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Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.
(Sunzi, "Die Kunst des Krieges", 500v.Chr.)

Wenn weg, dann weg!

(tutut) - Von der Wiege bis zur Bahre - Zeitung als Sozialamt. Sozialarbeit hat Journalismus abgelöst. Nach Quote ruft dort niemand, Männer kommen nicht auf sowas. Eine lässt als Leidklage nicht den Kuckuck, sondern den Wecker rufen nach Merkel im dunklen Wald. Ein US-Vizepräsident ist der Böse, die Bösen im Iran sind die Guten, verkehrte Fasnachtswelt. Mit dem Unterschied, dass Aschermittwoch nichts vorbei ist. Appell von Kannitverstanin: "Die europäischen Länder müssen endlich aufwachen. Sie müssen endlich einsehen, dass nur ein geeintes Europa die Herausforderungen bewältigen kann, vor denen der Kontinent steht. Glückt dies nicht, droht Europa zerrieben zu werden in einer Welt der nationalen Egoismen, in der jeder nur bis zu seinem eigenen Tellerrand schaut". Wie viel Dritte Welt in der Ersten hätte sie denn gerne? Wer will  eine zweite Sowjetunion als EUdSSR? Warum nicht über den oberschwäbischen Tellerrand ins reiche Afrika schauen, wo sie verhungern, weil niemand Hirn ra wirft? Wer ständig ein Bürokratiemonster mit Europa verwechselt, der hält, um die neue Erdkunde einer "cdu"-Kanzlerin zu verinnerlichen, Syrien für Deutschlands Nachbar. Da hilft auch kein "Weckruf für Europa". Eine Zeitung, welche zunehmende Messerattacken im Land damit erklärt, dass in deutschen Haushalten überall Messer sind, die wird wie die Polizei weiterhin über Ursachen aus fremden Kulturen rätseln und über Wirkungen schreiben: "Zwei Frauen mit Messern verletzt - Verdächtiger in Nürnberg festgenommen, Polizei rätselt über Attacken". Stört das Lesen des Korans "christliche Kultur und Politik"? Was Spaichinger Kultur ist, so soll diese ihren Platz im Krankenhaus behalten. Meint zumindest ein "Konzertbericht" als Pressemitteilung. "Poetisch und sentimental - Zwei Gitarristen der Hochschule für Musik in Trossingen haben ein Konzert in der Klinik gespielt".  Den Spaichingern dagegen gilt ein frommer Wunsch sozusagen als Nachruf: "'Es war wieder einmal ein Konzert im besonderen Geist des Hauses Spaichingen. Hoffentlich bleibt angesichts der aktuellen Lage dieser auch zukünftig erhalten', schließt die Pressemitteilung". Wer braucht bei so viel Gespenst noch ein Krankenhaus? Rettet die Krankenhauskapelle, wo sollen sonst Trossinger Studenten üben? Niemand hört den Wecker rufen? Ausgenommen die Narren, denn die sind überall. Warum die noch die kleinsten Dörfer massenhaft penetrieren müssen, das weiß der Kuckuck. "Narren kommen von überall her - Das Jubiläum 90 Jahre Hans Wuost ist ein voller Erfolg - Etwa 13 000 Menschen im Dorf". So viele, wie Unterschrift geleistet haben für das Spaichinger Krankenhaus. Gibt es vielleicht noch ein Dorf, das närrisch genug ist, um ernst zu sein? Vielleicht in Trossingen, wo der Montag mit Zeitung nicht blau, sondern traurig ist: "'Auf dem Weg' - Spaziergang für Trauernde hat sich als festes Angebot etabliert
Für Bewegung, frische Luft und Ausblicke möchten Pfarrerin Gabriele Großbach und Hospizgruppenleiterin Kerstin Kunke beim Spaziergang für Trauernde sorgen". Es ist Zeit, das Fenster aufzumachen, für frische Luft zu sorgen, Gedanken zu befreien und auf andere zu kommen! Der Mensch ist zwar ein soziales Wesen, trotzdem lebt er nicht nur im Sozialamt mit Zeitung als Bedienungsanleitung. Nicht einmal Narren und Kinder sagen mehr die Wahrheit. Die machen Demo.  Uniform in Kopf  und an Gliedern.

Damit die Integration auch gelingt
In Tuttlingen gibt es fünf Integrationsmanager. Nach knapp einem Jahr Arbeit sehen sie viel Positives, aber auch viele Hürden...Die Kräfte sind gut ausgelastet, das freiwillige Angebot wird von vielen Flüchtlingen angenommen. Froh zeigte sich Oberbürgermeister Michael Beck, dass das Programm des Landes Baden-Württemberg um ein Jahr bis 2021 verlängert wurde...Nicht alle Flüchtlinge in Tuttlingen bräuchten jedoch Unterstützung, betonen die Beteiligten....
(Schwäbische Zeitung.  Diese  Nachricht ist genauso lang wie breit. Wer will das wissen? Wer ist das Land, weiß der OB es nicht? Der Steuerzahler! Und noch immer werden illegale meist straffällige Immigranten "Flüchtlinge" genannt. Lügnerei ohne Ende."Flüchtlinge" sollen zurück nach Hause, sagt die ""cdu"-Kanzlerin und ehemalige kommunistische Funktionärin. Wohin sollen sich die Tuttlinger integrieren?)

Bei Grün-Schwarz wird der Ton rauer
Der Haussegen in Kretschmanns grün-schwarzer Regierung hängt mächtig schief. Es geht dabei nicht nur um die umstrittenen Fahrverbote....Der Vizechef der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Südwesten, Daniel Hackenjos, meint mit Blick auf die Diesel-Fahrverbote, für die Verursacher sei noch ein Plätzchen im Gefängnis frei. Dabei nennt er namentlich auch Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). In Stuttgart demonstriert der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann mit der oppositionellen FDP gegen Diesel-Fahrverbote, die die CDU auf Landesebene zusammen mit den Grünen beschlossen hatte. Dabei nimmt der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer das Wort „Öko-Stalinisten“ in den Mund. Während CDU-Generalsekretär Manuel Hagel zu dieser Wortwahl meint, da solle man nicht zu empfindlich sein, sieht Kretschmann sich im SWR zu deutlichen Worten gezwungen. „Man muss zur schlechten Luft nicht auch noch das Gesprächsklima vergiften. Solche giftigen Äußerungen sind völlig unakzeptabel.“ Die CDU wiederum fühlt sich vom Verkehrsminister gelinkt....Neben den Fahrverboten flackern andere koalitionäre Brandherde auf...
(Stuttgarter Zeitung. Wann beginnen Säuberungsaktinen in der linksradikalen Regierung? Konfusion und Kollisionen, aber geldwert.)

Ableger auch in Pforzheim, Freiburg und in Karlsruhe gegründet
Omas gegen Rechts: Mit Krückstock und Rollatoren auf Nazijagd
Von PATRIOT GHOSTWRITER
„Mei Enkele isch zum Glück koi Nazi g´wora!“ – Mein Enkel ist zum Glück kein Nazi geworden – für alle, die des Badischen nicht mächtig sind! Auch dort arbeitet man mit Hochdruck an der eigenen Abschaffung: Pforzheim ist längst zum links-muslimischen Ghetto abgestiegen, Karlsruhe kann mit ruhigem Gewissen als die Karl-Marx-Stadt am Südrhein bezeichnet werden, Freiburg als die „grüne Hölle von Baden-Württemberg“. In allen drei Kommunen machen sich seit Wochen und Monaten alte Damen für noch mehr Ausländermorde, Siff und Verwahrlosung stark: Dort wurden seit November 2018 Ableger der Gruppierung „Omas gegen Rechts“ gegründet, um gegen die AfD und Konsorten Flagge zu ziehen. „Die Demokratie ist ein Schatz, den es zu erhalten gilt“, meint Elisabeth Vogt aus Ispringen bei Pforzheim. Allerdings reicht schon der alleinige Blick aus dem Fenster, um erkennen, dass man sich auf dem falschen Weg befindet. Einem, der mit der klassischen Demokratie nicht mehr viel zu tun hat: In einer Stadt, in der Verblödung schon geisteskranke Ausmaße angenommen hat, und die über keinen Cent mehr an eigen erwirtschaftetem Geld verfügt, da haben die „Omas gegen Rechts“ gerade noch gefehlt! Unter anderem wolle man im Zuge der bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen Präsenz zeigen. Ganz offensichtlich soll erneut die AfD mit ihrer Souveränität und klassischen Vernunft verhindert werden. Dem inzestuösen und korrupten Filz geht freilich jetzt schon die Düse. Vogt deklariert das freilich ein wenig anders: „Bei den Nazis haben wir uns damals schon gefragt: Wieso hat die Generation vor uns nichts getan? Wir wollen unseren Kindern und Ekeln zeigen: Wir sind nicht ruhig – Wir gehen jetzt auf die Straße!“ Dass man sich mit der ewig gleichen Anti-Nazi-Masche natürlich ganz toll profilieren kann, ist selbstredend: Wie immer positioniert man sich ausdrücklich gegen Hetze, Hass und Ausländerfeindlichkeit, um ein lobendes Medienecho dafür zu ernten. Für ein wenig gesellschaftlichen Applaus werden die eigene Stadt und die Zukunft der Enkelkinder an die Wand gefahren.„Mit Erschrecken haben wir das Erstarken des rechten Gedankengut zur Kenntnis genommen“, phraselt auch Mitbegründerin Ingrid Vogt – in einer Stadt wie Pforzheim, die jede Woche zum Schauplatz von multikulturellen Massenschlägereien wird, in der zwischen 60 und 70 Prozent muslimische Dritte-Welt-Ausländer leben, während ein immer größerer Anteil der Deutschen unterhalb des Existenzminimums vegetiert, sind solche Tendenzen vielleicht nicht ganz unverständlich. Bei nicht wenigen zeigt das Kalenderblatt doch tatsächlich 2019 und nicht 1933 an.
Bereits im Dezember letzten Jahres haben sich die „Omas gegen Rechts“ in Karlsruhe formiert – einer Stadt, die in punkto Sicherheit, Wohlstand und Deutschlandbild schon weitaus bessere Tage gesehen hat. Wie überall in Baden ist auch diese Kommune längst vom linken Rand in die rotbraune Kommunismus-Sauce gefallen. Initiatorin der Karlsruhe-Gruppe ist Pfarrerin und FDP-Linksaußen Gertrud Stihler, die sich unter anderem im Verein „Freunde für Fremde“ als Vorsitzende engagiert. Selbstredend macht man auch hier den Einsatz für eine demokratische Gesellschaft sowie der Wahrung der Menschenrechte ohne Fremdenhass zum Alibi für sein zweifelhaftes Tun. Am Tag der Menschenrechte vom 10. Dezember 2018 unterstütze man das Aktionsbündnis „Seebrücke“, um „Karlsruhe zu einem sicheren Hafen für Flüchtlinge zu machen“ – die dortige Erstaufnahmestelle galt lange Zeit als komplett überlastet. Und auch bei den „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“ vom 15. bis einschließlich 31. März 2019 wollen die rüstigen Nazijägerinnen auf ihren quietschbunten Rollatoren mit von der Partie sein. Der Anfang im Badnerland, in dem inzwischen mehr Blut als Wein fließt, machte jedoch Gerda Liebner aus dem linksgrünen Shithole Freiburg im Breisgau. Dort, wo die AfD mit 7,2 Prozent bei den Bundestagswahlen eines der schlechtesten Ergebnisse überhaupt in Baden-Württemberg einfuhr, dürfen die Antifa-Sympathisantinnen jenseits der 60 natürlich nicht fehlen. Als bekennende Alt-68erin kramt Liebner nur zu gerne die NS-Zeit hervor, die in Gestalt der AfD angeblich ihre grausame Wiederkehr vorausschickt. Panikmache gehört wohl ebenfalls zum Standardprogramm der Deutschland-feindlichen Seniorinnen. „Omas gegen Rechts“ wurde 2017 in Österreich gegründet. Dort bringt es die Parodie auf den Anti-Faschismus auf lediglich acht Regionalgruppen. In der Schweiz und in Ostdeutschland gibt es, bis auf Berlin, bislang noch keine einzige. In Westdeutschland sind es hingegen schon 42.
(pi-news.net)

Uploadfilter: Friedlich für ein freies Internet demonstrieren
Aufforderung von Mdl Berg (AfD) an Minister Strobl, Digitalkompetenz zu beweisen
Lars Patrick Berg, innenpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion und Europakandidat, hat sich entschieden gegen die neue EU-Urheberrechtsrichtlinie ausgesprochen. Insbesondere Artikel 13, der die Uploadfilter umfasse, öffne aus Sicht Bergs Zensur und Willkür Tür und Tor und offenbare die Unfähigkeit in Union und SPD bei den Themen Digitalisierung und neue Medien. Lars Patrick Berg appelliert deshalb an Innenminister Thomas Strobl (CDU), in dessen Aufgabenbereich auch die Digitalisierung falle, sich in der Union endlich gegen die Uploadfilter und andere Einschränkungen der Freiheitsrechte einzusetzen und seinen Parteifreunden „Digitalkompetenz beizubringen, statt ständig erneut Bürgerrechte und Bürgerfreiheiten einzuschränken.“ Der AfD-Politiker führt weiter aus: „Es drohen Einschnitte beim Angebot im Internet für die Bürger durch ein Verschwinden von Inhalten und Angeboten. Presse- und Meinungsfreiheit könnten durch die Uploadfilter massiv beeinträchtigt werden. Unterm Strich nutzen die Uploadfilter nur denen, die große Medien und Konzerne kontrollieren oder als Regierende Inhalte ungehindert ins Netz laden können. Für Bürger und finanziell weniger gut ausgestattete Unternehmen und Akteure droht die Freiheit im Netz verloren zu gehen. Minister Strobl kann sich seinen Parteifreunden hier entgegen stellen und hat so endlich eine gute Chance Digitalkompetenz zu beweisen!“ Lars Patrick Berg fordert deshalb am 23. März 2019 dazu auf, friedlich für ein freies Internet zu demonstrieren. Am 23. März wollen verschiedene Gruppen und Organisationen gegen die Uploadfilter auf die Straße gehen.

Böblinger AfD-Abgeordneter Pfeiffer:
„Dann bildet gefälligst aus“
Die CDU-nahe Bertelsmannstiftung sieht in der Zuwanderung die einzige Chance für den deutschen Arbeitsmarkt. In einer jüngst veröffentlichten Studie geht diese bis 2060 von einem Bedarf von einer viertel Millionen Zuwanderer pro Jahr aus, damit der Arbeitsmarkt nicht kollabiert. In die gleiche Kerbe schlagen Wirtschaftsinstitute wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Der Böblinger AfD-Abgeordnete Harald Pfeiffer nimmt hierzu wie folgt Stellung: "Mit diesem medialen Trommelfeuer soll der Boden für ein Zuwanderungsgesetz bereitet werden, welches das Kabinett Merkel bereits Ende 2018 beschlossen hat. Die AfD fordert seit ihrer Gründung ein Zuwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild mit einem Punktesystem, welches die Eignung und Notwendigkeit für den deutschen Arbeitsmarkt berücksichtigt. Eine zügellose Anwerbung für den deutschen Arbeitsmarkt halte ich für nicht zielführend. Der Arbeitsmarkt wird in den kommenden Jahren nicht wegen mangelnden Fachkräfte, sondern wegen mangelnden Fachwissens in der Politik kollabieren. Die sich eintrübende wirtschaftliche Lage beweist einmal wieder mehr als deutlich, dass die CDU aufgrund grünem Drucks die Wirtschaft an die Wand fährt: Der Kampf gegen die 'Gifte' Feinstaub, Kohlenmonoxid Co2 und Konsorten ist vornehmlich Gift für die Wirtschaft. In der Industrie häufen sich die Meldungen von Gewinnwarnungen, Einstellungsstopps oder gar Stellenabbau. Das sind Vorboten eines generellen Abschwungs, mit dem die Wirtschaftsinstitute unisono rechnen. Es ist verantwortungslos, bei solchen Vorzeichen den deutschen Arbeitsmarkt mit Fremdkräften zu fluten. Wir müssen erst einmal die Fachkräfte wieder in Lohn und Brot bringen und deren Familien ein Auskommen sichern, die im Zuge der Krise ihre Stelle verlieren werden. Darüber hinaus haben wir in der Arbeitslosenstatistik Millionen von arbeitsfähigen und arbeitswilligen Bürgern in Maßnahmen, Fortbildungen, Hartz IV und Scheinselbstständigkeiten versteckt, die ebenfalls dringend auf dem Arbeitsmarkt integriert werden müssen. Deren Versorgung hat Vorrang. Ein Einwanderungsgesetz darf die Wirtschaft nicht von der Pflicht entbinden, einheimische Bürger zuerst zu berücksichtigen und notfalls auch fit zu machen.

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NACHLESE
Wolfgang Röhl
Journalisten: Prediger in leeren Kirchen
Journalisten haben es in diesen Zeiten nicht leicht. Immer mehr von ihnen werden schnöde auf die Straße gesetzt. Ist das der Fluch des Internet? Oder sägen sie selber zu kräftig am Ast, auf dem sie sitzen? Versuch einer Analyse.
Susanne Baumstark
Aktion Journo-Rettung: Gemeinnützig relotieren
Unter dem Druck sinkender Auflagen und der Unfähigkeit zur Selbstkritik wird jetzt der „gemeinnützige Journalismus“ gepusht. Der „Nonprofit-Journalismus“ macht aus der Not eine Tugend und spekuliert auf Förder- und Stiftungsgelder und nicht zuletzt direkte oder indirekte Alimentation durch den Staat.
(achgut. Einfach zu erklären. Auch Verlage bilden Seelsorgeeinheiten, lassen Sozialarbeiter*innen auf die Leser los, welche sicher bald zentral von Regierungen ausgebildet und zertifizert werden. Was dem Islam recht ist, muss  willige Presse billig  sein.)
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Pro-Diesel-Redner immer entschlossener
Stuttgart-Demos: Schlachtruf „Grüne weg“ wird zum Markenkern
Vergangenes Wochenende ging es für viele Fahrverbotsgegner und Dieselbefürworter das sechste Mal in Folge in Stuttgart auf die Straße. ..Am Samstag stand die AfD mit der alternativen Gewerkschaft Zentrum Automobil auf der „Grünen Brücke“ in Nähe der Messstation Neckartor. Los ging es dort um 12:30 Uhr. Eine Stunde nach Ende dieser Kundgebung ging es auf der Straße gegenüber um 15 Uhr weiter.Dort war das Bild das gleiche. Viele hundert Bürger trugen gelbe Westen, teils mit Botschaften versehen und mit Plakaten und Bannern in den Händen.
Demo auf der „Grünen Brücke“
In seiner Rede führte „Mr. Diesel“ Dr. Dirk Spaniel sehr anschaulich auf, was die „Mobilitätswende“ der Altparteien für den Bürger tatsächlich bedeutet. Was die Ideologen in der Regierung und von den Grünen vorhaben und mit was für Einschränkungen der Bürger rechnen muss, sollten deren Ideen weiter in die Tat umgesetzt werden, ist in nachfolgendem Video zu erfahren: Der Landtagsabgeordnete Rainer Podeswa (AfD) legte Heuchelei und Doppelmoral der Altparteien im Umgang mit den Fahrverboten am Beispiel der CDU da. Er appellierte an die Bürger weiter den Druck der Straße zu erhöhen. Der Vorsitzende der alternativen Gewerkschaft Zentrum Automobil, Oliver Hilburger, sprach in einer mitreißenden Rede zu den vielen in gelben Westen gekommenen Kundgebungsteilnehmern. Er ging auf die drohende Arbeitsplatzvernichtung ebenso ein, wie die Angst der Politik vor dem Volk, die bereits in Frankreich den Mächtigen das Fürchten lehrt. Außerdem rief Hilburger dazu auf, sich auch an der sich anschließenden Demo am Nachmittag zu beteiligen, nicht ohne auf die problematischen Einflüsse der IG-Metall auf die Organisatoren hinzuweisen. Programmatische Standpunkte von Zentrum Automobil sind außerdem hier zu erfahren.In der Zeit zwischen beiden Kundgebungen standen zahlreiche Mitglieder der Gewerkschaft Zentrum Automobil an der Messstelle Neckartor mit aussagekräftigen Bannern. Viele Autofahrer auf der angrenzenden Bundesstraße bekamen so mit, dass auch in ihrem Interesse demonstriert wird.
Größte Gelbwestendemo in Deutschland
Die Liste der Redner auf der von dem IG-Metaller Ioannis Sakkaros organisierten Gelbwestendemo, bildete einen Querschnitt aus der (arbeitenden) Bevölkerung ab. Arbeiter, Angestellte, Junge und Ältere sprachen in aller Deutlichkeit das an, was in der gegenwärtigen Situation gesagt werden muss. Redner kritisierten, dass nicht etwa nur einzelne Straßen sondern die gesamte Umweltzone Stuttgart zur Fahrverbotszone von Dieselfahrzeugen der Euro4-Norm erklärt wurden. Unterbrochen wurden die Reden immer wieder von lang anhaltenden „Grüne weg!“-Rufen. Zu hören war auch immer wieder die Forderung nach „Neuwahlen!“. Demoinitiator Sakkaros wies in seiner Rede darauf hin, dass erste Ergebnisse aus den Treffen mit Vertretern der Demoleitung und der Landesregierung am Dienstag offiziell verkündet würden. Donnerstag werden er und sein Orgateam wieder mit dem Staatsministerium zusammentreffen. Um gegen die Fahrverbote klagen zu können, möchte Sakkaros einen Verein gründen und über diesen Spenden dafür akquirieren. Außerdem rief er dazu auf, sich bei ihm zu melden, wenn man etwa als Anwalt über Fachwissen verfüge um den Verein und die Klage unterstützen zu können.
Schere im Kopf verschwindet – Wille zum Widerstand spürbar
Im Folgenden ein aufschlussreicher Redenzusammenschnitt mit Höhepunkten der Redebeiträge und den mehr als eindeutigen Reaktionen der Demonstrationsteilnehmer:...Zum Ende hin sprach noch einmal der Initiator Ioannis Sakkaros. Er schimpfte auf den Diesel der Euro5-Norm und nannte diese Modelle mehrmals „Dreckschleuder“. Was hier seine Motivation gewesen sein mag, ist wohl nur in seiner Nähe zu Landesregierung und IG-Metallführung zu erklären. Er kündigte zudem an, die Bundesstraße an der Messstation mit einer Demonstration blockieren zu wollen – an einem der folgenden Sonntage! Das wiederum erzeugte unter den Demonstranten Kommentare wie: „Am Sonntag? Das müssen wir am Samstag machen, wir müssen Druck ausüben!“. Außerdem kündigte Sakkaros an, nächsten Samstag „marschieren zu wollen“. Ziel ist die Innenstadt mit Ziel Schlossplatz und auf dem Weg dorthin, das Umweltministerium. Aber auch hier wieder Zugeständnisse in Richtung der Behörden und Regierenden, die Sakkaros immer wieder auffallend lobte. Die Demoleitung einigte sich mit der Stadt darauf, größere Straßen wie die B14, für den Demonstrationszug NICHT sperren zu lassen. Nur zur Erinnerung: Zu Zeiten der deutschlandweit beachteten Demonstrationen gegen das Bauvorhaben Stuttgart21, wurde darauf keine Rücksicht genommen, was die Aufmerksamkeit und den Druck deutlich erhöhte und am Ende zu einer Volksabstimmung führte. Es fällt auf, dass Sakkaros jetzt, wie bei der vorangegangenen Kundgebung letzten Samstag, in seinem Schlusswort immer wieder Elemente bringt, die stark beschwichtigenden Charakter in Richtung der Demonstrationsteilnehmer aufweisen. Anders ausgedrückt: Ganz im Gegensatz zu den meisten Rednern und Kundgebungsteilnehmern, demonstriert Sakkaros wiederholt einen Widerstand mit angezogener Handbremse. Dennoch ist die Entschlossenheit bei Rednern und Demonstranten hoch bis sehr hoch, um das Dieselfahrverbot zum Kippen zu bringen. Nur um Druck abzulassen, kommt mittlerweile ohnehin keiner mehr zu den Protesten. Das Volk auf der Straße will Ergebnisse in Form von Arbeitsplatzsicherheit, Aufhebung der Fahrverbote und ein Ende grün gefärbter bevormundender Politik sehen. Wie kreativ und auch entschlossen sich der Protest zeigt, ist auf den abschließenden Bildern zu sehen und in Interviews mit Teilnehmern zu hören....
(pi-news.net)

Bildzeitung: „Täter war ein Mann“
Messe(r)stadt Frankfurt: Frau auf offener Straße erstochen
Das siebte Messer-Opfer des Blut-Wochenendes lebte in der Nähe der „dunkelroten“ Goethe-Universität.
Von DAVID DEIMER
Der „Ehrenmord“ gehört zu Deutschland. Im Frankfurter Stadtteil Bockenheim nahe der gendergerechten Goethe-Universität ist am Sonntag gegen 22 Uhr eine 32 Jahre alte Frau erstochen worden. Nachbarn hörten ihre gellenden Schreie, alarmierten Polizei und Retttung. Für das Opfer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Frau erlag noch am Tatort ihren schweren Verletzungen....Unmittelbar nach dem „Ehrenmord“ hatten laut Polizei zahlreiche Streifenwagen rund um die Wohnung des Opfers nach dem Täter gesucht. Der 35-Jährige wurde laut Polizei später in seiner Wohnung in Südhessen festgenommen...
(pi.news.net. Mann, Messer, Frau, Terror)

9 Attacken seit Freitag
Blutige Bilanz des Messer-Wochenendes
Es war das bisher sonnigste Wochenende des Jahres. Doch brutale Messer-Attacken in ganz Deutschland werfen ihren dunklen Schatten auf die letzten drei Tage....
(bild.de.Ist das Laber-Merkel und ihrer kleinen Schwester egal? Gehört zu Deutschland?)

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Korrektur
In eigener Sache: Manipulation von Feinstaub-Messstationen war Satire
Auf einer Internetseite wurde eine Anleitung verbreitet, wie man Feinstaub- und Stickoxid-Messstationen manipulieren könnte. Technisch ist das zwar möglich. Hinter der Anleitung verbarg sich allerdings ein Scherz des Satire-Magazins "Titanic", auf den FOCUS Online hereinfiel. Die Redaktion bedauert das.
(focus.de. Narri, Narro. Tusch! Narhallamarsch. Journalismus ist im Arsch! Und sonst so? Ist nicht alles Satire im Falschen? Wer und wo ist Merkel?)
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Achgut.tv
Broders Spiegel: Adolf und Adolfine
Video. Die geschlechtergerechte Sprache schreitet voran. Die Stadtverwaltungen in Hannover und Augsburg müssen schon im Gender-Deutsch kommunizieren. Doch es gibt ein im gegenwärtigen Klima extrem wichtiges Wort, das immer noch nicht gegendert werden kann, ja für das es noch nicht einmal eine offizielle weibliche Form gibt. Jetzt raten sie mal welches.
(achgut.com. Das Rätsel ist doch leicht! N a z i s sind offenbar immer nur Männer..)

Die neue Welt-Unordnung
Bei Anne Will: Wie Heiko Maas die Welt erklären wollte
Von Stephan Paetow
Natürlich ist Frage der Anne-Will-Sendung ein Witz. „Die neue Welt-Unordnung - muss Deutschland mehr Verantwortung übernehmen?“ Deutschland kann ja nicht mal für sich selber Verantwortung übernehmen. Da sitzen nun fünf Linke von den Anonymen Außenpolitikern in einem Stuhlkreis und reden über ihre Bedeutungslosigkeit. Ich bin Heiko Maas und will „mal die ganze Wahrheit erzählen“. Hallo Heiko. „Mein Name ist Jürgen Trittin, und ich finde, die Regierung muss mehr sagen als ‘Der Russe ist schuld!‘“ Hallo Jürgen. „Ich bin die Sevim von der Linkspartei und ich finde, dass wir abrüsten müssen in Deutschland.“ Hallo Sevim, schön, dass du da bist. Georg Mascolo von der Recherchekolchose der Gemeinwohlmedien WNS (WDR/NDR/Süddeutsche): „Ich fürchte, ein weiteres Wettrüsten ist nicht ausgeschlossen.“ Willkommen, begrüßte die fünfte Linke im Kreis, Gastgeberin Anne Will, auch ihn....
(Tichys Einblick. Sie will, aber bei ihr kann niemand.)

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DAS WORT DES TAGES
Wir sind stolz auf unsere Autos, das dürfen wir auch.
(Angela Merkel, Trabifahrerin und Autoabschafferin)
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Bezüge für Politiker
Bundestagsdiäten steigen auf mehr als 10.000 Euro pro Monat
Die 709 Bundestagsabgeordneten können laut "Bild" ab Juli mit einer Erhöhung ihrer Diäten um drei Prozent rechnen. Durch die Erhöhung der Nominallöhne, an die die Diäten gekoppelt seien, würden sie auf 10.073 Euro brutto steigen. Die Erhöhung erfolgt dem Bericht zufolge ohne Aussprache und Abstimmung.
(welt.de. Sie säen nicht, ernten aber immer mehr.)

Parität im Bundestag
Nahles: „Die Hälfte der Welt gehört Frauen – und damit auch die Sitze“
SPD- und Fraktionschefin Andrea Nahles hat eine überparteiliche Initiative zur Änderung des Wahlrechts zu Gunsten von Frauen angekündigt. 1919 habe die erste Frau in der Weimarer Nationalversammlung eine Rede gehalten, 100 Jahre später liege der Frauenanteil im Parlament bei knapp 31 Prozent – „das ist ein Unding“.
(Junge Freiheit. Was hat die in zehn Jahren Winselfach-Studium gelernt? Da jedem die Hälfte von dem gehört, was ein anderer hat - oder ist sie gegen Gleichheit?)

Geringste Entfernung zur Erde
Größter Vollmond des Jahres: Wo Sie den Supermond morgen am besten sehen
(focus.de. Seit über drei Jahren wird von der  Rückseite  aus regiert und berichtet.)

Propaganda statt Wissenschaft
Mit diesen raffinierten Tricks landete die Bertelsmann Stiftung ihren neuesten PR-Coup zur Migration
Von Gastautor Norbert Häring
Zunächst wird suggeriert, man brauche weitere Zuwanderung, damit das Rentensystem nicht kollabiert. Erst einige Seiten später, ab Seite 18, erfährt man dann, dass sich das Problem der Sozialversicherungen durch Zuwanderung nicht lösen lasse. Seriös und wissenschaftlich schreibt man einen Studientext anders. Es ist bemerkenswert, wozu sich Wirtschaftswissenschaftler hergeben, wenn das Geld stimmt. Drei von ihnen haben der Bertelsmann Stiftung eine Studie geschrieben, wonach es bis 2060 (!) 260.000 Zuwanderer netto pro Jahr in den deutschen Arbeitsmarkt braucht, um den „demographisch bedingten Rückgang des Arbeitskräfteangebots auf ein für die Wirtschaft verträgliches Maß begrenzen“. Einen PR-Coup machte die Stiftung daraus mit zwei ebenso raffinierten wie unsauberen Tricks...
(Tichys Einblick. Wer nimmt solche Regierungstrommeln noch ernst?)

Wieder eine Bewerbungsansprache
Angela Merkel bei Sicherheitskonferenz: Völlig losgelöst von der Erde
Von Alexander Wallasch
Angela Merkel hat den illegalen Einwanderern eine klare Marschrichtung vorgegeben, mitten hinein ins Herz Europas. Abstreiten und schönen hilft nicht. Die unendliche Bewerbung der Angela Merkel aus der Uckermark für einen der großen internationalen Posten ging in die nächste Runde, als die deutsche Bundeskanzlerin auf der Münchner Sicherheitskonferenz ihre große Grußadresse in die Mikrofone der Welt sprach...„Ich habe mich mit Präsident Xi Jinping sehr oft darüber unterhalten, wie man eigentlich auch voneinander lernen kann, was der eine und was der andere gut macht.“, sagt Merkel zum Ende ihrer Rede hin. Und das klingt dann leider alles andere als beruhigend, wenn man sich vorstellt, Angela Merkel aus der DDR hat sich mit dem Generalsekretär der kommunistischen Partei Chinas darüber ausgetauscht, dass von China lernen, Siegen lernen heißen könnte. Das Ziel des Chinesen für die Zukunft geht ja ungefähr so: Die Umsetzung der Idee eines totalitären Staates mit uneingeschränkter Kontrolle der Menschen bis hinein in ihre innersten Gefühlslagen, dann, wenn nicht einmal mehr die Gedanken frei genug sind, ungefährdet gedacht zu werden.
(Tichys Einblick. Einmal Kommunistin,immer Kommunistin, denn Deutschland hat sie nie kennengelernt. Seit sie hier in der Politik ist, versucht sie die DDR 2.0 zu verwirklichen. Eine Ent-DDRisierung hat bei ihr nie stattgefunden. Wer die Merkel nicht kennt, hält sie für "cdu".)

Einkaufsstraßen veröden
„Innenstädte in höchster Not“: Deutscher Handel schreibt Brandbrief an Seehofer
Droht den deutschen Innenstädten das Aus? Das zumindest befürchtet der Handelsverband Deutschland. In einem Brief an Innenminister Horst Seehofer versucht der Verband die Politik für den drohenden Niedergang der Einkaufsstraßen zu sensibilisieren. Dafür macht der Verband vor allem das neue Kaufverhalten verantwortlich.Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat vor der drohenden Verödung vieler Einkaufsstraßen in der Bundesrepublik gewarnt. „Viele Innenstädte in Deutschland sind in höchster Not. Früher attraktive und vitale Zentren verlieren an Zugkraft, vielerorts finden nur noch wenige Menschen den Weg in die Fußgängerzonen und Ladenzeilen“, warnte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Der Verband drängt auf Sofortmaßnahmen, um die Entwicklung abzufedern. Zunächst hatte die „Passauer Neue Presse“ am Montag darüber berichtet. Gründe für die Verödung vieler Innenstädte seien nicht zuletzt die Umsatzverschiebung in den Online-Handel sowie die innerdeutsche Migrationsbewegung. „Wir erleben deshalb heute in etlichen Kommunen eine deutliche Zunahme der Leerstände“, klagte Genth.Nach Schätzungen des HDE verringerte sich bereits zwischen 2012 und 2017 die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland um 11.000. „Die Politik darf diesem Erosionsprozess nicht länger nur zuschauen“, verlangte Genth. Statt jedoch Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Innenstädte zu ergreifen, drohten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge die Situation weiter zu verschärfen, klagte der Verband... Besonders bedroht seien hier Mittelstädte im direkten Einzugsbereich von Großstädten, da die Kunden infolge des umfassenden Online-Angebotes immer weniger bereit seien, Kompromisse bei der Warenauswahl und -verfügbarkeit zu akzeptieren.
(focus.de. Einen besonders wichtigen Aspekt vergisst der Handeslverband vermutlich absichtlich. Aber Fakt ist, dass immer weniger Menschen sich in die Innenstädte wagen, weil diese verslumen und mehr und mehr orientalischen Basaren mit dem dazugehörenden Publikum gleichen. Hinzu kommt erheblich gewachsene Kriminalität durch Verlust von Rechtsstaatlichkeit. Der Handel muss sich gewaltig im Service steigern, denn da ist der Online-Handel noch zu schlagen. Auf dem richtigen Weg  sind jetzt Discounter-Riesen, indem sie sich mit verzwergten Filialen in die Cities zurückwagen. Dann wird dort leben und einkaufen wieder attraktiv. Denn die Grundbedürfnisse der Bevölkerung haben sich kaum verändert, sie müssen nur befriedigt werden. Da ist der Handel gefordert. Jammern und Hilfe bei einem Ankündigungsminister suchen, ist falsch.)

Sag zum Abschied leise Servus
Von der freien zur kontrollierten Demokratie?
Von Klaus-Rüdiger Mai
Was gestern noch zu den Grundsätzen unserer freiheitlichen Gesellschaft gehörte, muss heute dem „Kampf gegen rechts“ oder einer wie auch immer formulierten Gerechtigkeit weichen, die letztlich nur die Maske des Unrechts ist. Vermutlich erinnert sich in unseren schnelllebigen Zeiten kaum jemand an einen früheren Gesundheitsminister namens Philipp Rösler, dessen praktische Politikexempel aus seltsamen Bereichen stammten. Ein Frosch der in einem Wassertopf sitzt, würde herausspringen, so meinte der FDP-Politiker, wenn man schlagartig die Temperatur erhöhen würde, begänne man die Erhitzung als sehr langsame Erwärmung, bliebe das Tier im Topf, bis es platzen würde. So in etwa kann man sich den Abschied von der Demokratie vorstellen, der von der „neuen Klasse“, wie Paul Collier das Establishment in seinem Buch „Sozialer Kapitalismus“ nennt, vorangetrieben wird...Die herrschende Klasse hat grundsätzlich und vollkommen versagt. Sie betreibt die Auflösung Europas. Sie besitzt statt Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft, nur infantile Träume gestriger Utopien...Ihr einziges Ziel besteht darin, an der Macht zu bleiben, ihre einzigen Idee, die sie der Gesellschaft anbietet, erschöpft sich in Verbotsträumen...
(Tichys Einblick. Warum schaut sich niemand genau diese "Elite" an? Was kann von der anderes erwartet werden als ihre Mitgift?)

Merkels "Fachkräfte" kompensieren Fachkräftemangel nicht

Von WOLFGANG HÜBNER

Merkels zerstörerische Grenzöffnung und die weltweit irrwitzigste „Willkommenskultur“ hat zwar Millionen unzählige Steuermilliarden verschlingende Sozialasylanten aus Asien und Afrika, syrische Deserteure, exotische Messerhelden und islamische „Gefährder“ nach Deutschland gebracht, aber offenbar keine brauchbaren Handwerker. Ansonsten müsste die BILD-Zeitung nicht tagelang mit fetten Schlagzeilen über das Defizit an flapsig „Klempnern“ genannten Installateuren zwischen Flensburg und Konstanz jammern.

Doch warum eigentlich jammern? Es sollte eigentlich auch den in ihrer erlaubten Nachdenklichkeit vertraglich limitierten BILD-Journalisten klar sein, dass ein Staat mit großzügigen Abtreibungsregelungen, Gender- und Emanzipationsextremismus, Haustieren- statt Kinderfreundlichkeit, wirkungslos unterfinanzierter „Familienpolitik“ und dazu noch einer kinderlosen Dauerkanzlerin schon mal keine gute Voraussetzung für die Reproduktion einer ausreichenden Zahl von brauchbaren Handwerkern sein kann.

Da die allermeisten Kinder, die trotzdem noch in deutschen Familien in Deutschland geboren werden, inzwischen dazu bestimmt, wenngleich nicht immer geeignet sind, ihre Schullaufbahn mit dem Massenabitur abzuschließen, um danach Massenuniversitäten in der Hoffnung auf Massenabschlüsse zu absolvieren – da das die Realität hierzulande ist, wollen selbst die unzähligen Studienabbrecher lieber „irgendwas mit Medien“ oder „Soziales“ machen als Klempner respektive Installateur zu werden.

Und was ist mit denen, die bekanntlich „wertvoller als Gold“ sein sollen, also die Gäste von Angela Merkel samt all den grünlinken Bürgen, die jedoch nur kostenlos bürgen möchten? Diese menschlichen Goldschätze könnten, selbst wenn sie wollten – aber wer will schon? – nur dann Klempner lernen, wenn sie dafür sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache und zumindest einen Normal-IQ hätten.

Denn ein berufsfähiger Installateur hat es heute mit hochmoderner Sanitärtechnik zu tun, die nicht mal eben so zu handhaben ist, sondern Grips und Geschick erfordert. Selbstverständlich verlangt jeder Handwerksberuf auch die Bereitschaft, eine Lehre zu machen und diese Lehre bis zur erfolgreichen Prüfung durchzustehen. Aber in einem Land, in dem laut Kraftfahrzeug-Bundesamt 2017 schon bei der Theorieprüfung für Fahrschüler sage und schreibe 39 Prozent (2016: 37 Prozent) durchgefallen sind, ist das alles nicht mehr so einfach wie ehemals.

Qualifizierter Nachwuchs aus dem östlichen Dunkeldeutschland ist auch längst erschöpft, bleibt nur noch das Aussaugen handwerklicher Talente aus Ost- oder Südeuropa. Der deutsche Arbeitskräftevampirismus hat allerdings dort seine Grenzen bald erreicht, zumal auch in diesen Ländern nicht nur bei Regen geduscht oder bei Überschwemmungen gebadet wird.

Die ökologisch so sensiblen Bewohner der bunten Republik werden sich wohl daran gewöhnen müssen, jede Menge Theaterwissenschaftler, Politologen und Sozialarbeiter zu haben, aber nur noch eher selten einen Installateur oder Metzger. Weniger waschen, vegan essen – geht schon!
(pi-news.net)

Verlogen und verwerflich: Broschüre eine Ohrfeige  für alle Eltern

Von Gastautor Josef Hueber

Zur Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung “Ene, mene, muh – und raus bist du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“
“Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern”
(Olaf Scholz, SPD)

DIE SCHULE DER DDR TRÄGT FRÜCHTE
In ihrem Buch Ich wollte frei sein erfahren wir von Vera Lengsfeld, dass es eine übliche Praxis der Staatssicherheit der DDR war, einen Keil in Familien zu treiben, um sie zu „zersetzen“ und damit den politisch vielleicht widerstandsfähigsten Kern der Gesellschaft unschädlich zu machen. Ein bekannter Rechtsanwalt, so Lengsfeld, hatte den Ruf, darauf spezialisiert zu sein, Kinder von ihren Müttern zu trennen, und damit den Familien einen Todesstoß zu versetzen. So sollte Opposition gegenüber der Herrschaft der politischen Nomenklatura kleingepresst werden.

Die Zeiten haben sich geändert, die Methoden undemokratischer Machtausübung erscheinen, den Zeitumständen entsprechend, in anderem Gewand. Die Verlockungen der Macht und ihre Wirkung auf die politische Elite sowie ihre Absichten jedoch nicht. Ein Blick auf die Methoden ideologischer Verunglimpfung politisch Andersdenkender in Deutschland, wie sich dies gegenwärtig immer deutlicher abzeichnet, ist erschreckend. Auch deswegen, weil diese Methoden subtiler und unter dem Anspruch humanitärer Gesinnung daherkommen, in Wirklichkeit jedoch alles andere als von Toleranz und demokratischer Gesinnung geprägt sind.

ENE, MENE, MUH – DAS POLITISCHE MANIFEST PÄDAGOGISCH-IDEOLOGISCHEN MACHTANSPRUCHS
Um diese unverkennbare Strömung zu identifizieren, sei als Beispiel ein Blick auf eine Broschüre gelenkt, deren Absicht hehr erscheinen soll, in Wirklichkeit jedoch Ausgrenzung und Diffamierung ist. Sie zielt ab auf die Abschaffung des Naturrechts der Eltern, ihre Kinder nach ihren Überzeugungen zu erziehen und so für ein Leben in freier Verantwortung zu befähigen. Stattdessen präsentiert sie den Helikopterstaat mit dessen angemaßter Besserwisserei und erzieherischer Gängelung, wofür es nicht nur ein historisches Vorbild gibt, was aber im Gewand einer humanitären Erziehung auftritt.
Worum handelt es sich? Die Broschüre trägt den Titel Ene, mene, muh – und raus bist du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik, herausgegeben von der Amadeu Antonio Stiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 56 Seiten, 44 Anmerkungen.

DAS GELEITWORT DER MINISTERIN ALS NAVIGATIONSHILFE
Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, konstatiert in ihrem Geleitwort eine Spaltung der deutschen Gesellschaft, was sie synonym als Polarisierung bezeichnet. Es gibt zwei Kategorien von Menschen unter uns. Da sind die, welche „viel Unterstützung für geflüchtete Menschen“ aufbringen, und solche, die „ein neues Ausmaß an menschenverachtendem Verhalten“ zeigen. Einen dritte Gruppe gibt es nicht. Die Bedrohung durch die zweite Gruppe kommt von den nicht regierungskonformen „Populist[en]“, den Polarisierern und Verursachern der Spaltung unserer Gesellschaft. Zum Verständnis der dahinterstehenden Diffamierung ist es nötig, die historisch zu verortende Synonymik ähnlicher Begriffe ins Gedächtnis zu rufen. Beschuldigte man nicht schon einmal eine Minorität, eine spaltende, polarisierende Wirkung zu haben, und nannte man sie damals nicht „Spaltpilz“ ?

KLEINKINDER GELTEN ALS RASSIMUS- MULTIPLIKATOREN
Die Bedrohung durch Polarisierung und Spaltung wird laut dieser Schrift als omnipräsent unterstellt, beginnend schon in den Kindertagesstätten. Wir lesen in der Amadeu Antonio Broschüre, was offensichtlich als typisch angesehen werden soll : „Kinder schnappen rassistische Bemerkungen oder antisemitische Einstellungen auf und geben sie weiter.“

Wenn, was ja vorkommen mag, derartige Bemerkungen daheim zur Sprache kommen, so führe das zu einer für die Eltern ratlosen Situation, aus der nur noch staatliche „Experten“ einen Weg heraus wissen. Die nötige Reife dazu haben Eltern in den Augen des Helikopter-Staates nicht. Deswegen ist zu unterstellen, dass sie sich an das Demokratie-Fachpersonal wenden. Sie „kommen damit auf die Erzieherinnen und Erzieher zu.“ Sie glauben nämlich nicht, so der Subtext, dass sie dies alleine mit ihrer elterlichen Autorität bewältigen können.

DIE DEMOKRATIELEISTUNG DER „EXPERTEN“
Was ist von den „Erziehungsexperten“ zu leisten? Es kommt darauf an, „die frühkindliche Bildung demokratisch zu gestalten“, denn als „Erwachsene sollten sie möglichst immun sein gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, religiös oder politisch motivierte Gewalt.“ Klingt zunächst gut. Wer möchte schon zu „Menschenfeindlichkeit“ und „Gewalt“ erziehen?
Deswegen wird nichts Geringeres als „vorurteilsbewusste Bildung für die Jüngsten der Gesellschaft“ postuliert. Klingt auch gut, kann aber von Papa und Mama alleine nicht geleistet werden. Oder darf?
Dass mit „vorurteilsfrei“ alles, was heute als „rechts“ definiert wird, als vorurteilsbeladen und diskriminierend zu vermitteln ist, versteht sich von selbst.

GENDER-IDEOLOGIE MUSS SEIN
Der ideologische Baukasten ist damit noch nicht vollständig gefüllt. Was wäre Befähigung zum mündigen Demokraten ohne die Beseitigung der Vorurteile über Geschlechter, wie etwa die längst überholte Annahme der menschlichen Zweigeschlechtigkeit, wie sie etwa, aber nicht nur, die Eltern mit christlicher Prägung vermitteln wollen?

Hier zeichnet sich ein grundsätzlicher Konflikt ab zwischen den eigentlich nicht weiter zu rechtfertigenden Vorstellungen von Eltern und staatlich vollzogener Indoktrination. „Demokratie und Vielfalt“ , so erfahren wir, seien ein wesentliches Projekt in der Kindertagesbetreuung. Wie trostreich: „Fachkräfte kümmern sich um die Kinder“ lässt die Ministerin wissen. Also schon mal eine große Last von den Eltern genommen!

NEUTRALITÄT? KEIN REZEPT GEGEN POPULISMUS
Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung,
variiert den ständig hörbaren Anti-Rechts Generalbass: „Während bei dieser [=früheren] Handreichung noch die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in Kindertagesstätten im Vordergrund stand, stehen Kitas und Schulen mittlerweile im Zentrum der politischen Auseinandersetzung durch Rechtspopulist*innen.“ Die häufig geforderte „Neutralität“, so der Antonio-Mann, kann „keine Lösung sein“. Wichtig sei vor allem das „Recht auf eigene Meinung“ und eine „demokratische Kultur […] gegen Ausgrenzung im Kitaalltag.“

DIE FREIE MEINUNG – ANSPRUCH UND WIRKLICHKEIT
Ene, mene, muh (Die Lektüre ist unbedingt allen jungen Eltern zu empfehlen!) deren Überschriften im einzelnen hier nicht dargestellt werden können, ist eine offene Kampferklärung gegen konservatives Denken und genau das, was angeblich als Ziel demokratischer Erziehung gelten soll: das Recht auf eine „eigene Meinung“.

FALLBEISPIELE ALS HERBEIKONSTRUIERTE WIRKLICHKEIT
Wie sehr die Broschüre eine ideologisch erwünschte Realität aufbaut, soll an drei Beispielen verdeutlicht werden. Unter der Überschrift
„Fallanalysen und Handlungsmöglichkeiten in der Praxis“ werden folgende Situationen als typisch herbeikonstruiert:

Fallbeispiel 1:
„Sie arbeiten als Erzieher*in in einer Kita. Sie erleben im Morgenkreis, dass ein 5-jähriges Kind sich weigert, ein anderes Kind im Kreis anzufassen. Das Kind »begründet« dies mit der Aussage: »Ich mag keine Asylantenkinder«.”

Abgesehen von der Konstruiertheit des Falles, ( der ja in einer Beratungsbroschüre keinen Sinn macht, wenn er nicht als typisch gelten kann) wird nun ein Rat gegeben, der in seiner Banalität wohl jedem Erzieher seit wer-weiß-nicht-wann offensichtlich auf der Hand liegt:
„In dem konkreten Fall kann es zum Beispiel sehr sinnvoll sein, wenn Sie sich als Erzieher*in unmittelbar an die Seite des Kindes setzen, es an die Hand nehmen und den Kreis schließen.“
Wer hätte an sowas gedacht!

Fallbeispiel 2:
„In einer Kindertagesstätte fällt ein Kind dadurch auf, dass es Hakenkreuze und Runen zeichnet und dies auf Nachfrage rechtfertigt (»Das gibt es bei uns zu Hause. Meine Eltern finden das gut.« »Meine Mama sagt, das Kreuz ist etwas Gutes!«). Gleichzeitig verweigert es, mit Kindern zu spielen, die eine dunklere Hautfarbe oder eine Beeinträchtigung haben. Zudem spielt es sehr gern Krieg und ist gegenüber anderen Kindern aggressiv und gewalttätig.“

Die Expertenberatung:
„Betrachtet man diesen Fall, so deutet sich an, dass es sich hier um eine primäre Sozialisation in einem rechtsextremen Kontext handeln kann. Pädagogisch ist es notwendig, mit dem Kind verständlich und altersgerecht darüber zu reden, wofür dieses Symbol steht und was daran problematisch ist. So kann beschrieben werden, wie zum Beispiel eine entsprechende Gesellschaft aussieht.“

Also: dem Kind klarmachen, dass 6 Millionen Juden durch das NS-Regime hingerichtet oder vergast wurden. Nicht vergessen: Die meisten Deutschen verschlossen die Augen davor, weil sie Angst hatten oder damit einverstanden waren. So sah nämlich die „entsprechende Gesellschaft“ aus. Nachfrage: Schließt sich der Besuch eines KZs mit den Kleinen zum besseren Verständnis der Greueltaten an?

Es geht freilich auch einfacher:
„Die »Versteckspiel«-Broschüre informiert über Symbole, Codes und Lifestyle von Neonazis und extrem Rechten in Bildern und kurzen Texten. Auf jugendkulturelle Codes wird ebenso ausführlich eingegangen wie auf Zahlenkombinationen, mit denen strafrechtlich relevante Begriffe, Grußformeln oder Organisationszeichen verschlüsselt werden.“
Man vergesse nicht: Es geht um die Betreuung von Kleinkindern!

Falbeispiel 3:
»Kinder aus völkischen Elternhäusern«
„In einer Kita fallen zwei Geschwister auf, die besonders zurückhaltend sind und wenig von zu Hause, z.B. vom Wochenende, erzählen. So verhalten sie sich im Morgenkreis zum Wochenbeginn schweigsam und passiv. Gleichzeitig gibt es keine sogenannten Disziplinprobleme, diese Kinder scheinen besonders ‚gut zu spuren‘.“

Na, wenn da die Eltern bloß keine Neonazis sind! Ein paar Zeilen weiter bestätigt sich der Verdacht:
„Im Fallbeispiel gibt es Hinweise darauf, dass die Kinder in einem rechtsextremen völkischen Elternhaus aufwachsen.“

Beratung:
„In der konkreten Situation [schweigsam, keine Disziplinprobleme, spuren gut] ist es hilfreich, die Eltern zum persönlichen Gespräch in die Kita einzuladen.“

IDEOLOGIE IN REINFORM ZUM SCHLUSS
Und jetzt lassen wir, bairisch gesprochen, die „Sau raus“:
„Es sollte deutlich gemacht werden, inwiefern autoritäre und geschlechterstereotype Erziehungsstile die vielfältigen Möglichkeiten von Kindern einschränken und Entwicklungen erschweren.“

Aha: Keine Puppen für Anna, keine Wasserpistole und kein Spielzeugpanzer für Johannes! Weil sie schon bald selbst, unbeeinflusst von den Eltern, entscheiden müssen, ob sie Mädchen, Junge oder beides oder nichts dergleichen sein wollen.

„Für das Engagement aller an der Broschüre Beteiligten möchte ich mich herzlich bedanken“ schließt die Bundesministerin.

DANK FÜR EINE OHRFEIGE?
Wofür wird gedankt? Die Broschüre ist eine Ohrfeige für alle Eltern, die natürlicherweise beanspruchen, die erste Instanz bei der Erziehung ihrer Kinder zu sein und auch das Recht einfordern, ein konservatives, geschlechterspezifisch eindeutiges Menschenbild zu vermitteln.

Die Art und Weise der Übernahme dieses Vorrechts durch staatsideologische Ideologisierung der Hilflosesten bei gleichzeitiger Vorgabe von Erziehung zu Demokratie ist von Grund auf verlogen und verwerflich.
(vera-lengsfeld.de)

Deutschland rettet Afrika...

Zehntausende von Asylbewerbern kommen aus Nigeria

Von Volker Seitz

Jährlich kommen zehntausende von Asylbewerbern aus Nigeria nach Deutschland und Österreich. Nigeria zählt zwar zu jenen Ländern, die am stärksten von Terrorismus betroffen sind, aber aus den entsprechenden Gebieten kommen nur wenige nach Europa. Die meisten Nigerianer, die kommen, stammen aus dem Süden. Wirtschaftliche Probleme, Korruption und keine Chancen, eine Arbeit zu finden, sind für viele wesentliche Gründe, ihre Heimat zu verlassen. Obwohl Nigeria neben Südafrika die leistungsstärkste Volkswirtschaft ist, leben viele Nigerianer an der Armutsgrenze.

Soziale Auffangnetze wie in Europa gibt es nicht. Armutsreduzierung scheint aber für die Regierung keine Priorität zu haben. Im „Commitment to reducing inequality index“, einem globalen Vergleich der Anstrengungen, Ungleichheit zu bekämpfen, ist Nigeria bei den Schlusslichtern. Bei den Ausgaben für Gesundheit, Bildung und sozialen Schutz seiner Bürger belegt es sogar den letzten Platz. Die Armut großer Teile der Bevölkerung steht in krassem Kontrast zur wirtschaftlichen Entwicklung. 2014 hat das Land Südafrika als größte Volkswirtschaft Afrikas abgelöst.

Nigeria ist der bevölkerungsreichste afrikanische Staat und hat ein sehr hohes Bevölkerungswachstum mit einer steigenden Zahl von Arbeitslosen, vor allem auch jugendlichen Arbeitslosen. Nigeria könnte mit seinem Ölreichtum reich sein, die Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch bettelarm. Beispielsweise betrugen im Jahr 2014 Nigerias Öleinnahmen 85,6 Milliarden Dollar, Migranten überwiesen etwa 20 Milliarden an ihre Familien und Freunde in der Heimat. Dazu kamen 2,5 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe. Die Entwicklung ist dennoch alles andere als positiv verlaufen.

Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind in Nigeria extrem. Die Lebenserwartung der Frauen liegt bei 54, die der Männer bei 52 Jahren. 60 Prozent der Nigerianer arbeiten in der Landwirtschaft. Die Produktivität der Kleinbauern ist allerdings gering. Viele junge Leute drängen in die großen Städte und träumen davon, nach Europa auszuwandern. Migranten aus Nigeria, die nach Deutschland kommen, stehen schon an vierter Stelle aller Asylbewerber-Herkunftsländer. Jedoch sind die Nigerianer, die nach Europa kommen, größtenteils nicht vor Boko Haram geflohen. Von den knapp 1,8 Millionen von der Islamistengruppe Vertriebenen haben die meisten vielmehr in anderen Teilen des Landes Zuflucht gesucht, manche auch in Nachbarländern. Denn sie hoffen, irgendwann in ihre Heimatdörfer zurückkehren zu können.

Jugendarbeitslosenrate schon jetzt bei 65 Prozent
Nigeria ist 2,6-mal größer als Deutschland und damit eines der größten Länder in Afrika. Über 1.769 Quadratkilometer erstreckt sich allein schon die Hauptstadt Abuja. „Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 ist die Bevölkerung Nigerias um das Viereinhalbfache gewachsen und die von Lagos gleichzeitig – um das sechzigfache“... „Bereits jetzt gibt ein Land wie Nigeria rund 10 Milliarden US-Dollar im Jahr für Nahrungsimporte aus. Die Summe entsprach 2016 fast 40 Prozent der Öl-Einnahmen, es wären 15 Prozent, wenn der Preis für Rohöl wieder auf die Rekordhöhe vergangener Zeiten stiege“, schreibt Stephen Smith in seinem Buch „Nach Europa“, Berlin 2018 (S. 58 und 73).

Jedes Jahr werden in dem kaum industrialisierten Staat sieben Millionen Kinder geboren – mehr als in ganz Europa. Dabei liegt die Jugendarbeitslosenrate schon jetzt bei 65 Prozent. Rund drei Viertel der 183 Millionen Nigerianer sind unter 35, die Hälfte ist unter 18. Die Alphabetisierungsrate beläuft sich auf rund 60 Prozent, mehr als zwei Drittel der Menschen leben in extremer Armut, jedes zwölfte Kind stirbt vor Erreichen des fünften Lebensjahres. Die Zahl der Nigerianer, die unter der Armutsgrenze leben, ist in der Folge immer weiter gestiegen. Der UN-Index für menschliche Entwicklung listet Nigeria nur auf Platz 152 von 188 aufgeführten Staaten.

Nigeria gehört wegen seiner Ölvorkommen zu den reichsten Ländern Afrikas. Nigeria ist der achtgrößte Ölexporteur der Welt. Es sind die Pfründe der Politiker und Militärs, die nicht selten zulasten des Wohlergehens des Staates einen geradezu grotesken Reichtum angehäuft haben. Es gibt eine Entwicklung einer Mittelklasse. Davon profitieren die Gesundheits-, Konsumgüter- und Versorgungsbranche. Aber das Land ist von politischen Risiken belastet.

Die soziale Ungleichheit vergrößert sich ständig. Die meisten Nigerianer leben ohne Strom und ohne fließendes Wasser. Die Stromversorgung in Nigeria ist ein Desaster. Das Land produziert lediglich etwa vier Gigawatt (GW) Strom. Zum Vergleich: In Südafrika stehen für 54,5 Millionen Einwohner 40 GW zur Verfügung. Ein weiteres Problem sind die häufigen Anschläge auf Pipelines, die die gasbetriebenen Elektrizitätswerke versorgen, sowie die unzureichende Instandhaltung der Anlagen. Die meisten Unternehmen sind wegen der Unzuverlässigkeit der staatlichen Stromversorgung auf ihre eigenen Benzin- oder Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung angewiesen. 30 Millionen Haushalte haben in Nigeria keinen Stromanschluss. Wer es sich leisten kann, wird zum Energieselbstversorger und legt sich einen Generator und ein Wasserbohrloch zu.

Bildungsniveau niedriger als in den 1950er Jahren
Nigeria möchte attraktiver für ausländische Investoren werden. Die Wirtschaft muss deutlich diversifiziert und modernisiert und so die Abhängigkeit von Öl und Gas reduziert werden. Die bislang verfolgten Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um in Nigeria nachhaltig Wachstum zu sichern. Erforderlich sind vor allem Investitionen in das Stromnetz, den Straßenbau und die Wasserversorgung. Zuverlässige Stromversorgung könnte Marktchancen verbessern und dazu beitragen, die Armut zu mindern. Viele Familien – besonders im ländlichen Raum – haben keinen Strom.

Das Bildungsniveau ist heute niedriger als in den 1950er Jahren, als Nigeria britische Kolonie war – vor allem im islamischen Norden des Landes. In Nigeria, das – gemessen an den Rohstoffen – eine der reichsten Nationen der Welt sein könnte, sind fast drei Viertel der jungen Menschen ohne ein festes Einkommen. Die allgegenwärtige Korruption hat jedes Vertrauen der Bürger in die Institutionen zerstört. Diese Kluft birgt das Risiko, Stabilität und damit auch Wachstum zu gefährden. Nigeria verfügt nicht einmal über genügend Raffinerien, um den Rohstoff in Benzin zu verwandeln und ist auf Benzinimporte angewiesen.

Nigeria zählt zu den größten Exporteuren von Holzkohle weltweit. Nach Angaben des UN-Umweltprogramms hat Nigeria 2017 80.000 Tonnen Kohle für rund 25 Millionen Euro exportiert. Einer der Hauptabnehmer ist Deutschland mit 250.000 Tonnen pro Jahr. Aber auch in Afrika wird die Holzkohle gebraucht. 80 Prozent der afrikanischen Haushalte kochen mit Holzkohle. Vorteil: Tausende Nigerianer leben von der Herstellung der Holzkohle. Nachteil: Durch Wüstenbildung und Erosion verliert Nigeria jährlich 350.000 Hektar fruchtbares Land. Nigerias Waldbedeckung liegt nach Angaben der nigerianischen Umweltbehörde bei weniger als vier Prozent.

Es gibt wegen der schlechten Rahmenbedingungen (marode Infrastruktur, ständig ausfallende Stromversorgung, Korruption, Terror im Norden) keine größeren deutschen Investitionen in Nigeria. Nur etwa 80 deutsche Unternehmen (Vertriebsniederlassungen und Einzelunternehmer) sind in Nigeria aktiv. Warum dies so ist, kann man der F.A.Z. vom 14. November 2018, Seite 18 entnehmen. Dort wird Jean-Marc Ricca, Westafrika-Direktor von BASF zitiert:
„Die Abfertigung im Hafen [Lagos] ist extrem bürokratisch und der Zoll unberechenbar. Sie brauchen 23 Stempel für jeden Container, bis die Ware durch den Hafen durchkommt... Und nicht selten kommt es vor, dass der Zoll plötzlich den Wert der Chemikalien im Container höher veranschlagt und dreimal so viel Importzoll verlangt.“

Bis vor einigen Jahren war Bilfinger am Baukonzern Julius Berger beteiligt. Größte ausländische Unternehmer sind die Ölkonzerne Shell und Total. Der Unternehmer Aliko Dangote und Peugeot planen 2019 in Kaduna, die Automobilproduktion wieder aufleben zu lassen. Der reichste Mann Afrikas, Aliko Dangote, will auch vier Milliarden Dollar in den Zuckerrohr-, Reis- und Getreide-Anbau stecken. Der nigerianische Staat hat jahrelang die Landwirtschaft vernachlässigt. Der ehemalige Präsident von Nigeria, Olusegun Obasajo: „People talk about poverty in Africa. God did not make Africa poor. The poverty in Africa is not God-created, it is human-made. We made Africa poor with our policies and how we execute them and how we deal with the market, the processing, and the storage of food.” Kurzfassung: Die Armut ist menschengemacht. (Quelle: New African August/September 2017)

Synonym für Vorteilsnahme
Die Machthaber haben in den letzten vierzig Jahren Öl-Einnahmen von mehr als 400 Mrd. Dollar verschleudert. Das Land ist ein Synonym für Vorteilsnahme, Vetternwirtschaft, Steuerflucht, politischen Niedergang und desolate Staatsverwaltung. In dem gerade veröffentlichten Korruptionsindex 2018 von Transparency International Deutschland liegt Nigeria auf Platz 144 von 180 gelisteten Staaten. Nigeria ist reich an fruchtbaren Böden, trotzdem siecht auch die Landwirtschaft, von der noch immer mehr als die Hälfte der Nigerianer abhängt, dahin. Der Staats- und Sicherheitsapparat gilt als korrumpiert. Dass schon jetzt mehr als zwei Drittel aller Nigerianer in bitterster Armut leben und ein enormes Konfliktpotenzial bilden, scheint die vielen westlichen Unternehmensberatungen, die Nigeria noch immer als den großen Hoffnungsträger Afrikas verkaufen, nicht weiter zu stören. Hinzu kommt, dass Nigeria zu den korruptesten Ländern der Welt gehört.

Erstmals seit der Unabhängigkeit im Jahre 1960 kam es 2015 zu einem friedlichen Machtwechsel. Frühere Wechsel wurden durch Putsche und Gegenputsche herbeigeführt. Wahlsieger Muhammadu Buhari war ein ehemaliger Kommandeur der nigerianischen Streitkräfte. Er hatte sich bereits 1983 an die Macht geputscht, war aber schon 18 Monate später wegen wirtschaftlicher Inkompetenz von einem anderen General gestürzt worden. Vorgänger Goodluck Jonathan war als Präsident schwach, und gegen den Terror von Boko Haram verhielt er sich passiv. Das frühe Eingeständnis seiner Niederlage und der friedliche Übergang von Jonathan zu Buhari machten ihn aber zum Volkshelden.

Die Menschen hofften, dass er tatsächlich handeln würde und die Bevölkerung nicht dauernd mit beschönigenden Erklärungen hinhält. Staatschef Muhammadu Buhari zog tatsächlich Konsequenzen und entließ die gesamte Führung der Armee sowie den nationalen Sicherheitsberater. Streitkräfte wurden komplett neu organisiert. (Seit seinem Amtsantritt hat er bereits viermal die Militärführung ausgewechselt.) Soldaten wurden wieder regelmäßig bezahlt. Korrupte Offiziere, die 15 Milliarden Dollar aus dem Vertei­digungsbudget gestohlen hatten, wurden verhaftet. Durch Korruption bei Rüstungsaufträgen ist Nigeria nach Angaben von Vizepräsident Yemi Osinbajo unter der Vorgängerregierung ein Schaden von 15 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) entstanden. Die Korruption innerhalb der Streitkräfte wurde auch als einer der Gründe gesehen, weshalb das nigerianische Militär im Kampf gegen die islamistische Terrororganisation Boko Haram lange scheinbar hilflos war.

Buhari zeigte sich anfangs engagierter als sein Vorgänger im Kampf gegen die Islamisten: Mit einer multinationalen „Task Force“ hat er Boko Haram systematisch bekämpfen lassen, allerdings scheint es, dass ihm die Kontrolle des Landes immer mehr entgleitet. Es ist eine komplizierte Mixtur aus Staatsversagen, tödlichen Konflikten zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern in den Staaten Nasarawa, Benue und Taraba. Bei Kämpfen und Massakern (insbesondere in Staaten Yobe, Borno und Adamawa) sind seit 2009 rund 27.000 Menschen getötet und 1,8 Millionen vertrieben worden. Viele flüchteten in die Nachbarländer. Nigerias Militär wird von den USA, Großbritannien, Frankreich und afrikanischen Nachbarn unterstützt.

Im März 2017 blockierte der Senat, gegen den Willen des Präsidenten, die Ernennung eines Chefs der Anti-Korruptionsbehörde. Nigerianische Medien vermuteten, dass die Senatoren keine effektive Behörde wollen, da sie selbst in korrupte Geschäfte verwickelt seien. Ende Dezember 2016 hat die nigerianische Regierung 50.000 „Geisterbeamte“ (Ghost workers) von den Gehaltslisten gestrichen, weil sie nur formell als Staatsbedienstete geführt wurden und nicht gearbeitet haben. Hinweisgeber erhalten bis zu fünf Prozent der dem Staat ersparten Summen.

Trotz angeschlagenem Gesundheitszustand kandidiert der Präsident erneut
Buhari war 2015 mit zwei Prioritäten angetreten: Der Kampf gegen die Korruption und die Vernichtung der islamistischen Terror-Gruppe „Boko Haram“. Bei beiden Punkten sind die Ergebnisse dürftig. Bei der Korruption hat er wenig erreicht, auch weil er bei seinen Angehörigen, die der Korruption verdächtig sind, die Augen schloss. Im Kampf gegen Boko Haram gab es Erfolge. Aber der Norden des Landes leidet weiter unter Angriffen und Massakern. Die Terrormiliz ist zwar in den Busch zurückgedrängt worden, aber dutzendmal haben Terroristen in den letzten Monaten die Zivilbevölkerung und Militäreinrichtungen angegriffen.

Ungeachtet seines angeschlagenen Gesundheitszustandes und der Rücktrittsforderungen kandidiert Präsident Buhari am 16. Februar 2019 erneut. Von den den insgesamt 73 Präsidentschaftskandidaten hat voraussichtlich nur der Unternehmer Atiku Abubakar (72) eine Chance, Buhari abzulösen. Er war von 1999 bis 2007 Vizepräsident von Olusegun Obasanjo. Anschließend wechselte er mehrfach die Partei. Laut einem Bericht des US-Senats vom 4. Februar 2010 soll er zwischen 2000 und 2008 40 Millionen US-Dollar in die USA gebracht haben.

„In Afrika ist die Lücke zwischen dem Alter der politischen Führer und der jungen Bevölkerung größer als irgendwo sonst“, sagt Zachariah Mampilly, Professor für Afrikastudien am Vasser College, einer Elitehochschule in Poughkeepsie im Bundesstaat New York. „Aber es gibt keine Anzeichen, dass die junge Generation bald übernimmt.“ Der 76-jährige Buhari war seit Januar 2017 für mehrere Monate aus medizinischen Gründen in London. Er ist offenbar so geschwächt, dass er nur selten öffentlich auftreten konnte. In Nigeria kursierte wochenlang das Gerücht: Buhari sei gestorben und bei öffentlichen Auftritten durch einen Doppelgänger ersetzt worden.

Buhari hat drei Wochen vor der Wahl den Vorsitzenden Richter des Obersten Gerichtes suspendiert. Das höchste Gericht ist zuständig, sollte es nach der Wahl zu Streit um das Ergebnis kommen. Als Nachfolger für Walter Samuel Nkanu Onnoghen nominierte er nach Angaben des Präsidialamts Ibrahim Tanko Muhammad. Der Interimskandidat stammt, wie Buhari selbst, aus dem muslimischen Norden, Onnoghen dagegen aus dem größtenteils christlichen Süden. Nigerianische Bischöfe haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich keinesfalls die Stimme abkaufen zu lassen. „Die eigene Stimme zu verkaufen, bedeutet, das eigene Gewissen zu verscherbeln“, mahnen die Bischöfe der Provinz Lagos in ihrer gemeinsamen Erklärung.

2010 war der damalige nigerianische Präsident Umaru Musa Yar’Adua an einer Nierenerkrankung gestorben, über die die Öffentlichkeit zuvor nicht unterrichtet worden war. Die langwierige Behandlung Yar’Aduas in Saudi Arabien führte in Nigeria zu großer politischer Unsicherheit. Nach seinem Tod übernahm der damalige Stellvertreter Goodluck Jonathan das Amt. Die Staatsgeschäfte führte Vizepräsident Yemi Osinbajo, ein Christ. (In Nigeria gibt es die ungeschriebene Regel, dass sich Kandidaten für die Präsidentschaft als muselmanisch-christliches Tandem den Wählern stellen. Der Norden ist vorwiegend von Moslems und der Süden von Christen bewohnt.) Osinbajo ist Yoruba und hat ein Diplom der London School of Economics, lehrte öffentliches Recht an der Universität Lagos, war Generalstaatsanwalt und schließlich Justizminister des Staates Lagos.

Die Schriftsteller des Landes lesen!
Der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe (1930-2013) gilt als „Vater der modernen afrikanischen Literatur“. Er schrieb 2008 in seinem Essay „Was bedeutet mir Nigeria?“, erschienen in dem Buch „Wie man unsere Namen schreibt“ (Original: „The Education of a British-Protected Child“) Fischer Klassik, 2015: „Nigerianer zu sein ist zutiefst frustrierend und rasend aufregend. Irgendwo habe ich einmal erklärt, in meinem nächsten Leben würde ich gern wieder Nigerianer, andererseits habe ich in einem recht zornigen Buch – The Trouble with Nigeria – Reisereklame für Nigeria verspottet, indem ich befand, nur Touristen mit einer abseitigen Vorliebe für Selbstgeißelung könnten Nigeria als Urlaubsziel wählen. Beides ist mir ernst.“

In seinem Roman „Einer von uns“, Fischer 2016, schreibt Chinua Achebe: „Was Regierungskritikern zu den Amtssitzen der Minister immer gleich einfällt, sind die sieben Schlaf- und sieben Badezimmer: eines für jeden Wochentag“ (S.49) ... „Ich wusste sehr wohl und musste daran nicht erinnert werden, dass wir nicht im Vereinigten Königreich oder sonst irgendwo lebten, dass ein Mann, der bei uns seinen Hut nahm, das unweigerlich tat, weil er nach dem noch besseren Deal schielte – wie vor ein paar Jahren, als zehn frisch gewählte PAP-Parlamentarier zu Beginn der Sitzungsperiode die Seiten gewechselt und der [konkurrierenden] POP so über Nacht eine bequeme Mehrheit verschafft hatten, im Austausch für Ministerposten und – wenn den Gerüchten Glauben zu schenken war – ein Handgeld.“ (S. 105) ... „Über Nacht schüttelten alle plötzlich den Kopf über die Exzesse der letzten Regierung, ihre Korruption und die Unterdrückung: die Zeitungen, den Rundfunk, der bis dahin schweigenden Intellektuellen und die Beamten – jedermann nannte die Regierung ein übles Pack, und am nächsten Morgen war das allgemeiner Konsens. Dabei waren dies eben die Menschen, die vor gar nicht langer Zeit noch mit tausenden Namen geehrt worden waren, denen auf Schritt und Tritt die Preissänger mit ihren Lobliedern und Trommeln gefolgt waren.“ (S. 185)

Yejide Kilanko ist mit ihrem Roman „Der Weg der Töchter“ (List TB, 2014) eine aufrüttelnde Erzählung gelungen über die Herausforderungen, welchen sich junge Frauen in Nigeria stellen müssen, die ihren eigenen Weg gehen wollen. Die nigerianische Autorin ist eine feinsinnige und sensible Beobachterin der Riten und Gepflogenheiten in ihrem Heimatland. Sie erzählt eine bewegende Geschichte, die viel über das Leben in Nigeria beschreibt.

(Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe erschien im September 2018. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.)