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Ballaballa

Obergrenzenloser Vereinssport in Spaichingen?

(tutut) - Der große Vorsitzende des Sportvereins Spaichingen hat zwar die Bezirksliga für den Fußballtraditionsverein abgeschafft, gleichzeitig scheint unter seiner Regie der SVS obergrenzenlos in der allgemeinen Sportbotanik auf Beutezug zu gehen. Boxen, nun auch noch Lateinamerikanischer Tanz: Warum macht der Vorsitzende hierfür nicht ein Geschäft auf? Ob SVS oder andere sportlich geneigten Vereine, es kann nicht Aufgabe des Steuerzahlers und damit der Stadt sein, auf jedes gerade in Vereinen aufkommende Pläsirchen mit Platz und Hallen als Angebot zu reagieren.

Lust und Launen sind zunächst Privatsache. Da ist es wie in der Politik. Jeden Tag rast eine neue Sau durchs Dorf. Und die Stadt Spaichingen immer hinterher? Haben die Vereine schon mal an die Kosten gedacht, welche die Bürger zu tragen haben, wenn mit Sportanlagen und Hallen bei Fuß auf den nächsten Einfall der Vereinsoberen gewartet wird?

Zumindest ein SVS-Vorsitzender, der sich einst rühmte, mit zehn Jahren Zugehörtigkeit im Gemeinderat sei er bürgermeistertauglich, sollte die Zusammenhänge zwischen freiwillgen Leistungen einer Kommune und dem zur Verfügung stehenden Geld kennen. Dass dazu nicht gehören kann, städtische Toiletten zu öffnen für Gäste einer Privatveranstaltung in vermieteten Vereinsräumen, sowas soll's gegeben haben, dies dürfte sogar einem Kind einleuchten.

Sonn- und Feiertage
Wenn es schon um Fußballaballa geht, Regeln gibt es nicht nur im Sport, der ja dem Vergnügen dienen soll und nicht Traueranlässen. Und da scheint irgendwie das Grundgesetz mit Sonntags- und Feiertagsgeboten immer wieder mal übersehen zu werden. Ein Kick an Allerheiligen? Schuss daneben! Grundgesetz Artikel 139: "Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt". Gesetz über die Sonntage und Feiertage (Feiertagsgesetz – FTG : "Am Karfreitag und am Totengedenktag (Sonntag vor dem 1 Advent) sind verboten:1 öffentliche Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen;2. sonstige öffentliche Veranstaltungen, soweit sie nicht der Würdigung des Feiertages oder einem höhe-ren Interesse der Kunst, Wissenschaft oder Volksbildung dienen;3. öffentliche Sportveranstaltungen am Karfreitag während des ganzen Tages, am Totengedenktag bis 13 Uhr.Die Veranstaltungsverbote nach Satz 1 beginnen am Karfreitag um 0 Uhr und am Totengedenktag um 5 Uhr.(2) Am Ostersonntag, Pfingstsonntag, an Fronleichnam und am Ersten Weihnachtstag sind öffentliche Sportveranstaltungen bis 11 Uhr verboten.(3) An den übrigen Tagen der Karwoche (Palmsonntag bis Karsamstag), am Ostersonntag, Pfingstsonntag, an Fronleichnam, am Volkstrauertag (vorletzter Sonntag vor dem 1. Advent) und am Ersten Weihnachtstag können öffentliche Veranstaltungen und Vergnügungen, auch soweit sie nach § 7 Abs. 2 nicht verboten sind, von der Kreispolizeibehörde auf Antrag der Ortspolizeibehörde verboten werden, wenn sie nach den beson-deren örtlichen Verhältnissen Anstoß zu erregen geeignet sind...ArbZ 1.3.1Version /2018 Vorschriftensammlung der Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg3§ 8(1) Am Karfreitag und am Totengedenktag (Sonntag vor dem 1 Advent) sind verboten:1 öffentliche Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb, die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen;2. sonstige öffentliche Veranstaltungen, soweit sie nicht der Würdigung des Feiertages oder einem höhe-ren Interesse der Kunst, Wissenschaft oder Volksbildung dienen;3. öffentliche Sportveranstaltungen am Karfreitag während des ganzen Tages, am Totengedenktag bis 13 Uhr.Die Veranstaltungsverbote nach Satz 1 beginnen am Karfreitag um 0 Uhr und am Totengedenktag um 5 Uhr.(2) Am Ostersonntag, Pfingstsonntag, an Fronleichnam und am Ersten Weihnachtstag sind öffentliche Sportveranstaltungen bis 11 Uhr verboten.(3) An den übrigen Tagen der Karwoche (Palmsonntag bis Karsamstag), am Ostersonntag, Pfingstsonntag, an Fronleichnam, am Volkstrauertag (vorletzter Sonntag vor dem 1. Advent) und am Ersten Weihnachtstag können öffentliche Veranstaltungen und Vergnügungen, auch soweit sie nach § 7 Abs. 2 nicht verboten sind, von der Kreispolizeibehörde auf Antrag der Ortspolizeibehörde verboten werden, wenn sie nach den beson-deren örtlichen Verhältnissen Anstoß zu erregen geeignet sind.§ 9(1) An den kirchlichen Feiertagen gilt die Bestimmung des § 7 Abs. 1 Satz 1 mit Beschränkung auf die Zeit des Hauptgottesdienstes am Vormittag, am Allgemeinen Buß- und Bettag mit Beschränkung auf die Zeit des Hauptgottesdienstes am Vormittag und am Abend.(2) Die Zeit des Hauptgottesdienstes wird von den Ortspolizeibehörden nach Anhörung der Pfarrämter be-kannt gemacht.§ 10Öffentliche Tanzunterhaltungen sind1. von Gründonnerstag 18 Uhr bis Karsamstag 20 Uhr,2. an Allerheiligen, wenn Allerheiligen auf die Wochentage a) Montag bis Freitag fällt, von 3 Uhr bis 24 Uhr,b) Samstag oder Sonntag fällt, von 5 Uhr bis 24 Uhr,3. am Allgemeinen Buß- und Bettag von 3 Uhr bis 24 Uhr sowie4. am Volkstrauertag und Totengedenktag von 5 Uhr bis 24 Uhrverboten. In Kur- und Erholungsorten beginnen die Verbote nach Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a und Num-mer 3 bereits um 2 Uhr.§ 11Für Tanzunterhaltungen von Vereinen und geschlossenen Gesellschaften in Wirtschaftsräumen gilt § 10".

Heißt "Pro Spaichigen" nun Contra?
Etwas rätselhaft wirkt zur Zeit der Auftritt von "cdu"-Kreisrat und "Pro Spaichingen"-Gemeinderat Harald Niemann in der Öffentlichkeit. Ist er nun gegen den Erhalt des Spaichinger Krankenhauses? Als gewählter Bürgervertreter soll er für die Interessen der Spaichinger eintreten. Hat er politische Orientierungsprobleme? Am Montagabend hat er im Gemeinderat zwar für eine verabschiedete Resolution zum Krankenhaus gestimmt, gleichzeitig aber nicht für eine Beschlussfassung. Verstehe das, wer will! Versteht die Spaichinger "cdu" eigentlich, was der "Pro-Spaichingen-Mann" bei ihr als Kreisrat macht?

Gute Nachrichten - schlechte Nachrichten
Das ganze Zeitungsleben ist ein Spiel. Die guten Nachrichten, dass sind die, welche einer Spaichinger "Redaktionsleiterin" gefallen und unter das Zertifikat "Gesprächsstoff" fallen, weil es ihr so gefällt, während schlechte Nachrichten zwar gute sein können, aber nicht im Sinne der Redaktion. Denn auch Zeitung ist nur ein Geschäft. Wer wird sich oder seine Leser belästigen wollen mit Nachrichten, die im Sinne einer eventuellen Anklage, man denke nur an die Episoden "Regina und der Bürgermeister", unpassend sein könnten. Da gibt es doch diesen Bauernschwank zwischen einem Bäuerle und dem Bürgermeister allweil auf grüner Flur. Ein veritables Landwirtschaftsgericht ist aufgerufen zur Flurbereinigung. Jetzt, da am 22. März eine Richterin das Machtwort sprechen will und schon absehbar ist, dass die Stadt obsiegen dürfte, herrscht plötzlich Schweigen im Zeitungswald.

Macht Schreiben ohne Bürgermeister als Ziel keinen Spaß? Was soll der Leser davon denken? Das, was immer mehr von Medien halten? Auch der Schreibaufstand über eine angebliche Auseinandersetzung zwischen dem Bürgermeister und falschen "Flüchtlingen" scheint im Kröpfchen "schlechte Nachrichten" gelandet zu sein. Verdaut auf Nimmerwiederlesen? Niemand hat den Anspruch, das zu lesen, was er gerne lesen möchte. Aber Zeitung hat stets die Absicht, zu schreiben, was sie will. Das darf sie. Das ist ihr Geschäft.

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