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Am Sonntag Fuhrmannstag

Im Freilichtmuseum Neuhausen o.E. sind die Pferde los

Pas de Deux. Foto: W. Rimmele

(tutut) - Ob Kraft, Ausdauer oder auch Eleganz – Kaltblutpferde haben viele verschiedene Eigenschaften. Am Sonntag, dem 7. Juli,  zeigen sie beim 31. Fuhrmannstag im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck ihr Können. Im Mittelpunkt stehen die drei großen Wettbewerbe, bei denen sich die Fuhrleute mit ihren Pferden messen: Holzrücken, Zugleistung und Hindernisfahren. Dabei präsentieren sich Fuhrmänner und auch -frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und auch in diesem Jahr ist das Freilichtmuseum wieder Teil der baden-württembergischen Meisterschaften im Holzrücken; die Fuhrleute aus dem ganzen Ländle müssen sich in Neuhausen ob Eck im ersten von drei Wertungsläufen beweisen. Erstmalig messen sich auch die baden-württembergischen Nachwuchskräfte in einem Meisterschaftslauf im Freilichtmuseum.

Los geht es mit dem Holzrücken um 10.30 Uhr. Ziel ist es, dass die Pferde einen Baumstamm möglichst fehlerfrei durch den vorgegebenen Parcours ziehen. Der Wettbewerb des Holzrückens geht zurück auf die Waldarbeit mit Pferden. Heute wird wieder vielerorts auf diese traditionelle Methode zurückgegriffen – beispielsweise um in Naturschutzgebieten schonend Holz zu transportieren, ohne mit großem Gerät Schneisen in den Wald zu schlagen. Es ist immer wieder faszinierend, wie gut die großen Kaltblüter auch raffinierteste Manöver beherrschen und ihren Fuhrleuten folgen.

Beim Zugleistungswettbewerb geht es vor allem um die Kraft der Pferde. Ab 11.30 Uhr geht es darum, ein Gespann über die Distanz von 45 Metern zu ziehen. Für jede Unterbrechung werden Punkte abgezogen. Das Gewicht des Gespanns wird auf das Eigengewicht der Pferde abgestimmt, sodass gleiche Bedingungen für alle geschaffen sind. Hier zeigen die Kaltblüter, dass sie nicht nur geschickt sind, sondern auch enorme Kraft und besitzen. Nicht umsonst spricht man ja von „Pferdestärken“.

Ab 12.00 Uhr fahren dann die Gespanne mit Leiterwagen im Hindernisparcours mitten durch das Freilichtmuseum. Der Parcours wird von den Mitarbeitern des Freilichtmuseums selbst gestaltet und aufgebaut und ist am historischen Alltag der Fuhrleute orientiert. Besondere Schwierigkeiten stellen das „rückwärts einparken“ oder am steilen Hang anhalten dar. Es gewinnt der Fuhrmann oder die Fuhrfrau, die alle Hindernisse in der schnellsten Zeit und mit den wenigsten Fehlern durchfährt.

Neben den Wettbewerben gibt es auch noch vieles andere rund um das Thema Pferd zu entdecken: Ponyreiten für die Kleinen, historische Mäharbeiten mit Pferden und ein „Pas de Deux“ mit Kaltblutpferden. Hierbei handelt es sich um eine beim Dressurreiten bekannte Routine, die von zwei Pferden und Reitern mit begleitender Musik dargeboten werden. Dabei begeistern die Schwergewichte mit einer großen Eleganz. Und auch Sattler Alban Roos und Wagnermeister Adolf Riester stehen den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort.

Auch für die Verpflegung ist natürlich wie immer gesorgt: ob Dünnele, die berühmte Museumswurst, Schupfnudeln und Maultaschen oder Kaffee und Kuchen, für jeden ist etwas dabei!

 

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