Springe zum Inhalt

Coronaprofiteur Amazon

Die Papiertonne und der „Lockdown“-Widersinn

Von WOLFGANG HÜBNER

Alle 14 Tage werden bei unserer Wohnanlage in Frankfurt die Papiertonnen geleert. Diese waren bereits vor Corona schon Tage vor der Leerung meist gut gefüllt, was auch daran lag, dass etliche Mieter sich nicht die Mühe machten, Pappkartons vor der Entsorgung irgendwie platt zu machen. An dieser Unsitte hat sich nichts geändert, nur hat sich die Abfallmenge vor allem an Leicht- und Hartpappe seit den staatlich verordneten „Lockdown“-Maßnahmen geradezu explosionsartig erhöht. Entsprechend sieht es schon Tage vor der Leerung rund um die Papiertonnen aus.

Nichts bezeugt die Widersinnigkeit der Virusbekämpfung anschaulicher als das. Denn wenn die Menschen viele Produkte nicht mehr einkaufen können, dann bestellen sie einfach die Ware und bekommen sie auch prompt geliefert. Mit diesem Geschäftsmodell ist der Besitzer von Amazon, Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt geworden. Jeden Tag tragen die notorischen Einzelhandelsvernichter in der Bundesregierung dazu bei, dass dieser Reichtum ins Unermessliche, ja Absurde wächst und gedeiht. Und um den Widersinn der Maßnahmen auch noch in Irrsinn zu verwandeln, wird schon fleißig über milliardenschwere Staatshilfen gegen die Verödung der Innenstädte infolge von Geschäftsaufgaben nachgedacht.

Zwar gibt es nicht den geringsten Beweis dafür, dass in einem Textil- oder Tabakwarenladen die Virusgefahr größer als im Supermarkt, an den Arbeitsplätzen oder den öffentlichen Verkehrsmitteln sein soll. Doch Fakten können die politischen Coronapaniker und -profiteure schon lange nicht mehr beeindrucken. So wenig wie die Tatsache, dass die gesamte Kinobranche vor die Hunde zu gehen droht, was allerdings für Netflix und Co. ein wahrer und wohl auch bleibender hochprofitabler Segen ist. Wenn aber die Kinos nach der Krise ausgedünnt oder geschlossen sind und zudem nur mit Impfausweisen betreten werden können, dann dürften sich die Innenbezirke deutscher Städte abends erst so richtig in No-Go-Zonen für Normalbürger verwandelt.

Infolge der geradezu verbrecherischen Missachtung kulturell gewachsener Verhaltensweisen und Bedürfnisse werden Atomisierung wie Isolierung der Deutschen im Laufe der Viruskrise vorangetrieben. Und das alles nicht aus dem guten Grund, die Menschen vor tödlicher Gefahr zu bewahren. Sondern aus dem schlechten Motiv, die Überlastung des politisch unterfinanzierten Volksgesundheitswesens und das Dilemma der mit Fachpersonal unterbesetzten Alten- und Pflegeheime nicht allzu offensichtlich werden zu lassen.

Und übrigens gewiss auch deshalb, um vorrangig CDU/CSU noch einmal mit den Stimmen der überalterten Deutschen im Herbst 2021 die Mehrheit zu sichern. Dass es im Ausland meist nicht besser und oft noch schlechter aussieht, entschuldigt überhaupt nichts, sondern weist nur auf ein sehr fundamentales internationales Systemproblem hin.
(pi-news.net)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.