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"Der gesunde Menschenverstand ist nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat", sagte Albert Einsein. Mit seiner Relativitätstheorie hatte er das Bild der Welt neu sortiert. Später musste er vor der NS-Barbarei aus Deutschland fliehen. Am 14. März 1951, seinem 72. Geburtstag, kommentierte er die Welt und streckte der Reporter-Meute die Zunge entgegen. Das Foto wurde zur Ikone. Heute wäre dies ein großes Wagnis, denn sicher wäre gleich ein Tester da und setzte ihm eine Maske auf. Vor einem Jahr meinte der Deutschlandfunk: "Der wohl klügste Kopf seines Jahrhunderts, der folgenreichste Denker seit Euklid, Galilei und Isaak Newton war relativ jung, als die Herausforderung der Berühmtheit sein Leben veränderte. Albert Einstein, 1879 in Ulm geboren, war 26, als er im führenden Organ seiner Wissenschaft, den 'Annalen der Physik', vier Artikel veröffentlichte, die ihn schlagartig ins Licht einer weltweiten Aufmerksamkeit stellen sollten. Eine Abhandlung über den 'photoelektrischen Effekt', also die Erzeugung und Verwandlung des Lichts, sollte ihm 16 Jahre später den Nobelpreis einbringen. Eine andere, 'Zur Elektrodynamik bewegter Körper', nannte erstmals die Formel, die seither jedes Kind hersagen kann: E = mc², die Äquivalenz von Energie und Masse, Essenz der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ein blutjunger Wissenschaftler, vier Texte, die das Bild der Welt vollkommen neu sortieren sollten – 1905 ging als Annus mirabilis in die Geschichte ein, als Jahr der Wunder. 'Eine Explosion von Genie!' jubelte noch in unserer Zeit der Philosoph und Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker. Und der Forscher Max Planck, gut zwanzig Jahre älter als Einstein, antwortete dem Jüngeren mit einer tiefen Verbeugung: 'Die spezielle Relativitätstheorie übertrifft an Kühnheit wohl alles, was bisher in der spekulativen Naturforschung, ja in der philosophischen Erkenntnistheorie überhaupt geleistet wurde. Mit dieser Umwälzung ist an Ausdehnung und Tiefe nur noch die Einführung des Kopernikanischen Weltsystems zu vergleichen'". Da der Mensch selbst keine Theorie ist,  sondern meist zu relativer Bescheidenheit neigt, was  Explosionen betrifft, mehr sind es Zahlen statt Geist, die durch die Decke in die Luft gehen, um Qualitätsjournalisten zu glauben, hütete Einstein seine Zunge nicht,  wenn er es mit der Wahrheit hielt, und so dichtete er zum berühmten Foto: "Von Gutem ist ein ernstes Wort, wenn man’s gebraucht am rechten Ort. Hast du’s zu tun jedoch mit Toren, ist jedes kluge Wort verloren. In solchem Fall, wie ihr entdeckt, hab’ ich die Zung’ herausgestreckt. Man kann es wohl nicht besser machen als blöde Leute auszulachen“.

(tutut) - Manche, meist abgegangene Schmieden, schmückt ein Spruch wie dieser: "Der Gott, der Eisen wachsen ließ schuf auch die Eisenmänner, drum segne er, auch überdies, den Amboß und die Hämmer“.  In Wirklichkeit lautet das Gedicht anders und hat mit Deutschland zu tun und mit Freiheit. Deutschlandfeinden passt es nicht in die heutige Zeit, da Napoleon nicht der Besatzer ist, aber jeder vielleicht weiß, wen Wolfgang Schäuble meinte, als er 2011 erklärte, Deutschland sei seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr soverän. Wer spuckte denn große Töne in Elmau, wo ein Untergipfel-Treffen jener vom Siebenstreich oder sieben Zwerge zusammenkamen? Ernst Moritz Arndt hieß der Dichter, und seine  Verse von 1812 beginnen so: "Der Gott, der Eisen wachsen ließ, Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in seine Rechte, drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede, dass er bestände bis aufs Blut, bis in den Tod die Fehde. So wollen wir, was Gott gewollt, mit rechten Treuen halten und nimmer um Tyrannensold die Menschenschädel spalten. Doch wer für Schand und Tande ficht, den hauen wir in Scherben, der soll im deutschen Lande nicht mit deutschen Männern erben! O Deutschland heil’ges Vaterland, o deutsche Lieb’ und Treue! Du hohes Land, du schönes Land, wir schwören dir aufs Neue: Dem Buben und dem Knecht die Acht, der speise Kräh’n und Raben! So ziehen wir aus zur Hermannsschlacht Und wollen Rache haben. Lasst brausen, was nur brausen kann,in hellen, lichten Flammen! Ihr Deutsche alle Mann für Mann, zum heil’gen Krieg zusammen! Und hebt die Herzen himmelan. Und himmelan die Hände, und rufet alle Mann für Mann: Die Knechtschaft hat ein Ende. Lasst wehen, was nur wehen kann, Standarten weh’n und Fahnen, wir wollen heut uns Mann für Mann zum Heldentod ermahnen. Auf! Fliege hohes Siegspanier, voran den kühnen Reihen! Wir siegen oder sterben hier den süßen Tod der freien". Bevor nun Antideutsche in Deutschland den Schuckauf  kriegen, weil Links regiert und Rechtskonservativ böse ist, seien Geschichtsvergessene daran erinnert, dass es rechte Deutsche waren, die gegen   Diktaturen kämpften, ob sie nun Napoleon hieß oder Hitler oder Stalin und seine Erben. Zum Gedicht von Ernst Moritz Arndt, bekannt als "Vaterlandslied",  schreibt Wikipedia, man beachte die Aktualität: "Hintergrund war die von Napoleon erzwungene Beteiligung deutscher Heere an seinem Russlandfeldzug 1812. Deutsche Patrioten fanden dies verwerflich, und es kam zu einer Auswanderungswelle, die auch den preußischen Reformer Stein und Arndt als seinen Privatsekretär nach Sankt Petersburg führte. Der von dort aus gegen die Politik der deutschen Fürsten gerichteten Publizistik ist das Vaterlandslied zuzuordnen. Es wurde in den 1813 beginnenden Befreiungskriegen populär und, vertont von Albert Methfessel, im 19. und 20. Jahrhundert Teil des Kanons an Kampfliedern vor allem von national orientierten Studentenverbindungen und Männergesangsvereinen. Mit verändertem Text der 5. Strophe] erfuhr das Lied während des 1. Weltkriegs und in der Zeit des Nationalsozialismus besondere offizielle Pflege... Das im 2. Weltkrieg in der Sowjetunion aus einem Zusammenschluss deutscher Hitlergegner entstandene Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) wählte 1943 das Vaterlandslied zur Erkennungsmelodie seiner Rundfunksendungen... Ernst Moritz Arndt  war ein deutscher nationalistischer und demokratischer Schriftsteller, Historiker und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. Als Publizist und Dichter widmete er sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die Herrschaft Napoleon Bonapartes in Deutschland. Daher wird er auch als Freiheitskämpfer bezeichnet. Er gilt als bedeutender Lyriker der Epoche der Befreiungskriege". Ein ganz besonderes linkssozialistisches geschichtsvergessenes Schauerstück leistete sich  die Universität Greifswald. Denn 1933 bis 1945 und 1954 bis 2018  trug sie den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität.  Er war einst dort Professor gewesen. Habilitiert hatte er sich in Geschichte und Philologie mit einer Schrift, in der er sich gegen die Ideen Jean-Jacques Rousseaus aussprach, einem der Urväter der Grünen, ein ganz besonderer Scheinheiliger.  Erst der zweite Versuch führte dann 2018 zur Aberkennung des Namens Ernst-Moritz-Arndt. "Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht". (Stanislaw Jerzy Lec).  Trotzdem kein Grund, Zeitung abzulösen  als "Meine Heimat" auf Dummdeutsch wie "Energie-Detektiv EDe bei den Schüler" oder in Zeiten des Internets  sich alte Hüte aufzusetzen und Abstiegskampf gegen Albanien mit solchen Schlagzeilen spannend machen zu wollen: "Schnelleres Internet in Spaichingen - Vertrag der Stadt mit der Netze BW ist unterzeichnet".  Wer von den Älteren hat etwa Schulerinnerungen, die auf das fahrende Gewerbe vorbereiteten, und jeder Clown oderAkrobat  werden wollte, nur von Volker Kauder ist bekannt, dass sein Traum Zirkusdirektor war?  Nun als, bevor die Noten weg gezaubert werden: "Mischung aus Spaß und Grenzerfahrung - In Denkingen läuft die Zirkusprojektwoche der Grundschule - Obwohl das Zirkuszelt die Pausenwiese belegt, freuen sich die Schüler, denn hier können sie trainieren für die Manege". Kannitverstan? "Angeleitet wurden sie von den Pädagoginnen des Freiburger Zirkus Abeba Bente Scheffold und Emma Patrignani. Zur Freude der Schulleitung und Eltern wurden das Lehrerkollegium und die jungen angehenden Artisten von 27 Schülerinnen (Erzieherinnen) der Fritz-Erler-Schule, Tuttlingen unterstützt". Dabei geht Zirkus doch ohne alles: "Ministerpräsident Kretschmann fordert erneut Tempolimit - Südwest-Regierungschef und Amtskollege Söder warnen vor Energiekrise - Bei der Wahl der Maßnahmen sind sie uneins". Sie warnen vor sich selbst, und niemand zieht die Gelbweste an in Grünland. Auch da nicht: "Grüne und FDP wollen Geschlechtsänderung  erleichtern - Familienministerin Paus und Justizminister Buschmann planen neues Gesetz zu Transsexualität - Massive Kritik". Mehrheit ist Mehrheit, die lautesten Minderheiten sorgen für die kleine Tierwohlschau. Wenn's bald nichts mehr gibt, dann wenigstens einen Zuschlag: "IG Metall will acht Prozent mehr Lohn".  Noch mehr Politik gegen alle wagen? Nur Wahn unter der Sonnenblume: "Was weniger Gas für Betriebe bedeutet".  Zirkus natürlich, was sonst bedeutet Schwafelei aus der Bedienungsanleitung zur Deutschlandabschaffung. "Noch ist es nicht zur dritten Stufe im Notfallplan Gas gekommen, bei der der Staat in den Markt eingreifen würde, um zuerst die Gasversorgung der 'geschützten Kunden' sicherzustellen - das sind etwa private Haushalte, aber auch Krankenhäuser, Feuerwehr und Polizei. Die Industrie und öffentliche Verwaltungen zählen nicht zu den besonders geschützten Verbrauchergruppen. Betriebe müssen also, wenn die Notfallstufe aktiviert wird, damit rechnen, dass ihnen das Gas abgedreht wird". Es winken zeitungsfreie Zeiten.  Und  eine Arena, in der schon die Römer Multikultiallerlei für Kurzweil sorgen ließ. "Sprachkurse für Geflüchtete aus der Ukraine - VHS Spaichingen bietet Erstorientierungskurse an - Kinderbetreuung ist auch möglich". Spiele statt Brot? Anderswo senken sich die Daumen: "Kampf ums Personal - Gastgewerbe will wie Flugbranche Hilfe bei Mitarbeiternotstand erhalten - Langfristige Lösung aber bevorzugt". Also DDR statt Maoam. "Auszubildender beim Geschirrabtrocknen: Dem Gastgewerbe in Baden-Württemberg fehlen derzeit mindestens 10 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte". Warum macht frau dann noch Irgendwasmitmedien? Und auch da sprießt's ins Grüne: "Frauenquote bringt mehr Managerinnen in Vorstände". Wenn sich die Platzhalter aber schon alle umgesext haben? Wie meinen etwa Christine Lindner? Welches Klima herrrscht gerade im Kinderbuch für die kleinen Philosoph*innen? "Wirtschaftsminister befürchtet Blockade von Nord Stream 1". Mal wieder was schiefgelaufen? Väterchen Frost steht vor der Tür mit Maske auf Abstand, während die Masse festet und feiert bis zum Umfallen. Ameise oder Grille ist die Frage, sage niemand, er lese keine Zeitung mehr der Einheitspartei! Sagt-frau: "Wenig Hoffnung auf sinkende Heizölpreise - Der Verband für Energiehandel rät Kunden, sich jetzt für den Winter einzudecken".  Sagt-er: "Das Angebot muss stimmen - Mehr als jeder dritte Deutsche hatte im Juni ein 9-Euro-Ticket. Ein großer Erfolg. Er zeigt, dass es gelingen kann, Menschen zum Umsteigen auf Bus und Bahn zu bewegen. Selbst wenn es in den Wagen mal voll geworden ist oder die Züge - wie aktuell auf der Schwarzwaldbahn - zum ungünstigsten Zeitpunkt den Geist aufgeben".  Im Ortenaukreids wollten sie es genauer wissen: Nur 4 Prozent reizt Maskenball von Bus und Bahn. Also mehr als jeder Dritte. Glauben's oder lassen's bleiben. "Ganz wichtig: Beliebt ist das 9-Euro-Ticket nicht nur im Großstadtverkehr, sondern auch jenseits der Ballungsräume. Kein Wunder, dass viele das Ticket gerne dauerhaft hätten, nicht nur für drei Monate". Akrobat schööön!  Auch hier: "Nato beschließt neues Streitkräfte-Modell - Gipfel endet mit düsteren Prognosen für Sicherheitslage - Bündnis sieht sich jedoch gerüstet". Siegen ohne Soldaten und Waffen.  Wenn 10 Prozent von fremden Sternen regieren, ist nichts unmöglich: "Grüne erwägen Alleingang bei Lkw-Maut - Partei plant Abgabe auch für Landes- und Kommunalstraßen - Wirtschaft warnt".  Ihr Minister ist Philosoph.

Wenn's um Sicherheit geht: regio-tv. (Screenshot)

Nun kriegen ein paar Auserwählte  einen Feldherrnknüppel in die Hand und dürfen gen Russland winken: "Diskutieren Sie mit zum Thema 'Nationale Sicherheitspolitik' - Zusammen mit dem Auswärtigen Amt veranstaltet Regio TV Bodensee am Montag, 4. Juli, um 17 Uhr im Medienhaus in der Karlstraße in Ravensburg einen Bürgerdialog zum Thema 'Nationale Sicherheitspolitik'. Neben 50 geladenen Bürgerinnen und Bürgern, die nach einem Zufallsprinzip ausgewählt und eingeladen wurden, können sich Interessierte per E-Mail an anmeldung@regio-tv.de anmelden und auch an der Veranstaltung teilnehmen".  Bürgerkrieg mit Annalena?  Was bleibt da noch für die Badische Zeitung, denn  "Regio TV Bodensee ist ein privater regionaler Fernsehsender im südlichen Baden-Württemberg und Teil der Regio TV-Gruppe (des Medienhauses Schwäbisch Media). Das Sendegebiet umfasst sieben Landkreise zwischen Allgäu und Schwarzwald und machte knapp 20 Prozent der Landesfläche Baden-Württembergs aus. Der Hauptsitz inklusive Fernsehstudio befand sich in Ravensburg". (Wikipedia). Die Reaktion kam prompt: "Putin wirft Nato Imperialismus vor".  Leidpfosten von der GmbH in Berlin meint: "Viel zu leichtfertig", sitzt aber mutmaßlich vielleicht in einem Narrenschiff auf Geisterfahrt, an dem die Fahne "Für christliche Kultur und Politik"  flattert. "Die Ampel-Koalition will es Kindern erleichtern, Vornamen und Geschlechtseintrag ohne ärztliches Gutachten zu ändern. Jeder Mensch sollte frei und selbstbestimmt leben können, begründet FDP-Justizminister Marco Buschmann den Schritt. Das ist richtig und muss selbstverständlich auch für Menschen gelten, die sich mit ihrem biologischen Geschlecht nicht identifizieren können. Die Angelegenheit ist allerdings weitaus komplizierter, als es liberale Glaubensbekenntnisse vermuten lassen". Was hat das mit Liberalismus zu tun? Wer sich noch an Fasnet erinnern kann,  längst abgeschafft, weiß, was Kinder sich so alles wünschen. Supermann und Prinzessin, Seeräuber und Indianer. "Immer mehr Stimmen in Medizin und Psychologie warnen vor einem zu leichtfertigen Umgang mit dem Thema Geschlechtsdysphorie. Gerade während der Pubertät ist es normal, dass Jugendliche sexuelle Identitätskonflikte erleben. Erlaubt man ihnen jedoch, ihren Geschlechtseintrag so unkompliziert zu ändern wie den Wohnsitz, sinkt sehr wahrscheinlich auch die Hemmschwelle, sich im nächsten Schritt einer hormonellen Behandlung zu unterziehen. So verweisen FDP und Grüne mit ihren Plänen zwar aufs Ausland, dort allerdings rückt man von der liberalen Herangehensweise teils schon wieder ab". Im Ernst? Jedem Hampel seine Ampel. Oder  wie der gläubige Katholik Nicolás Gómez Dávila ("Früher griffen die Narren die Kirche an, heute reformieren sie sie") rätselt: "Es ist nicht einfach zu unterscheiden, ob der zeitgenössische Journalismus das zynische Vorhaben ist, sich zu bereichern, indem man den Menschen herabwürdigt, oder eine 'kulturelle' Mission unheilbar ungebildeter Hirne". Ein Priester und Redakteur für alles vom Blatt mit dem Kreuz leidartikelte es mal so: "Denn der christliche Glaube bietet, was kein Ratgeber bieten kann: den Aufruf zur Nächstenliebe, die Botschaft der Treue Gottes zu den Menschen, Vergebung der Sünden, die Gewissheit der Erlösung und die Erwartung auf ewiges Leben. Markenkerne und Alleinstellungsmerkmale, um die jeder Vertriebsprofi seine Kollegen in den Kirchen beneidet...Es geht um die wieder zu gewinnende Nähe, um Kontakt, Vertrauen, Glaubwürdigkeit. Daher sollten die Theologen schnellstens ihre binnenkirchlichen Schutzräume, Ordinariate und Pfarrhäuser verlassen und das Gespräch suchen, zuhören, ihre Botschaft unters Volk bringen. Wann gab es zuletzt eine Offensive? Der Papst fordert 'mutige Vorschläge'. Sich ehrlich um Sorgen und Nöte, Freuden und Hoffnungen zu kümmern: Das wäre ein guter Start, um Neugier auf die Markenkerne zu wecken". Nun also  "Nationale Sicherheitspolitik" mit 50 Geladenen und dem Auswärtigen Amt. Wer hätte sich mal so was ausgedacht? Johann Wolfgang Goethe: "Du musst herrschen und gewinnen, oder dienen und verlieren, leiden oder triumphieren, Amboss oder Hammer sein".

Folgen des Ukraine-Krieges
Drohender Gasmangel: Rathauschefinnen und -chefs in Baden-Württemberg schlagen Alarm
(swr.de. Dummes Zeug. Sies ollten die schlagen, welche es verbrochen haben, und die sitzen nicht in der Ukraine, sondern sind größtenteils sie selbst und ihre Parteien.)

Expertenanhörung zum Pandemie-Management
Lucha will unter anderem Maskenpflicht wieder einführen können
(swr.de. Wie wär's mit grünem Dauerkarneval?)

Streit um OLG-Chefsessel
Neue Richtervereinigung kritisiert BW-Justizministerin scharf
(swr.de. Warum wenden sie sich nicht an ihre Chefs?)

Neue Corona-Testverordnung
Corona-Testbetreiber in BW: Es wird mehr Infizierte und weniger Kunden geben
(swr.de. Sie lernen nichts dazu?)

Erfassung in Statistik
Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg steigt durch Geflüchtete aus der Ukraine
(swr.de. Wie verrückt ist das?)

Diogenes von Sinope suchte schon 400 v. Chr. am hellichten Tag mit der Laterne in der Hand auf dem Athener Marktplatz einen Menschen.

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Georg Etscheit
Lüdenscheid: Eine deutsche Stadt im Jahre 2022
Ein Automobilzulieferer im sauerländischen Lüdenscheid hat Schließungen und Verlagerungen sowie einen Stellenabbau „im hohen dreistelligen Bereich“ angekündigt. Die Krise hat längst auch die Provinz erreicht. Lüdenscheid ist eine Stadt mit rund 73.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt im Sauerland. Das Sauerland und das angrenzende Bergische Land sind gewissermaßen das nordrhein-westfälische Pendant zur Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Hier finden sich in fast jedem Kaff irgendwelche Weltmarktführer, sogenannte Hidden Champions. So nennt man Unternehmen, die keiner kennt, die aber in ihrem jeweiligen Segment technologisch und ökonomisch führend sind, deutschlandweit, europaweit, weltweit...
(achgut.com. Maikäfer flieht vor Krieg, Deutschland abgebrannt, Saures nimmt überhand: Arbeitsplätze nun in Ungarn.)

Beitrittskandidat
Von der Leyen fordert weiter Anstrengung der Ukraine gegen Korruption
(welt.de. Scherzboldin. Wann wird sie aufgefordert, sich der Vergangenheit mit der Bundeswehr zu stellen?)

Holzhammer mit Resonanzblock, Handarbeit, für Rechtsanwalt /Richter/ Auktionen Marke: hjuns 74,10€  (Amazon)

Corona-Evaluierungsbericht
Eine Generalabrechnung mit der Politik und dem RKI
Der Bericht zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen ist da – und dürfte für hitzige Diskussionen sorgen. In dem Papier, das WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt, stellen die Sachverständigen der Politik ein katastrophales Zeugnis aus. Die Datenlage ist unzureichend, die politischen Beschlüsse intransparent. Und die Maßnahmen? Für deren Wirken fand die Gruppe kaum Evidenz.
(welt.de. Ist Lauterbach schon rausgeworfen, das Scholz-Regime zurückgetreten, KRÄTSCH-Regierung im Exil in Sigmaringen?)
Das Abkanzeln von Maßnahmenkritikern muss spätestens jetzt aufhören
..Skepsis gegenüber der Politik ist nicht falsch. Sondern geboten..
(welt.de. Zahlt die Corona-Inquisition ihre Bet- und Bußgelder zurück?)
Ende der „epidemischen Lage“?
Sachverständige kritisieren das Konstrukt
Die „epidemische Lage“ ist Grundlage für Grundrechtseingriffe wie Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und Schließungen. Der Sachverständigenausschuss für die Evaluation der Corona-Maßnahmen könnte das Konstrukt bald beenden.Geht es nach dem Willen von Experten, die seit Monaten die Corona-Maßnahmen im Auftrag der Politik evaulieren, könnte die deutsche Sonderregelung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ bald endgültig Geschichte sein. Man empfehle, das „Konstrukt der epidemischen Lage abzuschaffen“, sagte ein Mitglied des Ausschusses WELT..
(welt.de. Was wird nun aus den Unverständigen von Rathäusern bis Kanbzleramt und Präsidentenschloss, welche die nächsten Folterinstrumente schmieden?)
Vierte Corona-Impfung
„Publikationen, die zeigen, dass Dunkelziffer bei Nebenwirkungen nicht so klein ist“
Gratis Corona-Schnelltests für alle - das ist in Deutschland vorbei. Welche Schutzmaßnahmen planen Bund und Länder nun? Und für wen könnte im Herbst eine vierte Impfung empfohlen werden? Darüber und über den Evaluierungsbericht der Corona-Maßnahmen spricht Virologe Klaus Stöhr im WELT-Interview.
(welt.de. Wer sagt's den Angstmaskierten in ihrer Welt der Furcht und Hysterie?)

Experten-Kommission rechnet mit Pandemie-Regeln ab
Viele Maßnahmen hatten kaum Wirkung: Corona-Klatsche für „Team Vorsicht“
Lange warteten Politik und Öffentlichkeit auf die „Evaluation“ der Corona-Maßnahmen durch das 18-köpfige Expertengremium. Die Experten sollten klären, wie wirksam die Maßnahmen gegen die Pandemie waren, damit Bund und Länder im kommenden Herbst alte Fehler nicht wiederholen.
(bild.de. Politik und Medien leben  von ihrer selbstgemachten Pandemie der Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung, bis fast alle dranglauben.)

Vernünftige Aufarbeitung unverzichtbar
Der Corona-Rat bleibt zahm – sein Bericht ist trotzdem vernichtend
Von Max Roland
Der Corona-Sachverständigenrat traut sich in vielen Fällen kein Urteil zu. Doch das wäre wichtig. Denn schon mit dem, was er sich traut, ist der Bericht eine Ohrfeige für die wirklichkeitsferne Corona-Politik der letzten drei Jahre...Selten hat man bei der Vorstellung eines „Expertenberichtes“ so oft Sätze wie „das weiß ich nicht“, „das kann ich nicht beurteilen“, oder „dazu liegen keine Erkenntnisse vor“ gehört. Der deutsche Daten-Blindflug endet vorerst in einer Bruchlandung des Sachverständigenrates. Handlungsanweisungen an die Politik, Kritik an Maßnahmen – Fehlanzeige. Zu vielem, so wirkt es, traut sich der Sachverständigenrat gar nicht, ein Urteil zu fällen. Auf der Pressekonferenz ist von Kritik so wenig zu spüren, dass ZDF-Hauptstadtkorrespondentin Andrea Maurer eilig nachschieben kann, das Gremium habe der Politik „kein schlechtes Zeugnis“ ausgestellt. Das Gegenteil ist richtig: Selbst dieser Bericht ist eine Klatsche für die verantwortliche Politik...
(Tichys Einblick. Ein bisschen tot ist ganz tot. Weiche Eier sind nicht hart. Deutschland hat nicht nur die Regierung, die es verdient, sondern auch deren Vertraute als seine Vertreter. Kontrolle ist abgeschafft.)

Tritratrulala!
Pandemie
Regierung bringt erste Corona-Regelungen für Herbst auf den Weg
Gesundheitsminister Karl Lauterbach sieht Deutschland auf eine schwere Corona-Herbstwelle zusteuern.Der Herbst steht vor der Tür, die Zahl der Corona-Infizierten ist hoch. Nun hat das Kabinett die ersten Regelungen für den künftigen Corona-Kurs beschlossen. Damit soll unter anderem die Grundlage für genauere Daten geschaffen werden. Die Bundesregierung hat erste praktische Regelungen für den Corona-Kurs im Herbst auf den Weg gebracht. Das Kabinett billigte einen Entwurf des Gesundheitsministeriums, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag mitteilte. Damit sollen unter anderem die Grundlage für weitere Impfungen, genauere Daten und verstärkten Schutz von Risikogruppen in Pflegeeinrichtungen geschaffen werden.
(welt.de. Pandemie wo? Die Diktatur in ihrem Lauf hält kein Parlament mehr auf? Was ist mit der Schnupfen-Pest? Deutschland kaputt und verrückt?)

Statistisches Bundesamt
Immer mehr Rentner müssen Steuern zahlen
Von Mario Thurnes
Zwei von drei Rentenzahlungen sind steuerpflichtig. Immer mehr Rentner müssen zahlen und die Tendenz ist weiter steigend. Beim Versuch, die letzte Zitrone für den Staat auszupressen, kommt die Verwaltung kaum noch nach...Die Grundidee des Alterseinkünftegesetzes lautet: Renten werden versteuert. Im Gegenzug befreit der Staat Investitionen in die Alterssicherung von der Steuer. Damit folgt das Gesetz einem Muster, das die deutsche Politik immer stärker prägt: Einer Steuererhöhung für alle folgt eine Entlastung für einzelne, die sich politisch gewollt verhalten. Zusammen wird das dann als Wohltat verkauft. Der Grundfreibetrag liegt aktuell bei 10 347 Euro – im Jahr. Wer monatlich 900 Euro Rente bezieht, muss also darauf grundsätzlich schon Steuern zahlen...
(Tichys Einblick. Altwerden darf sich nicht lohnen.)

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NACHLESE
Preisschock
So hoch wie nie: Inflationsrate in der Eurozone steigt auf 8,6 Prozent
Die Inflationsrate in der Eurozone hat einen neuen Rekordwert erreicht. Sie stieg im Juni gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Seit der Einführung der Währung als Buchgeld 1999 war die Teuerungsrate noch nie so hoch...Laut Eurostat erhöhten sich die Energiepreise im Juni mit Blick auf das Vorjahr um 41 Prozent. Unverarbeitete Lebensmittel kosteten rund 11,1 Prozent mehr. Dienstleistungen verteuerten sich um 3,4 Prozent...Grund für den Preisauftrieb ist neben den während der Corona-Pandemie verhängten Maßnahmen auch der Krieg in der Ukraine...
(Junge Freiheit. Alles selber gemacht, sonst können sie nichts. Wer ist auf die Idee gekommen, dass ein Volk von Nichtskönnern mit perverser Politik geführt werden muss?)
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Laura Dornheim
Münchens Grüne wollen Parteifreundin in Spitzen-Job drücken – trotz Zweifel an Qualifikation
Von Redaktion
Die Grünen-Politikerin Laura Dornheim soll IT-Referentin der Stadt München werden – obwohl sie in der Bewerberrunde schlecht abschnitt. Auch in ihrem Lebenslauf gibt es Merkwürdigkeiten.
(Tichys Einblick. Mehr Empfehlungen braucht die doch gar nicht, das ist doch schon Überqualifiktation bei den Grünen.)

Broder kündigt bei Weltwoche und bleibt bei Lügenpresse
Von KEWIL
Henryk M. Broder hat seine Mitarbeit bei der schweizerischen Weltwoche beendet, für die er schon hunderte Artikel geschrieben hat, die er aber zu den „Putin-Verstehern“ rechnet. Broder schreibt natürlich weiter bei der WELT, die man leider zu den mutmaßlichen Lügenblättern zählen muss?– als Schwesterblatt der BILD kein Wunder. Das macht ihm nichts aus.Wir wollen hier nicht die vielen Unwahrheiten und Lügen über den Ukraine-Krieg in der WELT und anderen Blättern aufzeigen und widerlegen, aber wem es als Publizist noch nicht aufgefallen ist, dass in deutschen Zeitungen seit vier Monaten kein einziger positiver Artikel über Putin, die russische Politik und die Russen überhaupt erschienen ist, und stattdessen eigentlich jede Überschrift, jeder Abschnitt, jede Bildunterschrift und jeder Satz über Russland negativ ist, der ist nicht ehrlich. Und es handelt sich um aberhunderte schiefe Artikel in unserer gleichgeschalteten Presse. Und dazu hat Henryk M. Broder noch kein Wort verloren, noch keinen Kommentar dagegen geschrieben, noch keine ukrainische Frechheit kritisiert. Wie kann ein „bedeutender Kolumnist“ zum Beispiel schweigen, wenn die Ukrainer Russisch verbieten und alle russischen Bücher aus den Bibliotheken rauswerfen – inklusive russische Weltliteratur wie Dostojewski und Tolstoi? Auch jeden Nicht-Juden erinnert so etwas an die Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis. Broder aber schreibt von solchen Dingen nichts und stattdessen in der aktuellen Weltwoche: Auch in der Weltwoche kommen Putin-Versteher zu Wort, die Russlands verlorene Ehre wiederherstellen wollen. Deswegen beende ich mit diesem Text meine Mitarbeit bei dieser Zeitschrift. Schade, aber es geht nicht anders. Klarheit vor Einheit. Klar geht es nicht anders. Broder will halt weiter bei gleichgeschalteten Mainstream-Medien mehr Honorar verdienen, auch wenn sie gegen Russland schief berichten, als bei der Weltwoche. Motto: Geld vor Wahrheit!
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Natürlich haben wir das Recht, jeden zu kontrollieren und zu prüfen, ob er ein Einreiserecht hat. Und wenn jemand aus einem sicheren Drittstaat kommt und Asyl begehrt, kann er sofort zurückgeschickt werden. Das ist eindeutige Rechtslage. Andere EU-Staaten machen das so. Die Dänen schicken jeden zurück, der aus Deutschland kommt. Auch die Schweden weisen inzwischen zurück.“
(Prof. Dr. Rupert Scholz, CDU, Staatsrechtler, ehemaliger Verteidigungsminister)
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„Maybrit Illner“
Energieknappheit im Winter – „Wir müssen klar sagen: Leute, es wird schwer“
Grünen-Chef Omid Nouripour stimmte die Deutschen bei „Maybrit Illner“ auf harte Zeiten ein – und analysierte das Ziel der Gas-Politik von Wladimir Putin.
(welt.de. Wer, wir Iraner?)

Ukraine distanziert sich von Melnyk-Aussagen
Das ukrainische Außenministerium hat sich von umstrittenen Aussagen seines Botschafters in Deutschland distanziert. Andrij Melnyk hatte bestritten, dass es Beweise für den Massenmord an Juden durch Anhänger des ukrainischen Nationalistenführers Stepan Bandera im Zweiten Weltkrieg gab. „Bandera war kein Massenmörder von Juden und Polen“, sagte Melnyk in dem in der Nacht zum Donnerstag veröffentlichten Videointerview mit dem Journalisten Tilo Jung. Das würde er auch immer wieder bestätigen, so der ukrainische Botschafter in In einer Stellungnahme wandte sich das ukrainische Außenministerium nun von Melnyk ab und stellt klar: „Die Meinung, die der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, in einem Interview mit einem deutschen Journalisten geäußert hat, ist seine eigene und spiegelt nicht die Position des Außenministeriums der Ukraine wider.“...
(focus.de. Genießt dieser ukrainische Schwätzer Asyl von Scholz?)

News-Redaktion
Paypal sperrt Konten regierungskritischer Seiten
Nächster Angriff auf die Meinungsfreiheit: Reitschuster.de und ScienceFiles dürfen Paypal nicht mehr nutzen und werden so von den Spenden ihrer Leser abgeschnitten. Lapidare Begründung: Verstöße „gegen die PayPal-Nutzungsrichtlinie“.
(achgut.com. Sind Hinrichtungen nicht abgeschafft?)

Achgut.tv
Rückspiegel: Mit Olaf in Schloss Elmau
In Schloss Elmau trafen sich die G7. Und trotz Krieg und Inflation fand Kanzler Olaf Scholz dort endlich Zeit für seine Frau. Das Treffen kostete den Steuerzahler auch viel, viel weniger als Deutschland jährlich als Entwicklungshilfe an China zahlt.
(achgut.com. Früher haben sie auch die letzten Lebensmittel über die Stadtmauern geworfen, um Belagerer zu bluffen.)

Das Bundesverfassungsgericht verspielt seinen Ruf – vornan dessen Präsident Harbarth
Von Josef Kraus
Die drei Gewalten haben sich vermischt: Die Exekutive, vor allem das Kanzleramt, diktierte jahrelang dem Bundestag, wie er abzustimmen hat. Die Vertreter des Volkes lassen es über sich ergehen. Und die Judikative ist vor allem an der Spitze eine Beute der Parteien geworden.
(Tichys Einblick. Welchen Ruf? Wer hört, wenn's mal Piep macht?)

„Letzte Generation“Autobahn-Blockade:
Der erste verletzte „Aktivist“
Schlüsselbeinbruch: Bei erneuten Blockaden der Berliner Stadtautobahn ist gestern erstmals ein „Aktivist“ verletzt worden. Autofahrer tun sich inzwischen zusammen und räumen die Fahrbahn auch ohne Polizei.
(Junge Freiheit. Im Land der Gesetzlosen?)

 

Wie Audi die Feinde der Meinungsfreiheit unterstützt

Von Vera Lengsfeld

Seit Mittwoch gestern wissen wir, dass der Volkswagen-Konzern „Exklusionslisten“ führt. Das hat eine Mitarbeiterin des Unternehmens ganz unbefangen ins Feld geführt, als der bekannte Journalist und Achse-Autor Henryk Broder anfragte, warum Audi umgehend auf eine anonyme Denunziation auf Twitter reagiert.“  Wörtlich:
„Vielen Dank für diesen Hinweis! Derartige Anzeigen werden automatisiert ausgespielt und wir haben keinen Einfluss auf die Platzierung. Wir werden den Fall jedoch prüfen und unsere Blacklist entsprechend überarbeiten“.

Auf Broders irritierte Nachfrage, wer denn die Ehre hätte, auf einer solchen Blacklist zu stehen, kam folgende Antwort: "Sie verstehen sicherlich, dass wir jegliche Hinweise überprüfen, die uns erreichen. Und genau das behalten wir uns auch in diesem Fall vor: Eine Prüfung des Mediums auf dem Anzeigen für unser Unternehmen ausgespielt werden. Und die stetige Überarbeitung unserer Inklusions- und Exklusionslisten für Werbeanzeigen“.

So läuft das also inzwischen im besten Deutschland. Der Denunziant ist nicht mehr der größte Schuft im ganzen Land, sondern ein strenger Hinweisgeber, dem man umgehend gehorcht, auch wenn er anonym bleibt. Denunziation als staatsbürgerliche Pflicht kennt man bisher aus Diktaturen, in einer Demokratie gilt dagegen die Unschuldsvermutung und anonyme Denunziationen bleiben unbeachtet, weil sie als verächtlich angesehen werden.

Als vor 30 Jahren das Spitzelsystem der DDR aufflog, war ganz Deutschland entsetzt und man hielt die Ostdeutschen für eine Spezies, die irgendwie anfällig für Verräterei und deshalb demokratieunfähig sei. Dabei mussten die Stasioffziere ihre IMs noch mühsam rekrutieren, sie ständig beobachten, sich heimlich mit ihnen treffen und sie bei Laune halten. Daneben gab es auch Denunzianten im eigenen Auftrag, aber die waren höchst selten und sie mussten das Licht der Öffentlichkeit scheuen.

Heute wimmelt es von selbsternannten Aufpassern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Öffentlichkeit von allen Abweichlern zu reinigen. Das wird nicht nur mit Wohlwollen von den Herrschenden und den Meinungsmachern begleitet, sondern geradezu herausgefordert und mutmaßlich mit Demokratie-Programmen finanziert, denn Niemand, der einer ordentlichen Arbeit nachgeht, kann sich stundenlang im Netz herumtreiben, um missliebige Bemerkungen zu entdecken und zu melden. Jeder Benutzer kennt inzwischen die Mitteilungen von Twitter, dass sein Tweet gemeldet, aber festgestellt wurde, dass sein Inhalt nicht gegen die AGBs verstößt, oder die Sperrungen – längere oder kürzere. Wobei man wie bei Kafka nicht weiß, was einem eigentlich vorgeworfen wird.

Wir haben Meinungsfreiheit, aber man muss, wenn man seine Meinung äußert und die nicht dem vorgegebenen Korridor entspricht, eben die Konsequenzen tragen. In diesem Sinne herrschte auch Meinungsfreiheit in der DDR und sogar in der Sowjetunion, nur sind die Konsequenzen heute nicht mehr ganz so drastisch. Wer unter Stalin auf der Exklusionsliste landete, endete im Gulag oder vor dem Erschießungs-Peloton, im Nationalsozialismus unter dem Fallbeil oder im KZ, in der DDR im Gefängnis, und heute wird er „nur“ noch öffentlich an den Pranger gestellt, als Person, mit der man besser keinen Kontakt haben sollte, gebrandmarkt, und/oder wirtschaftlich ruiniert.

Manchmal auch kriminalisiert, wie jener YouTuber, bei dem überraschend ein Rollkommando der Polizei morgens um sechs vor der Tür stand, die anschließende Wohnungsdurchsuchung nichts als die Waffen eines Jägers und Sportschützen zu Tage brachte, von denen dann aber in der Zeitung stand, es müsste überprüft werden, ob ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorliege.

In dem damit erzeugten Klima der Angst soll den Abweichlern die Lust vergehen, sich ihrer Meinungsfreiheit zu bedienen. Um ganz klarzumachen, worum es geht, hat der Verfassungsschutz, der inzwischen eher ein Regierungsschutz ist, einen neuen Beobachtungsgrund „Delegitimierung des Staates“ eingeführt, der alle Kritik an der Regierung verstummen lassen soll. Damit ist das demokratische Prinzip der „Checks an Balances“ außer Kraft gesetzt – eines der Erfolgsgehheimnisse des Westens.

Zurück zu VW und Audi. Die unfreiwillige Offenbarung einer Mitarbeiterin der Social Media-Abteilung zeigt, dass der dünne Firnis der Reeducation, die den Westdeutschen als Crashkurs in Demokratie nach dem Nationalsozialismus zuteilwurde, nicht nur Risse bekommen hat, sondern großflächig abblättert. Die wichtigste Lehre, dass man die Methoden der Totalitären scheuen muss, wie der Teufel das Weihwasser, ist so vollkommen vergessen, dass die Ungeheuerlichkeit von Exklusionslisten nicht nur nicht empfunden wird, sondern man scheint noch stolz darauf zu sein, dass man dem Zeitgeist so eifrig dient. Ein deutsches Unternehmen setzt einen jüdischen Autor auf eine solche Exklusionsliste – sollte das eigentlich nie wieder geschehen?

Wirklich überraschend ist das Verhalten von VW jedoch nicht. Wenn ein Automobilhersteller eifrig den Entschluss der Politik beklatscht, seine Produkte, mit denen er noch Weltmarktführer ist, zu verbieten, dann folgt er wieder einmal kritiklos einer Ideologie. Wahrscheinlich hofft er, dass alles schon nicht so heiß gegessen wird, wie es serviert wurde. Aber es hätte ihm eine Lehre sein müssen, dass er versucht hat, die politisch festgelegten und von ihm begrüßten Abgaswerte heimlich durch Tricksereien zu umgehen. Das hat nicht geklappt und nichts weist darauf hin, dass die Zerstörung des Individualverkehrs und damit die Abschaffung der Autoindustrie abgenickt und durch irgendeinen Trick verhindert werden könnte.

Völlig absurd ist, dass VW mit seinen Exklusionslisten genau diejenigen bekämpft, die eigentlich seine Verbündeten sind. Nur in offenen Gesellschaften mit Meinungsfreiheit kann Marktwirtschaft gedeihen. Auf dem Weg in die Kommando-Ökonomie, auf dem Deutschland immer schneller fortschreitet, ist für Unternehmen nichts zu gewinnen, auch wenn sie sich noch so servil in ein System von richtiger Haltung und Moral einfügen. Ja, sie verspüren Druck, aber statt sich diesem zu widersetzen, wollen sie lieber vermeiden, in den öffentlichen Verdacht einer „falschen“ Gesinnung zu geraten. Deshalb wird den Denunzianten, die Abweichler gern an den Pranger stellen, nachgegeben und ihnen damit eine große Macht gegeben.

Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, wo die Macht nicht vom Volk, sondern von den Denunzianten ausgeht? Das ist nämlich die Konsequenz, von der niemand sagen sollte, er hätte sie nicht voraussehen können.

Henryk Broders Appell und den vollständigen Mailwechsel mit Audi finden Sie hier:
https://www.achgut.com/artikel/und_vom_anfang_einer_ueblen_affaere
(vera-lengsfeld.de)

Der Feldzug gegen freie Medien nimmt an Schärfe zu

Von Cantaloop.

Sie wird dünn, die Luft der Freiheit – für viele regierungskritische Blogger, konservative Journalisten und weitere Influencer der Gegenöffentlichkeit: Das derzeitige politische System eines Neuen Deutschlands, das dank eines quasi-putschistischen Zusammenwirkens politisch-medialer Eliten, ihrer Steigbügelhalter in Justiz und Verwaltung, diverser NGOs und von Teilen der Wirtschaft dem Leviathan eines tiefen Linkstaats bedenklich nahekommt, holt zum Gegenschlag gegen seine publizistischen Feinde aus und geht über oftmals anonym wirkende Mittelsmänner massiv gegen Andersdenkende vor.

Nachdem diese Woche bereits Henryk M. Broders reichweitenstarker Blog „Achse des Guten” auf hinterhältigste Art und Weise wesentlicher Werbeeinnahmen, etwa von Audi, verlustig ging und sich nun ernsthaft um ihre Existenz sorgen muss (da half nicht einmal Broders systemkonform-servile Ankündigung, ab sofort nicht mehr für die „Weltwoche“ und anderen Medien zu schreiben, die auch „Putinisten“ zu Wort kommen ließen), berichtet heute nun auch der Journalist Boris Reitschuster von Schikanen: Ihm wurden willkürlich und anlasslos sämtliche Paypal-Konten gesperrt. – über die er sich dank Unterstützung seiner Leserschaft bisher maßgeblich finanziert hat – denn Werbung gibt es, auch wegen informeller Boykotte, auf seiner Seite sowieso praktisch nicht mehr.

„Zivilgesellschaftliche“ Sabotage
Wir erinnern uns: Reitschuster – der lange Jahre in den Diensten von „Focus” stand – wurde unlängst schon von der Bundespressekonferenz ausgeschlossen, weil er „die falschen Fragen“ stellte; dies bezeichnenderweise sogar auf Betreiben seiner eigenen Kollegen vor allem der schreibenden Zunft, die diese Ungeheuerlichkeit mit Begeisterung und gespielter Gleichgültigkeit schulterzuckend zur Kenntnis nahmen. Sie selbst sind ja nicht betroffen, weil sie auf der Seite des Mainstreams stehen. Noch nicht, jedenfalls.

Vielen ehemals enorm reichweitenstarken Internet-Blogs des bürgerlich-liberalen Spektrums wurde und wird bereits durch Shadow-Banning und linke Sabotageaktionen ihre Arbeit zur Hölle gemacht. „Zivilgesellschaftliche“ Aktivisten, teilweise staatlich aus den Haushaltstitel im „Kampf gegen Rechts“ alimentiert, wenden sich direkt an werbetreibende Firmen und Konzerne und machen sie hinterrotzig-freundlich darauf aufmerksam, dass ihre Reklame auf angeblichen „Coronaleugner-”, „Nazi-” oder „Hass-Seiten“ erscheine. Eine objektive Begründung dieser haarsträubenden Anschuldigungen erfolgt selbstverständlich dabei nie, sie wäre auch unmöglich, da es sich hier um nichts als eine gezielte Diffamierung missliebiger Meinungen handelt. Meist werden solche unterschwellig drohenden „Hinweise” an die Konzerne dann um die Vermutung ergänzt, ganz sicher habe das Unternehmen nichts davon gewusst, wo seine Werbung im Netz da erscheine, weshalb man ihm „die Gelegenheit geben“ werde, dies binnen einer Frist von typischerweise 14 Tagen zu korrigieren. Wenn man danach allerdings noch immer Anzeigen auf den fraglichen Seiten entdecke, müsse man von Vorsatz ausgehen.

Perfide Maschen
Manche dieser „Wächter-Vereine“ belassen es nicht bei der unterschwelligen Drohung, sondern kündigen dann unverhohlen an, die Firma öffentlich als Unterstützer von „rechtsextremen”, „menschenfeindlichen” oder „rassistischen” Portalen im Netz anzuprangern. Einige von ihnen unterhalten sogar sogenannte „Charts“ oder „Walls of Shames”, wo die Firmen, die auf den indizierten Seiten werben, öffentlich bloßgestellt werden. Die meisten Unternehmen jedoch knicken einfach ein. Es ist wie zu Zeiten der Hexenverfolgung: Die bloße „Besagung“ reicht aus, und schon ist das Opfer verloren. Oft merken die betreffenden Blogs und Seitenbetreiber erst an plötzlich wegbrechenden Werbeeinnahmen, dass sie wieder einmal Opfer einer solchen Kampagne geworden sind.

All dies läuft im besten Deutschland mit subsidiärer, unverhohlener oder gar offener Unterstützung von Regierung und Justiz ab. Gerichte verweigern den Erlass von Unterlassungsverfügungen gegen die Urheber dieser Denunzierungen (sofern diese überhaupt zu ermitteln sind), und linke Politiker begrüßen dieses kriminelle „zivilcouragierte Engagement” noch explizit, deckt es sich doch mit eigentlichen Zielen von Netzwerk-Durchsetzungsgesetz oder anderen Maßnahmen gegen schwammige Gummibegriffs-Delikte à la „Hass im Netz“ oder „Desinformation”. Zudem gehen die Big Player, die das faktische Monopol über Werbevermarktung im Internet innehaben – allen voran Google – offensiv voran und machen überhaupt keinen Hehl aus ihrer Gesinnungszensur.

Was unter „Ausnutzung”, „Leugnung” oder Billigung fällt, ist dabei so lapidar und undefiniert, dass praktisch alles damit gemeint sein kann – und genau so verfährt Google denn auch: Auch auf Ansage wurden und werden Beiträge, in denen etwa lediglich auf die Korruption in der Kiewer Führung hingewiesen wird oder die sich kritisch mit den Waffenlieferungen auseinandersetzen, einfach „demonetarisiert“, was heißt, dass Google dort keine Anzeigen mehr ausliefert oder bereits ausgelieferte nicht mehr vergütet. Und wie üblich – und auch bei Facebook praktiziert – existiert bei diesem Konzernmoloch weder eine persönlich kontaktierbare Stelle mit realen Ansprechpartnern, es gibt keine echten Revisionsmöglichkeiten dagegen, Klagen wären allenfalls in den USA bzw. nach US-Recht möglich und wer sich mit Google anlegt, dem droht gleich der komplette Ausschluss von Google Adsense – was für viele das wirtschaftliche Aus bedeutet oder sie bei ihrer eigenen Leserschaft zu Bettlern macht, von deren Unterstützung sie fortan abhängig sind.

Neben diesen unsäglichen, im Prinzip grundgesetzwidrigen Zuständen macht aus noch der Staat missliebigen Wortführern das Leben schwer – durch angedrohter oder Beobachtung von Journalisten durch den Verfassungsschutzes. So wird den alternativen Medien – zum Teil aus nichtigen und völlig unplausiblen Gründen – sinnbildlich „der Stecker gezogen”. ARD, ZDF und die zunehmend von staatlichen Hilfen sowie NGO- und Milliardärsstiftungen abhängigen Print-Leitmedien dieses Landes befinden diesen Krieg gegen Dissidenten als eine gute, wichtige, demokratische Aktion – und genügend willfährige Denunzianten (neudeutsch: „Faktenchecker bzw. „Wahrheitsfinder”) finden sich stets, um diese schmutzigen Aktionen zu orchestrieren. An Petzen, Blockwarten und soziopathischen Subjekten mit verdorbenem Grundcharakter hat es in Deutschland ja bekanntlich noch nie gemangelt.

Linksextreme Blogs sind wohlgelitten
Wohlgemerkt: Wir leben in Zeiten, in denen Broders „Achse”, aber auch „Tichys Einblick” und andere Seiten offen und offiziell als „Rechtsaußen-Blogs“ geführt werden dürfen – während der lupenrein linksextremistische, stramm linksgrün-regierungstreue Propagandakanal „Volksverpetzer,“ eine der größten medialen Dreckschleudern überhaupt, mittlerweile selbst in wissenschaftlich-universitären Kreisen als zitierfähige Quelle gilt und sogar regelmäßig die vorderen Plätze auf den einschlägigen Ranking-Portalen belegt (auch wenn solchen Erhebungen stark zu misstrauen ist).

Tatsache ist, dass viele freiheitlich gesinnte Blogs schlagartig an Einfluss und Reichweite einbüßen, sobald die Schnüffler des Verfassungsschutzes sich ihrer „annehmen“ und fortan wie ein Damoklesschwert über Artikeln, Einschätzungen und Kommentaren schweben. Denn letztlich steht und fällt mit dieser unerwünschten staatlichen Aufmerksamkeit deren Integritätsstatus – und Finanzierung. Zudem ist die Verfolgung als latente Drohkulisse für alle Beteiligten absolut zermürbend und belastend. Schlimmer noch: Für alle nicht-linken Blogbetreiber gibt es fortan keine verlässlichen Rahmenbedingungen mehr. Denn was nicht mehr passt hierzulande, wird nicht länger einfach passend gemacht – sondern gleich verboten und eliminatorisch bekämpft. Von einer argumentativen Debatte kann schon überhaupt keine Rede mehr sein, die Ausgrenzung ins Toxische verbietet der „Konsens-“ und „Mehrheitsgesellschaft“ überhaupt jegliche inhaltliche Auseinandersetzung mit den vernichtungswürdigen, unwerten Plattformen. Nach dem Motto: wer gängigen Regierungs-Narrativen widerspricht, mit dem kann es keinen Konsens mehr geben.

Kein Grund zur Verzweiflung
Doch trotz all dieser düsteren Entwicklungen ist das niveaulose Gebaren noch lange kein Grund für lähmenden Defätismus auf Seite der Gegenöffentlichkeit. Im Grunde ist dies alles nämlich nichts Neues. Die unerträgliche Denunziations- und Melde-Kultur wurde bereits 2015 erfolgreich unter der damaligen Merkel-Ägide etabliert. Wir hatten lange Jahre, uns an das zu gewöhnen, was heute alltäglich geworden ist. Obwohl die, die es trifft, real bedroht sind, sehen wir diese zum Selbstläufer geratene Masche praktisch ständig. Viele haben sich daran auch unmerklich angepasst: Die Menschen in den sozialen Medien überwachen und zensieren sich mittlerweile selbst, machen sich gegenseitig fertig und zeigen sich an. Im großen Maßstab. Der Hass und die Spaltung hat womöglich historische Dimensionen erreicht. Ein Perpetuum Mobile der Destruktion. Eine linke Nummer.

Das alles läuft ab im selben Stil, den auch eine neue Generation von Parlamentariern, vornehmlich den Linksgrünen entstammend, handhabt. Nicht wenige von ihnen schreiben nahezu tagtäglich Strafanzeigen gegen unbescholtene Bürger, die lediglich von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen und Handlungen hinterfragen – obwohl dies vergebliche Liebesmüh‘ ist: Denn in diesen Kreisen wird keinerlei Kritik mehr akzeptiert, sei diese auch noch so berechtigt und formal korrekt vorgetragen. Wildgewordenen Hinterbänklern wie beispielsweise dem SPD-Listenplatz-Inhaber Helge Lindh (der wegen eines Vergleichs mit Kermit dem Frosch vor Gericht zog und so seine berühmten 15 Minuten Ruhm erlangen wollte) ist keine Schäbigkeit, Gemeinheit und Hinterlist abgründig genug, und sie missbrauchen die ihnen von Steuerzahler zugestandenen Privilegien und Ressourcen schamlos. Die Intoleranz der Politiker und die zunehmende Nichtduldung und Verfolgung kritischer Medien sind zwei Seiten derselben Medaille.
Erstveröffentlichung: ansage.org
(beischneider.net)

Joachim Kuh (AfD):  „Transgender-Hype wird das Waterloo der Ampel“

Die Bundesregierung hat ihre „Eckpunkte zum Selbstbestimmungsgesetz“ vorgelegt, das es bereits 14-Jährigen ermöglichen soll, eine Geschlechtsumwandlung auch gegen dem Willen ihrer Eltern durch ein Gericht durchzusetzen. Dazu sagt der Sprecher der „Christen in der AfD“, MdEP Joachim Kuhs:

„Die Bundesregierung forciert den Transgender-Hype unter Jugendlichen, der von einer breiten Öffentlichkeit abgelehnt wird. Schwule, Lesben und Feministen sind sich mit Eltern, Christen, Moslems, Juden und Kinderschützern in diesem Punkt einig: Es darf keine Geschlechtsumwandlung von Minderjährigen ohne die Einwilligung der Eltern geben.

Wenn die Bundesregierung darauf besteht, dieses Thema durchzudrücken, wird sie ihr Waterloo bei den nächsten Wahlen erleben, denn keine Kraft der Welt ist so mächtig wie eine Mutter, die um ihre Kinder kämpft.

Das Selbstbestimmungsgesetz wird an seinen eigenen Widersprüchen scheitern, denn einerseits verbietet der Entwurf, überhaupt darüber zu reden, wenn jemand trans ist (per „Offenbarungsverbot“); andererseits verspricht es den Sportvereinen die freie Entscheidung darüber, weil sie wissen, dass ihr Vorhaben den Frauensport zerstören wird. Sie wollen uns hier ein X für ein U vormachen. Das wird nicht gut gehen.“
(pi-news.net)

Kommunismus: Aufhebung des Privateigentums, der Familie, für Weibergemeinschaft

Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben, es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.

Ihr werft uns mit einem Worte vor, daß wir euer Eigentum aufheben wollen. Allerdings, das wollen wir. Von dem Augenblick an, wo die Arbeit nicht mehr in Kapital, Geld, Grundrente, kurz, in eine monopolisierbare gesellschaftliche Macht verwandelt werden kann, d.h. von dem Augenblick, wo das persönliche Eigentum nicht mehr in bürgerliches umschlagen kann, von dem Augenblick an erklärt ihr, die Person sei aufgehoben.

Ihr gesteht also, daß ihr unter der Person niemanden anders versteht als den Bourgeois, den bürgerlichen Eigentümer. Und diese Person soll allerdings aufgehoben werden. Der Kommunismus nimmt keinem die Macht, sich gesellschaftliche Produkte anzueignen, er nimmt nur die Macht, sich durch diese Aneignung fremde Arbeit zu unterjochen.

Man hat eingewendet, mit der Aufhebung des Privateigentums werde alle Tätigkeit aufhören, und eine allgemeine Faulheit einreißen. Hiernach müßte die bürgerliche Gesellschaft längst an der Trägheit zugrunde gegangen sein; denn die in ihr arbeiten, erwerben nicht, und die in ihr erwerben, arbeiten nicht. Das ganze Bedenken läuft auf die Tautologie hinaus, daß es keine Lohnarbeit mehr gibt, sobald es kein Kapital mehr gibt.

Alle Einwürfe, die gegen die kommunistische Aneignungs- und Produktionsweise der materiellen Produkte gerichtet werden, sind ebenso auf die Aneignung und Produktion der geistigen Produkte ausgedehnt worden. Wie für den Bourgeois das Aufhören des Klasseneigentums das Aufhören der Produktion selbst ist, so ist für ihn das Aufhören der Klassenbildung identisch mit dem Aufhören der Bildung überhaupt. Die Bildung, deren Verlust er bedauert, ist für die enorme Mehrzahl die Heranbildung zur Maschine.

Aber streitet nicht mit uns, indem ihr an euren bürgerlichen Vorstellungen von Freiheit, Bildung, Recht usw. die Abschaffung des bürgerlichen Eigentums meßt. Eure Ideen selbst sind Erzeugnisse der bürgerlichen Produktions- und Eigentumsverhältnisse, wie euer Recht nur der zum Gesetz erhobene Wille eurer Klasse ist, ein Wille, dessen Inhalt gegeben ist in den materiellen Lebensbedingungen eurer Klasse.

Die interessierte Vorstellung, worin ihr eure Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus geschichtlichen, in dem Lauf der Produktion vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und Vernunftgesetze verwandelt, teilt ihr mit allen untergegangenen herrschenden Klassen. Was ihr für das antike Eigentum begreift, was ihr für das feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr begreifen für das bürgerliche Eigentum.-

Aufhebung der Familie! Selbst die Radikalsten ereifern sich über diese schändliche Absicht der Kommunisten. Worauf beruht die gegenwärtige, die bürgerliche Familie? Auf dem Kapital, auf dem Privaterwerb. Vollständig entwickelt existiert sie nur für die Bourgeoisie; aber sie findet ihre Ergänzung in der erzwungenen Familienlosigkeit der Proletarier und der öffentlichen Prostitution.

Die Familie der Bourgeois fällt natürlich weg mit dem Wegfallen dieser ihrer Ergänzung, und beide verschwinden mit dem Verschwinden des Kapitals. Werft ihr uns vor, daß wir die Ausbeutung der Kinder durch ihre Eltern aufheben wollen? Wir gestehen dieses Verbrechen ein.

Aber, sagt ihr, wir heben die trautesten Verhältnisse auf, indem wir an die Stelle der häuslichen Erziehung die gesellschaftliche setzen. Und ist nicht auch eure Erziehung durch die Gesellschaft bestimmt? Durch die gesellschaftlichen Verhältnisse, innerhalb derer ihr erzieht, durch die direktere oder indirektere Einmischung der Gesellschaft, vermittelst der Schule usw.? Die Kommunisten erfinden nicht die Einwirkung der Gesellschaft auf die Erziehung; sie verändern nur ihren Charakter, sie entreißen die Erziehung dem Einfluß der herrschenden Klasse.

Die bürgerlichen Redensarten über Familie und Erziehung, über das traute Verhältnis von Eltern und Kindern werden um so ekelhafter, je mehr infolge der großen Industrie alle Familienbande für die Proletarier zerrissen und die Kinder in einfache Handelsartikel und Arbeitsinstrumente verwandelt werden.

Aber ihr Kommunisten wollt die Weibergemeinschaft einführen, schreit uns die ganze Bourgeoisie im Chor entgegen. Der Bourgeois sieht in seiner Frau ein bloßes Produktionsinstrument. Er hört, daß die Produktionsinstrumente gemeinschaftlich ausgebeutet werden sollen, und kann sich natürlich nichts anderes denken, als daß das Los der Gemeinschaftlichkeit die Weiber gleichfalls treffen wird.

Er ahnt nicht, daß es sich eben darum handelt, die Stellung der Weiber als bloßer Produktionsinstrumente aufzuheben. Übrigens ist nichts lächerlicher als das hochmoralische Entsetzen unserer Bourgeois über die angebliche offizielle Weibergemeinschaft der Kommunisten. Die Kommunisten brauchen die Weibergemeinschaft nicht einzuführen, sie hat fast immer existiert.

Unsre Bourgeois, nicht zufrieden damit, daß ihnen die Weiber und Töchter ihrer Proletarier zur Verfügung stehen, von der offiziellen Prostitution gar nicht zu sprechen, finden ein Hauptvergnügen darin, ihre Ehefrauen wechselseitig zu verführen.

Die bürgerliche Ehe ist in Wirklichkeit die Gemeinschaft der Ehefrauen. Man könnte höchstens den Kommunisten vorwerfen, daß sie an Stelle einer heuchlerisch versteckten eine offizielle, offenherzige Weibergemeinschaft einführen wollten. Es versteht sich übrigens von selbst, daß mit Aufhebung der jetzigen Produktionsverhältnisse auch die aus ihnen hervorgehende Weibergemeinschaft, d.h. die offizielle und nichtoffizielle Prostitution, verschwindet.

Den Kommunisten ist ferner vorgeworfen worden, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muß, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.

Die nationalen Absonderungen und Gegensätze der Völker verschwinden mehr und mehr schon mit der Entwicklung der Bourgeoisie, mit der Handelsfreiheit, dem Weltmarkt, der Gleichförmigkeit der industriellen Produktion und der ihr entsprechenden Lebensverhältnisse.

Die Herrschaft des Proletariats wird sie noch mehr verschwinden machen. Vereinigte Aktion, wenigstens der zivilisierten Länder, ist eine der ersten Bedingungen seiner Befreiung.

In dem Maße, wie die Exploitation des einen Individuums durch das andere aufgehoben wird, wird die Exploitation einer Nation durch die andere aufgehoben. Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.

Die Anklagen gegen den Kommunismus, die von religiösen, philosophischen und ideologischen Gesichtspunkten überhaupt erhoben werden, verdienen keine ausführlichere Erörterung.

Bedarf es tiefer Einsicht, um zu begreifen, daß mit den Lebensverhältnissen der Menschen, mit ihren gesellschaftlichen Beziehungen, mit ihrem gesellschaftlichen Dasein, auch ihre Vorstellungen, Anschauungen und Begriffe, mit einem Worte auch ihr Bewußtsein sich ändert?

Was beweist die Geschichte der Ideen anders, als daß die geistige Produktion sich mit der materiellen umgestaltet? Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.
(Aus "Manifest der Kommunistischen Partei" von Karl Marx und Friedrich Engels)

 

 

Es läuft vieles dumm im Lande Deutschland. Trotzdem besteht kein Grund, Dummen recht zu geben, weil sie die Mehrheit sind und Politik wie deren Medien hinter sich haben. Trotzdem ist Klima Klima und muss aus täglich gegebenem Anlass  als das gesehen und verstanden werden, was es ist und nichts anderes.  Jeder Punkt auf der Erde hat sein eigenes Klima. Alles sonst ist vom Übel und bedenklicher  Tsunami eines bedrohlicher werdenden Bildungsprekariats.  Deutscher Wetterdienst: "Das Klima ist definiert als die Zusammenfassung der Wettererscheinungen, die den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem mehr oder weniger großen Gebiet charakterisieren. Es wird repräsentiert durch die statistischen Gesamteigenschaften (Mittelwerte, Extremwerte, Häufigkeiten, Andauerwerte u. a.) über einen genügend langen Zeitraum. Im allgemeinen wird ein Zeitraum von 30 Jahren zugrunde gelegt, die sog. Normalperiode, es sind aber durchaus auch kürzere Zeitabschnitte gebräuchlich“.
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1838., S. 615-617: Klima (das) eines Ortes nennt man die allgemeinen Witterungsverhältnisse desselben, welche im Temperaturwechsel, in Winden, Regen, Schnee, Gewittern u.s.w. sich äußern. Von dem Klima hängt dann die ganze äußere Erscheinung eines Ortes ab. Der Pflanzenwuchs, die Thierwelt, selbst die Beschaffenheit des Menschen und die Art, wie seine Lebensweise eingerichtet ist, sind in den verschiedenen Klimaten gänzlich verschieden. Man kann die Ursachen, welche die klimatische Beschaffenheit eines Ortes bedingen, in allgemeine und besondere eintheilen, insofern die letzteren nicht an allen Orten der Erde thätig sind. Die wichtigste der allgemeinen Ursachen ist die geograph. Breite, die Entfernung von dem Äquator; denn es ist bekannt, daß die Hitze unterhalb des Äquators und in der Nähe desselben am heftigsten ist, von da ab aber nach den Polen durch alle Wärmegrade in die heftigste Kälte übergeht. Mit dieser von der Breite abhängigen Verschiedenheit der Temperatur hängt dann auch die Verschiedenheit im Verlauf der Jahreszeiten (s.d.) innig zusammen und während in den Polargegenden Schnee und Eis nie verschwindet, sind dieselben in den Äquatorialgegenden völlig unbekannt. Von nicht viel geringerm Einflusse auf das Klima eines Ortes ist dessen Erhebung über den Meeresspiegel. Wenn man einen sehr hohen Berg ersteigt, so durchwandert man allmälig die verschiedensten Klimate. Während vielleicht am Fuß des Berges niemals das Wasser zu Eis erstarrt, herrscht am Gipfel desselben ein ewiger Winter. Auch der Pflanzenwuchs zeigt an Bergen diesen Wechsel der Klimate. Es ist eine bekannte Thatsache, daß wir bei Besteigung eines hohen Berges diejenigen Pflanzen nach und nach treffen, auf welche wir ebenfalls bei einem weitern Vordringen nach den Polargegenden stoßen. Besondere Eigenthümlichkeiten zeigt das Klima der Hochebenen, d.h. der Ebenen, welche sich in einer bedeutenden Höhe über dem Meeresspiegel hinziehen. Hier wechseln, besonders wenn jene Ebenen in Gegenden liegen, welche vermöge ihrer geogr. Breite eine höhere Temperatur haben, verhältnißmäßig sehr warme Tage mit sehr kalten Nächten und nur selten erheben sich Regenwolken bis über diese Ebenen. So liegt z.B. Quito unter dem Äquator, und doch sinkt hier der Thermometer zuweilen bis unter 0°, weil das Land 8000 F. über dem Meere liegt. Die dritte allgemeine Ursache der klimatischen Beschaffenheit ist die Beschaffenheit des Bodens. In sandigen Gegenden zieht sich die atmosphärische Feuchtigkeit schnell in den Boden, der dennoch eine fortwährende Trockenheit zeigt. Bei größerer Ausdehnung solcher Sandgegenden verdunstet niemals Wasser von dem Boden in die Luft und es können daher auch keine wässerigen Niederschläge, kein Regen, erfolgen. Auf diese Weise entstehen die Wüsten, in denen auf die Länge kein Thier und keine Pflanze mit wenigen Ausnahmen existiren kann. Mitten in diesen Wüsten liegen aber Stellen, welche einen sehr üppigen Pflanzenwuchs zeigen, die Oasen. Es sind diese solche Stellen, wo sich unter dem Sande ein festes Gestein befindet, welches das Tiefersinken des atmosphärischen Wassers hindert, sodaß dieses sich sammelt und vereint mit der herrschenden Wärme das blühendste Leben mitten in der Einöde hervorruft. – Außer den angegebenen Ursachen wirken nun aber bei jedem einzelnen Orte auf der Erde eine Unzahl von Einzelnheiten, welche der Umgebung desselben angehören, auf das Klima desselben. Am wenigsten ist dieses auf dem Meere, besonders in größerer Entfernung von den Küsten der Fall. Aus diesem Grunde zeigt auch das Klima über dem Meere eine größere Regelmäßigkeit, indem nicht allein weniger und nur allmälige Wechsel vorkommen, sondern auch eine fast völlige Abhängigkeit von der geogr. Breite stattfindet. Auf dem Lande sind die besondern Ursachen zuweilen ebenso mächtig oder noch mächtiger als die allgemeinen. Berge, namentlich Bergketten, kühlen die Luft ab, sammeln die Feuchtigkeit aus der Atmosphäre und theilen dieselbe dem Lande in Quellen und Bächen mit und bestimmen die Richtung der Winde, halten wol auch gewisse Winde von den unter ihnen liegenden Gegenden völlig ab. Man findet in Norwegen Thäler, welche gegen Süden gerichtet und übrigens vor allen andern Winden geschützt sind; in denselben herscht ein so mildes Klima, daß selbst die feinern Obstsorten zur Reise gelangen. In engen Thälern sind die Gewitter heftig, lang anhaltend und oft wiederkehrend, weil die tief gehenden Wetterwolken von den Bergwänden nicht fortgelassen, sondern zurückgeworfen werden. Die Winde selbst sind von sehr verschiedenem Einfluß auf das Wetter, je nachdem sie über weit ausgebreitete Ebenen oder über Gebirge, oder endlich über das Meer kommen. Küsten und Inseln haben ein eigenthümliches Klima, indem sie fast dieselbe Regelmäßigkeit und Gleichförmigkeit des Klimas zeigen, wie das sie umgebende Meer. Überdies sind ihnen Stürme, Nebel und zum Theil Überschwemmungen eigenthümlich. Von bedeutendem Einfluß auf das Klima sollen auch große Waldungen sein, sodaß die ganze klimatische Beschaffenheit von Ländern, welche mit Waldungen bedeckt sind, verändert wird, wenn man diese ausrottet. – Das Klima einzelner Länder erleidet in Jahrhunderten keine Veränderung. Eine Menge von Thatsachen bezeugen aber, daß in noch längern Zeiträumen allerdings sehr bedeutende Veränderungen in dem Klima der meisten, wahrscheinlich aller Gegenden der Erde vorgegangen sein müssen. Man hat in kalten Gegenden Versteinerungen von Pflanzen und Thieren gefunden, welche einst hier gelebt haben müssen, die aber ihrer natürlichen Beschaffenheit nach nur in warmen, ja heißen Gegenden existiren können. Diese großartigen Veränderungen haben unstreitig darin ihren Grund, daß die Erde ihre Stellung auf ihrer Bahn verändert. Deutschland muß nach der Erzählung der Alten einst ein weit rauheres Land gewesen sein als gegenwärtig, und man sieht den Grund dieser Veränderung in dem Anbau des Bodens und der Ausrottung der Wälder. Des Einflusses, welchen das Klima auf die ganze organische Welt ausübt, wurde im Allgemeinen schon gedacht. Nur der Mensch scheint unter allen Himmelsstrichen fortkommen, sich an ein ihm von Geburt fremdes Klima gewöhnen oder sich akklimatisiren zu können; doch sind auch ihm die zunächst um die Pole liegenden Gegenden unzugänglich. Man hat viele Versuche gemacht, aber noch Niemand ist es gelungen, in die Nähe des Nordpols, noch weniger in die des Südpols zu gelangen. Die Kälte ist hier unerträglich. Das Ende der nördlichen Gegenden, in denen es Menschen Jahre lang ausgehalten haben, ist Spitzbergen. Der bekannte Reisende und Naturforscher Scoresby war mehre Mal während des Sommers hier, traf aber nur einmal eine Temperatur von etwas über 7° R. Gewöhnlich ist die Temperatur höchstens 1° R. Je weiter man gegen die Pole vordringt, desto mehr verschwindet die Mannichfaltigkeit der Thier- und Pflanzenwelt, durch welche die Äquatorialgegenden sich auszeichnen. Jedes Klima hat seine eigenthümliche Thier- und Pflanzenwelt, aber während besonders die Pflanzen kalter Gegenden gut in warmen Ländern gedeihen und hier oft noch schöner und kräftiger sich ausbilden, kommen die Gewächse warmer Klimate gar nicht oder nur mit Hülfe der Kunst in den kalten fort. In den heißen Gegenden erreichen die Gewächse oft eine ungewöhnliche Größe, wie denn z.B. A. von Humboldt unter dem Äquator Feigenbäume fand, welche Stämme von 22 Fuß im Durchmesser hatten. Indem man mit der Bibel annimmt, daß alle Menschen von Einem Menschenpaare ursprünglich abstammen, muß man die großen körperlichen und auch geistigen Verschiedenheiten, welche die sogenannten Menschenracen zeigen, von dem schon Jahrtausende währenden Einfluß des Klimas der Länder ableiten, in welche die Menschen sich vertheilt haben. Bemerkenswerth ist auch, daß die Bewohner gewisser Gegenden, welche klimatische Eigenthümlichkeiten haben, von gewissen Krankheiten vorzugsweise heimgesucht werden. So findet man Hautausschläge, die Pest, das gelbe Fieber vorzugsweise in heißen Gegenden, den Weichselzopf in der großen Tatarei, in Siebenbürgen, Ungarn und Polen; Kakerlaken, Kretins in den engen Bergschluchten, namentlich der Alpengebirge; heftige Augenentzündungen in Ägypten. Einzelne Krankheiten sind aus fernen Gegenden nach Europa vorgedrungen, scheinen aber hier allmälig, sowie sie sich einbürgern, an ihrer ursprünglichen Heftigkeit zu verlieren. So kamen die Menschenpocken wahrscheinlich aus dem innern Afrika, die Masern aus Äthiopien, die Syphilis aus Amerika und die Cholera aus Ostindien.
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