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CDU stoppt Erweiterung des Spaichinger Gymnasiums

Kritik an Kostensteigerungen schiebt Arbeitsvergaben auf  
(tutut). Für die schon lange anstehende notwendige Erweiterung des Gymnasiums für über 1,3 Millionen Euro sollten am Montag, 15. Oktober, nach diversen Ausschreibungen vom Gemeinderat Arbeiten von über 600 000 Euro vergeben werden. Es kam aber ganz anders. Die CDU-Fraktion stoppte das Vorhaben, weil sie Anstoß an Kostensteigerungen nahm. Diese sollen nun im Technischen Ausschuss näher unter die Lupe genommen werden.
Worin die Gründe für Verteuerungen liegen, erläuterte die Verwaltung plausibel. Nur zu etwa 5 Prozent  sind normale Kostensteigerungen der Grund, denn das Projekt ist nicht zuletzt durch die CDU verzögert worden. Ein  vermeintlicher Wahlkampfschlager ihres Fraktionsvorsitzenden bei der von ihm grandios verlorenen Bürgermeisterwahl war seinerzeit gewesen, die geplante Erweiterung zu erweitern - durch ein zusätzliches drittes Stockwerk auf dem vorgesehenen zweistöckigen Anbau.
In den Genuss dieser Räume sollte die Volkshochschule kommen, wenngleich Zugang wie auch Schulbetrieb und Standort sich nicht unbedingt für die VHS empfehlen. Dieses CDU-Projekt ist inzwischen längst zu den Akten gelegt worden, entsprechende Machbarkeitsuntersuchungen hatten den Erweiterungsbau aber zweifellos verzögert.
Neben den schon genannten üblichen Kostensteigerungen sind laut Verwaltung weitere hinzugekommen, einmal durch zusätzliche Wünsche, zum anderen aber auch durch Versäumnisse bei der Planung, welche noch in die Verantwortung des früheren Stadtbaumeisters Stockburger fällt.
Hauptleidtragender dieser erneuten Bauverzögerung  ist zweifellos das Gymnasium. Die Schule wird wohl noch länger auf dringend benötigte Räume warten müssen, und dass das Projekt durch den Aufschub der Arbeitsvergaben billiger wird, darf wohl bezweifelt werden.