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Bayern: erneut saftiges Bußgeld gegen Senior

Selbst tagsüber spazieren zu fahren ist in Corona-Zeiten nicht mehr erlaubt

Von CANTALOOP

Einmal mehr demonstriert die bayerische Polizei ihre harte Linie bei der Durchsetzung der Söderschen Lockdown-Richtlinien. Wurde dort schon Ende letzten Jahres ein älterer Mitbürger bei der Heimfahrt seiner Enkelkinder um 23 Uhr heftig abgestraft, so wird nun im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg bereits frühmorgens Jagd auf etwaige Corona-Sünder im gesetzteren Alter gemacht.

Onetz.de berichtet:
Die Polizei hat am Neujahrstag gegen 8.15 Uhr einen 63-jährigen Autofahrer in der Hauptstraße in Sulzbach-Rosenberg gestoppt und einer Kontrolle unterzogen. Dabei stellten die Beamten fest, dass der Landkreisbewohner bei der Fahrt mit seinem Nissan gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen hatte. Auf die Frage, wohin er unterwegs sei, gab der Senior nämlich an, dass er „nur Spazieren fahre und schaue was die Spritpreise so machen“. Getankt habe er aber nicht. Die Polizei schreibt dazu: „Spazierenfahren ist neben dem Umweltaspekt in Zeiten von Corona keine gute Idee und allemal kein Grund das Haus zu verlassen.“ Den Mann erwartet nun eine Bußgeldanzeige.

Wohlgemerkt nicht einmal mehr tagsüber sollen die eingesperrten und eingeschüchterten Bewohner zukünftig das Haus verlassen. Vor allem der ehrliche Bürger ist wieder einmal Opfer unbarmherziger Beamten-Wilkür. Hätte der Rentner in diesem Falle eine frei erfundene Lügengeschichte aufgetischt, wäre er unter Umständen ohne Strafgebühr davongekommen.

Neu ist jedoch hierbei, dass in der Anklage der Polizeikräfte der Klimaaspekt bereits mitschwingt. Soll dies etwa schon eine langsame Vorbereitung auf die von Karl Lauterbach längst angekündigten Einschränkungen zugunsten des Klimas nach der überstandenen Corona-Zeit bedeuten?

Füssen: Schlittschuhstreifen im Einsatz
Ebenfalls in Bayern, genauer gesagt in Füssen am Schwansee, geht die Polizei seit ein paar Tagen resolut gegen Schlittschuhfahrer vor, die sich nicht an das Kontaktverbot halten. Die bayerische Polizei meldet:

Schlittschuhstreife auf dem zugefrorenen Schwansee.
Die Polizeiinspektion Füssen erreichte im Verlauf des gestrigen Tages eine Vielzahl an Meldungen über regen Ausflugsverkehr auf dem gefrorenen Schwansee. Eine Überprüfung bestätigte, dass sich geschätzt mehrere hundert Personen auf dem See aufhielten. Heute führten die Beamten daher eine gezielte Ansprache und Kontrolle durch.

Die Polizeiinspektion Füssen begann heute gegen 10:30 Uhr einen Schwerpunkteinsatz, um die naturschutz- und pandemierechtlichen Vorgaben zu überprüfen. Seit dem Vormittag sind etwa zehn Beamte der PI Füssen und der Operativen Ergänzungsdienste Kempten im Einsatz.

Zu diesem Zeitpunkt war der Parkplatz am Schwansee bereits vollkommen belegt, er wurde daraufhin von den Einsatzkräften gesperrt. Weitere Anreisende wurden gebeten, auf die in Hohenschwangau zahlreich vorhandenen Parkplätze auszuweichen.

Die ankommenden Besucher, überwiegend Schlittschuhfahrer, wurden schon auf dem Weg zum See von den Einsatzkräften auf die geltenden Bestimmungen zum Infektionsschutz, also insbesondere das Kontaktverbot, hingewiesen. Darunter fällt im Speziellen auch das Verbot der Ausübung von Mannschaftssportarten wie beispielsweise Eishockey.

Auf dem See selbst setzte die Polizei kurzerhand eine „Schlittschuhstreife“ ein, also Beamte, die sich auf dem Eis sicher bewegen können und so den Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern suchte. Ziel war hier, bei den Sportlerinnen und Sportlern auch nochmal direkt während des Aufenthalts auf dem Eis die Aufklärung zu suchen, gegebenenfalls auch zu ermahnen und für die Einhaltung der Bestimmungen zu sorgen. Die Reaktionen auf die Ansprache waren nach Feststellung der Beamtinnen und Beamten durchweg positiv.

Mit dem Einsatz möchte die Polizeiinspektion Füssen sensibilisieren und nochmals aktiv auf die derzeit geltenden Bestimmungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hinweisen. Sollten im Rahmen des noch laufenden Einsatzes Verstöße festgestellt werden, werden diese auch konsequent zur Anzeige gebracht.

Arrogante Verachtung der Normalbürger angesichts der seit 1. Januar drastisch gestiegenen Kosten
Unter diesen Umständen mag man sich gar nicht vorstellen, was hierzulande in Zukunft alles an zusätzlichen Kontrollen, Schikanen und Überwachung möglich sein wird. Eiskalte Bürokraten führen längst das Zepter, während selbstgefällige Behörden, Politiker sowie leider auch immer mehr Polizeieinheiten ihre Befugnisse missbrauchen.

Längst wissen wir: Eine Krise kehrt bekanntlich den wahren Charakter von Personen oder Institutionen ans Tageslicht. Offenkundig befinden wir uns im Eiltempo auf dem Weg in ein autoritär-totalitäres Staatsgefüge, dessen Übermacht nun auch gegenüber von ansonsten rechtschaffenen und anständigen Bürgern immer bedrohlicher anmutet.
(pi-news.net)

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