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Dieser Staat ist drauf und dran, gegen die Wand zu fahren

Von WOLFGANG HÜBNER

Es ist guter Brauch, zum Beginn des neuen Jahres Gutes, Gesundheit und Glück zu wünschen. Das wünsche ich für das Jahr 2022 herzlich allen geneigten und auch ungeneigten Lesern meiner Beiträge zum Zeitgeschehen.

Was ich leider nicht vermag: Nach den Entwicklungen von 2021 einen optimistischen Blick auf das vor der Tür stehende neue Jahr zu werfen. Denn es spricht zu wenig dafür, dass sich die vielfältig zugespitzten Probleme und Konflikte in Deutschland und in der Welt in Harmonie auflösen werden. Vielmehr deutet alles auf eine Verschärfung, ja sogar dramatische Zuspitzung der Situation hin. Darüber zu klagen und zu jammern hilft jedoch wenig. Es gilt, sich auf die schweren Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Das Machtkartell in Deutschland hat nach der Regierungsbildung seiner politischen Abteilung keinen Zweifel daran gelassen, die Konfrontation mit einer kritischen Minderheit schon deswegen nicht zu scheuen, weil daraus unter keinen Umständen eine systemkritische Mehrheit werden darf. Diese Minderheit ist derzeit jene, die „Spaziergänge“ in vielen Städten und Gemeinden macht, die den konformistischen Medien nichts mehr glaubt und die das Heil gegen Virusmutationen nicht in der Teilnahme an experimentellen Feldversuchen von Pharmamilliardären sucht.

Es ist also diese Minderheit, die aus Sicht des nervös werdenden Machtkartells auch mit offen repressiven Maßnahmen unter Kontrolle gehalten, besser noch, zerschlagen werden muss. An der Bereitschaft dazu sollte es nicht den geringsten Zweifel geben. Denn das deutsche Machtkartell ist infolge seiner historisch bedingten mangelnden Selbstsicherheit als besonders aggressiv einzuschätzen. In keinem anderen europäischen Staat der EU gibt es eine solche geschlossene, auf einheitlicher Linie agierende und herrschende Formation aus Politik, Medien, Wirtschaft, Institutionen und Kultur wie hierzulande. Nirgendwo sonst ist die Entwicklung zu einer „totalitären Demokratur“ soweit gediehen wie in dem Nachfolgestaat von zwei Diktaturen.

Innen- und außenpolitisch wachsender Problemdruck
Noch kann die Fassade des „besten Staates“ auf deutschem Boden für die Mehrheit der politisch Desinteressierten, der Ängstlichen und Eingeschüchterten, der ewigen Mitläufer und der Profiteure des Systems einigermaßen glaubwürdig aufrechterhalten werden. Doch die Risse in der Fassade sind nicht mehr zu übersehen. Brandgefährlich wird es für das Machtkartell, wenn es zu spürbaren Erschütterungen durch Probleme wie Inflation und Energieversorgung (Stichwort: Blackout) kommt. Jedenfalls steigt der Preis für die deutsche ökonomische und finanzielle Dominanz in der EU auf Kosten der breiten Bevölkerung. Ebenso steigt für den Großteil der Deutschen auch der Preis für die illusionäre, ideologisch motivierte Energiewende.

Obwohl Deutschland bei rasch schwindender Zahl an „schon länger hier Lebenden“ seine Einwohnerzahl mittels massiver Einwanderung aus aller Welt stabil hält, tun sich immer größere Lücken bei Fachkräften in vielen Bereichen auf. Das liegt zum einen an der mangelnden Qualität der Einwanderung, aber auch an einer Bildungspolitik, die mit dem Massenabitur die falschen Signale setzt. Der nun einsetzende Abgang der geburtenstarken Jahrgänge in Rente und Pension reißt Lücken, die weder mit Digitalisierung noch Deutschkursen für afghanische „Ortskräfte“ zu schließen sein werden. Die daraus resultierenden, oft bereits schon existierenden Probleme werden sehr spürbar im Alltagsleben sein und bleiben.

Außenpolitisch ist die westliche Eskalation des Konflikts mit Russland für den größten US-Stützpunkt Deutschland im Kriegsfall existenzgefährdend. Und die unsoziale deutsche Wirtschaftsorientierung auf „Exportismus“ um jeden Preis gerät im sich zuspitzenden chinesisch-amerikanischen Machtkampf in schweren Wellengang. In dieser Lage mit dilettierenden Außen- und Verteidigungsministerinnen sowie einem luftig schwadronierenden Klimaminister die Welt beeindrucken zu wollen, zeugt von Dummheit und Hybris: Mehr deutscher Sonderweg war selten.

Notwendigkeit einer „zweiten Wende“
Der immer noch weit verbreitete Glauben daran, das werde sich alles irgendwie regeln, die fatale „Wir schaffen das!“-Mentalität von Merkel/Scholz hindert noch Millionen Deutsche an der sehr unangenehmen Erkenntnis: Dieser Staat ist drauf und dran, gegen die Wand zu fahren. Nicht mit Vollgas, sondern mit steigendem Tempo konsequent in die falsche Richtung. Alles spricht dafür, dass eine fundamentale Korrektur erst nach höchst schmerzlichen Ereignissen und Erfahrungen stattfinden kann, allerdings nicht unbedingt auch stattfinden wird.

Trotzdem müssen alle, die den deutschen Irrweg bereits erkannt haben, sich für die Chance auf diese „zweite Wende“ bereithalten, ihr zuarbeiten. Das, und nur das, ist die positive Hoffnungsbotschaft für 2022.
(pi-news.net)

Neujahrslied

Von Johann Peter Hebel

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zur Seiten.

Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch eh wir´s bitten,
ist für Thronen und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder,
und kein Wunsch wird's wenden.

Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage.

Jedem auf des Lebens Pfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite.

(tutut) - Die Zeit steht nicht still. Nur Qualitätsjournalisten leisten sich Urlaub und Feiertage und meinen, damit könnten sie die Welt anhalten. Die dreht sich ohne sie weiter. Wenn sie das wüssten! An Zitaten ist zu erkennen, was die Welt regiert und sich im Geschäft der Händler und Geschwätz der Unterhändler als Nachricht wiederfindet. Kommt sie heute nicht, dann morgen, übermorgen oder gar nicht, nur eine Frage der Monopole. Die haben zu Beginn eines Jahres nicht die Absicht, reinen Wein auszuschenken, Pansch und Wasser tun es auch, solange das Volk danach lechzt und sich die Lippen leckt. "Wer nicht checkt, dass wir bald alle am Arsch sind, ist bescheuert". Dieses Blinklicht konnte sich nur Blixa leisten,  heute halten Politik und Medien sowas für einen Leuchtturm. Blixa Bargeld sollte man sich merken, im Gegensatz  zu einer Claudia Roth, welche gerade  als Staatssekretärin für Kultur  saniert wird.  Blixa Bargeld ist der Künstlername von Christian Emmerich, deutscher Musiker, Performance-Künstler, Komponist, Autor und Schauspieler. Er ist Frontmann der Band "Einstürzende Neubauten" und Gründungsmitglied der Band "Nick Cave and the Bad Seeds", in der er bis 2003 als Gitarrist tätig war. Sein Pseudonym ist eine Reverenz an den dadaistischen Künstler Johannes Theodor Baargeld. Der Vorname stammt von einer Faserstiftmarke. Nachdem seine Frau Erin ihren Nachnamen offiziell von Zhu in den Künstlernamen Bargeld hatte ändern lassen, übernahm er diesen und heißt seither bürgerlich Christian Bargeld, verwendet aber öffentlich ausschließlich den Künstlervornamen Blixa. Das muss niemand wissen, wie vieles, welches in Wikipedia oder gar in der Zeitung steht, welche verspätet am Montag auf Papier dem Wald rollt, weil die Erfindung des Internets noch immer nicht als Transportfahrzeug von fakes und facts entdeckt wurde. Charles Baudelaire hat mit Zeitung kurzen Prozess gemacht: "Ich begreife nicht, dass eine Hand eine Zeitung berühren kann, ohne Krämpfe von Ekel zu bekommen", während sein französischer Schriftstellerkollege Honoré de Balzac ein ganzes Büchlein der heute vor allem als abschreibend auffallenden Journalistenzunft widmete:  "Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken - Die schrägen Typen der Journaille". Wären sie schräg, bedeutete das quer,  vor sowas waltet der Verfassungsschutz. Denken verboten. Da haben Querdenker  wie Heiner Geißler, Franz Josef Strauß oder Kurt Biedenkopf noch einmal Glück gehabt. "Denken ist immer eine schlimme Sache". (Oskar  Panizza).

Gewissheit statt Glück
Einfach nur leben – Mein Wunsch zum Neuen Jahr
Von Wolfgang Herles
Die Frage ist nicht mehr, wie man sich fühlt, sondern zu welcher Risikogruppe man zählt. Wir sind nicht glücklich damit - aber achtsam. Glück hat man sich früher einmal gewünscht. Glück kann man haben oder auch nicht. Deshalb ist Glück zu verbieten. Wir wollen Gewissheit. Der 1.1. ist nur ein Datum. Und eine schöne Illusion, mit dem neuen Jahr beginne wieder etwas mit der Eins. Unbefleckt soll es sein. Einfach. Es wiederholen sich aber nur die Vorsätze. Die unerfüllten Hoffnungen stapeln sich auf Wiedervorlage. Sobald wir die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers gehört haben, wissen wir definitiv, dass alte Befürchtungen nur neu aufgelegt werden. Wir ertränken unseren Frust mit altem Wein aus alten Schläuchen..
(Tichys Einblick. Wer sich nicht um seine Angelegenheiten kümmert, den machen andere zum Kümmerling.)

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NACHLESE
Stefan Frank
San Francisco: Stadt der Diebe
San Francisco leidet unter ausuferndem Ladendiebstahl. Die Bürgermeisterin hatte der Polizei vergangenes Jahr 120 Millionen Dollar gestrichen. Nachdem kürzlich ein Louis-Vuitton-Laden ausgeräumt wurde, beginnt ein Umdenken...Die kalifornische Stadt San Francisco ist nicht nur die teuerste der USA, was die Mieten betrifft, sie gilt auch als die „progressivste“, also politisch am weitesten links stehende. Bei den Präsidentschaftswahlen 2020 erhielt Joe Biden dort 85 Prozent der Stimmen. Als im Sommer 2020 Nacht für Nacht vermummte Linksextremisten randalierend und brandschatzend durch amerikanische Großstädte zogen – naturgemäß auch in San Francisco – und die Abschaffung der Polizei forderten, erklärte San Franciscos Bürgermeisterin London Breed rasch, die ersten Schritte dorthin zu tun: Sie werde den Polizeihaushalt um 120 Millionen Dollar kürzen und das Geld stattdessen für den Kampf gegen die „Ungleichheit der Rassen“ verwenden...
(achgut.com. Als 1969 die Polizei in Quebecs größter Stadt Montreal illegal streikte, brachen in kürzester Zeit Mord und Totschlag aus. Anarchie und Idiokratie sind kein Ersatz für Demokratie und Rechtsstaat. Wenn ein Staat nicht für die Sicherheit der Bürger sorgt, hat er seine Existenzberechtigung verloren.)
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Curio: Erste Neujahrsansprache von Scholz manipulativ und suggestiv
Von DR. GOTTFRIED CURIO*
Als Bundeskanzler hat […] erstmals Olaf Scholz im Rahmen der Neujahresansprache breitenwirksam zu „seinem Volk“ gesprochen – gleich eingangs betonte er, daß der Wechsel von Merkel zu ihm ja nur „eine kleine Veränderung“ darstelle. Das wird in der Tat in der Art und Weise, wie er diese Gelegenheit für seine Ziele nutzt, auch alsbald zur unangenehmen Wahrheit: seine Ansprache dient – ähnlich wie auch schon Steinmeiers Weihnachtsansprache letzte Woche – […] vor allem einer mehr oder weniger „subtil“ vorgenommenen Schönfärbung der grundrechtsentziehenden Maßnahmen der Regierung und der Ausgrenzung der Kritiker dieser Politik; hier einige Beispiele: „Die Corona-Pandemie mit ihren Belastungen und tiefgreifenden Einschränkungen steckt uns allen in den Knochen.“ Bewußte Irreführung: die ‚tiefgreifenden Einschränkungen‘ als solche eignen nicht per se der Corona-Pandemie, sondern sind eine Kette von ganz bestimmten politischen Reaktionen darauf – oft weit übersteuerten und rechtswidrigen Reaktionen. „Manche beklagen in diesen Tagen, unsere Gesellschaft sei gespalten. … Das Gegenteil ist richtig. Unser Land steht zusammen. Was ich überall wahrnehme, das ist eine riesige Solidarität, das ist überwältigende Hilfsbereitschaft, das ist ein neues Zusammenrücken und Unterhaken.“ Als guter Nachfolger Merkels arbeitet auch Scholz mit manipulativen Fehlbegriffen und Suggestionen: Unsere Gesellschaft ist in Wahrheit zu großen Teilen gegenüber den Regierungsmaßnahmen, die allzu oft mehr Grundrechtsberaubung als Gesundheitsschutz sind, äußerst skeptisch eingestellt; dass Teile der Bevölkerung dem Panikmache-Trommelfeuer des Regierungsfernsehens erliegen bzw. gegenüber den Schikanen der Regierung (etwa gegenüber Ungeimpften) erlahmen und nur noch endlich ungestört ihr Leben wiederhaben wollen – sei es auch um den Preis einer Impfung, die sie nicht überzeugt: all dies ist sicher gerade kein Ruhmesblatt des Regierungshandelns. „Gerade die neue Virus-Variante sollte nun den Ausschlag geben, sich impfen zu lassen.“ Daß er Omikron bemüht, um einen Impfaufruf zu starten, ist natürlich Unsinn: Wie eine aktuelle Studie nahelegt, ist die statistisch in vielen Ländern belegte Harmlosigkeit der Omikronvariante, die symptomatisch einem Schnupfen gleicht, nicht zufällig, sondern dem Umstand geschuldet, daß Omikron entstanden ist, indem das Coronavirus genetisches Material von einem Erkältungsvirus aufgenommen hat, wobei es einerseits infektiöser wurde, aber andererseits auch jene Eigenschaften abgegeben hat, die schwere Verläufe beim Menschen hervorrufen kann. Ganz sicher gerade kein überzeugender Anlass für Bürger, die der Notwendigkeit, sich auf die neuen, nicht langzeit-erprobten mRNA-Stoffe einzulassen, bisher skeptisch gegenüberstanden, sich jetzt neu zu orientieren. „Wir werden die großen Veränderungen unserer Zeit gemeinsam und miteinander meistern können. Wenn wir als Gemeinschaft zusammenhalten.“ Natürlich ist auch das Resumee wieder ein bewußtes Fehl-Framing: normaler Meinungswiderstreit – das Lebenselement einer Demokratie – soll als gemeinschaftsschädigend diffamiert werden. Deutschland ist zum Jahreswechsel 21/22 doch viel Kontinuität gegeben: Merkel hätte die Mischung aus Schönreden des eigenen Handels und subtiler Diffamierung der Andersdenkenden nicht professioneller – und auch nicht langweiliger – hinbekommen. Gut, dass es aber noch eine andere Kontinuität gibt: die Arbeit der AfD, die sich von solch elender Propaganda-Sauce nicht blenden lässt, sondern allen wachen, um unser Land besorgten Geistern, weiter zuverlässig eine Stimme gibt.
*Im Original erschienen im Telegram-Kanal von Dr. Gotfried Curio
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Mit Ankündigung der Impfpflicht ist dieses Land für mich obsolet geworden. Es ist die eine Sache, durch falsche Massenmigration, Geldinflation und „grünem“ Umbau das Land kaputt zu machen. Vieles davon lässt sich wieder rückabwickeln. Aber wenn es darum geht, den Menschen eine experimentelle Therapie aufzuzwingen, ist eine Linie überschritten. Da reicht schon der Gedanke und Versuch. Ab hier gilt nur noch der Schutz von seinen Liebsten und sich selbst. Diese Politiker verüben aus meiner Sicht damit ein Verbrechen, was niemals durch die Verfassung gedeckt ist, erst recht nicht auf Basis der bekannten Umstände. Daß nun auch noch ein staubtrockener Bürokrat ohne Charisma und Führungsqualität diese Maßnahmen antreibt, ist irgendwie ein passender Begleitumstand.
(Leser-Kommentar, Tichys Einblick)
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Advent, Advent, kein Lichtlein brennt, einfach nur verpennt - oder geht's dagegen?

Georg Etscheit
Folgt der Unterhose!
Ich erkundigte mich beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, woher ich denn angesichts der 2G-Regelung etwa Unterhosen beziehen sollte. Die Antwort lesen Sie hier...."...Demgemäß sind Textilgeschäfte für Ungeimpfte und Nicht-Genesene nicht frei zugänglich. Textilprodukte können Sie beispielsweise im Onlinehandel bestellen, in einem Textilgeschäft vor Ort per click und collect erwerben, auf Aktionsangebote des frei zugänglichen Handels zurückgreifen, in gut sortierten Drogerien kaufen oder sich von jemandem mitbringen lassen". Am 29. Dezember 2021 entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof, dass Bekleidungsgeschäfte nicht unter die 2G-Regelung fallen...Unterhosen als Symbol der Freiheit! Das Leben des Brian Part 6/9 - YouTube Folgt der Unterhose!
(achgut.com. Jodeln in der Lederhose ist weiterhin möglich.)

Wappen und Fahnen haben mit Geschichte zu tun

Noch ist Spaichingen nicht verloren, wenn seine Farben auf diese Weise von Polen hochgehalten werden. 

(tutut) - "Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben? Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran; Daß für die Freiheit meine Väter starben, Das deuten, merkt es, meine Farben an. Nie werd’ ich bang verzagen; Wie jene will ich’s wagen Sei’s trüber Tag, sei’s heitrer Sonnenschein: Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein! " heißt es in einem sechstrophigen Lied aus dem 19. Jahrhundert. Wer weiß denn, dass das Schwarz-Weiß, mit dem normalerweise die deutsche Fußballnationalmannschaft antritt, wenn sie Erfolg hat, die Farben Preußens sind, und das Rot von Schwarz-Weiß-Rot  des Deutschen Reiches von der Hanse stammt?

Preußen war der mächtigste deutsche Staat und der Gründer Deutschlands als Nationalstaat 1871, während das Heilige Römische Reich Deutscher Nation über vier Jahrhunderte kaum mehr als ein Würfelspiel war, einer mit oder gegen andere, meist Spielball anderer Nationen und deren kriegerischer Tummelplatz. Preußen selbst wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Siegern zerschlagen, ein Auslöschen aus der Geschichte,  was auch Deutschland tausend Jahre nahm und gegen zwölf ersetzen ließ, und einen Wolfgang Schäuble unwidersprchen 2011 darauf hinweisen ließ, dass Deutschland seit demKrieg nicht mehr souverän ist.

Wappen und Fahnen haben mit Geschichte zu tun, immer öfter flattern die Farben Schwarz-Rot-Gold der Bundesrepublik Deutschland falsch herum im Wind, ja, werden sogar von einer leibhaftigen Bundeskanzlerin nach einer siegreichen Bundestagswahl ihrem CDU-Generalsekretär  vor laufender Kamera und in die Weltgesendet aus der Hand genommen und wie verächtlich und angewiedert wirkend entsorgt. Das müsste sich mal ein Staatschef in irgendeinem anderen Land leisten!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Screenshot vom Freudenfest der CDU nach der Bundestagswahl  2013, als Merkel ihrem Generalsekretär Hermann Gröhe die deutsche Fahne entwindet.

Wikipedia: Die Flagge der Bundesrepublik Deutschland, offiziell Bundesflagge, ist ein deutsches Hoheitszeichen und Staatssymbol und zeigt laut Art. 22 des Grundgesetzes die Farben Schwarz, Rot und Gold. Die Revolutionäre des 19. Jahrhunderts, die diese Farben als erste nutzten, bezeichneten die Flagge als „Dreifarb“, was die deutsche Übersetzung des französischen Begriffs „Trikolore“ ist. Heute wird die Flagge Deutschlands schlicht als Schwarz-Rot-Gold bezeichnet. Gebräuchlich ist ferner das Synonym Bundesfarben oder umgangssprachlich „Deutschlandfahne“. In Seglerkreisen wird sie in Anlehnung an den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer manchmal als „Adenauer“ bezeichnet.Neben der Bundesflagge existieren auch die Bundesdienstflagge für Bundesbehörden, eine Seekriegsflagge der Deutschen Marine und eine Truppenfahne der Bundeswehr.

Nach dem Krieg waren es vor allem CDU/CSU und Deutsche Partei, welche für die Flagge des Deutschen Widerstandes, die nach einem erfolgreichen Attentat gegen Hitler in Schwarz-Rot-Gold der skandinavischen Kreuzform folgend hätte wehen sollen, als Nationalsymbol plädierten.

Mit dem Grundgesetz am 23. Mai 1949 wurde auch die Bundesflagge der Bundesrepublik Deutschland festgelegt. Artikel 22: "Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold".  In der Bevölkerung war dies umstritten, für Schwarz-Weiß-Rot  plädierten laut Umfragen ebenso viele Deutsche. Die Meinung zur Flagge war gespalten.

Heute grenzt es schon an Wunder, wenn Bürger in Kommunen noch ihre Farben kennen. Jahrelang ließ die Stadt Lahr zur Chrysanthema, dem Friedhofsblumenfest mit Tausenden von Besuchern, ihr Blau-Weiß verkehrtherum wehen, noch bei der letzten OB-Wahl traten die Kandidaten zum Rededuell  vor  über der Bühne hängendem Weiß-Blau an, was Bayern bedeutet.

Und ob sich zum Beispiel Spaichinger etwas dabei denken, wenn sie ein weiß-rotes Transparent sehen, das für ein polnisches Geschäft wirbt? Es sind auch ihre Farben und nicht nur die Polens, obwohl die eigenen selbst vor dem Rathaus andersherum wehen, was jedem der eigenen Geschichte Kundigen auffallen müsste. Noch ist Spaichingen nicht verloren, die einstige heimliche Landeshauptstadt, welche mancher Spott, oft hat er ja einen wahren Kern, hin und wieder als "Niemannsland" bezeichnen, frei nach Harald Niemann, dem Anführer von "Pro Spaichingen",  Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, Förderer und glühender Verehrer des neuen CDU-Bürgermeisters mit "grünem Herz".  Vorher vertrat der Pro'ler im Gemeinderat die Farben der FDP,  nun sitzt er sogar für die CDU im Kreistag, welche nach Jahren absoluter Mehrheit  im Spaichinger Gemeinderat und  Vorzeigemuster der CDU im gesamten Kreis nun in ihrer früheren Hochburg nicht einmal mehr ein Schattendasein fristet, weshalb  der Kauder-Nachfolgerin im Bundestag und Vorsitzenden im Kreis bis heute nicht ansatzweise gelungen ist, diesen politischen Parteiknoten zu entwirren. Für wen steht "Niemannsland"?

Falschfarben. Seit zwei Jahren hat es sich nun schon ausgeblüht.

Wer kennt seine Farben Weiß-Rot, wenn sich selbst die örtlichen Freunde von Ball und Schläger   sich Tennisclub Rot-Weiß-Rot Spaichingen e.V. tauften und damit dem ganzen Österreich huldigten, zu dem die Stadt Jahrhunderte gehörte? Was singt der Baden-Württemberger, nach welcher Farbenlehre lebt er, wenn Grün die Geschichte verweht? "Schwarz und gelb Allez! Ich hab mein Leben dir vermacht, jeden Tag und jeder Nacht!" Das ist   "Forza BVB! Schwarz und gelb Allez!" So tickt der Fan von Borussia Dortmund, nicht aber von BW oder BaWü oder Südwesten, weil der Doppelname viel zu lang ist.

"Der Mensch verständigt sich nicht allein durch das Wort, die Schrift und bestimmte Handlungsweisen, sondern auch durch Zeichen. Zeichen des Ausdrucks  und der gemalten Bilder", schreibt Harry D. Schurdel im Vorwort zu "Flaggen & Wappen Deutschlands - Länderkunde", und drücken diese Bilder eine bestimmte  Botschaft aus, so sprechen wir von Symbolen..  In den Staatswesen, und damit in der nationalen und internationalen Politik, erfüllen Symbole  seit den Zeiten der Antike  ihre bestimmten Aufgaben, praktische, protokollarische  und eben 'symbolhafte'. Sie stehen für das jeweilige Land selbst: In seinen 'Hoheitszeichen' bündeln sich wie in einem Brennglas Geschichte und Geographie, politische und soziale Struktur, Traditionen und Hoffnungen der Völker".

Ein Volk, das seine Farben nicht kennt, ist krank. Kein Wunder, dass der Chefredakteur einer "Unabhängigen Zeitung für christliche Kultur und Politik" gerade "Krankheitsleugner" verteufelte.  Ist Krankheit die neue Normalität in einem Land, das (noch) voll ist mit Kreuzen und Kapellen, sich nun aber von einem gottlosen Regime führen lässt? Zu Kreuze drängt, am Kreuze hängt doch alles? Farbe bekennen!

Fahne des deutschen Widerstandes vom 20. Juli 1944, die vor allem CDU/CSU nach dem Krieg als Farben für die BRD wollten.

 

 

Neujahrsansprache einer Bürgerin an ihren Kanzler

Von Vera Lengsfeld

Herr Bundeskanzler,

nachdem ich mir ihre Ansprache angehört habe, stelle ich fest: Wir leben in einem Land, aber in zwei Welten. Sie im Land ideologischer Fantasie, ich in der Realität.

Zustimmen kann ich ihnen nur am Anfang Ihrer Rede, als sie zugaben, dass es in diesem Jahr eine kleine Veränderung gäbe, weil Sie nun die Neujahrsansprache hielten. In der Tat war Ihre Vorgängerin die beste (inoffizielle) grüne Sozialdemokratin, die ihrer Partei große Dienste geleistet hat. Dank der unermüdlichen Mithilfe von Ex-Kanzlerin Merkel ist ihre SPD seit 1998 mit einer Ausnahme von vier Jahren ununterbrochen an der Macht, das heißt, sie ist die Hauptverantwortliche für unsere gegenwärtige Lage.

Diese Lage ist so kritisch, dass Sie mit allen Mitteln versuchen, das zu vertuschen. Sie behaupten, unser Land wäre nicht gespalten, das Gegenteil sei der Fall. Haben Sie nie zur Kenntnis genommen, was ihre Politiker-Kollegen an Hohn, Spott und Hetze gegen den Souverän äußern, sobald aus dessen Reihen von der offiziellen Regierungslinie abweichende Meinungen geäußert werden? Sollten Sie Bedarf haben, kann ich Ihnen gern eine Auswahl zur Verfügung stellen. Der Keil der Spaltung wird von der Politik und den sie unterstützenden Medien in die Gesellschaft getrieben.

Schwurbler, Querdenker, Pandemietreiber, Rechte, Nazis sind die hauptsächlichen Begriffe, mit denen Andersdenkende belegt werden. Sogar Ausgrenzung aus der Gesellschaft wird gefordert. Die Polizei, der von der Politik der Auftrag erteilt wird, das Gebot des Grundgesetzes, sich friedlich ohne Waffen versammeln zu dürfen, außer Kraft zu setzen, ist teils schon dazu übergegangen, mit Pfefferspray selbst gegen Kinder vorzugehen, auf gewaltfreie Spaziergänger einzuschlagen oder sie in den Rücken zu treten. Spaziergänger werden als Extremisten oder gar Terroristen öffentlich gebrandmarkt, während Linksextreme, die jüngst in der Silvesternacht in Leipzig und Dresden Barrikaden gebaut und Brände verursacht haben, „Aktivisten“ genannt oder neutral als „Gruppen“ bezeichnet werden. Es herrscht ein gesellschaftszersetzendes zweierlei Maß. Ihre Aufgabe wäre, dem energisch entgegenzuwirken, statt diese Realität zu leugnen.

Sie loben die Solidarität, die in unserer Gesellschaft herrsche und behaupten: „Nach der Flut haben wir alle zusammen angepackt. Gemeinsam haben wir geholfen, aufgeräumt und mit dem Wiederaufbau begonnen“.

Das ist schon eine sehr dreiste Verdrehung der Wahrheit. Tatsächlich hat die Flutkatastrophe ein noch katastrophaleres Versagen von Politik und staatlichen Institutionen ans Licht gebracht. Dieses Versagen hat über hundert Menschenleben gefordert.

Unterlassene Warnungen an die Bevölkerung, tagelange Verzögerung und jede Menge Pannen bei der staatlichen Hilfe wären Grund genug, in Sack und Asche zu gehen. Stattdessen wurde Ihr Parteikollege Helge Lindh zum Symbol der Schande, als er ins Flutgebiet eilte und sich für PR-Zwecke mit einem Sandsack als „Fluthelfer“ ablichten ließ. Er hatte in seiner Arroganz nicht bedacht, dass seine weißen Schuhe und das pinke Designer-Shirt ihn Lügen strafen würden.

Ja, die Solidarität gibt es tatsächlich in unserer Gesellschaft, das haben alle Helfer bewiesen, die sich mit schwerem Gerät und viel Enthusiasmus an die Aufräumarbeiten gemacht haben. Dank ihnen sind schlimme Folgen abgewendet worden, die durch die Unfähigkeit der staatlichen Institutionen, Hilfe effektiv zu organisieren, eingetreten wären. Im Ahrtal wurde der Beweis angetreten, dass die bürgerliche Gesellschaft trotz aller Angriffe stark ist. Das war das größte Hoffnungszeichen im vergangenen Jahr.

Während sie die Hochwasserkatastrophe in zwei Sätzen abhandeln, widmen Sie den Hauptteil Ihrer Rede dem „Kampf gegen die Pandemie“. Den wollen Sie allerdings nur sehr einseitig führen, indem sich alle Bewohner impfen lassen sollen. Keine der von der Politik in den letzten zwei Jahren verhängte Corona-Maßnahme ist auf ihre Wirksamkeit evaluiert worden, weder die Lockdowns, noch die Maskenpflicht, besonders, was die FFP“-Maske betrifft, deren Tragen im Arbeitsschutz streng geregelt ist und medizinisch überwacht werden muss. Sie wurde einfach großen Teilen der Bevölkerung oktroyiert, obwohl allein die Tatsache, dass im beruflichen Umfeld selbst in Bayern keine FFP2-Pflicht gilt, weil hier der Arbeitsschutz greift, zeigt, dass diese Maske für den täglichen Gebrauch nicht geeignet und sogar bedenklich ist.

Das gleiche gilt für die Impfungen. Nach einem Jahr stellt sich heraus, dass die bis heute nur mit einer Notfall-Zulassung versehenen Vakzine lange nicht das halten, was man sich von ihnen versprochen hat. Hieß es anfangs, zwei Impfungen würden vollständigen Schutz bieten, muss jetzt eingeräumt werden, dass Geimpfte sich infizieren, die Infektion weitergeben und ernsthaft erkranken können.

Der Zeitraum, in dem der nur teilweise Schutz gelten soll, verkürzte sich innerhalb des Anwendungszeitraums auf ein- bis drei Monate, je nach Bundesland. Eine solche Impfung soll Ihrer Meinung nach den Sieg über das Virus bringen? Wenn Sie das glauben, sollten Sie wenigstens stichhaltige Gründe dafür nennen, statt sich auf dringende Appelle zu beschränken.

Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass der Politik die Pandemie viel zu sehr in die Hände spielt, als dass sie Interesse hätte, sie so bald wie möglich zu beenden. Tatsächlich deuten Sie an, dass „die nächsten Tage und Wochen […] noch ganz im Zeichen von Corona stehen“ werden.

Am Schluss Ihrer Rede kommen Sie auf den möglichen Grund dafür zu sprechen. „Unser“ ehrgeiziges Ziel sei es: „In nicht einmal 25 Jahren soll Deutschland klimaneutral sein. Dafür werden wir den größten Umbau unserer Wirtschaft seit mehr als 100 Jahren voranbringen.“ Also mein Ziel ist das schon einmal nicht, und vermutlich bin ich nicht die Einzige, die so einer stalinistisch anmutenden Planung, unsere Lebens- und Wirtschaftsweise grundstürzend zu verändern, sehr skeptisch gegenübersteht. Solche technokratischen Pläne zur Veränderung der Gesellschaft sind bisher immer unter großen Opfern gescheitert.

Das auch dieses Vorhaben schwere Probleme mit sich bringen wird, ist bereits jetzt, da Sie mit sonorer Stimme versuchen, den Menschen einzureden, dass sie in 25 Jahren „unabhängig […] von Kohle, Öl und Gas“ wären und in lauter „guten“ Arbeitsplätzen beschäftigt sein würden, sichtbar.

Energieknappheit, Lieferengpässe und Produktionsausfälle wegen fehlenden Rohstoffen sind bereits jetzt Realität. Wir Bürger hätten gern von Ihnen erfahren, was Ihre Regierung dagegen zu unternehmen gedenkt. Wie zum Beispiel soll die Energielücke gefüllt werden, die von der Abschaltung dreier hochmoderner AKWs und 10 Kohlekraftwerken im letzten Jahr hinterlassen wurde? Die Gasspeicher sind ebenfalls so gut wie leer, und trotzdem soll Deutschland, wie Wladimir Putin jüngst auf einer internationalen Pressekonferenz in Moskau behauptete, von Gazprom günstig bezogenes Gas teuer an Polen oder die Ukraine weiterverkaufen. Wenn das eine dreiste Lüge von Putin war, hätte ich deutlich offenen Widerspruch dagegen erwartet. Habe ich den nur überhört oder gab es ihn nicht?

Wie will Ihre Regierung den drohenden Blackout verhindern? Durch permanente Lastabwürfe, d.h. von Stilllegung stromintensiver Betriebe oder einzelner Regionen? Wie lange wird es dauern, bis die betroffenen Unternehmen abwandern? Oder sollen wir alle tatsächlich Elektroautos anschaffen, damit wir bei Stromausfall die Autobatterien nutzen können, um nicht im Dunklen zu sitzen?

Zum Schluss noch zu Ihrer Bemerkung über die Unverletzlichkeit der Grenzen, die ein „hohes Gut“ sei. Sagt der Kanzler eines Landes, dessen Grenzen seit Jahren verletzt werden, weil sie von Menschen ohne oder mit sichtbar gefälschten Papieren überschritten werden. In Deutschland muss man inzwischen einen Impfpass und einen Personalausweis vorlegen, um auch nur einen Cappuccino in einem Café zu bekommen, darf aber ungeimpft, ungetestet und ausweislos ins Land.

Gemeint haben Sie nur die Ukraine, denn die Verteidigung der Unverletzbarkeit der polnischen Grenze zu Weißrussland wird nicht nur von Ihrer Außenministerin angeprangert.

Da ist es wieder, das zweierlei Maß. Diesmal in der Außenpolitik.

Wie soll sich da ihr „großer Wunsch für 2022: Bleiben wir zusammen!“ erfüllen? Ich setze für das neue Jahr auf die Kraft des Widerstands. Mein großer Wunsch: Hören Sie sich dieses Lied an, das die Hymne von 2022 werden sollte: Danser Encore / Jetzt ist's Zeit
(vera-lengsfeld.de)

Fortsetzung der Katastrophe oder Aufbruch zu neuen Zeiten?

Von MARTIN E. RENNER

Liebe Leserin, liebe Leser, das Jahr 2021 ist am Ende. Und ein neues Jahr öffnet seine Tür. Das vergangene Jahr war kein besonders glückliches Jahr. Viele Bedrängnisse, sowohl wirtschaftlicher, gesundheitlicher, gesellschaftlicher und politischer Natur mussten die Bürger ertragen und überstehen.

Ein Lichtblick allerdings war die erneute Bestätigung des politischen Mitwirkungsrechts und der demokratischen Mitwirkungspflicht der Fraktion der „Alternative für Deutschland“ im Deutschen Bundestag bei der Bundestagswahl im September des Jahres 2021.

Es ist zu erwarten, dass das neue Jahr 2022 – zumindest in den ersten Monaten – erst einmal nicht wesentlich glücklicher und erfolgreicher beginnen wird. Noch sind die destruktiven Kräfte in unserem politischen Raum, in unserem Land emsig und rührig am Werk. Kräfte, die ganz genau wissen, dass sie jetzt in ihrem schändlichen Vorhaben nicht nachlassen dürfen, ansonsten sie total die Kontrolle über unser bürgerliches Geschick verlören und damit das Ende ihrer umfassenden zerstörerischen Planungen und Zielsetzungen einläuten würden.

Selbstverständlich sind auch hier die maßlosen Einschränkungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wegen der immer noch als bestehend eingeschätzten pandemischen Lage als einen wesentlichen Grund und probaten Hebel zu benennen.

Diese Begründung ist zwar richtig, zielt aber zu kurz. Wir haben es mit einer zunehmend autoritär – eigentlich schon totalitär – agierenden Staatsexekutive zu tun. Die Vorkommnisse bei den Spaziergängen in den vielen Städten unserer Republik zeigen es schon recht deutlich. „Spaziergänge, die mit ’stummen Meinungsäußerungen‘ der Spaziergänger jetzt endlich den Staatsschutz zum Handeln bringen sollten“, wie vor ein paar Tagen die Pressesprecherin, eine Oberkommissarin einer Polizeieinheit meinte verlautbaren zu müssen.

Eine Regierung, die sich aus der machtorientierten, opportunistischen und hochgradig ideologisierten Vereinigung von bereits atomisierten Kleinparteien gebildet hat. Diese Entwicklung ist bereits seit einigen Jahren im Gange. So dass man mittlerweile mit Fug und Recht von einer „Neuen Einheitspartei Deutschlands (NED)“ sprechen muss. Dieses Mal nur mit dem Unterschied, dass die CDU/CSU, die immer schon Teil – wenn nicht sogar der Hauptmotor dieser „NED“ – war, fürs erste vor die Tür gesetzt wurde und nicht mehr am üppig gedeckten Speisetisch der Macht Platz nehmen durfte.

Die „Alternative für Deutschland“, die als einzige antithetische und damit oppositionelle Kraft im politischen Raum agiert, wird es im Neuen Jahr nicht leichter haben. Alle Kartellparteien – auch die CDU/CSU – werden die „Alternative für Deutschland“ weiterhin stigmatisieren, diffamieren und ausgrenzen, weil diese eben niemals im vorgegebenen ideologisierten „Meinungskanal“ des polit-medialen Komplexes opportunistisch mitschwimmen wird.

Die „Alternative für Deutschland“ wird auch im Neuen Jahr die verheerenden Folgen des unbegrenzten EZB-Gelddruckens anprangern, das zu immer höheren Eigentumsverlusten – bis hin zur totalen Enteignung des Bürgers führen wird.

Die „Alternative für Deutschland“ wird auch im Neuen Jahr vor den zu chaotischen Verhältnissen führenden Folgen der grünen Energiepolitik beständig warnen und in diesem Politik- und Wirtschaftsfeld die besseren Alternativen aufzeigen.

Die „Alternative für Deutschland“ wehrt sich als einzige Partei auch weiterhin gegen die unbegrenzte Zuwanderung von Armutsmigranten in unsere ohnehin schon kaum noch zu finanzierenden Sozialsysteme.

Die „Alternative für Deutschland“ bekämpft weiterhin kompromisslos die schrittweise immer deutlicher werdende politische Marginalisierung der Parlamente (also der Legislative) – auch des Deutschen Bundestags – durch die Aktivitäten der Europäischen Union und der deutschen Drei-Parteien-Koalitions-Regierung.

Die „Alternative für Deutschland“ wird der im Koalitionsvertrag der Regierung beschriebenen Zielsetzung der Schaffung einer Bundesstaatlichkeit „EU“ bei gleichzeitiger Zuweisung einer föderalen Funktion für Deutschland den erbittertsten Widerstand entgegensetzen.

Die „Alternative für Deutschland“ kämpft weiterhin für den Erhalt unserer deutschen Sprache, unserer Kultur, unserer gesellschaftlichen Wert- und Normvorstellung von Familie (Vater, Mutter, Kind) und dem christlichen Ideal des Selbsteigentums des Menschen, das in der Freiheit des Individuums seinen Ausdruck findet.

Die „Alternative für Deutschland“ steht gegen die zunehmenden Auflösungsbestrebungen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, die sich in der Gewaltenteilung – Exekutive, Legislative, Judikative – grundgesetzlich manifestiert hat.

Niemals wird die einzige Opposition und politische Alternative der Absicht und der Zielsetzung der „NED“-Parteien, in unserem Deutschland eine neue Gesellschaft innerhalb der globalistischen „Neuen-Welt-Ordnung“ zu etablieren, zustimmen. Einer „neuen Gesellschaft“ mit dem „neuen Menschen“, die öko-marxistisch und damit einhergehend kollektivistisch, nach chinesischem Vorbild, ausgerichtet sein soll. Diesen Absichten und diesen Zielrichtungen wird der demokratisch legitimierte Widerstand aufs Härteste entgegengesetzt werden.

Und genau deshalb wollen und werden die anderen Parteien und auch der von reichlichen Staatsgeldern unterstützte mediale Komplex niemals mit der „Alternative für Deutschland“ in einen demokratisch gebotenen Diskurs eintreten. Weil diese kultur- und vaterlandslosen Gesellschaftsbastler den alternativen Argumentationen nichts Rationales entgegenzusetzen haben, sondern nur in ihren Irrationalismen schwurbeln können. Und genau deshalb werden sie die „Alternative für Deutschland“ weiterhin tabuisieren und diffamieren.

Doch am Ende wird der notwendige alternative Politikansatz für Deutschland und seine Bürger siegen. Das Ende der jetzigen alles zerstörenden Politik der „Neuen Einheitspartei Deutschlands (NED)“ ist bereits fühl- und spürbar.

Ich wünsche Ihnen allen einen guten Rutsch in das „Neue Jahr 2022“.
(Martin E. Renner ist Bundestagsabgeordneter der AfD und war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne auf PI-NEWS erscheint alle zwei Wochen)
(pi-news.net)