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Schneller wird die Gäubahn aber nicht

(tutut). Doppelt so viele "schnelle" Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich kündigt die Bahn auf der Gäubahn ab 2017mit einem  kombinierten Fern- und Nahverkehrsangebot im Stundentakt an. Laut pressemitteilung der DB sind Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in neue Intercity-Züge für Baden-Württemberg geplant. Ab Ende 2017 soll es stündliche IC-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich mit Anerkennung von Nahverkehrsfahrkarten zwischen Stuttgart und Singen gegen.
Gemeinsam mit  Verkehrsminister Winfried Hermann hat Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, laut PM ein neues Fahrplankonzept für die Gäubahn vorgestellt. Die Planung sieht ab Dezember 2017 stündliche umsteigefreie Intercity-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich und damit eine Verdopplung des heutigen Fernverkehrsangebots vor. Auch für Kunden des Regionalverkehrs werde sich die Anzahl an schnellen Verbindungen zwischen Stuttgart und Singen zukünftig verdoppeln: Es könnten dann auf diesem Abschnitt die IC-Züge mit Fahrkarten des Nahverkehrs ohne weiteren Aufpreis genutzt werden. Dieses Angebotskonzept wurde gemeinsam mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelt. Zum Einsatz sollen fabrikneue IC-Züge mit hochwertiger Fernverkehrsausstattung kommen.

Ermöglicht werde dies über eine Takt- und Tarifintegration der Fernverkehrsleistungen in das Nahverkehrsangebot. Dabei ist geplant, dass zwischen Stuttgart und Singen der stündliche Fernverkehr die alle zwei Stunden verkehrenden Regional-Express (RE)-Züge ersetzt. Für die Freigabe der Fernverkehrszüge für Nahverkehrskunden wird das Land der DB einen Ausgleich für die Mindereinnahmen zahlen, die sich aus der Anerkennung der Nahverkehrstarife ergeben. Dafür muss das Land keine RE-Leistungen auf dem Abschnitt Stuttgart–Singen bestellen. Dieses Konzept wird bereits zum Dezember 2013 auf der Strecke Bremen-Emden/Norddeich Mole gemeinsam mit den Ländern Niedersachsen und Bremen umgesetzt.
„Das neue Konzept bringt viele Verbesserungen für unsere Kunden. Sie profitieren künftig von stündlichen IC-Verbindungen zwischen Stuttgart und Zürich mit modernen und komfortablen Fernverkehrszügen“, sagte Ulrich Homburg. „Zusätzlich haben Reisende aus Herrenberg, Gäufelden, Bondorf (b. Herr.), Sulz (Neckar), Oberndorf (Neckar), Spaichingen und Engen alle zwei Stunden eine Direktverbindung nach Zürich, da die IC-Züge auch die Halte der heutigen RE-Züge bedienen werden.“

"Nach der vorläufigen Absage der Neigetechnik auf der Gäubahn bin ich froh, dass wir eine Interimslösung erarbeitet haben. Das Angebot wird für die Fahrgäste deutlich besser werden durch Stundentakt und IC-Qualität der Züge", so Winfried Herrmann.
Die Fahrzeit der IC-Züge zwischen Stuttgart und Zürich wird bei etwa drei Stunden bleiben. Die Intercity-Züge werden jedoch in einer anderen Zeitlage verkehren und daher im Stuttgarter Hauptbahnhof künftig deutlich bessere Anschlüsse, z.B. in Richtung Köln, Frankfurt (Main), Berlin, Nürnberg und München haben. Auch Böblingen kommt mit einem neuen IC-Halt in den Genuss von stündlichen Direktverbindungen nach Stuttgart und Zürich. Die finalen Detailplanungen für die Realisierung des neuen Zugangebots sollen bis Jahresmitte abgeschlossen sein.
Neue Fernverkehrsfahrzeuge für Baden-Württemberg
Die Deutsche Bahn plant Investitionen von etwa 300 Millionen Euro in fabrikneue Intercity-Züge, die zukünftig in ganz Baden-Württemberg unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge werden deutlich besser als die heutigen IC- und RE-Züge ausgestattet sein und über bequeme Einstiege, komfortable Sitze mit viel Beinfreiheit sowie Steckdosen an jedem Einzel- bzw. Doppelsitz verfügen. In allen Zügen wird es reservierungspflichtige Fahrradstellplätze geben. Sie werden nicht nur auf der Gäubahn, sondern auch auf der IC-Linie Karlsruhe–Pforzheim–Stuttgart–Aalen–Nürnberg zum Einsatz kommen.

Ab Sonntag Ausstellung über Dorfläden im Kreis Tut im Freilichtmuseum

(tutut). Vielfach wird das Verschwinden der alten „Tante-Emma-Läden“ auf den Dörfern beklagt. Gibt es überhaupt noch welche? Im Auftrag des Landkreis Tuttlingen und des Freilichtmuseums Neuhausen ob Eck hat sich die Neuhauser Historikerin Corinna Schweininger auf Spurensuche im Landkreis Tuttlingen begeben. Das, was sie herausgefunden hat, ist ab Sonntag, 7. April, in einer neuen Sonderausstellung im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck zu sehen.
Unter dem Titel „Tante Emma vermisst! Dorfläden im Landkreis Tuttlingen“ wird der Tuttlinger Landrat Stefan Bär die Ausstellung im Schafstall eröffnen. Das Museumsteam wird anschließend mit einem traurig-wehmütigen Abgesang auf „Tante Emma“ und einem Hohelied auf die zeitgemäße dörfliche Nahversorgung in die Ausstellung einführen. Der Nendinger Percussionist Uwe Mattes, frisch gebackener Landessieger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, wird die Eröffnung musikalisch-klanglich umrahmen.
I
m Rahmen des durch „LEADER SüdWestAlb“ geförderten Projektes hat die Historikerin noch fünf existierende Dorfläden im Landkreis Tuttlingen aufgespürt, die am ehesten noch den Kriterien eines „Tante-Emma-Ladens“ nahe kommen. Die Dorfläden in Durchhausen, Gunningen, Hausen ob Verena, Mühlheim und Renquishausen werden in dieser Ausstellung sowie in einer Begleitbroschüre dokumentiert und vorgestellt. Im Kontext des historischen „Kaufhauses Pfeiffer“ im Freilichtmuseum wird auch die Frage gestellt, ob es je diesen klassischen „Tante-Emma-Laden“ gegeben hat und in welchen Zeiten. Mit Bildern und Objekten aus diesen Läden führt die Ausstellung mitten in ein wichtiges Stück dörflicher Heimatgeschichte hinein.
Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober im „Bauernhaus Mariazell“ im Freilichtmuseum zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen. Anschließend soll die Ausstellung auf „Tour“ durch den Landkreis gehen. Am 31. Mai und 6. September werden jeweils spezielle offene Sonderführungen durch die Ausstellung und durch das „Kaufhaus Pfeiffer“ angeboten. Gruppen können auf Anfrage jederzeit auch entsprechende Führungen buchen.
Weitere Infos gibt es beim Info-Service des Museums unter Tel. +49 7461 926 3205 oder auch im Internet unter www.freilichtmuseum-neuhausen.de.


Bahn und Beschränkung gehören zusammen?
Deutsche Bahn ab 1. April
Grüne Welle bei der Bahn
Die Deutsche Bahn wird immer grüner und baut den Ökostrom-Anteil aus. Ab Montag fahren Millionen Stammkunden kohlenstoffdioxidfrei auf den Schienen.
(Berliner Zeitung. Die Reisenden müssen sich alle die Nase zuhalten? Dummdeutsch und Blödheit galloppieren in deutschen Redaktionen?)
Leitartikel
Authentischer Menschenfischer
Von Hendrik Groth
Der Begriff authentisch ist abgenutzt und abgewetzt. Aber bei Papst Franziskus ist er keine hohle Phrase. Der Argentinier wirkt mit seinen ganz starken Gesten authentisch durch und durch...
(Schwäbische Zeitung. Ein Chefredakteur drischt Phrasen durch? Stroh pur vom Feinsten und mehr? So authentisch ist der ganze Laden?)
Interview
„Wir warten nicht darauf, dass jemand bei uns auftaucht“
Der evangelische Landesbischof July setzt für die Zukunft auf Ehrenamtliche
(Schwäbische Zeitung. Hat sich Jesus bei der württembergischen Landeskirche abgemeldet? Geht er jetzt zur Badischen Landeskirche? Kommt dafür Paulus ehrenamtlich?)
Helfer finden vermisste Frau gesund
Glücklich ist ein Einsatz von Feuerwehr und DRK am Karfreitagabend geendet: Eine 72-jährige Seniorin, die seit längerer Zeit nicht wieder nachhause gekommen war, wurde wohlbehalten gefunden. Mehr als 40 Feuerwehrleute und dutzende Einsatzkräfte des DRK waren im Einsatz.
(Schwäbische Zeitung. Wenn sie sich von Spaichingen nach Neuhaus nicht verwirrt verirrt hätte, wäre sie dann keine Seniorin?)
Ursache von Knall ein Geheimnis
„Wir haben die Ursache für den Qualm und den Rauch nicht gefunden“, berichtet die Polizei am späten Donnerstagabend. Offensichtlich sei aber auch nichts passiert. Gegen 20.12 Uhr waren die Einsatzkräfte am Donnerstag mit der Meldung „Fragliche Explosion bei, Tuttlingen, Föhrenstraße bei Firma Türk und Hillinger“ aufgeschreckt worden.
(Schwäbische Zeitung. Knallfrösche oder Knallköppe in Tut?)
Schwarzwald-Baar-Kreis
Kauder kritisiert CDU-Kreisvorstand
Die neue Spitze des CDU-Kreisverbands Schwarzwald-Baar beschneidet die bisherigen Mitwirkungsmöglichkeiten für die Parteimitglieder im CDU-Kreisverband: Diesen angeblichen Missstand kritisierte der Bundestagsabgeordnete und frühere CDU-Kreisvorsitzende Siegfried Kauder am Donnerstagabend nach einer Vorstandssitzung der Christdemokraten in Triberg. Andreas Schwab, Kauders Nachfolger im Amt als CDU-Kreisvorsitzender, widerspricht dem indes: „Wir wollen uns gerade in Vorbreitung des Bundestagswahlkampfes größtmögliche Flexibilität erhalten und auch einmal intern Organisatorisches besprechen.“
(Südkurier. Wer rettet Kauder vor Kauder?)
Donaueschingen
Karlstraße schon oft verändert
Von der belebten Landstraße bis zur Flaniermeile ein langer Weg / In den 1950ern größte Baumaßnahme
(Schwarzwälder Bote. Werden demnächst wie in Hannover alle Fußgängerzonen in Deutschland in Flaniermeilen umgetauft, da sie sonst Zonen für zu Fuß Gehende heißen müssten?)
Von der Tradition japanischer Feste
(Schwarzwälder Bote. Tora, Tora, Banzai?)
Drehleiter
Floriansjünger lernen den richtigen Einsatz
(Schwarzwälder Bote. Runter kommen sie alle?)
Über 30 Babysitter in der Börse
(Schwarzwälder Bote. Wer hat sie geschrumpft?)
Hüfingen
Zahn der Zeit nagt seit Jahren an der Riesen-Geige
Seit den Holztagen 2010 steht vor der Benedikt-Winterhalder Halle in Rötenbach die größte Geige der Welt. Mitglieder der Holzkette bauten sie unter der Leitung von Carl-Walter Roth im Holzwerk in Rötenbach aus heimischem Holz zusammen. Das Kunstwerk ist 6,30 Meter hoch, 2,50 Meter breit und 60 Zentimeter dick.
(Schwarzwälder Bote. In zwei Jahren vergeigt?)
Probefrühstück im neuen Café
Zum privaten Probefrühstück hat Rita Limberger vorab in ihr neues Café „Klein und Fein“ eingeladen, das die erfahrene Hotelfachfrau am kommenden Dienstag, 2. April, um 9 Uhr mit einem Sektempfang eröffnet.
(Südkurier. Was ist daran privat, wenn's als Reklame im Lokalblatt steht?)
Blumberg
Wo Schoko-Osterhasen liebevoll wachsen
Ein Besuch in Text und Bildern bei Konditor Max Kreutter
(Schwarzwälder Bote. Wer Hasen sät, wird solche Artikel ernten?)
Ganz im Dienst der Menschheit
Behindertenbeauftragte Gleichauf berichtet über ihr Einsatzgebiet
(Schwarzwälder Bote. Blumberg die ganze Menschheit?)
Das ganz besondere Osterfest
Ostern ist für Carsten Kukula dieses Jahr etwas Besonderes. Zum ersten Mal erlebt der 45-Jährige das Fest der Auferstehung Christi als hauptamtlicher Seelsorger der Alt-Katholiken.Die letzten Jahre hatte Carsten Kukula dieses Fest als selbstständiger Buchhändler in Nagold erlebt...Nach dem Abitur begann er in Freiburg römisch-katholische Theologie zu studieren. Seine Schulprüfungen absolvierte er in Engen...Ein paar Jahre später suchte Kukula von sich aus Kontakt zu dem alt-katholischen Pfarrer Bernd Wnuk in Kommingen. Kukula hatte eine Frau kennengelernt und eine Beziehung aufgebaut. Damit war klar, dass er als Pfarrer mit einer Lebenspartnerin nicht mehr in der römisch-katholischen Kirche bleiben konnte...Für Carsten Kukula und seine Freundin war schnell klar, dass sie beide alt-katholisch werden wollten...Anfangs lief der Buchladen gut. Doch dann folgte eine jahrelange schwere Phase. Die Beziehung ging in die Brüche...Den Laden musste er mit Verlust verkaufen...Dass es wieder aufwärts ging, verdankte er auch einer neuen Beziehung zu einer Frau, die er voriges Jahr heiratete. Voriges Jahr erfüllte sich auch sein Wunsch nach einer Pfarrstelle im alt-katholischen Bistum Deutschland.
(Südkurier. Zeigt der Mann nicht all den künstlichen Schein auf, in dem sich die römisch-katholische Kirche immer noch sonnt, obwohl das Feuer längst erloschen ist?)


Tuttlingen
Unbekannter tritt gegen Pkw
Mehr als 1.250 Euro Sachschaden hat ein unbekannter Täter im Laufe des frühen Sonntagmorgens an zwei geparkten Pkw verursacht. Der Unbekannte trat zunächst gegen die linke hintere Türe eines in der Zeppelinstraße am Fahrbahnrand abgestellten Autos. Im Anschluss lief er weiter und schlug an einem in der Uhlandstraße geparkten Pkw den linken Außenspiegel ab, so dass das gesamte Gehäuse auf die Fahrbahn fiel.
23-Jähriger fährt mit 1,48 Promille
Mit einer Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und der Entziehung seiner Fahrerlaubnis muss ein 23 Jahre alter Mann nach einem Vorfall am Sonntagmorgen rechnen. Eine Streifenbesatzung stellte den Mann in der Bahnhofstraße. Wegen stark überhöhter Geschwindigkeit wollten die Beamten den Fahrer kontrollieren. Dieser setzte jedoch unbeeindruckt seinen Weg stadtauswärts fort – und das mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Km/h in der dort geltenden Zone 30. Als der 23-Jährige dann schließlich in die Werderstraße einbog, schlossen die Beamten mit ihrem Fahrzeug auf, stoppten den Flüchtenden. Dieser schwankte von seinem Fahrzeug zum Streifenwagen und verhielt sich äußerst aggressiv. Ein Test ergab 1,48 Promille, weshalb dem Mann avon einem Arzt eine Blutprobe entnommen wurde. Sein Führerschein sowie die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt.
Unfall fordert 3.000 Euro Schaden
Wegen widersprüchlicher Angaben zweier Unfallbeteiligter sucht die Verkehrspolizei nach Zeugen eines Unfalls, der sich am Samstag, 12.50 Uhr, in der Gießstraße abgespielt hat. Die beiden beteiligten Autos fuhren auf der Geradeaus-/Rechtsabbiegespur der Gießstraße in Richtung Ludwigstaler Straße und mussten an der roten Ampel anhalten, wobei ein Wagen auffuhr.Bislang konnte jedoch noch nicht geklärt werden, ob der vordere Pkw zurücksetzte oder der hintere Pkw auffuhr. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer 07461/941-0 um Hinweise.
Brand: Kochtopf mit Pommes vergessen
Wegen eines Brandes mussten am Freitag um etwa 18.45 UhrFeuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem Wohnhaus in die Stettiner Straße ausrücken. Auslöser des kleineren Brandes, beziehungsweise der sich hieraus ergebenden starken Rauchentwicklung war ein vergessener Kochtopf. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Inhaber der betroffenen Wohnung Pommes zubreiten wollen, setzte hierzu einen Kochtopf mit Öl auf und schaltete den Herd ein. Danach ging er in das Wohnzimmer, legte sich auf die Couch und schlief ein. Glücklicherweise durch die starke Rauchentwicklung aufgeschreckt, rannte der Bewohner sofort ins Freie und verständigte die Rettungskräfte. Diese konnten den kleineren Brand im Bereich des Herdes löschen. Die gesamte Wohnung war stark verraucht und damit nicht mehr bewohnbar. Der Bewohner wurde mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung in das Klinikum eingeliefert und nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.
Mühlheim
Schlägereien bei Ostertanz - 21-Jähriger zieht blank und beleidigt Polizei
Mehrere ordnungsrechtliche Verstöße und die handfeste Auseinandersetzung zwischen zwei 21 Jahre alten Männern waren in der Nacht auf Montag unter anderem die Folgen einer Veranstaltung in der Festhalle.Bereits im Laufe des Sonntagabends mussten Veranstalter und Gäste des Ostertanzes auf die Regelungen des Jugendschutzgesetzes hingewiesen werden. Nach Mitternacht stellten die Beamten eine teils aggressive Stimmung fest. Mehrere kleinere Streitereien mussten geschlichtet werden. Gegen einzelne Personen wurden Platzverweise ausgesprochen. Um Weiteres zu verhindern, waren bis gegen 3.00 Uhr  durchgehend zwei Polizeistreifen erforderlich. Gegen 2.00 Uhr stellen die Polizisten die Schlägerei zwischen den beiden jungen Männern fest und gingen dazwischen. Bereits kurze Zeit später gingen die beiden Aggressoren jedoch erneut aufeinander los – beide wurden leichter verletzt. Die beiden jungen Männer wurden der Halle verwiesen und haben nun mit einer Strafanzeige wegen wechselseitiger Körperverletzung zu rechnen. Als die Veranstaltung gegen 2.40 Uhr beendet und die Halle geräumt wurde, kam es zu einem weiteren Vorfall: Ein ebenfalls 21 Jahre alter Mann ließ auf freier Straße im Beisein einer etwa 30-köpfigen Personengruppe plötzlich die Hose runter  und beleidigte durch das Zeigen seines nackten Hinterteils die Polizeibeamten. Aufgrund seines hohen Alkoholpegels von 1,66 Promille und zur Verhinderung weiterer Störungen und Straftaten mussten die Beamten den jungen Mann in Gewahrsam nehmen und überstellten ihn an Angehörige. Er hat nun mit den Kosten für die Maßnahme und einer Strafanzeige wegen Beleidigung zu rechnen.
Trossingen
Schaufensterscheibe eingeschlagen
Wegen des Tatbestands der Sachbeschädigung mussten Beamte des Polizeireviers Spaichingen am späten Samstagabend Ermittlungen gegen einen derzeit noch unbekannten Täter einleiten. Dieser hatte gegen 21.00 Uhr mit einem Gegenstand die Schaufensterscheibe eines Bekleidungsgeschäfts in der Hauptstraße (Höhe Nummer 53) eingeschlagen und war anschließend unerkannt geflüchtet. Hierdurch entstand ein Sachschaden von mehr als 1.000 Euro. Die Polizei bittet unter den Telefonnummern 07425/33866 oder 07424/9318-0 um Hinweise.
Heizöl in Kanalisation
Feuerwehr, Stadtwerke, Wasserwirtschaftsamt und Polizei waren am Samstagnachmittag bei einem Ölunfall im Drosselweg eingesetzt. Ersten Ermittlungen zufolge kam es in einem Zweifamilienhaus bereits am Morgen zu einer technischen Störung im Bereich der Ölheizung. Der Brenner der Heizung fiel deshalb aus – die Anlage stellte jedoch nicht auf Störung. Aus diesem Grund lief unverbranntes Öl aus der Heizung auf den Boden und anschließend über einen Schacht in die Kanalisation. Wie viel Heizöl genau aus der Heizung in die Kanalisation einfloss, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen dauern derzeit noch an.
Denkingen
Pkw prallt gegen Mauer - "Fuchs unbeeindruckt"
Ein total beschädigtes Auto war am Sonntagmittag die Folge eines Unfalls auf der Landstraße 433 zwischen Denkingen und Gosheim. Grund für den Unfall war ein Fuchs, der in Höhe des oberen Parkplatzes die Fahrbahn querte. Der Autofahrer, der in Richtung Gosheim unterwegs war, zog deshalb reflexartig sein Fahrzeug nach links. Hierdurch kam der Pkw von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen eine angrenzende Steinmauer. Unbeeindruckt hiervon setzte der Fuchs seinen Weg fort. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Pkw wurde jedoch erheblich beschädig, Schaden etwa 2.000 Euro, und musste abgeschleppt werden.
(Polizeidirektion Tuttlingen)

Der amtliche Bericht des Gerichts - Erstveröffentlichung im Kreis Tuttlingen (II)

(tutut).  Im April 1947 hat das Amtsblatt des französischen Oberkommandos in Deutschland das Ergebnis des 1946/47 in Rastatt stattgefundenen Kriegsverbrecherprozesses veröffentlicht. Der Text wurde zweisprachig abgedruckt, wobei der französische Teil als amtlich galt, der deutsche als Information. In diesem Prozeß ging es um Verbrechen durch Offiziere und Wachmannschaften in den fünf Außenlagern des elsässischen Natzweiler-Struthof in Spaichingen, Schömberg, Schörzingen, Dautmergen und Erzingen. Während in Spaichingen für die Oberndorfer Mauserwerke eine Fabrikationshalle hochgezogen werden sollte und Häftlinge auch in der Waffenproduktion eingesetzt worden sind, waren die anderen vier Lager fast ausschließlich zum Abbau von Ölschiefer eingerichtet worden.
Viele Details zu den KZ-Lager, auch in Spaichingen, sind erst verhältnismäßig erforscht worden. Der Kriegsverbrecherprozeß in Rastatt hat sich damit leider nicht aufgehalten, sondern sich allein auf die Zustände in den Lagern und eventuelle Schuldige konzentriert.  Da es nach dem Krieg auf deutscher Seite so gut wie keine Bemühungen gab, Vorgefallens aufzuklären und zu hinterfragen, dauerte es zum Teil auch in Spaichingen Jahrzehnte, bis Recherchen und Zufälle ein immer feineres Mosaik über das KZ-Lager bildeten.
Der amtliche Bericht des Rastatter Gerichts ist im Kreis Tuttlingen eine Erstveröffentlichung. Er kann durchaus als Ergänzung bisheriger Berichte dienen. Es wäre wünschenswert, wenn nicht nur lobenswerterweise die Erinnerung an das KZ in Spaichingen wachgehalten würde, sondern auch das heute vorallem international zugängliche Material, u.a. Zeugenberichte von Insassen, weiter aufgearbeitet würde. Denn noch sind längst nicht alle Quellen ausgeschöpft worden!
An dieser Stelle wird im zweiten Teil der Prozeßbericht veröffentlicht, soweit er speziell das KZ in Spaichingen und die Urteile gegen die 47 Angeklagten  betrifft.
Teil II
Hinsichtlich der persönlichen Verantwortlichkeit der Angeklagten sind auf Grund der Aussagen der vielen, im Laufe der Verhandlung vernommenen Zeugen und auf Grund der Angaben der Angeklagten folgende Feststellungen getroffen worden...

KZ-Einsatzort Lehmgrube in Spaichingen, wo eine Fabrikhalle entstand,welche später vom Bundeswehrdepot verwendet wurde. Obwohl unter Denkmalschutz gestellt, ist die Halle inzwischen abgerissen worden. Rechts im Hintergrund Hinweis auf eine Toilette und einen Platz mit Brandresten.
Lager Spaichingen
Der Kapo Burtel (August), deutscher Staatsangehörigkeit, gerichtlich vorbestraft, ist von allen Zeugen mit Bestimmtheit wiedererkannt worden; trotz seines Leugnens wird als bewiesen angesehen, daß er wie ein Sadist gehandelt hat; er hat zu seinem Vergnügen geschlagen und geprügelt; er hat ohne irgendwelchen Grund auf die Internierten eingeschlagen, bis sie ohnmächtig wurden oder sogar starben; er hat die Internierten, während sie beim Essen waren, um sie hieran zu hindern, in roher Weise mißhandelt; er hat einem Internierten beim Schlagen den Arm gebrochen und selbst Kranke bis zum vollständigen Zusammenbruch zur Arbeit gezwungen.
Der Kapo Eck (Philipp), deutscher Staatsangehörigkeit, gerichtlich vorbestrait, hat im Lager stets eine sehr große Brutalität an den Tag gelegt; er hat Internierte aus unbedeutenden Anlässen mit dem Stock geschlagen; einige von ihnen wurden so zu Krüppeln auf Lebenszeit.
Der SS-Aufseher Ott (Paul), deutscher Staatsangehörigkeit, von großer Roheit, hat häufig Internierte mit dem Kolben geschlagen und hat einen internierten Polen, der bei einem Appell nach seiner Meinung nicht gut ausgerichtet stand, derart mit Füßen getreten, daß er am Tage darauf starb.
Der SS-Sturmmann Dahlmann (Fritz), deutscher Staatsangehörigkeit, der behauptet, nur einige Ohrfeigen gegeben zu haben, hat seinen Aufseherposten auf die unmenschlichste Art und Weise und mit einer solchen Brutalität ausgeübt, daß er sogar einmal auf einen Internierten seine Waffe zerschlagen hat; einen Italiener hat er derart geprügelt, daß dieser ins Revier geschafft werden mußte, wo er einig Stunden später starb; bei der Räumung des Lagers hat er auf erschöplte Internierte, die dem Zuge nicht folgen konnten, geschossen.
Der SS-Aufseher Lorentz (Hermann), deutscher Staatsangehörigkeit, hat zuweilen den Internierten gestattet, von Personen, die an ihrem traurigen Schicksal Anteil nahmen, ein Stück Brot anzunehmen; er ist gleichwohl stets als ein sehr brutaler Aufseher aufgetreten, seine Spezialität waren Faustschlage, Fußtritte und Knüttelhiebe; er versagte seinen Opfern, die Wunden, die er ihnen beigebracht hatte, zu verbinden; einen Internierten hat er mit Füßen getreten; er hat einigen Deportierten die Löffel weggenommen und sie gezwungen, mit  den Händen zu essen; er hat schließlich die deutsche Krankenschwester der Fabrik bedroht und ihr vorgeworfen, für ein Internierungslager zu human zu sein.
Der SS-Rottenlührer Opitz (Günther), deutscher Staatsangehörigkeit, hat gegenüber einigen Internierten unter dem Scheinvorwand Befehlen Achtung zu verschaffen, sinnlose Grausamkeiten begangen, wenn auch nicht der Beweis dafür erbracht ist. daß seine Grausamkeiten tödliche Folgen hatten, so steht doch fest, daß sie dazu beigetragen haben, die Gesundheit der Internierten zu zerstören und ihr körperliches und moralisches Elend zu verschlimmern.
Der Aufseher, SS-Unteischarführer Oskar Winterbauer, deutscher Staatsangehörigkeit, ist von vielen Zeugen ebenfalls als Schläger bezeichnet worden; er hat den Internierten mit seinen Stiefeln Tritte
versetzt und hat sie mit dem Stock geprügelt; er hat dem Lagerarzt verboten, die Kranken zu behandeln; er hat Internierte In den Schnee getreten und hat überdies einen noch lebenden Internierten ein­scharren lassen; er hat den Kapo Telschow auf einen internierten polnischen Juden, gleich nach seiner Ankunft im Lager, aufmerksam gemacht, weil dieser Goldzähne hatte; einige Tage später wurde dieser Internierte derart geschlagen, daß er daran starb; seine Zähne wurden herausgerissen und gestohlen.
Der Angeklagte Winterbauer hat seine Verbrechen teilweise eingestanden und insbesondere zugegeben, mit der Faust und zuweilen mit einem Stock geschlagen und Ringe und Wertsachen, ebenso wie einen Teil des Inhalts der für die Deportierten bestimmten Rote Kreuz-Pakete gestohlen zu haben.
Der Zivilkoch Leiding (Heinrich), deutscher Staatsangehörigkeit, hat oft Lebensmittel zum Nachteil der Internierten unterschlagen und auf diese Weise ihre Widerstandskraft verringert.

An der Hallenbaustelle im Spaichinger Gewann Lehmgrube.
Die Hauptverantwortlichen von Natzweiler-Struthof
Um nun schließlich auf den besonderen Fall der Lagerchefs und ihres Adjutanten iür das Lager Natzweiler-Struthof einzugehen und zwar in ihrer Eigenschait als Chefs der Nebenlager, die den Gegenstand dieses Prozesses bilden, so hat der Obersturmbannführer Fritn Hartjenstein, deutscher Staatsangehörigkeit, wiewohl ehemaliger aktiver höherer Offizier der Wehrmacht (Oberstleutnant), als Chef des Lagers Natzweiler-Struthof die Aufsicht über die Nebenlager übernommen und sie mindestens fünf Monate lang in Händen gehabt.
Während dieser Zeit hat er keine ernsthaften Lagerinspektionen vorgenommen und sich in keiner Weise darum bemüht, über die Lebensverhältnisse der Internierten, über den Gesundheitszustand in den Lägern und über die Ursachen der ungewöhnlich hohen Sterblichkeit Auskünfte zu erhalten; er hat sich bewußt mitschuldig an den begangenen Verbrechen gemacht, indem er vorsätzlich unterließ, von seiner Vorgesetztenstellung und seiner Befehsgewalt, also von den Befugnissen, die die Begehung jener Verbrechen verhindern sollten, Gebrauch zu machen.
Gleiches gilt von dem Hauptsturmtührer Heinrich Schwarz, deutscher Staatsangehörigkeit, der im Februar 1945 an die Stelle von Hartjenstein trat.
Dieser Angeklagte, seit 1939 Mitglied der Partei und seit demselben Zeitpunkt Mitglied der SS, hat zugegeben, sich bei Gelegenheit seiner seltenen Inspektionen über den elenden Zustand der Internierten klar geworden zu sein, dennoch die unerläßlich notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung ihres Loses nicht getroffen zu haben.
Er hat sich durch diese Handlungsweise ebenfalls vorsätzlich mit­schuldig an denselben Verbrechen gemacht; er hat es ebenfalls vor­sätzlich unterlassen, von seinen Befugnissen, die die VerÜbung jener Verbrechen verhindern sollten, nämlich von seiner Vorgesetzten­stellung und seiner Befehlsgewalt Gebrauch zu machen.
Was schließlich den Obersturmführer Walter Schmidetski, deutscher Staatsangehörigkeit, SS-Freiwilliger seit 1934, Adjudant von Schwartz seit 15. Februar 1945, anbelangt, so war dieser im besonderen mit der technischen Organisation der Unterlager und mit der Erledigung von Verwaltungsfragen beauftragt.
Er hat trotz des vollkommenen Mangels an Bekleidung, unter dem die Internierten, namentlich während der Winterzeit, litten, nichts getan, um Anordnungen für die Ausgabe von Kleidungsstücken zu treffen, obwohl solche Im Depot des Lagers in großer Menge vorhanden waren.
Hinsichtlich der Verpflegung hat dieser Angeklagte übrigens zu­gegeben, daß die Lebensmittel, die von den Firmen, die die Inter­nierten beschäftigten, auf Grund vertraglicher Verpflichtung zu liefern waren, sich in schlechtem Zustand befanden und nicht in den vereinbarten Mengen geliefert wurden.
Er hat keinen Beweis dafür erbracht, daß er irgendeinen ernsthaften und sachgemäßen Schritt unternommen hat, um den Vorrat an Kleidungsstücken, die die Internierten widerstandsfähiger gemacht hätten, zur Verteilung zu bringen.
Er hat auf diese Weise zur Verschlimmerung des körperlichen und moralischen Elends der Internierten beigetragen.
Alle diese Straftaten stellen Zuwiderhandlungen gegen die Gesetze und gegen das Gewohnheitsrecht der zivilisierten Nationen und gegen Kriegsgebräuche sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.
Die Urteile
Das Höchste Gericht erläßt hiernach folgenden Urteil:
Der Angeklagte Dold (Erwin) wird der ihm durch die Anklage zu Last gelegten Straftaten für nicht schuldig erklärt.
Die Angeklagten Schwartz, Hartjenstein, Schmidetski, Seith, Gleich, Busch, Jetzelsberger, Dittmar, Storz, Vollring, Marek, Rieflin, Keilinger, Geisel, Olesch, Oehler, Telschow, Winterbauer, Stach, Herrmann, Dornauer, Danek, Pfeiferkorn, Patolla, Link, Deutsch, Braunwarth, Becker, Sczepaniak, Billotin, Theiß, Loges, Nagorsen, Weber, Deffur, Dobinski, Poßler, Kirstein, Schlechtriem, Schenkel, Markus, Bauer, Burtel, Opitz, Eck, Dahlmann, Lotentz, Ott und Leiding
werden für schuldig befunden, in dem votstehend begtenzten Umfang Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.
In Anbetracht dessen, daß sämtliche zu Lasten der Beschuldigten stehenden Tatsachen, laut $ 2 des Gesetzes Nr. 10 des Alliierten Kontrollrates vom 20. 12. 1945 vorgesehen und geahndet sind, daß mithin keine Veranlassung zur Anwendung der in der Anklageschrift angegebenen §§ des deutschen Strafgesetzbuches vorliegt,
in Anbetracht dessen weiterhin, daß dem Oberen Gericht ausreichendes Beweismaterial vorliegt zur Festsetzung des Strafmaßes, das die verschiedenen- für schuldig befundenen Angeklagten zu treffen hat unter Berücksichtigung des jeweiligen Anteiles des einzelnen an der Ausübung der Straftat, welches den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet,
aus diesen Gründen
verurteilt
das Obere Gericht zu mindestens zwei Drittel Stimmenmehrheit:
I. die genannten
Schwartz Heinrich, Hartjenstein Fritz, Seith Willy, Gleich Ludwig, Busch Nikolaus, Storz Gregor, Oehler Herbert, Telschow Walter,
Braunwarth Andreas, Becker Hans, Sczepaniak Sigmund, Billotin Leo, Theiß Albert, Dobinski Boleslaw, Possler Anton, Bürtel August,
Winterbauer Oskar,Dahlmann Fritz, Dornauer Johann, Lorentz Hermann,
Deutsch Josef
zur Todesstrafe, welche gesetzgemäß zu vollstrecken ist;
II. die genannten
Rieflin Karl, Schenkel Eduard, Herrmann Jakob, Markus Moritz,
Loges Friedrich, Ott Paul
zu lebenslänglicher Gefängnisstrafe mit Zwangsarbeit;
III. die genannten
Marek Paul, Weber David, Schmidetzki Walter,    Opitz Gustav, Nagorsen Reinhardt, Eck Philipp
zu zwanzigjähriger Gefängnisstrafe mit Zwangsarbeit;
IV. die genannten
Kellinger Simon,Pfefferkorn Rolf, Geisel Anton,    Patolla Josef,
Stach Lorenz,Link Jakob,Danek Wolfgang,    Bauer Friedrich
zu zehnjähriger Gefängnisstrafe mit Zwangsarbeit;
V. die genannten
Jetzelsberger  Josef, Deffur Bernhard,
Dittmar Karl,Leiding Heinrich,
Schlechtriem Otto
zu fünfjähriger Gefängnisstrafe;
VI. den genannten Vollring Walter
zu dreijähriger Gefängnisstrafe;
VII. die genannten
Olesch Paul Josef,Kirstein Paul
zu einjähriger Gefängnisstrafe.

In der Museumsbaracke von Natzweiler-Struthof wird auch das KZ in Spaichingen dokumentiert.
Anmerkung: Danach werden noch die Termine zum Haftbeginn festgesetzt, welche jeweils "auf den Tag der seitens der französischen Gerichtsbehörden befohlenen Inhaftierung" fallen. Die Verurteilten haben die Kosten des gesamten Verfahrens zu tragen. Bei Nichtbezahlung kommt pro nichtbezahlter 10 Reichsmark ein Tag Haft dazu.
Mit dem Freispruch des KZ-Chefs von Dautmergen, Erwin Dold, wird der einzige Lagerchef wegen angeblich "erwiesener Unschuld" in die Freiheit entlassen. Im Laufe der Jahre und gründlicher Recherchen sind allerdings Zweifel laut geworden an dessen angeblichen nur sauberen Handlungsweisen. Vor Dautmergen war Dold, verletzungsbedingt nicht mehr frontdienstfähiger Jagdflieger,  in Haslach i.K. eingesetzt gewesen, wo drei KZ-Lager bestanden. Dold ist 2012 in Buchenbach/Schwarzwald, dort zum Ehrenbürger ernannt, als  Seniorchef der väterlichen Holzwerke Dold im Alter von 92 Jahren gestorben.
Die Verurteilten erhielten zehn Tage Zeit für eine eventuelle Revision.
Die Urteile wurden größtenteils nicht so vollzogen wie sie ausgesprochen worden sind. Der Lagerchef von Natzweiler-Struthof, Hartjenstein, starb beispielsweise 1954 in einem französischen Gefängnis an Herzschlag kurz bevor er hingerichtet werden sollte. Das Todesurteil gegen seinen Nachfolger Schwartz  war sofort vollstreckt worden. Andere, die beispielsweise lebenslängliche Zwangarbeit ableisten sollten, waren bereits zu Beginn der 50er-Jahre wieder zuhause. Die deutsche Nachkriegsregierung forderte für den Eintritt Deutschlands in die EWG und Nato die Freilassung deutscher Kregsgefangener aus ausländischen Gefängnissen. Die Franzosen erfüllten diesen Wunsch mit der Auflage, die Häftinge vor deutsche Gerichte zu stellen. Dies ist dann so gut wie nie passiert.
Ein dem Autor dieser Zeilen gut bekannter, weil recherchierter Einzelfall, ist der Chef des KZ Erzingen, Karl Friedrich Rieflin, SS-Hauptscharführer aus Langenwinkel, heute ein Stadtteil von Lahr, AOK-Angestellter und SD-Chef in Lahr. Er  erhielt lebenslängliche Zwangsarbeit. Laut Gericht war er ein übler Folterknecht. Um nicht an die Front eingezogen zu werden, bewarb er sich freiwillig für das KZ Natzweiler-Struthof, dort ist seine Personalie einschließlich Bewerbungsschreiben ausgestellt. Vor Gericht sagte er u.a. aus, dass er im Kreis Lahr die Plünderung der Synagogen und die Deportation der Juden geleitet hat. Hierfür wurde er von keinem deutschen Gericht je zur Verantwortung gezogen. Sein Fall interessert nicht einmal sogenannte Lahrer Historiker, vermutlich, weil die Stadt eine Nazihochburg war und ein paar Nazis heute noch leben. Rieflin war zu Beginn der 50-er Jahr wieder zu Hause. Sein Grab befindet sich immer noch auf dem alten Friedhof von Langenwinkel.

 Natzweiler.

Die Umgebung der Spaichinger Partnerstadt hat's

Sallanches bietet den besten Blick auf den Montblanc.

Mit der Seilbahn geht's auf fast 4000 Meter zur Spitze der Aiguille du Midi.

Nicht nur für Esel interessant sind die Naturschauspiele.

Eine Zahnradbahn fährt von der Nachbarstadt Chamonix zum Mer de Glace, dem größten Gletscher Frankreichs.

Gleich zwei richtige Flüsse hat die 15 000-Einwohnerstadt 50 km südlich von Genf zu bieten.

Ein neumodischer Marktplatz kann durchaus funktionstüchtig sein.