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(tutut) - "Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus". Nicht der Merz, der ist immer zu spät, sondern der Mai. Den Bäumen geht es weniger gut, sie werden selbst geschlagen dort, wo manchmal die Winde wehen, alles Grüne raus muss und die Erde umgewendet wird, damit Energie wachsen und sich erneuern kann, ganz bio - logisch. "Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus". Ob Lust oder Frust, die sind immer da. Wie der große deutsche Minnesänger Jürgen von der Lippe knödelte: "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da – habt ihr auch so gut geschlafen? Na dann ist ja alles klar! Wir schwingen unser linkes Bein behende aus dem Bett – der Bettvorleger gibt uns Schwung bis direkt vor's Klosett! Und wo wir schon mal da sind, da bleib'n wir auch hier – uh, fertig – wo ist das Papier?" Draußen vom Walde kommt es her,  nennt sich Zeitung und trägt an Nachricht von gestern schwer. "Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt, so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt". Das Wandern ist zwar nicht des Windmüllers Lust, aber Heimat ist kein Verlust, wenn sie woanders ruft fort vom hiesigen Frust. "Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt'! Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht". Vielleicht in einem Container? In Lahr bestimmt nicht, denn dort blüht Bürger und Gast immer eine Friedhofsblume an totem Ast. "Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert; es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert". Wäre auch nicht ratsam, zu wandern auf schadhaftem Wege oder in der Pesttoten Tal, wo Biber an Bäumen aasen und Hasen grasen bei Gänsewein. "Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl, wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!" Und wenn sie auch wandeln wie schon Mose im Klima allemal, "die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all - mein Herz ist wie 'ne Lerche und stimmet ein mit Schall". Es wird wohl der Tinnitus und des Impfens Ach und Weh sein, "und abends im Städtchen, da kehr' ich durstig ein". Alles zu? Dann kann's nur Lauterbach mit der Quarantäne sein. "Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein! Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du, von meinem Schatz das Liedel, das sing' ich dazu". Heißa Kathreinerle - nicht was Sie gedacht haben! - schnür deine Schuh, so du noch welche hast für die Welt der armen Oligarchen, damit sie endlich gibt Ruh."Und find ich keine Herberg', so lieg' ich zur Nacht wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht". Vielleicht findet sich ja ein Krippelein, muss niemand drin liegen, außer ein Kindlein allein. "Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach, es küsset in der Früh' das Morgenrot mich wach". Aufsattelt nun das Ross nach  Troja,  Don Quijote und Sancho Pansa warten schon. Der Mai ist gekommen, Johnnie  Walker geht. Es wartet Marlboro MÄNS Ritt. Am 30. Mai ist Weltuntergang. Dann sind wir alle fit und quitt. "O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust! Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust; da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt: Wie warst du doch so schön, o du weite, weite Welt!" Damit niemand übermütig wird und denkt, ihm werde was geschenkt, ein bisschen Friede und Freiheit: "Mit Beschluss vom 26. April 2022 hat die Landesregierung die Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung) geändert. Die Änderungen treten am 2. Mai 2022 in Kraft".  PÄSTLÄND. "Lauterbach will Freitestung". Wann gewähren sie ihm endlich seine Bitte mit Entlassung? Manchmal schlagen nicht die Bäume aus, sondern diese ins Kontor, obwohl Fakten, Fakten keine Hexerei sein sollen, Abrakadabra, sondern solides Handwerk. Das will aber gelernt sein und nicht in Propaganda linksgrüner Albträume ausarten. Denn dann würde sich Qualitätsjournalismus mit Hexen auf dem Heuberg treffen und diese nicht woanders suchen - "Wenn die Hexen mit dem Teufel tanzen - Die Wirklichkeit war grausam, der Mythos aber hat großen Unterhaltungswert - Rund um den Brocken im Harz ist zur Walpurgisnacht der Teufel los". Regiert die unermessliche Vergesslichkeit?  "Einer der bekanntesten Hexentanzplätze in Schwaben ist vielen alten Erzählungen zufolge der in der nähe von Tuttlingen gelegene Heuberg. Hier sollten sich jede Freitagnacht und natürlich erst recht an Walburgis (30. April) - die Hexen unter einem großen Apfelbaum versammeln, der das 'Hexenbäumle' genannt wurde.  Der'Hexenturm' aber, der sich auf dem Gipfel des Berges erhebt, soll derWohnort des 'Heuberger Hexlein' gewesen sein - einer, wie die Sage weiß, untersetzten Frau 'mit großem Kopf, wie der Mond am Himmel, und mit kleinen, kleinen, kleinen Füßlein. Alle Hexen wurden von ihm bewillkommt. Da ging's an ein Tanzen und nach dem Tanz fing das Hexlein an zu prophezeien, ob die Weiber noch lange ihre Männer haben, oder sie bald verlieren und welche sie dann bekommen'". (Kleines Lexikon des Hexenwesens von Ditte und Giovanni Bandini). Stattdessen wird mal wieder von einer Schreiberin auf einer ganzen Seite Stroh gedroschen mit ihrem schon manisch anmutenden Thema "KZ Spaichingen", das ein KZ in Spaichingen war. Tanz auf der Nadelspitze mit mutmaßlichem Haarespalten. "Interview: Den Spuren der Gequälten und Ermordeten folgen - Gertrud Graf und Eugen Michelberger suchen seit 2013 in akribischer Spurensuche Namen und Lebensdaten". Denn wer nicht erkennt, dass die nationalen Sozialisten ihre Nachfolger in denen haben, welche gerade als des Volkes Genossen zur wiederholten, aber nun vielleicht endgültigen Kriegserklärung an Russland überwältigend Ja gerufen haben, der sollte sich nicht in der Vergangenheit verirren, sondern tun, was seine Aufgabe wäre, nämlich Zeitung zu liefern, das heißt, berichten, was ist: aktuell, umfassend, wahrhaftig und den Lesern nicht den Brocken vorwerfen, sondern die Geheimnisse der Heimat enthüllen, wie es großsprecherisch mal in einer Serie angekündigt war. Alles andere ist Papierverschwendung. Sonst bleibe, wer dazu keine Lust hat, mit seinen Sorgen zu Haus. Spot an! Leuchten, leuchten, leuchten und immer an die Leser denken!

In das selbe Grüselhorn   stößt auch ein "Betriebsseelsorger", der als das Wichtigste aus seiner 35-jährigen Tätigkeit nennt: "Anstiften zur Solidarität“, dann wird klar, warum die Kirchen auf dem Mittelmeer de Bach na schwimmen und "christliche Kultur und Politik" ins Nirwana fahren lassen, wo aller Glaube Sozialismus ist. Solidarität beruht auf Gegenseitigkeit und betrifft auch Herrschende und Beherrscht. Eine politische Klasse, die, wie sich zuletzt am Donnerstag im Reichstag gezeigt hat, "mit ihrem eigenen Volk nicht solidarisch ist, sich aber von ihm alimentieren lässt, ist das Äquivalent zu einem  Schwarzfahrer. Schwarzfahrer aber gehören aus dem Verkehr gezogen". (Manfred Kleine-Hartlage). Es darf getanzt werden, alles keine Hexerei, Beine und Tasten schlagen aus und über die Stränge: "Ein Begegnungszentrum mit Beratungsstelle für Geflüchtete aus der Ukraine hat die Stadt Tuttlingen in der Mühlau-Halle eingerichtet. Die Menschen erhalten dort praktische Infos über das Leben in Deutschland - und haben die Möglichkeit, sich zu treffen und besser zu vernetzen. Das schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung". Damit ist alles gesagt, wozu noch Geld für Zeitung! Brennende Sorge: "Tagelanger Stromausfall - eine Katastrophe für jede Gemeinde, für jeden einzelnen Bürger. Um wenigstens ansatzweise gerüstet zu sein, wird die Gemeinde Rietheim-Weilheim für ihre Feuerwehr ein Notstromaggregat anschaffen. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Im Auge hat die Wehr ein mobiles Gerät, das knapp 73 000 Euro kosten soll; dazu kämen laufende Kosten für Wartung und Prüfung in Höhe von rund 1600 Euro im Jahr plus die erstmaligen Betriebsstoffkosten". Woher soll der Stoff kommen, haben sie da schon eine Idee? Quietschmobil denkt frau über den 30. Mai hinaus: "Elf Dinge sollen schon bald umgesetzt werden - Das Mobilitätskonzept ist fertig - Ein-Euro-Ticket, Car-Sharing und eine Probesperrung!" Ein richtiger Mann braucht nur drei. "Eine der großen Zukunftsaufgaben, mit denen sich die Stadt Tuttlingen derzeit beschäftigt, ist das Mobilitätskonzept. Die Endfassung des 169 Seiten dicken Werks ist nun samt einiger Sofortmaßnahmen im Technischen Ausschuss vorgestellt worden - und wird am kommenden Montag erneut im Gemeinderat thematisiert. Doch um was geht es überhaupt und welche Auswirkungen hat es auf die Bürger?" Wen interessiert denn das? Rund 16 Prozent der Bürger haben den OB gewählt, genügt es nicht, wenn er das Werk für den Papierkorb nach Stuttgart schickt? Noch ein "Prosit trotz Pandemie - Nach zwei Jahren Pause findet das Oktoberfest wieder statt - Nicht alle ergehen sich in bierseliger Freude", denn der Lauterbach ist noch im Fluss. Wer seine eingebildete Pandemie nicht ehrt, ist jede Quarantäne wert.  Es ist  wie verhext: "Deutsche Wirtschaft entkommt nur knapp Rezession... Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte trotz der schon spürbaren Auswirkungen des Ukraine-Krieges noch um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Statistiker verwiesen aber zugleich auf die mit der Prognose behafteten 'größeren Unsicherheiten als sonst üblich' wegen der Doppelbelastung durch die anhaltende Pandemie und den Krieg". Dumm nur, wer weiterhin alles glaubt, dafür hebt Deutschland der Ukraine ihr Bruttoinlandsprodukt,  pro Kopf vom Jahr auf den Monat. Dazu wagt Qualitätsjournalismus keine Meinung, sondern hebt sich in Null auf: "Pro & Contra - Sind hohe Lohnforderungen in diesen Tagen angemessen?" Denkt doch selber!  Sie wissen's schon, die dümmsten... Weiter  tanzt die Hex bei Sonne und Wind, das irdische Kind: "Solarmodule statt Hagelnetze - Agri-Photovoltaik soll in der Bodenseeregion den Obstbau und die Energieerzeugung voranbringen... Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU), Landtagsabgeordneter Martin Hahn (Grüne) und KOB-Vizegeschäftsführer Ulrich Mayr ..pflanzen unter der APV-Versuchsanlage in Bavendorf den letzten Apfelbaum". Machen sie den Luther nach? Ist morgen schon der Weltuntergang? Abrakadabra - "Fracking statt Gas aus Russland - Angesichts des drohenden Lieferstopps diskutiert Deutschland Alternativen - Debatte um Förderung in der Nordsee" - In der Not frisst der Teufel Millionen Fliegen.  Weiter geht's ringsherum im Kriegsspiel, die Ukrainer sind gar nicht lustig, was frau  als Käse mbH  serviert - "Niederländer liefern Haubitzen, Deutsche bilden aus - Die Ukraine bekommt das modernste Artilleriegeschütz der Welt geliefert". Und was schickt Russland dafür nach Deutschland?  Kollege aus der Schreibgesellschaft aber dreht den Pfosten des Leids artikelnd um: "Putin schießt sich weiter ins Abseits - Klarer als mit einem Tritt in den Hintern kann man wohl kaum jemandem verdeutlichen, was man von ihm hält. Putins Tritt kam in Form zweier Raketen auf Kiew". Dabei würde eine für ganz Deutschland genügen. Dann singen die Hexen auf dem Heuberg nach derNacht der Nächte: "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da – habt ihr auch so gut geschlafen?" Dann hätten wir was für euch gehabt: "Am Bordstein wird das Parken teuer - Städte in Baden-Württemberg dürfen neuerdings die Gebühren für einen Bewohnerparkausweis selbst festlegen...Der FDP-Kommunalpolitiker Sascha Fiek klagt gegen die Stadt Freiburg. Seine Familie soll 840 Euro im Jahr dafür zahlen, dass sie zwei Autos am Straßenrand abstellen darf. Bisher waren es 60 Euro". Putin hat's in derHand,  sowohl "Kretschmanns Leid mit den Eidgenossen", hält er sich noch immer für wichtig?, während einer aus seinem ÄLÄND in britischem Knast schmachten muss, der einst für Bumbum  stand, aber nicht wichtiger und Leitartikel sein sollte als Deutschlands Kriegsfall mit den Grünzis.

JF-Anfrage
Einrichtungsbezogene Impfpflicht: Karlsruhe lehnt alle Verfahren ab
Das Bundesverfassungsgericht hat nach Informationen der JUNGEN FREIHEIT bislang keine einzige Beschwerde gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht zur Entscheidung angenommen. Von 215 Verfahren wurden bereits 80 Prozent negativ beschieden. Häufig wird die Ablehnung nicht einmal begründet.
(Junge Freiheit. Horst Seehofer hat's im Februar 2016 gesagt, sie folgen? "Wir haben im Moment keinen Zustand von Recht und Ordnung. Es ist eine Herrschaft des Unrechts“.)

Schröders Porträt im Kanzleramt abhängen
CSU für Cancel Culture
Wäre Schröder ein Römer, würden die Gerechten und Selbstgerechten über ihn die damnatio memoriae verhängen und die Erinnerung an ihn verbieten. Die Methode hat schon in Rom nicht funktioniert. All die Verdammten sind unvergesslich geworden. Heute gibt es diese Strafe wieder: Man nennt sie Cancel Culture.
VON Wolfgang Herles
Mitbürger! Freunde! Deutsche! hört mich an! Denn eines ist ganz klar: Der Schröder ist kein ehrenwerter Mann..
(Tichys Einblick. Was für eine ehrenwerte Gesellschaft! Leser-Kommentar: "Ich frage mich gerade, welche medial total überhöhte Person in den letzten 16-Jahren hier die Richtlinien der Politik bestimmt hat. Eines wurde jetzt aber klar bewiesen: Frauen können einen Staat auch in den Ruin treiben und da fallen mir gleich mehrere politische Persönlichkeiten ein".)

Frankreich bremst die Teuerung aus - mit einem Mittel, das Deutschland nicht hat
In ganz Europa schießen die Preise hoch, teilweise noch viel deutlicher als in Deutschland. Nur wenige Länder entgehen dem Preishammer, darunter Frankreich. Doch das Wundermittel von Frankreichs Präsident Macron hat Deutschland leider nicht...„Frankreichs Inflationsrate stieg im März stärker als erwartet, lag aber immer noch unter denen in anderen großen europäischen Volkswirtschaften", kommentierte Bloomberg-Ökonomin Maeva Cousin. "Wegen eines von der Regierung beschlossenen Deckels der Gas- und Strompreise dürfte das auch im ganzen Jahr so bleiben, und es dürfte Frankreichs Verbraucher vor dem Schlimmsten der Lebenskostenkrise schützen und die Wachstumsrisiken [der Wirtschaft] limitieren.“...Anders als hier beziehen die Franzosen ihren Strom hauptsächlich aus Atomkraftwerken, die vorrangig von EdF betrieben werden. Und EdF selbst gehört zu 88 Prozent dem französischen Staat. Die Regierung Macron – der alte und neue Staatspräsident – hatte also keinerlei Probleme, die Deckelung des Strompreises umzusetzen, da der wichtigste Versorger dem Staat gehört. Allerdings hat auch das seine Kosten. 25 Milliarden Euro kalkuliert Frankreichs Regierung für den Preisdeckel ein. Für Macron selbst gut investiertes Geld: Der Staatschef wurde vergangene Woche wiedergewählt...
(focus.de. Deutschland wählt auch - den Untergang und schaltet seine Atomkraftwerke ab. Entscheidend ist, was hinten rauskommt, nicht immer haben Millionen Fliegen recht, auch wenn sie eine irre Mehrheit sind.)

Alle Mann von den Socken! Nicht nur in Lauterbach wurde ein Strumpf verloren. Napoleon zugeschrieben: "Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde."

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NACHLESE
Claudio Casula
Energie für umme? Dank „Sprunginnovationen“!
Die deutsche „Bundesagentur für Sprunginnovation“ klingt in manchen Ohren vielleicht eher wie ein Aprilscherz. Dabei kann ihr Gründungsdirektor sehr schön beschreiben, wie es sein wird, wenn die grüne Energie nichts mehr kostet.In der WELT träumen zwei Gastautoren von „Too cheap to meter“-Energie – so günstig produziert, dass es sich gar nicht mehr lohnt, sie abzurechnen. Eine Vision? Eher eine Milchmädchenrechnung mit mehreren Unbekannten. ...Zwar fragen sie: „Ist das alles zu schön, um wahr zu sein?...Haben dann aber leider keine überzeugende Antwort parat, sondern salbadern vom Mut, endlich wieder „radikal bessere Lösungen umzusetzen“. Im Kleingedruckten steht dann was von „Mengenbeschränkung“ und „Kontingentierung“ für Stromabnehmer, was natürlich Euphemismen für Rationierung sind – das, was bei den Grünen „angebotsorientierte Stromversorgung“ heißt: Strom gibt’s nicht immer, wenn man ihn braucht, sondern nur, wenn er da ist. Revolutionär! Geradezu disruptiv!...Von der Bundesagentur für Sprunginnovation sollten sich auch die blauäugigsten Grünen keinen Großen Sprung nach vorn erhoffen, sind die Autoren doch bereits mit ihrem Beitrag in der WELT eindeutig zu kurz gesprungen.
(achgut.com. Baerbock hat aber vorgemacht, dass mittels Sprungbrett bis ins Außenministerium und an die Ostfront gehopst werden kann ohne alles. Wer alle Tassen im Schrank hat, muss nur aufpassen, dass die Schüsseln keinen Sprung kriegen.)
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So herum wird  TUT  daraus.

Widerstand gegen die Kriegspolitik wird öffentlich
Von WOLFGANG HÜBNER
Einen Tag nach der Mehrheitsentscheidung des Bundestages für eine Beteiligung am Krieg in der Ukraine meldet sich endlich vernehmbarer Protest gegen den verhängnisvollen Kurs der Bundesregierung: Alice Schwarzer und ihre Zeitschrift „Emma“ haben einen von etlichen Prominenten aus Wissenschaft, Kunst, Literatur und anderen Bereichen unterschriebenen Offenen Brief an Bundeskanzler Scholz veröffentlicht, den binnen kürzester Zeit inzwischen schon weit über 50.000 Deutsche mit unterschrieben haben. Tendenz: Es werden immer mehr. In dem Schreiben wird Scholz angemahnt, sich auf seine „ursprüngliche Position zu besinnen und nicht, weder direkt, noch indirekt, weitere schwere Waffen an die Ukraine“ zu liefern.Ob diese Mahnung vom Kanzler gehört und auch beachtet wird, darf zwar bezweifelt werden. Und einige Passagen des Schreibens könnten in Kenntnis der Kriegsgründe und der inzwischen ganz offen zugegebenen massiven Verwicklung der USA und NATO in das blutige Geschehen auch ganz anders formuliert werden. Doch das ist erst einmal nebensächlich.Was zählt, ist die Tat und die große Resonanz der ersten spektakulären Widerstandshandlung gegen eine Politik und selbstschädigende Sanktionen, die den objektiven Interessen des deutschen Volkes in keiner Weise entsprechen. Diesem Schritt müssen und werden weitere folgen, zumal die Mehrheit im Bundestag in keiner Weise die Stimmung, Sorgen und berechtigten Ängste in weiten Teilen der Bevölkerung widerspiegelt.Es ist keinerlei Überraschung, dass der Offene Brief nun wütende Reaktionen bei denen hervorruft, die den offiziellen Kriegskurs nicht nur teilen, sondern sogar befeuern. Wenn ein notorischer Sesselkrieger in der FAZ heute den Text als „Kapitulation“ diffamiert, die FDP-Furie Strack-Zimmermann Gift und Galle spuckt und natürlich auch der unvermeidliche Ukraine-Botschafter und Nazifan Andrij Melnyk herumpöbelt, dann hat die „Emma“-Initiative schon guten Erfolg gehabt.Und dass auch noch, man glaubt es kaum, der uralte bundesrepublikanische Haus- und Hofphilosoph Jürgen Habermas seine Bedenken gegen den Berliner Kriegskurs angemeldet hat (nicht als Unterzeichner), sorgt im Frankfurter Zentralorgan der Russenhasser sogleich für eine absurd schwach argumentierende Panikreaktion aus der Feder von Simon Strauss, dem leider missratenen Sohn des Schriftstellers Botho Strauss.Gewiss werden noch viele negative Reaktionen all jener folgen, die sich in den Wahn verstiegen haben, ausgerechnet in der hochkorrupten, verarmten, aber extrem militarisierten Ukraine des Selenskyj-Regimes würden der Westen und westliche „Werte“ verteidigt. Nun gilt es, den sozialen Protest und Widerstand gegen die Folgen von Militarisierung und Sanktionen voranzutreiben. Mit Sicherheit will die große Mehrheit der Deutschen weder für den westlichen „Sieg“ in der Ukraine frieren, ihren meist bescheidenen Lebensstandard einbüßen oder gar sterben.
(pi-news.net)

 

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DAS WORT DES TAGES
In mir regt sich Unwohlsein, wenn ich bedenke, wie 'Gerechtigkeit' in letzter Zeit definiert wird. Offenbar ist ein Gesellschaft nur 'sozial' und 'gerecht', wenn ausschließlich die Bedürfnisse der Empfänger von Transferleistungen berücksichtigt werden - gern auch zu Lasten derer, die den zu verteilenden Wohlstand erwirtschaften.
(Leser-Kommentar, welt.de)
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NRW-Regierungschef Wüst
„Damit die Geflüchteten ihre kulturelle Identität pflegen können“
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sagt, warum Deutschland ukrainischen Flüchtlingen nicht nur mit Integrationsangeboten helfen sollte. Mit Blick auf die Energie-Versorgung pocht er auf maximalen Pragmatismus. Bei der inneren Sicherheit meldet er eine „echte Trendwende“.
(welt.de. Wie verrückt ist das? Wo haben die ihre Amtseide weggeworfen? Leser-Kommentar: "Schön zu wissen, dass sich Deutsche überall rechtmäßig bewerben müssen und nur einen Job bekommen, wenn sie ihre Qualifikation und Erfahrung nachweisen können, hier genügt es offenbar, Ukrainer zu sein. Man fühlt sich nicht erst seit gestern diskriminiert im eigenen Land. Man nutzt den Krieg aus, um an Arbeitskräfte zu kommen. Es ist kaum noch in Worte zu fassen wie man das findet".)

Leider kein Einzelfall
Berlin: Afghane tötet Mutter seiner Kinder auf offener Straße
Von Matthias Nikolaidis
Es ist eben kein Einzelfall: Ein afghanischer Flüchtling hat im Berliner Bezirk Pankow seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau den Hals durchgeschnitten. Das Motiv der Tat ist privat, die Folgen sind öffentlich. Anwohner müssen die grausame Tat mitansehen.Man kann das Geschehen nur atemlos abbilden: Am Freitagmorgen, gegen zehn Uhr, lauerte ein 42-jähriger Afghane seiner 31-jährigen Ehefrau in der Nähe eines Berliner Flüchtlingsheims auf, berichtet die B.Z.: „Er überfiel die arglose Frau, rammte ihr das etwa 30 Zentimeter lange Messer in den Bauch. Dann kniete er sich auf das zusammengesackte Opfer und durchtrennte der Mutter seiner Kinder die Kehle.“ Die Frau verblutete auf dem Bürgersteig.... Die Bluttaten, Tötungen und Morde, die hier angesprochen sind, haben ihre Grundlage nicht einfach im Hass von Männern auf Frauen, sondern in einer spezifischen, von einem archaischen Islam geprägten Stammeskultur, die diesen Hass ermutigt und erst wachsen lässt. In Afghanistan ist diese Kultur einheimisch, und jeder muss mit ihr als politisches Faktum rechnen. In Mitteleuropa darf man solches weder erlauben noch hinnehmen oder auch nur ignorieren.
(Tichys Einblick. Weiterhin Psycho - oder andere Länder und andere Sitten zur Kenntnis zu nehmen?)

Fabian Nicolay
Zwischen Prometheus und Trockennasenaffen
Gern wird der Mensch defätistisch als „Fehlentwicklung“ dargestellt, als könne die Evolution irren. Das ist Unsinn, genau wie die überhebliche Annahme, die Megafauna der Dinosaurier sei eine „Laune der Natur“, eine Idiotie der Evolution gewesen.
(achgut.com. Der Dino ist immer der andere, außer in Trossingen.)

Psychologische Kriegsführung
Russische Angstmacher und ihre Helfer
Die Angst vor einem Atomwaffeneinsatz der Russen wird bewusst geschürt und ist nicht rational. Angst wird als Mittel der psychologischen Kriegsführung immer wieder erzeugt und instrumentalisiert. Aktuell ist das der Fall.
VON Georg Gafron
(Tichys Einblick. Macht der Psycho piep, haben sich alle lieb. Nur die Rakete macht bum. Die ist nämlich nicht dumm.)

Folgen des Ukraine-Kriegs
Die drohende Völkerwanderung
Nach der Corona-Pandemie, die gerade in Entwicklungsländern fatale Folgen hatte, trifft nun auch der Ukraine-Krieg Afrika und den Nahen Osten hart. Deutschland muß sich somit einmal mehr auf eine Flüchtlingswelle einstellen.
(Junge Freiheit. Unsinn! Deutschland muss sich auf Deutschland einstellen. Sonst wiederholt es den Untergang Roms. )

Ein Stier ist eine Kuh.

Angebliche Diskriminierung
Spanien verbietet Geschlechterklischees bei Spielzeugwerbung
Spielzeugwerbung in Spanien darf sich künftig nicht mehr geschlechtsspezifisch an Jungs oder Mädchen richten. Damit will das Verbraucherschutzministerium ein „pluralistisches, egalitäres und stereotypenfreies Bild von Minderjährigen“ fördern.
(Junge Freiheit. Dummheit in ihrem Lauf...)

 

Linke verhinderten Bevölkerungsschutz im Schramberger Tunnel

Muss denn immer alles de Bach na gehen?

(tutut) - Wie wenig das Volk auf Linksgedrehte wie auch Grüne bauen kann, wenn es um seinen Schutz und gesunden Menschenverstand geht, zeigt das Beispiel Schramberg. Während ausgerechnet einstige Pazifisten einen SPD-Bundeskanzler und damit Deutschland vor sich her in den Ukrainekrieg treiben und das Land zum Gegner Russlands machen, waren es die gleichen unverständigen Gutmenschen, die verhinderten, beim Bau des Schlossbergtunnels, eingeweiht 1991, diesen auch für den Bevölkerungsschutz passend zu gestalten.

Nun ist der Jammer landauf und landab groß. Plötzlich wird Umschau gehalten nach Bunkern und festgestellt, dass in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur die Verteidigungsfähigkeit verkümmerte, sondern gleichzeitig der ernsthafte Fall des Falles vergessen wurde.

Auf schramberg.de berichtet Carsten Kohlmann:
"Für eine sehr kontroverse Diskussion zwischen den politischen Lagern sorgte in der damaligen Endphase des 'Kalten Krieges' zwischen Ost und West die Frage eines mit dem Tunnel verbundenen Mehrzweckschutzraums für etwa 2000 Menschen mit Bundesmitteln.

Oberbürgermeister Bernd Reichert und die CDU-Gemeinderatsfraktion sprachen sich dafür aus, die SPD, die Grünen und die örtliche Friedensbewegung waren dagegen und formierten sich in einer 'Bürgerinitiative gegen den Schlossbergbunker', die am 9. November 1986 im ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt Schramberg mit 88.5 Prozent Nein-Stimmen einen großen Erfolg errang".

Aus heutiger Sicht wurde damals einmal mehr der Gegenbeweis zu der These "Millionen Fliegen können nicht irren" erbracht. Menschliche Dummheit ist unendlich, wie Albert Einstein meinte, während er sich, was die Grenzenlosigkeit des Kosmos anbelangt, nicht so sicher war.

Wie weise hat Goethe die Zukunft in Faust II vorausgesehen

Von PROF. EBERHARD HAMER

Zur Goethe-Zeit gab es noch eine Goldumlaufwährung. Geld bestand aus Gold- oder Silbermünzen. Da Edelmetall begrenzt war, gerieten die Fürsten immer wieder in Finanzschwierigkeiten, wenn sie mehr ausgeben wollten, als sie einnehmen konnten.

Finanzminister Necker hatte Ludwig XIV zuerst einen Ausweg gezeigt: Er gab – wie die FED und die EZB – statt Metallmünzen ungedeckte Papiergeldscheine aus, die vom Volk angenommen wurden und dem König ein Jahrzehnt übermäßiges Luxusleben (z.B. Versailles) erlaubten – bis der Schwindel in einem Crash endete.Goethe hat diese Scheinwohlstandsblase durch Scheingeld in Faust II aufgegriffen: Mephisto machte dem Kaiser den Vorschlag einer Geldschöpfung durch Papier:

Der Kanzler verkündete:

„Zu wissen sei es jedem, der’s begehrt:
Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.
Ihm liegt gesichert als gewisses Pfand,
Unzahl vergrabnen Guts im Kaiserland.
Nun ist gesorgt, damit der reiche Schatz,
sogleich gehoben, diene zum Ersatz.“

Der Kaiser hatte jedoch Bedenken wegen der Wertlosigkeit des Papiergeldes:

„Ich ahne Frevel, ungeheuren Trug!
Wer fälschte hier des Kaisers Namenszug?
Ist solch Verbrechen ungestraft geblieben?“

Der Schatzmeister dagegen entgegnet ihm:

„Erinnere dich! Hast selbst es unterschrieben,
erst heute Nacht. Du standst als großer Pan.
Der Kanzler sprach mit uns zu dir heran:
„Gewähre dir das hohe Festvergnügen,
des Volkes Heil mit wenig Federzügen.“
Du zogst sie rein, dann ward’s in dieser Nacht
durch tausend Künstler schnell vertausendfacht.
Damit die Wohltat allen gleich gedeihe,
so stempelten wir gleich die ganze Reihe.
10, 30, 50, 100 sind parat.
Ihr denkt euch nicht, wie wohl’s dem Volke tat.“

Der Kaiser zweifelt weiter:

„Und meinen Leuten gilt’s für gutes Gold?
Dem Heer, dem Hofe genügt’s zu vollem Sold?
So sehr mich’s wundert, muss ich’s gelten lassen.“

Der Marschall berichtet:

„Mit Blitzes Wink zerstreute sich’s im Lauf,
Die Wechlserbänke stehen sperrig auf:
Man honoriert daselbst ein jedes Blatt
durch Gold und Silber, freilich mit Rabatt.
Nun geht’s von da zum Fleischer, Bäcker, Schenken;
die halbe Welt scheint nur an Schmaus zu denken“.

Faust sinniert über den Zusammenhang zwischen den herausgegebenen Papieren ohne einen eigentlich realen Wert:

„Das Übermaß der Schätze, das, erstarrt
in deinen Landen tief im Boden harrt,
liegt ungenutzt. Der weiteste Gedanke
ist solchen Reichtums kümmerlichste Schranke.“

Als der Kaiser weiter zweifelt, dass wertloses Papier als Realgeld angenommen würde, zerstreut Mephisto die Zweifel an dem ungedeckten Papiergeld:

„Ein solch Papier, an Gold und Silber statt,
ist so bequem, man weiß doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu markten noch zu tauschen,
kann sich nach Lust in Lieb’ und Wein berauschen.
Will man Metall, ein Wechsler ist bereit,
und fehlt es da, so gräbt man eine Zeit.
Pokal und Kette wird verauktioniert,
und das Papier, sogleich amortisiert,
beschämt den Zweifler, der uns frech verhöhnt.
Man will nichts andres, ist daran gewöhnt.
So bleibt von nun in allen Kaiserlanden
an Kleinod, Gold, Papier genug vorhanden“.

Der Kaiser fragt dann seine Höflinge, wie sie den durch die Papiere geschaffenen neuen Wohlstand nutzen wollten. Die meisten wollten damit Essen, Feiern und größeren Luxus bezahlen, also ihren Konsum erhöhen.

Mephisto fragt nur den Narren, der alleine skeptisch beiseite stand.

Der Narr fragte:

„Da seht nur her, ist das wohl Geldes wert?“

Mephisto:

„Du hast dafür, was Schlund und Bauch begehrt“.

Narr:

„Und kaufen kann ich Äcker, Haus und Vieh?“

Mephisto:

„Versteht sich! Biete nur, das fehlt dir nie!“

Narr:

„Heut Abend wieg ich mich im Grundbesitz.“

Mephisto:

„Wer zweifelt noch an unsres Narren Witz!“

Nur den Narren ließ Goethe den Betrug durchschauen, dass übermäßig ausgegebenes Papiergeld nur scheinbar etwas wert ist, weil es nicht gedeckt ist, keinen Realwert hat. Nur Sachwert schien ihm dauerhaft und sicher.

Goethe hat in seiner Dichtung das Volk über die hemmungslose Geldschwemme aus Papier jubeln lassen. Die Bevölkerung glaubte, dass die Papierscheine einen Realwert hätten. Nur der Narr durchschaute bei Goethe, dass dieses Papier nur einen Scheinwert, nicht real gedeckt, nicht wirklich werthaltig sei und deshalb schleunigst in Sachwerte umgetauscht werden müsse, um dem zwangsläufigen Crash zu entgehen.

Auch derzeit werfen die FED und die FZB wieder unlimitiert Geld in den Markt – zwar nicht nur als Papiergeld, sondern als virtuelles Geld. Und wieder glaubt die Bevölkerung, dadurch reicher zu sein und sich mehr leisten zu können als bisher.

Immer in der Geschichte hat hemmungslose Geldvermehrung wie ein Drogenrausch nur kurzfristige Freude beschwert und ist dann im Endzugs-Crash in sich zusammengefallen.

Bei Goethe war der Geldvermehrer und Volksverführer Mephisto – heute sind dies die Zentralbanken, die EU und die Finanzpolitiker, die die Geldschleusen hemmungslos öffnen.

Wie weise hat Goethe die Zukunft vorausgesehen – auch wenn er mit seinem Scheingeld und der damit verbundenen Scheinblüte noch papieren, nicht wie jetzt virtuell dachte!
(pi-news.net)

Laut Putin werden dort Russen unterdrückt

Von Vera Lengsfeld

Als Wladimir Putin kürzlich seine neuen Kriegsziele bekannt gab, hörten die meisten Europäer das erste Mal von Transnistrien, einem Zwergstaat, der sich von der Republik Moldau abgespalten hat. Putin behauptet, dort würden Russen unterdrückt, er müsse deshalb einschreiten und einen Korridor dorthin schaffen. Ich habe Transnistrien besucht , das fest in der Hand der Russen ist. Damit sich meine Leser selbst ein Bild machen können, veröffentliche ich noch einmal meinen Reisebericht von 2015. Seitdem sind weder die Republik Moldau, noch die Ukraine in dem Zwergstaat einmarschiert. Die Behauptung Putins, in Transnistrien würden Russen unterdrückt, entspricht nicht meinen Beobachtungen. Aber bilden Sie sich selbst eine Meinung:

Als wir uns der transnistrischen Grenze näherten, wurden wir strengstens eingewiesen, wie wir uns zu verhalten hätten. Bei der Grenzkontrolle keinesfalls lachen, blöde Bemerkungen machen, wie die, dass es die sozialistische Republik Transnistrien de jure nicht gäbe, also Grenzkontrollen unrechtmäßig seien. Wir sollten unbedingt betonen, aus rein touristischem Interesse einreisen zu wollen, historisch-politische Absichten unbedingt verbergen. Wir hätten uns auf eine strenge Kontrolle einzurichten, die stundenlang dauern könnte.

Aber dann mussten wir lediglich aus unserem Bus aussteigen, zum Kontrollhäuschen gehen und unseren Pass vorlegen. Wir bekamen keinen Stempel, lediglich einen Zettel, auf dem stand, dass uns der Aufenthalt bis 20:30 Uhr gestattet sei, danach wären wir illegale Eindringlinge. Das Ganze dauerte nicht mehr als eine Viertelstunde, danach stand uns der letzte Ableger der Sowjetunion offen.

Erste Überraschung: die Sowjetunion light sieht besser aus, als Moldawien und natürlich besser, als ihr Original je ausgesehen hatte. Die alte Bausubstanz ist zu großen Teilen restauriert, neue Häuser wurden gebaut, deren Qualität weit über dem sowjetischen Plattenbaustandard liegt. Es gibt sogar regelrecht luxuriöse Appartement-Komplexe. Die Straßen und Gehsteige sind in einem guten Zustand, die Kirchen wirken frisch gestrichen, das Gold ihrer Kuppeln glänzt wie neu.

Unser erster Halt hinter der Grenze war ein historischer Friedhof. Vor dem Eingang stand eine Statue von Graf Potemkin, dem kurzzeitigen Favoriten von Katharina der Großen. Potemkin hat hier an der entscheidenden Schlacht gegen das Osmanische Reich teilgenommen. Im Friedhof fanden sich neben den Gräbern der Schlachtteilnehmer gegen die Osmanen, darunter auch ein Sprössling der Thüringer Adelsfamilie Cannabich, auch Gräber für Gefallene des Zweiten Weltkriegs, des Afghanistan- und des Bürgerkrieges von 1992, in dessen Folge die transnistrische, sozialistische Republik ausgerufen wurde. Was es mit dem Bürgerkrieg auf sich hatte, erfuhren wir auf unserer nächsten Station, im Museum für die Gefallenen des Bürgerkrieges.

Die Auseinandersetzung zwischen Transnistrien, das stets darauf hinweist, dass es nie Teil Rumäniens oder Moldawiens gewesen sei und der neu gegründeten Republik Moldova wurden mit Hilfe Russlands entschieden. Allerdings erkannte Russland den Zwergstaat, dessen Geburtshelfer es war, nie an. Auch kein anderes Land hat Transnistrien je anerkannt. Das geht jetzt schon mehr als zwanzig Jahre so. Der Zwergstaat hat eine Regierung, eine eigene Gerichtsbarkeit, eine eigene Währung, Armee und Polizei, kurz alles, was ein Staat braucht. Nur, wenn seine Bewohner ins Ausland reisen wollen, brauchen sie einen moldawischen Pass, den sie auch bekommen, weil Moldawien das abtrünnige Gebiet als zugehörig ansieht.

Unser nächstes Ziel, das Museum über den Bürgerkrieg 1991 liegt in der Sowjetskajastraße. Die sieht tatsächlich aus wie die sowjetische Idylle, die es in Wirklichkeit nie gab. Der kapitalistische Feind hat hier nachgeholfen mit Farbe, Baumaterial, Pflastersteinen und
Hochglanzplakaten. Die alten Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern tragen zum Postkartenflair bei. Im Museum herrscht dagegen die unverfälschte, verstaubte sowjetische Propaganda. Der Bürgerkrieg begann mit dem Beschluss am 31. August 1989, rumänisch als
Amtssprache wieder einzuführen, mitsamt dem lateinischen Alphabet. Transnistrien beharrte auf Russisch und kyrillischen Buchstaben. Es begann mit Bürgerprotesten gegen die “Rumänisierung”. Frauen blockierten Eisenbahngleise und legten den Zugverkehr lahm. Die heiße Phase begann unmittelbar nach der Unabhängigkeitserklärung 1991. Es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen moldawischen Regierungstruppen und transnistrischen Separatisten. Mehr als 300 Menschen starben. Am Ende entschied militärische Hilfe aus der Sowjetunion zugunsten der Separatisten. Die sozialistische Republik Transnistrien wurde gegründet. Der Konflikt wurde eingetrocknet.

Wirtschaftlich scheint der Zwergstaat überleben zu können. Ob nur mit russischer Hilfe, steht dahin. Wenn man durch die Hauptstadt Tiraspol läuft, spürt man eine gewisse Schläfrigkeit der Atmosphäre, wie zu sowjetischen Zeiten. Das Kino ist ein prächtiger Palast mit Säulen, Samtvorhängen und Kristalllüstern. Drinnen läuft Mission Impossible 6 – Tom Cruise in sozialistischer Verpackung. Ein Restaurant sowjetischen Stils hat bis zu unserem Auftauchen gar keine Gäste und zaubert dann spontan binnen einer knappen Stunde ein Dreigangmenü für 25 Leute, das auch noch schmeckt.

Auf der Fahrt nach Tiraspol hatten wir bereits eine Festung gesehen, die rundum restauriert war. Nach dem Essen wurden wir zu einer zweiten Festung geführt, von der außer ein paar Erdwällen nur noch der Pulverturm vorhanden war. Bei der Restaurierung dieses Turms hatte man Anfang 2000 über 800 Skelette von Menschen gefunden, die auf dem Gelände, das in den vierziger Jahren noch außerhalb der Stadt lag, erschossen worden waren. Da die Festung Besucher anziehen sollte, bettete man die Opfer in ein Massengrab um, das als Begräbnisstätte von Stalinismusopfern deutlich gekennzeichnet wurde. Erstaunlich in einem Land, das seine kommunistischen Denkmäler behalten hat und in dem ein Dorf nach wie vor nach Felix Dzerzhinsky, dem Gründer der Tscheka, benannt ist.

Noch erstaunlicher war ein Afghanistan-Denkmal, das mitten in der Stadt in einer riesigen Denkmalsanlage steht. Hier werden die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs geehrt und die Toten des Bürgerkrieges. Beides mit Heldenfiguren und weinenden Müttern, dekoriert mit Waffen. Dann steht da plötzlich ein junger Krieger, waffenlos, mit nacktem Oberkörper. Sein junges Gesicht hat den Ausdruck erstaunten Erschreckens, das die blutjungen Rekruten, die man nach nur sechs Wochen Grundausbildung in Afghanistan verheizt hat, gehabt haben mögen, als sie mit der tödlichen Realität konfrontiert wurden. Eine eindringlichere, unter die Haut gehendere Anklage gegen diesen Krieg, von dem spätere Historiker vielleicht sagen werden, er sei der Beginn des Untergangs der westlichen Zivilisation gewesen, habe ich noch nirgends gesehen. Auf dem Weg zum Bus kaufte einer aus unserer Gruppe ein T-Shirt, auf dem Putin zu sehen ist, der einen Hund an seine Brust drückt. Darunter steht: Unser Präsident. Nach Verehrung sieht das nicht aus, nach totalitärer Diktatur auch nicht.

Nach Moldawien kehrten wir mit der Fähre über den Dnjestr zurück, dort, wo mächtige Kreidefelsen zum Flussufer abfallen. Über Fluss und Steilufer lag goldener Abendsonnenschein. Nichts, gar nichts erinnerte daran, dass hier eine der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges stattgefunden hat, mit 50 000 Toten. Ich dachte, während ich ins glänzende Wasser schaute, wie wenig die ” Eliten” doch aus dem Grauen des letzten Jahrhunderts gelernt haben, da sie jetzt schon wieder mit dem Schicksal Europas spielen. Und was Transnistrien betrifft, so soll doch jeder nach seiner Fasson selig werden. Europa hat schon ein halbes Dutzend Zwergstaaten, warum soll es nicht einen sozialistischen geben? Ein abgekühlter Konflikt ist allemal besser als ein heißer.
(vera-lengsfeld)