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Bundespräsident und Terrorist

Was ist schlimmer? Bitte ankreuzen!

von Gastautor Josef Hueber

□ Umarmung durch weibliche Bundestagsabgeordnete (Broder)
□ Verneigung am Grab eines Judenhassers (Steinmeier)

Linke Empörung schnaubt heiße Luft bei gleichzeitiger Lust an der endlich hereingebrochenen Möglichkeit, dem rechten Journalisten Broder, dem man mit Argumenten in der direkten Konfrontation nicht Herr wird, die Weste anzubräunen! „AfD auf Dummenfang erfolgreich“ und „Nützlicher Idiot“ sind auf einem Poster zu lesen. Endlich hat man ihn dabei erwischt, dass er ein Sympathisant der Partei ist, die Schande in den Bundestag gebracht hat!

Was war geschehen? Nach einem Vortrag bei der AfD hat Alice Weidel ihre Arme von der Seite um Broder gelegt. Wer das Bild genau ansieht, merkt, dass Broder zwar keine direkte Zurückweisung im Gesicht zeigt, aber dass ihn die Geste nicht wirklich wärmt. Mehr Höflichkeit ist in seinem Verhalten zu erkennen als Zustimmung. Seine Hand hält die ihrige nicht, sie deutet eher auf Abweisung. Weidel hat ihn von der Seite im Armgriff, aber Broder selbst zeigt keinerlei Bemühen, diese Umarmung, die evolutionsbedingt schließlich face-to-face stattfinden müsste, zustimmend zu intensivieren.

Blick zurück nach Ramallah. Im Mai 2017 legt Bundespräsident Steinmeier einen Kranz am Grab Jassir Arafats nieder und verbeugt sich (freiwillig) als Zeichen der Ehrfurcht. Wer war Arafat? Vor wem hatte sich der höchste Repräsentant unseres Staates verbeugt? Israelnetz.com lässt dazu wissen: „Arafat zählt zu den Gründern der Fatah. Er war an deren erstem Terroranschlag auf ein israelisches Wasserleitungssystem 1964 beteiligt. In der Folge war er für viele weitere Terroranschläge und Flugzeugentführungen verantwortlich. 1994 erhielt er zusammen mit den israelischen Politikern Jitzchak Rabin und Shimon Peres den Friedensnobelpreis für ‘ihre Anstrengungen zur Lösung des Nahostkonflikts’.”

Von einem Aufschrei in den Systemmedien Deutschlands wegen des anti-israelischen Achtungserfolgs durch die Ehrfurchtsbezeugung des Bundespräsidenten ist nichts bekannt.

Die medial und politisch in der freien Welt kaum beachtete, für Israel demütigende Kranzniederlegung mit Verneigung an Arafats Grab durch den höchsten Amtsträger der Bundesrepublik zeigt, dass die Außenpolitik noch ganz andere Dinge aushalten muss als eine Politikerin, die einmal in einem Anflug von Gefühl einem Journalisten eine Umarmung aufzwingen wollte.
Much Ado About Nothing, Viel Lärm um Nichts, würde Shakespeare sagen.
(vera-lengsfeld.de)

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