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3:2 Kreisräte für den Landrat?

"Unfassbar" findet SPD Spaichingen-Heuberg  Klinikdebatte

(tutut) -  "Sind drei von fünf Spaichinger Kreisräten für die Klinikpläne des Landrats?" Enrico Becker, der  Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Spaichingen-Heuberg und stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Tuttlingen findet es "unfassbar, wie sich drei von fünf Spaichinger Kreisräten in der aktuellen Debatte um den Klinkstandort Spaichingen zurückhalten".

Unverständlich ist es für Ihn, was Tobias Schumacher (CDU-Kreisrat und Aufsichtsrat im Klinikum), vergangenen Montag an den CDU-Vorstand und die CDU-Stadträte schreibt und damit für die Pläne von Landrat Bär wirbt:

„Auch wenn die Planungen für unser Krankenhaus bedauerlich sind, sollten wir aus meiner Sicht die Chance nutzen, die sich aus der jetzigen Situation bietet. Möglicherweise können wir dadurch am Ende eine verbesserte medizinische Versorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger erreichen.“ … „Insofern sollten wir das Ganze aus meiner Sicht konstruktiv und positiv angehen – bei allem Bedauern über den Verlust der Betten.“

Nachdem nun rund 8.000 Unterschriften aus der Bürgerschaft kommen, rudere die CDU im Kreis plötzlich zurück. Was mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl vielleicht als Taktik angesehen werden könne.  So schreibe Michael Beck, OB in Tuttlingen, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag und Aufsichtsrat im Klinikum:  "Die CDU-Fraktion im Kreistag lehnt eine übereilte Entscheidung zum Spaichinger Krankenhaus ab. Vor allem fordert sie von der Kreisverwaltung genauere Informationen sowie eine intensivere Einbeziehung von Bürgern und Mitarbeitern." Becker: "Hat der Kreistag keine genauen Informationen? Wie soll er dann abstimmen? Hat nicht der Aufsichtsrat die Pläne für den Klinkstandort Spaichingen an den Kreistag herangetragen?"

Hermann Polzer (OGL-Kreisrat) verweise auf Sachdebatten und gegen Stimmungsmache. “Wenn es mit der Veränderung gelinge, den Standort Tuttlingen zu sichern, müsse das gut diskutiert werden.“ Auch Polzer sei Befürworter der Pläne des Landrats.

"Es darf nicht darum gehen den Standort Tuttlingen zu sichern, es muss vielmehr darum gehen, Tuttlingen durch Spaichingen zu stärken", erklärt der Spaichinger SPD-Chef.

Harald Niemann (CDU-Kreisrat und Pro-Spaichingen- Gemeinderat) wolle vor einer abschließenden Meinungsbildung die Konzepte zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung des Nordkreises abwarten: „Wenn man zu viel Porzellan zerdeppere im Vorfeld, bekomme man nichts mehr hin.“

Becker: "Da wundert es nicht, dass bei der Unterschriftenaktion auf dem Marktplatz weder Pro Spaichingen, Die Grünen oder CDU zu sehen waren. Bei dieser Aktion ging es im Übrigen weder um Parteien noch um Wahlwerbung, es ging parteiübergreifend um die gute ärztliche Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger".

Becker richtet einen Appell an die Öffentlichkeit: "Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, am Mittwoch in die Stadthalle Spaichingen zu kommen, um den Verantwortlichen SACHLICH ABER HÖRBAR klar zu machen, dass wir uns von der Gesundheitsversorgung nicht abschneiden lassen, nur um Tuttlingen zu stärken. Stellen Sie die von Ihnen gewählten Kreisräte zur Rede!"

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