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Bürgermeisterwahlkampf in Dürbheim

Fragen und Ungereimtheiten, die in der Schwäz nicht behandelt werden

(tutut). "Maisner findet den richtigen Ton", titelte die Schwäz zum Dürbheimer Bewerber und Kandidaten, der eigentlich weder Bewerber noch Kandidat um das Amt des Bürgermeisters in Dürbheim ist, am vergangenen Montag.
Aber hat es der „Ich-wäre-gerne-ihr Bürgermeister“ auch mit der Wahrheit und der Fachkenntnis? Bei der Frage nach der Konfession gab Harry Maisner an, er sei evangelisch. Auf dem inzwischen angeblich auf Anraten seines Chefs bei der Agentur für Arbeit gelöschten Xing-Profil gibt Harry Maisner eine Mitgliedschaft in der Rottweiler Brudergemeinde e.V. an.
Die Brudergemeinden in der evangelischen Kirche sind laut einem Kenner der Materie so etwas wie die Piusbrüder bei der katholischen Kirche, erzkonservativ und ein in sich geschlossener Zirkel. Dies hat der Kandidat aber in der „Rose“ nicht klargestellt und sein dortiges Engagement benannt.
Bei der Aussage, er habe Bürgermeister studiert, kapituliert der beste Google-Rechercheur, keine Hochschule für die öffentliche Verwaltung bietet einen Studiengang „Bürgermeister“ an.
Erstaunlich, aber ohne Nachfrage blieb auch die Tatsache, dass der studierte Wirtschaftsförderer bei der Arbeitsagentur arbeitet. Der Chef dort unterstützt Maisner nun mit allen Kräften bei der Kandidatur. Aber hält man nicht seine sehr guten Mitarbeiter und befördert sie innerhalb von fünf Jahren wertvollen Engagements?
Erstaunlich ist auch, dass die Aussage, er habe noch keine Zeit gefunden, sich in das wichtigste Werk einer Gemeinde, den Haushaltsplan einzuarbeiten, keine Gegenfragen ausgelöst haben, oder die Aussage, dass die wichtigste Einnahmequelle einer Gemeinde die Gewerbesteuer ist, was schlichtweg falsch ist.
Maisner will Fördertöpfe in Brüssel anzapfen. Diese Mittel werden aber über Bund und Land, so zum Beispiel über LEADER-Projekte als Co-Finanzierung verteilt. Geballte Fachkenntnis für eine im Aufbruch stehende kleine Landgemeinde.
Man fragt sich, wo war hier die geballte journalistische Fachkompetenz der Redaktionsleiterin der Schwäz, die zwar keine Zeit für den Amtsinhaber, aber für den Herausforderer fand.
Welche Rollen spielen die Bürgermeistermacher?
Eine undurchsichtige Rolle spielen die Bürgermeistermacher rund um Künstler Walter Zepf, Steinbruchbetreiber Lorenz Brugger und Bauunternehmer Anton Zepf. Werden nicht massiv Meinungs-Gegner beeinflusst und wenn es sein muss, sogar bedroht? So haben sich anscheinend im beschaulichen Landgasthof „Waldeck“ im noch beschaulicheren Ortsteil Risiberg dramatische Szenen abgespielt. Kann es stimmen, was mittlerweile die Spatzen zwischen Dürbheim, Mahlstetten und Renquishausen von den Dächern pfeifen sollen, dass Lorenz Brugger einem Dürbheimer Gewerbetreibenden mit erhobener Faust gedroht haben solle, dass wenn er nicht sein Maul zugunsten des Amstinhabers halte, er dafür Sorgen tragen werde, dass er kein Bein in Dürbheim mehr auf den Boden bringe?
Und in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag hat dasselbe Duo wohl versucht, den Amtsinhaber mit der Unterstellung der Lüge und des Betrügens sturmreif zu schießen, wohl wissend, dass es einem Vertragspartner untersagt ist, vertrauliche Details aus Verträgen preiszugeben, und dass dies auch für einen Bürgermeister und den Gemeinderat als Hauptorgan gilt.
Ist es nicht vielleicht interessant ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass Lorenz Brugger als Geschäftsführer und Betreiber des Steinbruches in Dürbheim Konzessionär der Gemeinde ist und vermutlich gerne seinen mit dem Gestein erworbenen Wohlstand vorzeigt? Weniger bekannt dürfte sein, dass die Gemeinde mit einer Sonderrücklage dafür gerade stehen muss, dass der Steinbruch und die Erddeponie gesichert und rekultiviert werden, sollte dem Schotterwerk einmal das dafür notwendige Geld ausgehen. So steht´s im Einzelplan 9  des öffentlich einsehbaren Haushaltsplanes der Gemeinde Dürbheim.
Auch hier hat die Schwäz noch mit keiner Zeile hinterfragt, die Bürger informiert, wie es sich für ein Monopolblatt eigentlich gehören würde.

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