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Das Buch zum "Film"

Empfehlenswert: Manfred Zachs "Die Bewerbung"
(tutut). Als 1999 Manfred Zachs Roman "Die Bewerbung" erschien, wurde landesweit Spaichingen verdächtigt, der Schauplatz der fiktiven Geschichte zu sein. Zu ähnlich schienen Gegend und Handlung mit dem geschilderten Schauplatz und seinen Personen zu sein. Autor Manfred Zach, einst Pressesprecher von Lothar Späth, diesbezüglich befragt, verneinte natürlich.
Mit ein bisschen Phantasie lassen sich dennoch verblüffende Ähnlichkeiten zur Realität entdecken, die sicherlich so mehr oder weniger überall zu finden sein wird, nicht nur in Südwestdeutschland, wo der Roman spielt.
Wer die Handlung dieses Romans erfährt, wird natürlich den Kopf schütteln und die heimatliche Scholle von jedem Verdacht freisprechen. Undenkbar in ländlicher Idylle, dass dort Filz, Korruption und Vetterleswirtschaft herrschen. Und dann geschieht im Zuge einer Bürgermeisterwahl auch noch ein Mord.
Was seinerzeit der "Südkurier" als "sehr, sehr kurzweilig!" beschrieb und als "amüsante realistische Milieustudie" bezeichnete, welche zum Krimi wird, empfiehlt sich sozusagen als Buch zum "Film", nicht unbedingt als Bedienungsanleitung zur Spaichinger Bürgermeisterwahl, wenngleich, man kann ja nie wissen...
Da kommt ein Fremder in eine Kleinstadt, bewirbt sich um den Posten des Bürgermeisters, zum Entsetzen der örtlichen Honoratioren. Ein bisschen NS-Vergangenheit spielt hinein, ansonsten aber wird der Leser durchaus Verblüffendes Entdecken, weshalb Mutmaßungen, das Ganze könnte im Großraum Spaichingen spielen, die Kleinstadt "Wirkan" lebt von ihrer Waffenfabrik, die steht ja woanders, keineswegs von den Haaren herbeigezogen sein müssen. Denn irgendwie ist Spaichingen ja überall.

Aus "Die Bewerbung".

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