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Corona & Klima: Wissenschaft im Wahn

Marc Krechers neues Buch  entlarvt Betrügereien und Fehlschlüsse regierungsnaher Forscher und  die Propaganda

Von JOHANN LEONHARD

Krisen, Pandemien, Lockdowns – man kann es nicht mehr hören! Wie wir täglich mit falschen Prognosen, pseudowissenschaftlicher Panikmache und der Hoffnung auf Erlösung manipuliert werden, hat der Geologe Marc Krecher in seinem neuen Buch "Vom Klimawandel zu Corona" schonungslos aufgearbeitet. Nicht die Bekämpfung des menschgemachten Klimawandels oder eines neuartigen Virus ist das Ziel der politischen Akteure, sondern die Abschaffung menschlicher Freiheit.

Die Botschaft ist immer dieselbe: Wir werden alle sterben, wenn das politische Ruder nicht sofort herumgerissen wird: 2-Grad-Ziel! Artensterben! Epidemische Lage! Triage! Überall lauert das Ende der Welt, Warnungen, Superlative, düstere Visionen soweit das Auge reicht. Und immer sind Heilsbringer vom Format einer Annalena Baerbock oder eines Klaus Schwab zur Stelle, um ihre alternativlosen Auswege aus den vermeintlichen Krisen anzubieten.

„Und so hetzen wir vom großen Hungertot zum Großen Waldsterben, von dort zu Klimawandel und dann weiter – ohne Pause – zur Corona-Pandemie. Die Muster aber sind immer die Gleichen: Ein intransparentes Geflecht aus konstruierender Wissenschaft, Machtanspruch und Exponentialfunktionen“, skizziert Krecher die diabolische Methodik.

Wen wählen bei der kommenden Bundestagswahl? Natürlich nur solche, die Rettung vor den drohenden Katastrophen versprechen. Logisch! „Die angstgetriebene politisch-ideologische und emotionale Form der staatlich gesteuerten Vorsorge führt zu der Gefahr der totalitären Unterwanderung des freiheitlich liberalen Systems einerseits und zur ineffizienten Verschwendung von öffentlichen Mitteln andererseits“, warnt Krecher vor den Gefahren solcher Propaganda.

Apokalyptische Botschaften ins politische Framing zu mischen, kopflosen politischen Aktionismus zu befeuern, das alles ist nichts Neues. Relativ neu ist jedoch, dass die Wortführer des politischen Mainstreams bei jeder noch so hysterischen Warnung mittlerweile „die“ Wissenschaft im Rücken zu haben scheinen. Man sei sich „einig“, wie es immer heißt. Kritiker werden derweil zu „Leugnern“ abgestempelt.

Keine Lauterbach-These, die nicht von irgendeinem Charité-Professor abgenickt wird, keine Baerbock-Schrulle, die nicht von irgendeinem Klima-Institut die Weihen der Wissenschaftlichkeit erhält. Für ständige Wiederholung sorgen Massenmedien, die kaum noch abweichende Meinungen zulassen. Es scheint, als habe sich der missionarische Eifer linksgrüner Politologen mit der Eitelkeit des akademischen Elfenbeinturms und dem Sendungsbewusstsein eifriger Systemjournalisten verbündet. Das gemeinsame Ziel: Die träge, unvernünftige Wählermasse zur „Vernunft“ zu erziehen.

Der großen Angstmaschinerie hat der Naturwissenschaftler Marc Krecher sein brandaktuelles Aufklärungswerk in die Speichen geworfen. „Mit System in die Unfreiheit“ – so lautet der Untertitel des 300-seitigen Buches. Es räumt nicht nur fachkundig und gestützt auf zahllose Quellen mit verbreiteten Mythen in puncto Klima und Corona auf, sondern zeigt auch, wer bei der Konstruktion dieser künstlichen „Systemwirklichkeit“ die Fäden zieht – und was beide „Hysterien“ gemeinsam haben. Ohne zu viel zu verraten: Sowohl die Klimajünger als auch die Corona-Gläubigen haben sich von Computermodellen, von Klimadaten, Infektionskurven und ähnlichen Simulationen der Realität in die Irre führen lassen. Krecher schreibt:

„Bis vor kurzem habe ich gedacht, dass der enorme Einfluss, den die Wissenschaft auf die Politik mittlerweile nimmt, etwas Typisches für die moderne Zeit sei und dass sich dieser Einfluss mit der Digitalisierung weiter ausbreitet. Wer kann schon gegen heutige Klima-Computermodelle anrechnen? Sie nehmen uns gefangen, genauso wie uns Corona momentan gefangen nimmt.“

Virologen und Klimaforscher vertrauen gleichermaßen auf computergenerierte Prognosen, die so gut wie nie eintreffen – und lassen dabei die Wirklichkeit immer mehr außer Acht. Übertüncht werden die „Irrtümer“ von gestern mit noch dramatischeren Modellen für morgen. Warum einem Christian Drosten, einem Hans-Joachim Schellnhuber (dem Klima-Berater der Bundeskanzlerin) trotzdem noch geglaubt wird?

Marc Krecher findet auch auf diese Frage eine Antwort – und lässt dabei durchblicken, dass er die Abgründe des Politischen nur allzu gut versteht. „Der Wald stirbt“, „Science is settled“, „Epidemie von nationaler Tragweite“, „Die Pandemie endet, wenn wir den Impfstoff haben“, „alternativlos“, „Der Mensch ist schuld“ – sind es nicht genau diese Sätze, mit denen die Politik die Menschheit seit Jahr und Tag vor sich hertreibt? Krecher sieht in ihnen mehr als rhetorische Tricks. Es sind post-moderne Dogmen, die uns alle „an den Rand des Chaos“ bringen werden, so seine Vorahnung.

Als Diplom-Geologe und Experte für Energiemanagement entlarvt Krecher nicht nur die Betrügereien und Fehlschlüsse regierungsnaher Forscher und Institute, sondern auch deren Propaganda-Tricks: „In der ‚postfaktischen‘ Zeit spielt die Kommunikation in der Gesellschaft eine größere Rolle als der Wahrheitsgehalt dessen, was kommuniziert wird“, schreibt er im vierten Kapitel. Das Ziel der Strippenzieher: Eine „Neue Normalität“, basierend auf einer „ideologischen Weltanschauung“, die mit allen Mitteln durchgesetzt werden soll.

Wer dem neuen Dogmatismus widerspricht, wird mundtot gemacht – „gecancelt“, wie es heute heißt. Und tatsächlich erinnert Krecher der neue Dogmatismus an den alten:
„Mit der großen Transformation unserer Gesellschaft wird somit auch ohne neuen Gesellschaftsvertrag das Wissen in die Hände einer Elite gelegt – einer politisch eingesetzten Expertenelite. Dem Bürger wird nahegelegt, er habe nicht die Kompetenz, über die Bedeutung und über die Wahrhaftigkeit des Wissens urteilen zu können.“

Und ist dieser Zustand nicht längst erreicht? Ist die Unfehlbarkeit vergangener Autoritäten nicht der noch viel weniger anzweifelbaren Autorität angeblich völlig neutraler, objektiver Wissenschaftler gewichen? „Das Ergebnis“ dieser neuen Denkweise in der Wissenschaft wird, so Krecher, zwangsläufig „eine Experten-Elite sein, die sich zum Träger des Gesetzes gegenüber dem Bürger einer partizipativen ‚Demokratie‘ macht“. Gefahr im Verzug!

Was die Sache noch gefährlicher macht: Die Vermischung von absoluter Wissenschafts- und Technikgläubigkeit mit einem misanthropen Menschenbild. In den höchsten Ebenen elitärer Kreise wird der homo sapiens seit Langem als Schädling gehandelt, als Krebsgeschwür des blauen Planeten. Corona? Klima? An allem soll der Mensch schuld sein – und er soll Buße tun, seine Freiheit, seine Bedürfnisse unter die des Planeten stellen. Schuld und Sühne, solche Konzepte begegnen uns in der Klimadebatte allerorten. Und immer wieder hört man „Experten“ sagen, dass der Wohlstand der Menschen und die Freiheit des Individuums die eigentlichen Ursachen der ökologischen Katastrophe seien. Nichts könnte laut Krecher falscher sein:
„Es war der neuzeitliche Kapitalismus, der das wirklich „Große Waldsterben“ beendet hat. Wohlstand rettet die Wälder, nicht Ökosystemtheorien!“

Krechers Werk – bahnbrechend wie es ist – muss als Abrechnung mit einer korrumpierten Wissenschaft und gleichzeitig als Plädoyer für die Freiheit gelesen werden. Seine Beweisführung ist solide, seine Entdeckungen zum Teil erschreckend und doch lässt er den Leser mit großer Hoffnung zurück. Was, wenn die Möglichkeiten der Technik für eine bessere Zukunft verwendet würden? Träumen wird man jawohl noch dürfen.

» Marc Krecher „Vom Klimawandel zu Corona. Mit System in die Unfreiheit“, 304 Seiten, Hardcover, 27 Euro

(Johann Leonhard ist freier Journalist und lebt in Berlin. Als Lektor für den Manuscriptum-Verlag gehörte er zu den ersten Lesern des Buches von Marc Krecher „Vom Klimawandel zu Corona – mit System in die Unfreiheit“ und empfiehlt es all jenen, die wissenschaftlich interessiert und skeptisch genug sind, offizielle Wahrheiten in Frage zu stellen)
(pi-news.net)

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