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2020 – das Jahr, in dem die Welt auf links gedreht wird

Geistige Enge, Staatsdirigismus und eingeschränkte politische Artikulation

Von CANTALOOP

Das Jahr 2020 wird zweifellos als eine Zäsur in die Geschichte eingehen. Sämtliche Parameter, die bislang ein gedeihliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Couleur unter bewährten Bedingungen ermöglicht hatten, werden in diesem Schicksalsjahr neu justiert. Während bürgerliche Freiheiten, das Wertschöpfungsprinzip und sämtliche Errungenschaften der Aufklärung zunehmend an Bedeutung verlieren, wittern viele Vertreter des sozialistischen Lagers Morgenluft. Nur die von Marx propagierte Staatsform könne die Welt zu einem besseren Ort machen und selbst Corona überwinden. So heißt es zumindest aus einschlägigen Kreisen. Die seit ’68 verbreiteten Thesen aus der kommunistischen Mottenkiste erlangen somit eine Neuauflage. Denn der bundesdeutsche Polit-Nachwuchs ist heutzutage erkennbar auf links gebürstet.

Die jungen Deutschen plädieren eindeutig für eine sozialistische Gesellschaft
Solange die grüne Jugend eine Erbschaftssteuer von 100 Prozent befürwortet, in der ARD über 90 Prozent der Volontäre für grünlinksbunte Parteien votieren, pflegen Spitzenpolitiker von SPD/Grünen und Linkspartei ganz unverblümt Gedankengut, für das man in den 1970er-Jahren noch unter den Radikalenerlass gefallen wäre. Immer deutlicher tritt zutage, dass die politische Rechte und weite Teile der liberalen Kräfte, die unseren ökonomischen Aufschwung nach dem verlorenen Kriege überhaupt erst ermöglichten, unter diesen Umständen keine belastbaren Mehrheiten mehr bei Wahlen erlangen können. Nicht zuletzt dank unserer bemerkenswert regierungsunkritischen Medien, die derlei Ambitionen angesichts der obwaltenden Bedingungen zuverlässig zu verhindern versuchen. Wie man sieht, nun auch in Übersee. Ist jemandes Meinung nicht explizit links, wird sie einfach nicht publiziert. Oder bewusst verfälscht. So entsteht eine selbstkultivierte Informationsinzucht.

Im Umkehrschluss machen Wohlstand, Dekadenz und unsere scheinbar grenzenlose Freiheit die Bürger zunehmend blind, unvorsichtig und vor allem undankbar. Zahlreiche natürliche Instinkte und Reflexe verkümmern. Darüber hinaus: eine parlamentarische Grundsatzdebatte über gesellschaftsrelevante Obliegenheiten findet zumindest hierzulande längst nicht mehr statt. Stattdessen wird von Oben verordnet. Par Ordre du Mutti Mufti. Das Paradoxe an der Sache: ausgerechnet diejenigen Jugendlichen und Erwachsenen, die in den 1990er- bzw. Millenium-Jahren, dem sicherlich materiell bestmöglichsten Umfeld der Nachkriegszeit, aufwachsen durften, wissen inzwischen die Errungenschaften und Mühen ihrer Altvorderen nicht mehr zu schätzen.

Klima-Hype, Minderheitenkult und „ONE-WORLD“ dienen als Ersatz-Religion
Viele Jungbürger folgen deshalb den öko-sozialistischen Vorgaben bereitwillig, gewissermaßen als ihr neues Leitbild. Sie wünschen sich die Abschaffung von Individualverkehr und Technik, die systematische Enteignung von Wohlhabenden, eine Verstaatlichung von Betrieben, gerne auch kombiniert mit höheren Steuern, schärferen Gesetzen – und generell mehr Überwachung. Ferner wird für mehr Einwanderung aus sämtlichen Problemgebieten dieser Erde gestimmt. Demzufolge werden Marx und Mohammed gleichermaßen deren Zukunft mitbestimmen.

Unterdessen bildet die vereinigte Presselandschaft in Deutschland das Meinungsspektrum der konservativ-liberalen Leistungsträger im Lande überhaupt nicht mehr ab, sondern stellt es geradezu auf den Kopf. Schreibende Hyänen mit moralisch erhabener Attitüde bestimmen längst die Richtlinien der Berichterstattung. Im gleichen Atemzug propagieren talkshowgestählte Linkspolitiker mit erkennbar totalitärer Motivation, die selbst jedoch mit geradezu fürstlichem Salär entlohnt werden, Verzicht, Solidarität und natürlich „Gerechtigkeit“. Ein performativer Widerspruch, verständlich ausgedrückt – die pure Heuchelei. Alle Ordnung und Harmonie, die „Characteristica Universalis“ der laut des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz alles zugrunde liegt, wird somit empfindlich gestört. Dies wird mit Sicherheit nachhaltige Konsequenzen für das Leben der zukünftigen Generationen mit sich bringen, die in ihrem gesamten Umfang momentan noch gar nicht vollständig erfassbar sind.

Die Realitätsverweigerung vieler Klischee-Linker ist symptomatisch
Der gesinnungsethische Imperativ und das systematische Erzeugen von Angst haben sich als probate Mittel erwiesen, um objektivierbare wissenschaftliche Wahrheiten und den gesunden Menschenverstand als überholt darzustellen. Es schickt sich nicht, über unleidige Themen wie beispielsweise Ausländerkriminalität oder die immensen Kosten für Klimawandel/Flüchtlinge zu reden. Mit seriöser Politik, geschweige denn demokratischen Grundsätzen, hat dies alles natürlich nicht mehr das Geringste zu tun. Und dennoch gilt die unumstößliche Tatsache, dass die vereinigte Linke in all ihrem Aktionismus nichts anderes darstellt als ein „Parasit“ in der kapitalistischen Marktwirtschaft. Ihre politisch korrekt definierten Normen und hehren Wunschvorstellungen haben keinerlei Wert und Bestand mehr, sobald man ihnen den Geldhahn abdreht. Sie sind nicht imstande, sich und ihresgleichen angemessen zu versorgen. Wer das nicht glaubt, dem sei ein Blick nach Kuba, Venezuela oder andere Spielwiesen der marxistisch-leninistischen Gedankenwelten empfohlen.

Die USA – Wahl als Menetekel für die gesamte westliche Welt
Was nun in den seit 250 Jahren stets demokratisch geführten USA geschieht, verdeutlicht einmal mehr, wie schnell sich sicher geglaubte Gegebenheiten ändern können. Ein Linksruck ist auch dort, nach Sondierung der aktuellen Lage, nicht unwahrscheinlich. Um den philosophischen Zirkel zu schließen: Panta rhei – alles fließt eben, ganz so, wie es auch Heraklit schon vor langer Zeit erkannt hat. In jede Richtung. Doch eines gilt ebenfalls als gesicherte Erkenntnis: die Schwerkraft der Logik, eine alltagstaugliche Plausibilität und die normative Kraft des Faktischen können getrost als Antipode, dem soliden Gegenpol dieser derzeit weltweit grassierenden linkspolitischen Utopien angesehen werden.

Und wenn in wenigen Generationen eine Neubewertung unserer Zeit vorgenommen wird, könnte dabei herauskommen, dass akademisch-intellektuelle Unredlichkeit, gehaltlose Begrifflichkeiten und künstlich geschaffene Notlagen eben doch nur kurzfristige politische Erfolge ermöglichen. Doch genau diese Erfahrungen muss die Menschheit leider offenbar wieder und wieder machen.
(pi-news.net)

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