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Alles, was Recht ist

Spachingen hat jetzt eine neue Zone

(tutut). Nun hat die Krakeelerseele Ruh': Mit Geld statt mit guten Worten  hat die Stadt Spaichingen es jetzt zur Errungenschaft einer neuen Tempo-30-Zone gebracht. Der CDU, ihrer verblichenen  Sternschnuppe eines Bürgermeisterkandidaten und dem örtlichen Begleitorgan sei Dank ist jetzt alles, was Recht ist, vollzogen worden. Die Anlieger der Eisenbahnstraße können jetzt wieder beruhigter Kind, Kegel und Katze hinauslassen. Denn dort darf höchstens Tempo 30 gefahren werden.
Das hatten die Spaichinger dort schon mal. Aber, wie bein Rasen erwischte Einheimische im Verbund mit CDU, Regierungspräsidium und Begleitorgan in sensationeller Enthüllung anklagten: Das war alles unrechtmäßig. Der Bürgermeister, es war ja Wahlkampf, war erwischt worden. Er war, den Eisenbahnstraßenanliegern vermeintlich Gutes tuend, Haarspaltern ins Fallbeil geraten.

Unter dem Frohlocken seiner Gegner musste er vom Bannstrahl der Geßlerhuthüter im Regierungspräsidium getroffen, die Tempo-30-Schilder wieder abbauen lassen. Jetzt sind dort viel größere, schönere  und teurere Schilder aufgestellt worden. Im Schildbürgerbezirk Freiburg muss alles seine Ordnung haben. Was verkünden diese Schilder? Tempo 30 in der Eisenbahnstraße.

Täglich grüßt nun das CDU-Murmeltier. Allerdings in einer Tempo-30-Zone. Die Rechtsbetroffenheit der CDU, wohl nicht zu verwechseln mit dem gesunden Menschenverstand,  hat dafür gesorgt, dass jetzt aus der Straße mit Tempo 30 eine Tempo-30-Zone geworden ist. Die anliegenden Straßen mussten mit daran glauben. Falls jemand fragen sollte, ja, worin besteht nun der Unterschied?, so muss jeder Rechtsgelehrte dies für naiv empfinden.
Eine ganze Menge hat sich geändert. In der Eisenbahnstraße hat die Stadtgärtnerei der Straße ein Minivorgärtchen verpasst. In der Bahnhofstraße z. B. wird jetzt schräg geparkt. Schräge Sache, so eine Tempo-30-Zone!