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(tutut) - Vierte Gewalt, vierte Macht oder publikative Gewalt wird als informeller Ausdruck für die öffentlichen Medien, wie Presse und Rundfunk, verwendet. "Vierte Gewalt" bedeutet dabei, dass es in einem System der Gewaltenteilung eine vierte, virtuelle Säule gibt. Neben Exekutive, Legislative und Judikative gibt es danach die Medien, die zwar keine eigene Gewalt zur Änderung der Politik oder zur Ahndung von Machtmissbrauch besitzen, aber durch Berichterstattung und öffentliche Diskussion das politische Geschehen beeinflussen können. Oft ist die Schreibweise die vierte Gewalt üblich; als Eigenname ist aber die Vierte Gewalt richtig. Falsch, ganz falsch! Was Wikipedia in selbstbeschämender Bescheidenheit zum Schlechten gibt, ist ein Fake. Richtig aber ist die Gegendarstellung: Die vierte Macht, oft als Ohnmacht bezeichnet, denn außer Qualitätsjournalismus hat sie nichts mehr zu bieten, trägt in Wirklichkeit schon immer Maske. Denn es ist die erste Macht in jedem Staate. Die Macht der Cäsaren. Auch wenn Caesar als Erfinder der Zeitung genannt wird, als Acta diurna, „Tagesgeschehen“,  führte der römische Konsul Gaius Julius Caesar 59 v.Chr. ein tägliches Nachrichtenbulletin ein, kommt kein Populismus ohne Publikation aus. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort". Das ist der wahre Johannes! Gott ist die erste Macht, sein Wort die erste Gewalt. Wer auch immer sich gerade für  Gott hält. Abzuholen ist das Machtwort überall, ob in Kirche, Medienhaus oder Besenkammer. Nur da, wo "Dem Deutschen Volke" drauf steht, wo seine Vertreter das letzte Wort haben sollen, ist es nicht drin. Denn die vielen Gewählten, aber wenigen Auserwählten, streiten sich um die Schinderlisten von Parteien. Es ist auch nicht mehr so, dass die Pressefreiheit die Freiheit einiger weniger Verleger ist, denn die erste Macht ist dort, wo das Geld ist. Wer mit ihm regiert, hat auch immer das erste Wort und das letzte. Wer es aufschreibt, ist die allerletzte Qualität. Die Zeitung ist eine Lügnerin? Aber mit aller totalitärer Macht! John Swinton, ehemaliger Chef der New York Times, hat es 1880 über "Freie Presse" gesagt: "So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu liegen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte". Der Kommunikationswisenschaftler Siegfried Weischenberg urteilt, man müsse die öffentliche Aufgabe, die der Journalismus nach höchster Rechtsprechung wahrnehmen soll, "inzwischen mit der Lupe suchen: Im gesamten Journalismus wird zunehmend mehr die Kritikerrolle zur Disposition gestellt. Die Krise des Journalismus erweist sich vor allem als Krise seiner Kritikfunktion; sie wird obsolet, wenn die Distanz fehlt und die Relevanz sowieso". Bezahlte Journalisten seien, um ihre immer knappere Arbeit zu behalten, wegen der Einschaltquoten und der Werbung-Abhängigkeit, tendenziell wie in der PR mehr am Mainstream orientiert. Unabhängiger Fach- und Bürgerjournalismus sei investigativer. Auch Ulrich Wickert stellt die Funktion der vierten Gewalt infrage. Der Anspruch sei schon immer falsch gewesen, eine demokratische Legitimierung der Presse gebe es nicht. Stattdessen seien Medien in größten Teilen ein Teil der Wirtschaft. "Medien sind geprägt durch wirtschaftliche Interessen. Verlage müssen sich überlegen: Wie verkaufe ich mein Blatt? Wie viel Gewinn mache ich? Das ist in meinen Augen schon eine Beschränkung der Vierten Gewalt". Er hätte ruhig sagen können: Das ist erste Macht. Total aus der heutigen Zeit gefallen wirkt dagegen ein aktueller Chefredakteur: "Unabhängiger und gut recherchierter Journalismus ist ein Pfeiler der Demokratie. Bei gezielten Falschinformationen ist professioneller Journalismus das beste Gegenmittel". Dem Gläubigen ist alles links, zur Not glaubt er sich selbst. Kein Schlusswort, nur Ende eines Mythos von der Vierten Macht, die die Erste ist.

Trossingen
Entspanntes Essen ist für alle gut
Die Ernährung von Babys und Kleinkindern muss gut durchdacht sein, aber nicht perfekt. Ein kurzer Schlecker am Eis der Eltern richtet keinen Schaden an.
(Schwäbische Zeitung. Nun auch in der Flasche.)

Rottweil/Tuttlingen
Erneut Messerstecherei vor Gericht
(Schwäbische Zeitung. Passt denn niemand auf?)

BILD-Vize bei Demonstrantin in Minsk
Wir gehen morgen wieder auf die Straße
„Demokratie verteidigt“
SPD-General bedankt sich bei Helden-Polizisten
Interview mit SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil über den Angriff auf den Reichstag
Bundesinnenminister Seehofer zu Randalen
"Chaoten und Extremisten" haben den Reichstag missbraucht!
(bild.de. Wen meint er da? Horst Seehofer Februar 2016: "Wir haben im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung. Es ist eine Herrschaft des Unrechts“. Ein Bundestag voller Reichsbürger? Deutschland hat ein BILDungsproblem. 2020 mit 1933 verwechselt? Krakeln und Krakeelen, das ist Presseeinfalt heute!)

Mein lieber Jesusgesangverein!
(tutut) - Am Sonntag zufällig bei den Sprachpanschern von ZDF gelandet. Evangelischer Gottesdienst aus Hersbruck in Mittelfranken. Erstmals gehört, das es das gibt. 12 000 Einwohner mit Dekan, ausgewiesen durch Kreuz an derKette, auch Imker und Möchtegernsegelflieger mit Flugangst, und ein Pfarrer ohne Kette. Gesinge und Geblase mit Solisten in der Kirche, wenige als Gemeindeersatz rundum verteilt. Mein lieber Jesus und Paulus, von diesen Musik- und Gesangvereinen wussten die doch nichts. Ob Gott in der Kirche war, dem sie zu dienen vorgaben? Prediger Salomo musste auch herhalten, aber ohne seine treffendsten Sätze, die da lauten: "Nichts Neues unter der Sonne" und "Wahn, spricht der Prediger, Wahn nur Wahn, alles ist Wahn!"  Staatskirchenfunk zufällig angeknipst. Soll nicht wieder vorkommen.

ERINNERUNGSKULTUR
"Schäuble hat auch im Ausschuss babarisch gelogen"
(Rüstungslobbyist Schreiber laut Tagesschaubericht vom 29.8. 2000 aus dem Untersuchungsausschuss des Bundestags über eine Spende Schreibers an die CDU im Herbst 1994, über die der Ex-Parteivorsitzende Wolfgang Schäuble und die Ex-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister gegensätzliche Erinnerungen schildern)

Corona-Erfahrungen in Stuttgart
Die Stadtgesellschaft rückt wieder auseinander
Corona hat die Stadt für kurze Zeit zusammenrücken lassen. Jetzt rückt sie wieder auseinander, findet Jan Sellner, Leiter der Lokalredaktion. Und das hat nichts mit dem Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zu tun.
(Stuttgarter Zeitung. Ab ins Fundbüro und dort weiter suchen! Vielleicht haben die auch eine Leiter*in.)

Corona-Proteste in Berlin
Rund 300 Festnahmen – Attila Hildmann von Polizei abgeführt
Bei der Corona-Demonstration in Berlin haben insgesamt rund 38.000 Menschen teilgenommen. Bis zum Abend nahm die Polizei etwa 300 Menschen fest – darunter auch den Vegan-Koch Attila Hildmann.
(Stuttgarter Zeitung. Wer? Insgsamt geht's rund, gell? Bei 38 000 ist aber Schluss, wenn es 100 000 sind.)

Wasserwanderer legen in Esslingen an
Mit dem Traumschiff auf dem Neckar
In Corona-Zeiten legen mehr Wasserwanderer mit ihren Schiffen in Esslingen an. Beim Yachtclub gibt es ungewöhnliche Boote zu sehen.
(Stuttgarter Zeitung. Trauma-Baumel. Wann kommen die Kirchen-Kreuzer zur Rettung?)

Coronavirus im Südwesten
Fast 200 neue Infektionen in Baden-Württemberg
Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sind in Baden-Württemberg 199 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Eine Kommune liegt über der kritischen Marke.
(Stuttgarter Zeitung. 11 Millionen zittern mit Merkel? Wer Klima nicht versteht, hält positive Tests für eine Krankheit.)

Kolumne Mensch, Mutter
So wird der Urlaub auch mit Kindern entspannt
Bislang fand unsere Kolumnistin die Familienurlaube mit den Kindern eher anstrengend. Warum es dieses Mal in den Ferien an der Nordsee anders war.
(Stuttgarter Zeitung. Urlaub wovon? Hat der Kretsch nicht gesagt, sie soll daheim bleiben?)

Ausflugsziele in der Region Stuttgart
Auf Feensuche im Schwäbischen Wald
Der Schwäbische Wald wirkt an vielen Stellen bezaubernd. Zusammen mit der Schwäbischen Waldfee Leonie Treml geht es auf eine Wanderung, bei der die vielfältige Magie besonders gut zu erleben ist.
(Stuttgarter Zeitung. Ein Wunsch ist frei! Bück dich Fee, versprochen ist versprochen!)

Viele Interessierte ohne Anmeldung müssen abgewiesen werden
Neues Hegel-Museum zieht Besucher an
Viele Interessierte ohne Anmeldung müssen abgewiesen werden
Das Museum Hegel-Haus ist seit wenigen Tagen wieder mit neuem Konzept geöffnet. Das lockt am Samstag viele Interessierte an – die offenbar nicht mit dem Ansturm gerechnet hatten.
(Stuttgarter Zeitung. Hier werden Nackte platziert! Hegel: "Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, dass Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben".

Kurioser Vorfall in Hinterzarten
Kein Interesse am Bargeld: Einbrecher stiehlt Speck und Käse
In Hinterzarten dringt ein Einbrecher in eine Metzgerei ein. Dabei lässt er die Kasse mit dem Bargeld allerdings links liegen. Der Unbekannte hat es auf etwas anderes abgesehen.
(Stuttgarter Zeitung. Hunger kurios? Hatte die Tafel zu?)

Spitzensport in Baden-Württemberg
Eisenmann wirbt für bessere Vereinbarkeit von Studium und Sport
Kultus- und Sportministerin Susanne Eisenmann mahnt mehr Flexibilität im Studium von Universitäten und Hochschulen an. Gerade Spitzenathleten litten unter dem Spagat zwischen Studium und Sport.
(Stuttgarter Zeitung. Sportstudium neu erfunden für Spitzenkandidatin? Was fällt einem politischen Ausfall als Nächstes ein?)

14 Menschen mit Corona infiziert
Quarantäne für Hockenheimer Flüchtlingsunterkunft
In einem Flüchtlingsheim in Hockenheim ist das Coronavirus ausgebrochen. 14 Personen sind positiv getestet worden. Jetzt wurde die Unterkunft unter Quarantäne gestellt.
(Stuttgarter Zeitung. "Flüchtlinge" immer noch ein Renner?)

Vogelschutz in Baden-Württemberg
So sollen die letzten Rebhühner gerettet werden
Seit 25 Jahren päppelt das Vogelschutzzentrum Mössingen kranke und verletzte Tiere auf. Derzeit kämpft die Station verzweifelt um die Rettung der letzten Rebhühner im gesamten Südwesten.
(Stuttgarter Zeitung. Wer wollte nicht, er wäre ein Rebhuhn?)

Tier seit Mittwoch vermisst
Entlaufenes Rind bei Karlsruhe erschossen
(Stuttgarter Zeitung. Neuer Tatort BW.)

„In Medizin investieren, nicht in Konsum“
Grünen-Fraktionschef Schwarz zu Lehren aus Corona
Der Chef der größten Regierungsfraktion, Andreas Schwarz, will mit einem Milliardenprogramm die Gesundheitswirtschaft im Land voranbringen. Auch moderne Mobilität soll davon profitieren. Mit der Kultusministerin ist er unzufrieden: Diese soll ein Konzept vorlegen, wie Schüler nach den Ferien die Lernlücken schließen können.
(Stuttgarter Zeitung. Ohne Essen tot, aber gesund. Wie grün darf Politik von Schwarz sein?)

(facebook.com/GuidoWolfinfo/)

BZ-Interview
Tourismusminister Wolf warnt Betriebe vor nahender Durststrecke
BZ-Plus Corona stellt die Reisebranche auf die Probe. Die größten Herausforderungen stehen ihr allerdings noch bevor. Tourismusminister Guido Wolf stimmt die Gastronomen auf einen schwierigen Herbst ein. Die Pandemie stellt gerade in seinem Ressort vieles in Frage – und verlangt Baden-Württembergs Justiz- und Tourismusminister weitreichende Entscheidungen ab. Im Interview spricht Guido Wolf (CDU) über Traditionen und Verbote....Meine Wahrnehmung ist: Hotels und Gaststätten haben in diesem Sommer, in dem das Wetter bislang überwiegend gut war, stark von der Lust der Menschen profitiert, ihre wiedergewonnenen Freiheiten zu genießen – etwa beim gemeinsamen Plausch im Biergarten...
(Badische Zeitung. Haben Restaurants nicht mehr zum Trinken? Je länger Corona, desto mehr schwätzt Wolf sich von jeglichen Kompetenzen frei. Immer wieder bejubelte er sich selbst.)

Corona-Maßnahmen
Fordert endlich die Rückkehr zur Normalität des Grundgesetzes!
Von Susanne Gaschke
Seit März leben wir im Corona-Ausnahmezustand. Es wäre die Pflicht des Deutschen Bundestages, immer wieder zu prüfen, ob die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ noch immer vorliegt. Bislang hatte nur eine Fraktion den Mut, das zu fordern. Man kann nicht aus richtigen Gründen für eine falsche Sache sein. Aber man kann aus falschen Gründen für das Richtige eintreten. Man kann auch etwas grundsätzlich Richtiges für böse Zwecke instrumentalisieren...Doch das außerparlamentarische Aufbegehren gegen eine bleierne Zeit, die durchaus schon vor Corona begonnen hat, ist eben nicht an sich falsch. Denn die dritte große Koalition seit 2005 hat tatsächlich zu jener Borniertheit und intellektuellen Trägheit vieler der von uns gewählten politischen Repräsentanten geführt, vor denen GroKo-Kritiker, auch aus den Regierungsparteien selbst, früh gewarnt hatten. Seit März dieses Jahres leben wir in einem Ausnahmezustand, den die Verfassung so nicht vorsieht. Genannt wird er „epidemische Lage von nationaler Tragweite“. Die seuchenpolitischen Ausnahmemaßnahmen haben dazu beigetragen, dass heute in Deutschland fast niemand an Corona stirbt. Sie haben aber auch in bisher unabsehbarem Ausmaß Firmen an den Abgrund getrieben, eine beispiellose Staatsverschuldung ermöglicht und viele alte Menschen durch Kontaktbeschränkungen extrem vereinsamen lassen, Alte, in deren Namen der hochmoralische Anti-Corona-Feldzug geführt wurde – die viele von uns aber leider nicht besonders interessant finden, wenn sie nur einfach so in ihren „Einrichtungen“ dem normalen Tod entgegensterben....Die FDP-Fraktion ist bisher die einzige Parlamentsfraktion, die den Mut hatte, diese Überprüfung einzufordern und die Rückkehr zur Grundgesetznormalität zu verlangen. Ansonsten: Funkstille. Viele GroKo-Abgeordnete sind einfach nur stolz darauf, wie prima sie ihrer Regierung das Durchregieren ermöglichen...
(welt.de. Was die Schreiberin fordert, sie war mal kurz SPD-OB von Kiel, gilt selbstverständlich für alle Bürger- und Volksvertreter, vom Gemeindrat, über Kreistag, Landesparlament bis hin zum Bundestag! Der Souverän ist das Volk, es ist nicht Untertan einer Obrigkeit, außer Merkel hat mit stillschweigendem Einvernehmen des Bundestags geputscht und regiert nun diktatorisch per Selbstermächtigungsgesetz! Wo aber ist die FDP, warum führt sie keine Freiheits-Demonstrationen für das Volk an?)

Die Pforzheimer Zeitung feiert „Jubiläum“: Fünf Jahre Flüchtlingskrise!
(www.conservo.wordpress.com)
Von Alex Cryso
Wer als normaler, klardenkender Menschen die Online-Ausgabe der Pforzheimer Zeitung (PZ) aufruft, der traut seinen müden Augen nicht: Dort wird am Samstag ein regelrechtes Jubiläum zelebriert – fünf Jahre Flüchtlingskrise und was daraus wurde. Natürlich mit starken gutmenschlichem Bezug. Kleine Märchenstunde, also die Taschentücher raus.Während in Berlin hundertausende, wenn nicht sogar über eine Million Menschen für Freiheit, Demokratie und gegen die Beschneidung der Grundrechte durch Corona demonstrieren, wird bei der PZ über den grünen Klee gelobt, was uns nichts als Chaos, Verarmung und sozialen Ballast eingebracht hat. In sieben Propaganda-Artikeln wird alles wiedergekäut, was das Thema umschließt:Da gehört Irak-Flüchtling Yousif Adb-Alkareem zur Familie eines Unternehmers („… wie einen Ziehsohn aufgenommen“), während der zum Vorzeige-Syrer gemachte Abdulah Aladi eine angeblich so erfolgreiche Ausbildung als Metallbauer absolviert und schon jetzt „besser Deutsch spricht als so manch anderer der schon viel länger in hier lebt“, meint Chef Alexander Großkopf. Natürlich sind die Fallzahlen in Sachen Flüchtlingskriminalität deutlich gesunken, so das Pforzheimer Polizeipräsidium. In einem weiteren Artikel ist von den „Wunden des Spätsommers 2015“ zu lesen, und im Hauptbericht dürfen Pforzheimer Gutmenschen wie Vorzeigepromies analysieren, was in den letzten fünf Jahren wirklich alles erreicht wurde.Kurzum: Es ist das schriftliche Überschäumen vor Glück einer der marodesten und heruntergewirtschaftetsten Städte Deutschlands wie die Freude des totkranken Alkoholikers bei einer neuen Kiste Schnaps.Pforzheim hat sich geistig-mental schon längst aus dem Deutschsein ausgeklinkt, und was die PZ liefert, ist genau die Bestätigung dessen. Es ist das Zeugnis eines selbsthassenden, sich selbst entfremdeten Volkes und eine Widerspiegelung des eigenen desolaten Gemütszustandes. Eine jahrzehntelange verfehlte Linkspolitik hat die Stadt in Sachen Überfremdung, Überschuldung und Selbstverleugnung nach ganz vorne katapultiert, was man von anderen, richtig positiven Aspekten beileibe nicht behaupten kann.Doch zurück zu den Artikeln, wo Abdulah fröhlich das Schweißgerät bedient (Großkopf: „Er ist einer der besten Aluschweißer, die wir haben“) und ein Flüchtlingsbetreuer aus dem nahe bei Pforzheim gelegenen Schömberg quasi für seine Arbeit lebt. In Bezug auf die Kölner Silvesternacht oder auch der ausufernden Straßenstraßenschacht in Stuttgart „dürfe man nicht alle Flüchtlinge über einen Kamm scheren“, so der besagte Flüchtlingsbetreuer Tino Bayer.Nur: Es gibt heutzutage leider sehr viele Kämme, über die man scheren könnte und müsste. Angeblich 2038 Asylanten leben in Pforzheim, wo man es mit den tatsächlichen Statistiken in Sachen Arbeitslosigkeit oder Kriminalität noch nie so genau nahm.Schon lange vor Stuttgart wurde die Stadt von regelmäßig wiederkehrenden „bunten“ Massenschlägereien heimgesucht, und noch immer ist das Ende offen. Wer nur fünf Minuten durchs Pforzheimer Zentrum läuft, hat das Gefühl, auf einem einzigen großen sozialen Friedhof gelandet zu sein. Richtig tolerant und offen für wahre Vielfalt ist hier längst niemand mehr.
„Europa hatte Großes vor“,
schrieb da PZ-Redakteurin Lisa Scharf in ihrem Kommentar, und natürlich durfte das berühmte Merkel-Zitat nicht fehlen: „Wir schaffen das!“ Ob damit die charakterliche, mentale und soziale Umpolung eines ganzen Volkes gemeint ist? Berlin will Demos verbieten, in denen Menschen für die Freiheit eintreten, das nur als Beispiel. Wie immer gibt es zahlreiche Profiteure, die aus der Flüchtlingskrise ihr Kapital schlagen konnten. Das ist in einer verfilzten, überschaubaren und sehr innerfamiliären 130.000-Einwohner-Kommune wie Pforzheim nicht anders als sonstwo. „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“, sagt der Politiker zum Journalisten.„Der Enzkreis (der Landkreis, in dem sich Pforzheim befindet) steht landesweit an der Spitze, was die Vermittlung von Wohnungen und die Integration in den Arbeitsmarkt betrifft“, so die Sozialdezernentin Katja Kreeb. Der Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum (CDU) spricht sogar von einer „großartigen Geste der Humanität“, flüchtenden Menschen Schutz und Sicherheit zu bieten. In Pforzheim brechen unterdessen reihenweise Häuser in sich zusammen, man hat die höchste Arbeitslosenquote in ganz Baden-Württemberg, und die Rentner müssen ihre Lebensmittelrationen aus dem Müll suchen, bevor der ganze große Systemumsturz in den EU-Scharia-Öko-Kommunismus ins Haus steht. Wir schaffen das!

Das ziellose Unbehagen der Corona-Dmonstranten
Bei den Demonstranten in Berlin standen die Spinner nicht mehr am Rand, sondern sie waren mittendrin. Doch so ziellos und merkwürdig dasalles im Einzelnen auch wirkte , eine Tendenz ist klar erkennbar.
Thomas Schmid
(welt.de. Genau, Springer Verlag! Warum wird der Autor solcher hetzerischen und verleumderischen Artikel nicht näher gekennzeichnet, der Mitbegründer der Grünen sowie Chefredakteur und und Herausgeber der Welt war und offenbar immer auf dem Marsch durch die Institutionen ist? Wikipedia: "Thomas Schmid (* 6. Oktober 1945 bei Leipzig ist ein deutscher Journalist... Schmid war einst Aktivist der Frankfurter Studentenbewegung. 1968 wurde er Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). Neben Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer und Matthias Beltz wurde er Gründer der linksradikalen Gruppe Revolutionärer Kampf (RK), die sich vor allem der „Betriebsarbeit“ widmete. Um die Arbeiter für die Revolution zu gewinnen, betätigte er sich zweieinhalb Jahre im Rüsselsheimer Werk der Adam Opel AG als Karosseriebauer. Ab 1975 arbeitete er in der Redaktion der Zeitschrift Autonomie. Materialien gegen die Fabrikgesellschaft. 1979 verfasste er das Nachwort zu Toni Negris neomarxistischer Kampfschrift Sabotage im Münchener Trikont-Verlag. Zwischen 1979 und 1986 war Schmid Lektor im Verlag Klaus Wagenbach. Dort war er für Sachbücher und italienische Autoren zuständig. Zugleich begann er als freier Autor für die linksgerichteten Zeitschriften Pflasterstrand und Freibeuter sowie die tageszeitung und Die Zeit zu schreiben. Ab 1983 prägte er als Vordenker den ökolibertären Flügel der Grünen, dem auch Winfried Kretschmann angehörte. In einer Analyse der Bundestagswahl 1983, bei der die Grünen mit 28 Sitzen in den Bundestag einzogen, setzte er auf das „gehobene neue Bürgertum, dem der um konkrete Erfolge eher unbesorgte Radikalismus der szenischen Linken fremd ist“. Es müsse nicht falsch sein, wenn die Grünen eine „‚bürgerliche‘ Partei“, eine „grüne Mittelschichtspartei“ würden. 1986 suchte er nach „Auswegen aus der Krise des sozialdemokratisch-gewerkschaftlichen Sozialstaats“. Ab 1989 beriet er Daniel Cohn-Bendit, der damals Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt am Main geworden war. Gemeinsam veröffentlichten sie 1993 das Buch Heimat Babylon. Das Wagnis der multikulturellen Demokratie.1993 machte Schmid den Journalismus zum Hauptberuf, wurde Feuilletonchef der Ost-Berliner Wochenpost. Dort arbeitete er ab 1994 mit dem Chefredakteur Mathias Döpfner zusammen, ging 1996 mit ihm zur Boulevardzeitung Hamburger Morgenpost. Als Döpfner 1998 Chefredakteur der Tageszeitung Die Welt im Axel-Springer-Verlag wurde, wechselte auch Schmid dorthin und übernahm die Leitung des Meinungsressorts „Forum“.Im September 2000 trat Schmid in das Politik-Ressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein. 2001 übernahm er als verantwortlicher Redakteur das Ressort Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Im November 2006 kehrte Schmid zur Welt zurück, löste dort Roger Köppel als Chefredakteur ab. Ab 2008 war Thomas Schmid Chefredakteur der Welt-Gruppe im Axel Springer Verlag; in seine Verantwortung fielen neben der Tageszeitung Die Welt auch die Wochenzeitung Welt am Sonntag sowie Welt Online und Die Welt Kompakt. Von Februar 2010 bis Juni 2014 war Schmid Herausgeber der Welt-Gruppe. Er arbeitet inzwischen als Autor und Publizist. Schmid ist mit der Journalistin Edith Kohn-Schmid verheiratet...2008 wurde Schmid mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet".)

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NACHLESE
Konjunktureinbruch durch Corona
Das böse Erwachen kommt im Herbst
Von Optimismus kann angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise keine Rede sein
Von Andreas Tögel
Politik und zahlreiche Ökonomen üben sich – trotz derzeit wieder ansteigender Infektionszahlen – nach wie vor in unerschütterlichem Optimismus. Demnach hätten wir es angeblich nur mit einer kurzfristigen, durch Covid-19 bedingten „Konjunkturdelle“ zu tun, die „V-förmige Erholung“ der Volkswirtschaft sei längst im Gange und alles werde bald wieder gut sein – nicht zuletzt dank der sagenhaft treffsicheren Hilfsmaßnahmen der Regierung. Befragt man jedoch Unternehmer, die von den durch die Regierung verhängten Freiheitsbeschränkungen betroffen sind und unmittelbar an der Front stehende Fachleute, etwa Steuerberater und Lohnbuchhalter, bekommt man gänzlich anderes zu hören. Da ist dann etwa vom fatalen Fehler die Rede, den zahlreiche Unternehmen im Zusammenhang mit den von der Regierung gebotenen Kurzarbeitsunterstützungen begangen haben und immer noch begehen...Fazit: Optimismus ist in dieser Lage ein klares Indiz für fehlenden Sachverstand. Wir stehen – ungeachtet aller anderen ungelösten Probleme wie einem möglicherweise ungeordneten Brexit, einem zwischen zwei Nato-Staaten drohenden Krieg oder der vor den Toren Europas stattfindenden Bevölkerungsexplosion – vor einer mehr als schwierigen zweiten Jahreshälfte.
(eigentümlich frei. Solange Kasperlköpfe Merkel für eine Politikerin halten, wird auch ein Pudding in diesem Land als Stahlplastik an die Wand genagelt.)
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In der Demo drinnen beobachtet
Unter den Demonstranten: Friedefreude, Kaiserflagge
Von Alexander Wendt
Auf der Corona-Demonstration in Berlin traf sich eine bunte Mischung. Rechtsextremisten spielten kaum eine Rolle, die Wasserwerfer brauchte niemand. Selten wirkte die politische Klasse so grau und gesprächsunfähig wie in diesem Demo-Sommer...Am Tag vor der Demo verkündete die Grünen-Politikerin Renate Künast: „Samstag wird ein Großkampftag für soziale Netzwerke. Sie müssen zusätzliches Personal abstellen, die Kommunikation und bestimmte Accounts genau im Blick haben und im Zweifel Beiträge löschen oder Accounts sperren, bevor etwas Schlimmes passiert.“ Was zum einen ziemlich ehrlich ist: im Zweifel sperren und löschen, so müssen wahrscheinlich abgehalfterte Bundesministerinnen klingen, die vor 30 Jahren das System stürzen wollten, also das tun, was sie heute anderen vorwerfen. Zum anderen handelt es sich bei „Großkampftag“ um einen Begriff aus dem Hauptquartier der Armee des deutschen Kaiserreichs, erstmals benutzt 1916. Es ist nicht unkomisch, wenn eine Grüne mit diesem Vokabular („zusätzliches Personal abstellen“, „löschen“) und überhaupt mit Schnedderedäng zum Kampf gegen eine Demonstration und ihr Umfeld ruft, weil es im Demo-Zug ein paar Kaiserflaggen gibt...Am Abend rennen noch zwei Dutzend Leute die Rampe und die Treppe vor dem Reichstagsgebäude hoch – und gleichzeitig etwa doppelt so viele Polizisten, die die Protestler wieder hinunterbegleiten. „Polizei verhindert Sturm auf den Reichstag“, dichtet der Tagesspiegel...Sicherlich gab es auf der Demo-Meile auch Leute mit diversen Sockenschüssen. Dem Reporter scheint es, dass sie irgendwo auf der Skala zwischen einem halben Lauterbach und anderthalb Thunberg liegen, also im Toleranzbereich einer normalen Gesellschaft. Wer von den Politikern m/w/d jetzt bereit wäre, mit dieser Mischung von Leuten zu reden, hätte die Chance, Bürgerking zu werden.
(Tichys Einblick. Corona, die Krone, ist aber schon weg, die trägt Merkel.)

Dirk Maxeiner
Der Sonntagsfahrer: Die Macht-Besoffenen
Weil er betrunken sein Fahrrad schob, wurde einem Rentner in Landau das Fahrradfahren untersagt. Wie wäre es mit gleichem Recht für alle? Wenn es für Machtbesoffenheit einen Promillewert gäbe, müsste derzeit einer ganzen Riege von Politikern aus dem Verkehr gezogen werden.
(achgut.com. Dann wären Parlamente nicht mehr voller Lehrer, sondern ganz voll leer.)

Helds Ausblick 10-2020
Deutschland in der Corona-Sackgasse
Von Gerd Held
Aus der „großen Transformation“ der Welt ist das angstvolle Zählen täglicher Corona-Infektionen geworden. Deutschland steckt in einer Sackgasse. Die Sommerpause geht zu Ende. Normalerweise macht sich ein Land dann mit neuen Kräften ans Werk. Die Leute finden ihre angestammten Aufgaben und Plätze wieder. Wo es die eine oder andere Veränderung gibt, geht man das Neue mit Zuversicht an. Doch das ist nicht die Stimmung im Lande. Die Grundsicherheiten, die das Tun der Bürger bisher noch getragen haben, sind erschüttert. Das Gefühl, dass alles „auf einem guten Weg“ ist, ist fast gänzlich verschwunden. Wirtschaft, Bildung, Verkehr, öffentliches Leben – alles steht unter Vorbehalt. Ein Gefühl der Aussichtslosigkeit macht sich breit......Es kommt nur darauf an, dass sich Deutschland von falschen Erwartungen an den Gang der Welt und seine Rolle befreitet. Dazu gehört auch, dass im politischen Wettbewerb nicht immer wieder versucht wird, mit großen Aufbrüchen und Geländegewinnen zur Macht zu kommen. Die Opposition gegen den herrschenden Mainstream wird nur siegen können, wenn sie für ein anderes Selbstbild unserer Lage streitet. Wenn sie eine Kraft in der Ernüchterung dieser Nation wird. Das ist eine eigenständige, erklärende Aufgabe, die sich nicht aus der Polemik gegen die Regierung entwickeln lässt.
(Tichys Einblick. Wie soll ein Land nüchtern werden, dass voll am Tropf von Dauerbesoffenheit der German Angst hängt?)

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DAS WORT DES TAGES
Ein Land kommt ins Rutschen: Die bisherigen Grundsicherheiten sind verloren gegangen: Der Glaube an die Solidität des Rechtsstaates, das Vertrauen in die Währung, die prinzipielle Vernunft handelnder Politiker, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, die Sicherheit von Arbeitsplatz und Zukunft. Eurokrise, Europakrise, Migrationskrise, Klimakrise, Coronakrise, dazwischen noch Rassismus und Ernährungskrise, Ausstiege aus Bewährtem und Einstiege in ein vages Irgendwo – ein Land wird im Krisenmodus regiert, der immer neue Rechtsverstöße legitimieren soll.
(Roland Tichy, Tichys Einblick)
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Blick zurück - nach vorn
Blackbox KW 35 – Der Tag der Freiheit?
Gerichtsentscheide können die grüne SED-Regierung von Berlin nicht aufhalten. Wäre ja wohl noch schöner in der ehemaligen Hauptstadt der DDR. Karl ohne Fliege muss nachsitzen, und am Abend erklären wieder die Sprachpanscher von ARD & ZDF die Welt.
VON Stephan Paetow
...Dummerweise wird aber Berlin von der grünen SED (SPD, SED, Grüne) regiert, da sind Volksbelustigungen nur unter der Führung der Partei vorgesehen. Deshalb verbot SPD-Innensenator Geisel die Veranstaltung zunächst. Nachdem zwei Gerichtsinstanzen ihm klarmachten, dass nicht mehr seine frühere Partei, die SED, allein regiert, kam er mit einem alten Trick aus dem Stasi-Handbuch um die Ecke, oder wie der Spiegel anerkennend meldete: „Kein Abstand, keine Masken. Polizei löst Corona-Demo in Berlin auf.“ Dass das Oberverwaltungsgericht nur verlangt hatte, die Organisatoren müssten auf die Abstandsregeln hinweisen (was diese regelmäßig taten) und die Maske in Berlin nicht obligatorisch ist – geschenkt....
(Tichys Einblick. Wer eine verbotene SED demaskiert weitermachen lässt, dem ist nicht mehr vom toten Pferd zu helfen.)

Neue Folge des YouTube Formats "Gegenrede" von und mit Corinna Miazga und kompetenten Gästen
Die Auswirkungen der Coronakrise auf unsere Bildung
Es ist eines der wichtigsten Anliegen aller Eltern, dass ihre Kinder die bestmögliche Bildung erhalten, denn diese ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Lebensweg. Eine ganze Schülergeneration hat nun das Pech, dass durch die staatlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit „Corona“ das Unterrichtsgeschehen massiv in Mitleidenschaft gezogen wird. Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise auf die Bildung der betroffenen Schüler-Jahrgänge haben? Inwieweit kann ein Online-Unterricht den regulären Schulbetrieb ersetzen und wird Unterricht jetzt ein Privileg von denen, die sich digitalisiert haben? Dieses für Schüler und Eltern, aber auch für die gesamte Gesellschaft äußerst wichtige Thema diskutiert die AfD-Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga in ihrem YouTube Format „Gegenrede“ mit kompetenten Gästen, als da sind: Der AfD Bundestagsabgeordnete und Mathematiker Dr. Michael Espendiller; die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst, Studienrätin und Mutter; sowie Franz Kerker, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Diese Diskussion sollten sich kritische und aufgeklärte Eltern mit schulpflichtigen Kindern nicht entgehen lassen.
(pi-news.net)

(ARD-Presseclub. Demo in "Belarus", obwohl das Land  Weißrussland heißt. Für Linksgrüne gegen Demokratie in Deutschlands Parallelwelt  nichts Neues. )

Steinmeier verurteilt "Angriff auf das Herz unserer Demokratie"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Sturm von Demonstranten auf das Reichstagsgebäude in Berlin am Samstagabend scharf verurteilt. "Reichsflaggen und rechtsextreme Pöbeleien vor dem Deutschen Bundestag sind ein unerträglicher Angriff auf das Herz unserer Demokratie. Das werden wir niemals hinnehmen", erklärte Steinmeier am Sonntag. "Unsere Demokratie lebt", betonte Steinmeier. Wer sich über die Corona-Maßnahmen ärgere oder ihre Notwendigkeit anzweifele, könne das tun, auch öffentlich, auch in Demonstrationen. "Mein Verständnis endet da, wo Demonstranten sich vor den Karren von Demokratiefeinden und politischen Hetzern spannen lassen." Steinmeier dankte den Polizistinnen und Polizisten, "die in schwieriger Lage äußerst besonnen gehandelt haben".
(focus.de. Hohoho! Sturm, der ein Fürzlein war. Ein Herz für linksextremdrehendes Fischfilet, sonst aber in der Hosentasche? Das Herz der Demokratie schlug in Bonn. Im Reichstag regierten die  alten linken Nazis und da sitzen auch wieder neue linke.)

VDS-Mitglieder kritisieren Anglizismen und Gendersprache

(tutut) - 4 106 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache (VDS) haben gewählt: Die Tagesschau und die heute-Nachrichten sind die „Sprachpanscher 2020″. Mit insgesamt 1 996 Stimmen (49 Prozent) belegen die Nachrichtensendungen den 1. Platz. Prof. Walter Krämer, Vorsitzender des VDS, ist vom Ausgang der Wahl nicht überrascht: „Die meisten unserer Mitglieder kritisieren, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihrem Bildungsauftrag nicht gerecht werden und ihr Publikum stattdessen mit Wörtern konfrontieren, die unnötig sind.”

In Zeiten von Corona, so die Pressemitteilung weiter, haben die Nachrichten-Flaggschiffe Wörter wie Lockdown, Homeschooling, Social Distancing, Homeoffice usw. nicht hinterfragt, sondern einfach übernommen. „Diese Anglizismen zeigen, wie wenig Interesse Tagesschau und heute-Nachrichten haben, die Menschen in ihrer eigenen Muttersprache zu informieren. Die Devise ist: Nachplappern statt sinnvolle Übersetzungen finden, die alle verstehen”, kritisiert Krämer, „einer Vorbildfunktion mit Bildungsauftrag werden die Öffentlich-Rechtlichen so nicht gerecht.”

Auch die verstärkte Verwendung von Gendersternchen als gesprochene Pause in den Nachrichten würde nicht der Lebensrealität der Zuschauer entsprechen: „ARD und ZDF ignorieren hier bewusst die amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung, die Empfehlungen der Gesellschaft für deutsche Sprache und der vielen Umfragen, die es zu diesem Thema gibt”, so Krämer, „Medien sollen Wirklichkeit darstellen und nicht versuchen, sie aus politisch vorauseilendem Gehorsam zu schaffen.”

Auf Platz 2 wählten die VDS-Mitglieder Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (873 Stimmen / 21 Prozent). Sie will englische Bezeichnungen im Handwerk einführen. Statt Handwerksmeistern soll es „Bachelor Professional‟ und „Master Professional‟ heißen – das rufe bei den Handwerkern keine Begeisterung hervor, sagt Krämer.

Der famila-Markt im Oldenburger Stadtteil Wechloy kam auf 798 Stimmen (19 Prozent). In seiner Werbung hatte er versucht, weitgehend auf die deutsche Sprache zu verzichten: „(…) ist dein Place. Für Shopping und much mehr. Von Kids bis Education, von Meetings bis Health, von Entertainment bis Gastro: Alles you need.”

Die Bundeszentrale für politische Bildung wählten 321 VDS-Mitglieder (8 Prozent). Sie hatte einen Programmschwerpunkt zu den politischen Umbrüchen in Ungarn, Polen, Tschechien und Russland. Der Titel: „The Years of Change 1989-1991″. „Jede dieser Muttersprachen wäre als Titel für einen solch wichtigen Programmschwerpunkt gerechtfertigt, aber Englisch? Damit ignoriert man die Kämpfe, die die Menschen in diesen Ländern ausfechten mussten‟, bemängelt Krämer.

Platz 5 schließlich geht an den Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer – 118 VDS-Mitgliedern (3 Prozent) stieß seine Verwendung von Anglizismen bei einer Kampagne gegen Ratten übel auf. „Don’t feed rats” hieß sie – warum es Englisch sein musste, hat sich niemandem erschlossen.

Der VDS zeichnet jedes Jahr Institutionen oder Personen mit dem Negativ-Preis „Sprachpanscher” aus, die sich besonders wenig um die deutsche Sprache verdient gemacht haben.

Freude schöner Götterfunken

Von PETER BARTELS

Seid umschlungen Millionen … Wo dein starker Flügel weilt … Diesen Kuss der ganzen Erde … Es gibt keinen besseren als Beethoven, der beschreibt, was in diesen Stunden, Tagen in Deutschland geschah. Ein Volk stand auf. Dann schickten Merkels Polit-Paladine die Polizei-Büttel mit dem Knüppel …

Obwohl zwei Gerichtsurteile die Großdemo – ohne Merkels Pest-Tüten – erlaubt hatten. Die „Abstände“ seien nicht eingehalten worden, schnappatmeten die Polizeipräsidenten. Das wurden sie bei der Black Lives Matter-Demo vor ein paar Wochen zwar auch nicht, aber da waren ja die „Richtigen“ auf der Straße … Diesmal waren es ja nur „Verschwörer“, „Spinner“, „Corona-Leugner“, „Nazis“ aus Winsen/Luhe, dem Sauerland, vom Bodensee, wie BILD nicht müde wurde durch das Netz zu lügen … Und sie schämen sich nicht … Dabei fing diesmal alles so friedlich an: Das Berliner Verwaltungs- und das Oberverwaltungsgericht in Berlin (die höchste Instanz) hatten die Corona-Demo erlaubt… Dann der Anfang vom Ende des freien Deutschlands …
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Natürlich dachte unsereiner vorher an den „Wahnsinn“, der im Herbst 1989 über Deutschland hereinbrach. Hans Hermann Tiedje, Rudolf Augstein und „meinereiner“ (danke, Max Erdinger!) waren allein auf weiter (westdeutscher) Flur, als wir Deutschland herbeischrieben … Nachdem die Ungarn, das Loch in den Eisernen Vorhang gesägt hatten … Tausende „DDR-Deutsche“ via Wien in die „BRD“ flüchteten … Und wenig später Millionen in Leipzig, Berlin und anderswo auf die Straßen gingen, „Deutschland einig Vaterland“ riefen. Während die sogenannte „Elite“ von süddeutscher Alpenpravda, ZEIT, „taz-chen“ keiften, was Gutenberg und die Megaphone von Radio und TV hergaben … Selbst CDU-Politiker wie Kohl lieber von deutschen Kriegsgräbern in der „Sowwwjetttunion“ faselten statt über ihren Grundgesetz-Auftrag, die „Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit“ wiederherzustellen …

As times goes by? Nein! Geschichte wiederholt sich nicht? Wie Salomon schon vor 3500 Jahren sarkastisch seufzte: „Es gibt nichts Neues auf der Welt!“. Doch, diesmal gab es was Neues: Ein Volk stand auf! Ein Sturm der Herzen brach los!! Es ging nicht nur um Merkels trojanischen Corona-Gaul … Es ging nicht nur um Merkels Pest-Tüten … Es ging um ALLES! Um Deutschland. UNSER Deutschland!! Nicht das EU-Deutschland. Nicht das „Deutschland“ der Polit-Schranzen …

Die Abertausenden wollten keinen verlogenen Maulkorb mehr … Sie wollten keine Pfaffen-Pharisäer mehr auf der Kanzel … Sie wollten „nur“ – mit oder ohne Weihrauch – zu Gott beten … Sie wollten ihre Mohren-Apotheke behalten … ihren Negerkuss … ihr Zigeunerschnitzel … ihren schwarzen Mann, vor dem sie als Kinder Angst haben sollten, obwohl er in Wahrheit immer so nett war, wie später Roberto Blanco …

Sie wollten ihre Nachbarn nicht mehr belauschen, auf das eine Wort lauern, um, wie es die Political Correctness befahl, sofort dem „Blockwart“ an der Werkbank zu melden … Oder schwarzen, grünen, nahtoten roten Moral-Despoten in Politik und Presse …

Mag ja sein, dass ihre Eltern Nazis waren, sein mussten, sogar wollten … SIE, die Deutschen von heute sind KEINE Nazis … SIE sind auch keine Genossen … Sie sind Brüder und Schwestern … in keiner Not sich trennen und Gefahr … Und sie sind die wirkliche Mehrheit!! Und sie werden nicht mehr schweigen; die Lämmer trotten nicht mehr zur Schlachtbank! So oder so … Jetzt erst recht!

„Schaut auf diese Stadt…“ rief Ernst Reuter am 9. September 1948 auf Hitlers Trümmern den Hunderttausenden in Berlin, den Millonen der ganzen Welt zu: „Und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt …“

Heute geht es wieder um das Volk, die Freiheit des Volkes. Wie sehr sie in Gefahr ist, zeigen die Meldungen von der Auflösung der Freiheitsmarsch-Demo in Berlin. Es ist wie am 17. Juni 1953 … Damals walzten Sowjet-Panzer den Aufstand der Ost-Berliner nieder. Heute lässt der ehemalige SED-Genosse Andreas Geisel, der auf wundersame Weise SPD-Innensenator wurde, die Demonstration der Zehntausenden von der Polizei niederwalzen. Obwohl die Tinte der beiden Gerichtsurteile FÜR ihr Demonstrations-Recht noch nicht mal trocken war …
(pi-news.net)

Monika  Maron krönt mit dem neuesten Roman ihr Lebenswerk - Rezensionen der Haltungs-Medien schäumen mit Verrissen

Von Vera Lengsfeld

Eigentlich kenne ich das nur aus der DDR, dass vor einem Buch so intensiv gewarnt wird. Die allermeisten Rezensionen, die in den Haltungs-Medien erschienen, sind Verrisse. Das hat den alten Reflex bei mir ausgelöst, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Ich habe keinen Cent der 24 Euro teuren Ausgabe bereut, denn ich habe interessante, vergnügliche, lehrreiche Stunden mit der Lektüre verbracht.

Dieser Roman ist alles andere als verunglückt, wie der Berliner „Tagesspiegel“ giftete. Seine Personen sind das Gegenteil von blass. Monika  Maron ist auf der Höhe ihrer Kunst.

Charlotte Winter, die Heldin dieser Geschichte ist so deutlich gezeichnet, dass man sie förmlich vor sich sieht, wie sie über den verlotterten Platz an einer viel befahrenen Hauptstraße geht und den für diese Gegend zu gut angezogenen Mann auf der Bank sitzen sieht. Wie Maron die erste Begegnung zeichnet oder später das zweite Zusammentreffen in einem Café ist einfach meisterhaft. Was kann Literatur mehr bewirken, als lebendige Bilder vor den Augen der Leser entstehen lassen?

Es kann nicht nur daran liegen, dass ich dem Alter der Charlotte ziemlich nahe bin, dass es ihr gelingt, mich ganz in ihre Welt zu ziehen. Nein, sie ist eine Person, die in ihrer Neugier auf das Leben keine Zeit hat, sich über ihr Alter zu grämen, sie scheint es nicht einmal zu bemerken. Ihre Neugier ist ansteckend. Ich hatte sofort das Bedürfnis, zu den Büchern zu greifen, die Charlotte liest. Oder Rinderbouillon zu kochen, die Charlotte auf ihrem Herd vergessen hat. Sie ist eine, die sich nicht mit Suppenwürfelextrakt begnügt, sondern die weiß, dass im echten Genuss Arbeit steckt.

Auch die Nebenfiguren sind höchst lebendig, ob es sich um den emeritierten Professor Adam handelt, der sein Alter mit einer 25 jüngeren arjuvedasüchtigen Frau bekämpft, die ihm im Grunde fremd ist, die notorische Kultursenatorin Penelope, die stellvertretend für den stromlinienförmigen, phrasendreschenden Politikertypus steht, der mittlerweile beherrschend ist, die denunziatorische Kollegin von Lanz, die nicht ruht, bis es ein Tribunal gegen einen Andersdenkenden gibt, oder den duckmäuserischen Institutsleiter, der kein Tribunal will, aber zu feige ist, es zu untersagen und sich stattdessen aus dem Raum stiehlt.

Nein, es nicht die literarische Qualität, sondern der Inhalt, der die Rezensenten zum schäumen bringt. Schriftsteller, die Guten, sind Seismographen der gesellschaftlichen Zustände und ihrer Veränderungen. Die anderen sind Seismographen des Zeitgeistes. Gute Schriftsteller mischen sich ein. Mit ihrer Unabhängigkeit, Einfühlsamkeit und ihrer Intuition gelingt es ihnen zu beschreiben, was mancher vielleicht spürt, aber nicht formulieren kann. Beim Lesen kommt es dann, dass es einem wie Schuppen von den Augen fällt.

Maron, die sich selbst in Interviews als „freiheitssüchtig“ bezeichnet, hat einen unverstellten Blick auf alle Entwicklungen, die Freiheit in der einen oder anderen Weise einschränken. Drei ihrer Figuren, neben Charlotte sind das ihre alte Freundin Lady und im letzten Drittel Gerald, der mit dem Fahrrad die Skipiste herunterfuhr, weil das verboten war und dabei Knochenbrüche riskierte, kommen aus der DDR. Sie haben für Genderismus oder Klimawahn wenig übrig.

Das ist es, was die Rezensenten aufregt. Die vierte Figur, Artur Lanz, nach dem der Roman benannt ist, stammt aus der süddeutschen Provinz und hat sein Leben bis zum 50. Jahr als angepasstes role model für das postheroische Zeitalter verbracht. Dabei hatte ihm seine Mutter den Namen Artur verpasst, weil sie mit der Verbindung von Artur und Lanz die Geschichte vom Heiligen Gral beschwören wollte. Mit 50 Jahren stellt sich Lanz die Frage, warum er so wenig heldisches an sich hat, obwohl es offenbar gut tut, wie er feststellte, als er seinen Hund aus einer lebensgefährlichen Situation rettete.

Über Heldentum nachzudenken ist im postheroischen Zeitalter offenbar ein Sakrileg, obwohl wir alle uns noch daran erinnern können sollten, wie sehr wir Helden in unserer Kindheit mochten und brauchten. Kinder wissen instinktiv, dass man Mut zum Leben haben muss, Erwachsene sind allzu oft bereit, diesen Mut für vermeintliche Sicherheit aufzugeben. Es gibt, wie Maron feststellt, sogar ein Ersatzwort für Mut: Zivilcourage. Zivilcourage ist, wenn man, wie eine BVG-Werbung suggeriert, auf einen roten Knopf drückt, sobald einem etwas auf dem Bahnsteig spanisch vorkommt. Oder wenn man als hochbezahlte Fernsehmoderatorin eine flammende Rede gegen rechts hält. Mut ist, wenn man einem Schläger in die Arme fällt, der dabei ist, auf einen am Boden Liegenden einzutreten. Es kommt vor, dass Mut mit der Gesundheit oder gar dem Leben bezahlt wird.

Artur Lanz möchte so gern Mut haben. Er meldet sich sogar für einen Kurs in israelischer Kampfsportart an, besorgt sich aber dann lieber Pfefferspray, um für den Mut-Fall gewappnet zu sein. Der kommt dann viel unspektakulärer, als Lanz es sich vorgestellt hat. Sein Kollege Gerald wird wegen eines Facebook-Posts erst von seinem Institutsleiter ermahnt, als er keine Einsicht zeigt und seinen Post wiederholt, diesmal sogar mit englischer Übersetzung, vor ein Kollegen-Tribunal gestellt.

Wer einmal ein SED-Parteiausschlussverfahren mitgemacht hat, fühlt sich an dieser Stelle an überwunden geglaubte Zeiten erinnert, wem diese Erfahrung erspart geblieben ist, der kann bei Maron nachlesen, dass sich die Choreografie solcher Veranstaltungen kaum geändert hat.

Monika Maron hält der aktuellen Gesellschaft den Spiegel vors Gesicht und denen, die dafür gesorgt haben, wie dieses Antlitz beschaffen ist, gefällt die Deutlichkeit der Zeichnung nicht. Dabei verurteilen Marons Figuren gar nicht. Besonders Charlotte Winter ist sich bewusst, dass sie Teil dieses Prozesses war und ist, der ihr immer mehr missfällt.

Artur Lanz jedenfalls findet mitten im Tribunal den Mut, der versammelten Kollegenschaft vor Augen zu führen, was sie da veranstalten und empfindet Befreiung. Statt das Urteil der Versammlung abzuwarten, schmeißen der Angeklagte und sein Verteidiger die Brocken hin, gemäß dem Motto des sächsischen Königs: Macht doch euren Dreck alleine. Es gibt so etwas wie ein Happy-End. Lanz und sein Kollege Gerald gehen in die Schweiz und heuern im Kernforschungszentrum CERN an. Charlotte wird aufgefordert, sie zu besuchen, wenn sie will. Ob sie es tut, bleibt offen.

Alle Rezensenten, auch Thomas Schmid von der „Welt“, der keinen glatten Verriss geschrieben hat, bescheinigen Maron mehr oder weniger deutlich ein „eingetrübtes Gemüt“, weil der bundesdeutsche Staat wider Erwarten kein idealer Staat sei. Deshalb habe sie sich, wie Schmid noch einigermaßen elegant formuliert, „die phrygische Mütze des Widerstands überziehen“ lassen.

Dabei gehört Maron ganz sicher zu den Personen, die sich nie Illusionen gemacht haben, dass es so etwas wie einen idealen Staat gebe oder anzustreben sei. Sie weiß, wie viele Diktatur-Erfahrene, dass die Demokratie nur so gut ist, wie die Demokraten, die bereit sind, sie jeden Tag zu verteidigen. Maron ist weder Jacobinerin, noch gallisch, sondern herzerfrischend realistisch. Was ihren neuesten Roman betrifft, so ist der ganz sicher in jeder Hinsicht die Krönung ihres Lebenswerkes.
(vera-lengsfeld.de)

Wunderkram

Von Wilhelm Busch

Der Winter ging, der Sommer kam,
er bringt aufs Neue wieder
den viel beliebten Wunderkram
der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr,
betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war,
und heute wird zu morgen.

Stets muss die Bildnerin Natur
den alten Ton benutzen
im Haus und Garten, Wald und Flur
zu ihren neuen Skizzen.