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Die Hirten schweigen

Die katholische Kirche ist vom Weg abgekommen

Von Ruth Albrecht

„Noch nie gab es in der Bundesrepublik Deutschland eine Regierung, die so offen und so schnell Werbung für Abtreibung und letztendlich Abtreibung selbst (als „Gesundheitsversorgung“) legalisieren, den assistierten Suizid gesetzlich zulassen und jedem Erwachsenen ein Recht auf Kinder aller Produktionsformen verschaffen will. Es braucht große und vereinte gesellschaftliche Kräfte, um die davon überrollten Familien und das christliche Menschenbild zu vertreten, zu stärken und zu verteidigen.“ (Alexandra Maria Linder, M.A., auf Kath.net)

Die Einschläge kommen immer näher, auf die Familie, als Kernzelle der Gesellschaft, auf das Leben selbst.

Das geplante Verbot des § 219a zielt auf die völlige Abschaffung des § 218. Die „Familien“-Ministerin Paus sagt es unverhohlen: § 218 habe im Strafrecht nichts zu suchen. Mit dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz sollen Jugendliche bereits ab 14 Jahren – unabhängig vom Elternwillen – ihr Geschlecht zunächst rechtlich ändern können. Der Weg zu chemischen und operativen Eingriffen – mit nicht reversiblen Veränderungen! – soll erleichtert werden.

Unter Jugendlichen wird die „Geschlechtsdysphorie“ gerade zum Hype, und das „Cis“-Kind fragt sich oder muß sich fragen lassen, ob es noch ganz normal ist?

Es ist eine Ironie der Geschichte, daß gerade die, die voll Überzeugung „My body, my choice“ propagieren, dies nicht gegenüber all denen gelten lassen, die mit guten Gründen einer experimentellen Gentherapie kritisch gegenüber stehen…

Leihmutterschaft soll, auch nach dem Willen der FDP, in Deutschland ermöglicht werden. Erwachsene – in welcher Konstellation auch immer – hätten schließlich das „Recht auf ein Kind“. Der Widerstand gegen Beihilfe zum Suizid bröckelt, selbst in der Ärzteschaft.

Gender Gaga grenzenlos, von der Kita bis hin in alle Gesetzestexte und Verordnungen.

Im maroden Berlin werden 2,6 Mio. Euro aus dem Innovationsförderfonds ausgerechnet für den Bau „gendergerechter Toiletten“ in Berliner Parks bereitgestellt (während notwendige Neuwahlen am Papiermangel scheitern!).

Aus der Katholischen Kirche in Deutschland regt sich kein Widerstand – die Hirten schweigen
Zugegeben, einig Bischöfe reagieren mit Grußworten oder nehmen am „Marsch des Lebens“. Aber reicht das?

Die Meldung, daß die Organisatoren des Katholischen Kirchentages in Stuttgart ausgerechnet beim BVL (Bundesverband Lebensrecht) nicht feststellen konnte, daß diese Organisationen „christlich“ sei und ihr deshalb einen Infostand auf der Kirchentagsmeile verweigerten, schlägt dem Faß den Boden aus! Die Ablehnung im Wortlaut: „Bei der Prüfung konnte die Programmgruppe nicht feststellen, dass Ihre Organisation eindeutig christlich ist.“

Auch dem Institut für Natürliche Empfängnisregelung Rötzer (INER) wurde dieses Jahr zum ersten Mal der Stand versagt: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Sie unsere Zulassungskriterien nicht erfüllen. Daher können wir Ihnen keinen Stand auf der Kirchenmeile 2022 anbieten.“

Ich erspare mir die Aufzählung, wer stattdessen einen Platz und Rederecht bekam. Schauen Sie unterm Regenbogen nach oder in die Liste der Politiker, die es bei ihrer Vereidigung, zum Wohl des Volkes zu wirken, vorzogen, nicht die Hilfe Gottes anzurufen. Wozu auch, wenn sie sich mit Hilfe von WEF und WHO und deren potenten Geldgebern das schaurig schöne Gefühl erkaufen können, selbst ein wenig Gott zu spielen. Sie sind davon überzeugt, den besseren Menschen und eine durch und durch gerechte, paradiesisch transformierte Gesellschaft zu erschaffen. Aber hatten wir das nicht schon einmal??

Artikel von kathnet: Ist die Kirche in diesen ethisch bedeutsamen Zeiten möglicherweise auf der falschen Fährte?

Unterstützenswerte Organisationen:
ALfA e.V. (Aktion Lebensrecht für alle) tritt für das „Lebensrecht jedes einzelnen Menschen ein“. Auf bonifatius.tv ruft Dr. Christina Agerer-Kirchhoff dazu auf, AlfA beizutreten.

Wann, wenn nicht jetzt ?

Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Gott, Du Freund des Lebens (Weisheit 11, 23 – 26)

Im Gebet verbunden.
(beischneider.net)

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