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Altmaier: Aufschwung in Deutschland ist „robust“

Einschätzung vieler Minister ohne Bezug zur Realität

Von CANTALOOP

Die häufigste Assoziation, die rational denkenden Menschen durch den Kopf geht, wenn sie die aktuelle Nachrichtenlage mit all ihren ähnlich lautenden Meldungen in Bezug auf Greta Thunberg, die Flüchtlingskrise, oder auch die Wirtschaftsentwicklung im Allgemeinen betrachten, ist sicherlich; „das kann doch eigentlich gar nicht wahr sein!“

Bekanntlich ist ja der erste Eindruck von einer Sache meist der Richtige. Wenn also von Dingen berichtet wird, deren Wahrheitsgehalt einem mitunter sehr zweifelhaft vorkommt, dann hat man vermutlich unsere bundesdeutschen Einheitsmedien in Print/TV-Form, oder auch den System-Hörfunk konsumiert. Denn diese Moralmedien beugen sogar eindeutig verifizierbare Inhalte gerne zu ihren Gunsten, besser gesagt, im Sinne der Regierung.

Anhand eines bereits im Januar 2019 erfolgten Gesprächs der Augsburger Allgemeinen mit dem derzeitigen Wirtschaftsminister und Merkel-Adlatus Peter Altmaier, der im Übrigen von Grünen hoch gelobt und vom bürgerlichen Mittelstand hart kritisiert wird, wird deutlich, welch dramatische Fehleinschätzungen auch in höchsten Ämtern vollkommen normal geworden sind – und einfach so hingenommen werden.

Altmaiers ehemaliger Ansatz, dass Deutschlands Aufschwung von „robuster Natur“ sei, ist wohl nur eines von vielen Beispielen geradezu grotesker Tatsachenverdrehung. Bekanntermaßen wurden seine allzu optimistischen Thesen zwischenzeitlich längst von der Realität eingeholt.

Die Einschätzungen vieler Minister haben keinen Bezug zur Realität mehr
Folgt man diesem bemerkenswerten Interview weiter, in dem Altmaier in gewohnt schönfärberischer Manier nahezu komplett ausblendet, dass die deutsche Ökonomie, insbesondere deren Schlüsselindustrien, wie Kfz-, Chemie- und Maschinenbau schon damals sichtbar auf eine Rezession zusteuert, dann ist man immer noch verblüfft ob der Dreistigkeit seiner Aussagen. Früher hätte man so etwas schlicht „strategische Desinformation“ genannt. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die bewusst wirtschaftsfeindliche Politik der großen Koalition diesen Abschwung noch beflügelt.

Seine oder vielmehr Merkels Visionen gehen deutlich in eine Richtung, die man wohl unverblümt als gelenkten Staatskapitalismus bezeichnen könnte. Da die aktuelle Wirtschaftsentwicklung jedoch ganz anders verlief als von der „fachkompetenten“ Obrigkeit noch vor wenigen Monaten vollmundig angekündigt, sieht man staatlicherseits zwischenzeitlich die Verantwortung ausschließlich bei den Unternehmern selbst.

Wirtschaftliche Unsicherheit bedingt oftmals Innovationsträgheit. Ein Teufelskreis
Um sich als mündiger Bürger selbst ein Bild von der Lage zu machen, ist es demnach ratsam, verstärkt freie und vor allem zeitgemäße Medien, respektive Blogs, die einen Einblick in den derzeit stattfindenden Arbeitsplatzabbau bei Mittelstand und Industrie bieten, zu konsultieren – und von deren Existenz unser legitimer „Ludwig-Erhard-Nachfolger“ Altmaier in seiner ganzen erschreckenden Naivität mit Sicherheit sicherlich noch gar nichts gehört hat.
(pi-news.net)

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