürlich spürt man die Schmerzen, natürlich tut das weh. Aber diese Schmerzen werden als gewohnter, ja unverzichtbarer Teil des eigenen Lebensgefühls empfunden und daher mehr oder weniger unbewusst geradezu herbeigesehnt.

Es lässt sich somit erkennen, dass der glühende Fanatismus, mit dem sich viele indigene Deutsche für die totale Bunte Republik begeistern, eine ganze Reihe von Ursachen hat, die aber insgesamt durchaus erklärbar und in Teilen vielleicht sogar nachvollziehbar sind. Diese Beobachtung soll die große Naivität vieler indigener Deutscher nicht entschuldigen. Aber sie soll dazu beitragen, Verständnis zu entwickeln und gerade in Gesprächen mit scheinbar unbelehrbaren Jüngern des Buntismus, die sich übermäßig ereifern und dabei auch oft ausfallend werden, die eigene innere Ruhe zu bewahren. Alle Menschen können lernen. Leider lernen viele Menschen erst, wenn das eigene Haus in Flammen steht.
(pi-news.net)

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