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Erbärmlich

DFB: Statt Trauerflor für Würzburg Regenbogenband und Kniefall

Von WOLFGANG HÜBNER

Das Massaker in Würzburg wäre ein mehr als ausreichender Anlass für die DFB-Spieler, beim heutigen EM-Achtelfinalspiel gegen England in London mit einem Trauerflor aufzulaufen. Doch es gibt Wichtigeres für den Deutschen Fußball-Bund und die Löw-Truppe: Torwart Manuel Neuer hat bereits angekündigt, dass er als Kapitän wieder ein Regenbogenband um den Arm tragen wird.

Und damit nicht genug: Die deutschen Spieler werden erstmals im Turnier genau wie die Engländer vorm Anpfiff gemeinsam auf die Knie gehen. Damit werden sie aber nicht der (weißen) Opfer des Würzburger Messerstechers gedenken, sondern eines (schwarzen) US-Bürgers als Symbol des Rassismus.

Es bleibt jedem überlassen, sich nach dieser Ankündigung trotzdem das Spiel im Fernsehen anzuschauen. Ein Gefühl für Anstand, Ehre und Stolz sollte es jedoch gebieten, das nicht zu tun. Wenn die englische Mannschaft konsequent vor jedem ihrer Spiele niederkniet, ist das ihre Entscheidung und mag auch mit den vielen Kolonialverbrechen des britischen Imperialismus früherer Zeiten zu tun haben.

Wenn hingegen die „Mannschaft“ niederkniet, was sie in den bisherigen drei Spielen nicht getan hat, dann ist das entweder erbärmlicher Opportunismus, es geschieht auf politische Weisung aus Berlin oder es ist eine ungute Mischung aus beiden Möglichkeiten.

Auch der DFB und die Spieler haben gewiss von dem Blutbad in Würzburg gehört. Wäre das, was an der EM aus Deutschland teilnimmt, noch eine Nationalmannschaft, dann wäre der Trauerflor in dieser Situation selbstverständlich.

Doch selbstverständlich für diese Truppe ist ein Mannschaftskapitän, der im Münchner Heimatverein von dem bekanntlich sehr „schwulenfreundlichen“ Regime in Katar gesponsert wird und daran wie einige andere Mannschaftsmitglieder, die heute in Wembley auflaufen, mächtig mitverdient. Meine Selbstachtung gebietet es, dieses Spiel nicht anzuschauen. Vielleicht ist das auch Ihre Entscheidung.
(pi-news.net)

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