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AfD stört „marktgerechte Demokratie“

Der BDI-Präsident greift in Wahlkampf ein

Von WOLFGANG HÜBNER

Wer mit guten Argumenten nicht überzeugen kann, der hält entweder den Mund oder greift zu erpresserischen Methoden der „Überzeugung“. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, bevorzugt die bösartige Variante, um das Wahlergebnis in den ostdeutschen Bundesländern noch in die von ihm und seinesgleichen gewünschten Bahnen zu lenken. Kempf sieht in den möglichen Erfolgen der AfD bei diesen Wahlen eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort und warnt vor den Folgen: „Imageschaden, Abschwung und Strukturschwäche“.

Sogleich ist auch der etwas in Vergessenheit geratene FDP-Vorsitzende Lindner mit von der Hetzpartie und orakelt: „Wer die AfD wählt, muss wissen, dass er unseren Wohlstand gefährdet“. Wir wissen nun also: Kempf sieht die Profitrate, Lindner seinen Porsche in Gefahr. Und beide sind bestimmt gerne bereit, für den sich anbahnenden Wirtschaftsabschwung in ganz Deutschland schon jetzt den Alleinschuldigen zu benennen: Selbstverständlich die AfD und ihre sozialpatriotischen Wähler!

Es muss eine große Angst im deutschen Machtkomplex herumgehen vor den Wahlen zwischen Elbe und Oder. Denn offenbar ist die „marktgerechte Demokratie“ (A. Merkel) in akuter Gefahr. Nein, nicht wegen der möglichen Regierungsbeteiligung von solch vorbildlich marktwirtschaftlich orientierten Parteien wie die Schrumpf-SPD, der Grünen oder der SED-Nachfolgepartei. Die beunruhigen Kempf und seinen Geistesverwandten Joe Kaeser vom Siemens-Konzern überhaupt nicht. Stören tun vielmehr allein die AfD und ihre Wähler.

Also wird gut zwei Wochen vor dem Wahltermin in Brandenburg und Sachsen noch einmal kräftig die Trommel geschlagen, gedroht, erpresst und gehetzt, um doch noch einige unentschlossene und ängstliche Wähler in die Klauen des Parteienkartells zu treiben. Dass ausgerechnet diejenigen, die sich für die AfD entscheiden wollen, großteils genau diejenigen sind, die mit ihrer Arbeit, Fleiß und Wissen entscheidend dafür sorgen, nicht nur den Flüchtlingsstaat zu finanzieren, sondern auch die absurd hohen Einkommen von Kempf, Kaeser, Lindner und Co. – das wollen und werden diese Herrschaften nicht kapieren.

Sie wollen vielmehr einen Staat und eine Wirtschaft, wo sie nach Belieben bestimmen und ganz persönlich profitieren. Es ist immerhin gut, wenn sie das öffentlich machen. Denn dann ist wenigstens klar, wer in Deutschland die Antidemokraten sind. Möge sich niemand, ganz besonders nicht in der AfD und unter den Patrioten, der Illusion hingeben, solche Leute wie Kempf würden je eine demokratisch bestimmte Mehrheit akzeptieren, die nicht in ihrem Sinne und unterworfen der „marktgerechten Demokratie“ in ihrem Interesse wäre.
(pi-news.net)

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