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Wider den Geist

Systemschutz gegen den Geist von Schnellroda

Von WOLFGANG HÜBNER

Als „gesichert rechtsextremistisch“ stuft der ‚Verfassungsschutz‘ in Sachsen-Anhalt nun das „Institut für Staatspolitik“ (IfS) um den Verleger und Autor Götz Kubitschek ein. Dass die offen zum Systemschutz mutierte Behörde damit ein wichtiges geistiges Kraftzentrum in Deutschland einschüchtern und unter ständige Verbotsdrohung bringen will, ist so offensichtlich wie die Angst vor dem nicht unbedeutenden Einfluss, den die Denker und Schreiber von Schnellroda ausüben. Diesen Geist als „gesichert rechtsextremistisch“ zu bezeichnen, muss als Angriff auf alle geistige Arbeit gewertet werden, die sich nicht der linksgrünen Dominanz zu unterwerfen bereit ist.

Wie wenig die amtlichen Systemschützer tatsächlich die Abwehr gegen „Rechtsextremismus“ besorgt, belegt ihre Argumentation zur Begründung der Einstufung des IfS in schöner Offenheit: Demnach habe dieses die „Rolle eines geistigen Gravitationszentrums“, dessen Ziel eine Diskursverschiebung nach rechts sei, um den „Raum des Sagbaren“ auszuweiten.

Mit anderen Worten: In dem „gesichert rechtsextremistischen“ Institut wird gedacht und geschrieben, um den Linken, Grünen und Linksliberalen nicht allein das von diesen Kräften längst unfruchtbar gemachte Feld des Geistes in Deutschland zu überlassen. Mit solcher Argumentation machen sich die Systemschützer für jeden noch halbwegs klar denken Menschen lächerlich und, was wichtiger ist, eindeutig kenntlich als Kampfeinheit einer geistesfeindlichen Demokratur.

Die Attacke gegen Schnellroda ist selbstverständlich auch ein weiterer Schritt zur Einschränkung der Meinungsfreiheit. Diese Freiheit soll nämlich nur noch für jene gelten, die sich der Dominanz des deutschen Machtkomplexes beugen. Das IfS hat nie einen Zweifel gelassen, sich dieser Unterwerfung aktiv zu verweigern. Gerade daraus rührt sein Einfluss auf all jene, die sich deutsches Denken und Denken über Deutschland nicht verbieten lassen, sondern daran Anteil nehmen wollen. Der Vorwurf der Systemschützer, das Institut lege „weder Struktur noch Ideologie“ seiner Arbeit offen, ist in Kenntnis seiner vielfältigen, sehr diskussionsfreudigen Publikationen und Aktivitäten an Absurdität nicht zu übertreffen.

IfS-Leiter Lehnert: „Das eigentliche Ziel ist zweifellos die AfD“
Das wissen natürlich auch die politischen Initiatoren hinter dem Vorgehen der Systemschützer. Denn sie kennen die geistige Ausstrahlung von Schnellroda auch auf Teile der AfD. Diese Ausstrahlung ist keineswegs nur auf den sogenannten „Flügel“ der Partei beschränkt, sondern erstreckt sich weit in den intellektuellen Funktionärs- und Wählerbereich der AfD. Für die Zukunft der ausgegrenzten Partei ist diese meinungsbildende Gruppe von größter Wichtigkeit. Deshalb soll auch sie eingeschüchtert, alle anderen in der Partei vor Kontakten mit dem Institut abgeschreckt werden. „Das eigentliche Ziel ist zweifellos die AfD“, äußert sich IfS-Leiter Dr. Erik Lehnert in einem Interview mit der Tagesstimme vielsagend.

Die FAZ erwähnt daher auch nicht ohne Hintergedanken in ihrer Berichterstattung, dass auch Alice Weidel schon einmal Schnellroda besucht hat. „Kontaktschuld“ ist ja bekanntlich ein neudeutsches Delikt im Strafkatalog der „politischen Korrektheit“. Es steht nicht nur der AfD, sondern allen freiheitsliebenden Geistern in Deutschland gut an, nun Solidarität gegen die Anmaßungen des Systemschutzes zu zeigen. Nicht allein das IfS soll zum Schweigen gebracht werden, sondern alles, was an geistigem Niveau hinausragt über die Unkultur von Böhmermann-Pöbeleien und den stupiden Parteiprogrammen der Grünen, SPD oder CDU/CSU.
(pi-news.net)

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