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Da brüllt die Maus!

Spaichingen im Wahlkampfmodus - Alle haben sich lieb

Geschichte wiederholt sich immer wieder.

(tutut) - Stell Dir vor, in Spaichingen ist Bürgermeisterwahl, und der Bürgermeister geht nicht hin. Alle Anti-Liebesmühe der seit der Wahl von 2012 bekannten verschworenen Bürgermeistergegner in den von der lokalen Redaktionsleiterin zum Weihnachtsfrieden ausgerufenen Aktionswochen der üblichen verdächtigen Stimmungsmacher gegen den Bürgermeister wäre vergebens gewesen. Heutzutage genügt ja bei Bürgermeisterwahlen schon ein Kandidat, um "Zeitungen" von Wahlen sprechen zu lassen, ohne dass in Frage kommende Wähler überhaupt eine Wahl haben.

Es ist schon eine Krux mit der Demokratie, die nicht mehr staatsgewollt ist. Was will nun Spaichingen, wenn am 15. März Bürgermeisterwahl ist, nachdem während des Weihnachtsfriedens Zeit war, gegen einen möglichen Bürgermeister-Bürgermeisterkandidaten mit Mitteln des Fakes im Lokalblatt Wahlkrampfkrieg zu führen, ohne sich journalistischem Standard gemäß um Richtigstellung in Richtung Fakten zu bemühen? Damit werden zwar  alle Beteuerungen eines Chefredakteurs, er lege Wert auf Qualität, ad absurdum geführt, was aber ist nun Fakt, was sind Fakes?

Das große Kind des Lokalblatts, der Quanität nach, meldet nun, womit jeder Spaichinger gerechnet hat als Artikeltitel: "Schuhmacher will’s nochmal wissen - Die Stadt Spaichingen steht 2020 im Zeichen der Bürgermeister-Wahl am 15. März" Im nächsten Satz kommt dann - April, April  ein Scherzartikel: "Hans-Georg Schuhmacher (parteilos) will beim Neujahrsempfang der Stadt Spaichingen am 12. Januar bekanntgeben, ob er bei der Bürgermeister-Wahl wieder antreten wird". Abgesehen davon, dass die größte Journalistensünde die Namensfalschschreibung ist, und ein Gedankenstrich im doppelten Vornamen kein Schreibfehler, müsste der Texter eigentlich selbst merken, dass der Titel Bullshit ist.

Was also will Schuhmacher nochmal wissen? Will er wissen, wie's die Spaichinger mit ihm halten? Welcher Ruf ist Donnerhall? "Hosianna" oder "Kreuzigt ihn"? Wenn nix mit Nix zu tun hat, auch Anzeigen- mit Lokalblatt nicht aus dem selben Haus, dann müssen sie's hin- oder herrichten: "Gut informierte Quellen wollen wissen, dass er in diesem Jahr seinen Hut ein drittes Mal in den Ring werfen will - er selbst gibt sich noch bedeckt". Merkt der Schreiber nicht, wo der Bartel den Most verzapft, den er ausleert? "Schuhmacher hat mit Spaichingen noch viel vor. Im ersten Halbjahr 2020 'werden wir mit einer neuen Homepage aufwarten können', sagte er gegenüber dem Südfinder. Die Website soll 'weniger Behörd-liches und viel mehr Stadtgeschehen zum Schnell-Lesen bieten'. Und: 'Bereits zu Beginn des Jahres werden wir als Übergangsmedium bis zum Zeitpunkt des Relaunches der Homepage mit einer weiteren Seite starten'. Das Amtsblatt werde digital, 'wodurch wir auch informieren können über das, was wir machen'".

Abgesehen davon, dass es Internet schon eine Weile gibt, und es auf den Inhalt ankommt, den es transportiert, macht der Bürgermeister hiermit dem Lokalblatt eine Kampfansage, ausgerechnet veröffentlicht von der Schwester Anzeigenblatt, wird noch hinzugefügt: "Schuhmacher ist schnell im Wahlkampf-Modus, wenn er unterstreicht..."  Was wollte der Artikler eigentlich sagen? Weiß er das? "Schuhmacher will's nochmal wissen" und weiß deshalb schon, dass er mit Spaichingen noch viel vorhat, überlegt es sich aber mit der Kandidatur noch und will erst am 12.Januar sagen, ob er wieder antritt. Dabei steht in der Stellenausschreibung im "Staatsanzeiger", dass sich  der Amtsinhaber wieder bewirbt...

Das verstehe, wer will! Vielleicht handelt es sich ja um einen Druckfehler. Erschienen ist der Artikel aber am 2. Januar. Erst am heutgen Montag ist Fasneteröffnung. Da werden allenfals Narrenkappen in Narrenringe geworfen, aber keine Bürgermeisterhüte. Stell Dir vor, in Spaichingen ist Bürgermeisterwahl und kein Kandidat. Da brüllt die Maus! Piep, piep, piep in Spaichingen im Wahlkampfmodus haben sich alle lieb. Die einen mehr, die anderen weniger.

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