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Auf aussichtslosem Posten?

Dr.-Ing. Mechthild Wolber FDP-Bundestagskandidatin im Wahlkreis RW-TUT
(tutut). Außer ihr meldete sich niemand, und so kam, was kommen musste: Dr--Ing. .Mechthild Wolber (41) aus Rottweil kandidiert für die FDP für den Bundestag im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen. Sie dürfte auf aussichtslosem Posten sein, um Nachfolgerin von Staatssekretär Ernst Burgbacher im Parlament zu werden. "Ein volles Haus begrüßten die beiden Vorsitzenden der Kreisverbände Rottweil und Tuttlingen, Dieter Kleinmann und Hans-Peter Bensch", meldet der FDP-Kreisverband Rottweil. Laut NRWZ, deren Text der FDP-Kreisverband Tuttlingen verbreitet, waren 44 Mitglieder bei der Nominierung in Deißlingen anwesend. Davon hat Dr. Wolber 95 Prozent der Stimmen erhalten. Da beide Kreisverbände sich offenbar über den Vornamen der Kandidatin uneins sind - Mechtild (RW) oder Mechthild (TUT)? - hier die Auflösung, indem wir die Kandidatin selber im Internet sprechen lassen: "INNOVATIONSCOACH. Dr.-Ing. Mechthild Wolber DAMIT IHRE IDEEN PRODUKTE WERDEN".
Mit der Nominierung ist es nicht getan, auf einen Spitzenplatz auf der Landesliste kommt es an, wobei es ein ziemliches Gerangel geben wird angesichts der immer noch niedrigen Umfragewerte der FDP.  Einen wie Burgbacher (2009: 17,7 Prozent Erst-, 21,9 Prozent Zweitstimmen und damit hinter Volker Kauder Nr. 2 im Wahlkreis)  scheint dies wenig zu ängstigen. NRWZ: " 'Eine Zäsur in unserem Wahlkreis. Wir können alls glücklich sein, dass wir eine so gute Kandidatin haben', sagte Ernst Burgbacher, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Er hatte, wie berichtet, schon vor Monaten angekündigt, nicht mehr anzutreten. Als Geschenk brachte er Übersichtskarten beider Landkreise und für den Fall des Erfolges einen Stadtplan von Berlin mit".
Die Bundestagskandidatin ist politisch ein unbeschriebenes Blatt, hat es aber schon in den Bezirksvorstand und sogar in den Landesvorstand der FDP geschafft. Die FDP-Kreisverbände Tuttlingen und Rottweil haben zusammen rund 300 Mitglieder, über zwei Drittel davon gehören dem Kreisverband Tuttlingen an.