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Das große “Sauf-, Freß- und Buhlfest”

Am Wochenende die "Neuhauser Kirbe“

(tutut). Die Kirchweih war viele Jahrhunderte hindurch das größte bäuerliche Fest. Besonders als Herbstfest rund um den Erntedank war es ein farbenprächtiges und sinnenfrohes Erlebnis für die ganze Familie. Am Wochenende verwandelt sich das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck in einen großen bäuerlichen Jahrmarkt. Denn dann feiert das Museumsdorf sein alljährliches großes Museumsfest, die „Neuhauser Kirbe“. Die „Kirbe“ ist der absolute Höhepunkt der Museumssaison und Jahr für Jahr Anziehungspunkt für mehrere Tausend Besucher aus der gesamten Region. Bei diesem „Sauf-, Freß- und Buhlfest“, wie es in bisweilen in alten Quellen von der Kirchweih heißt, bietet das Museumsdorf ein volles Programm mit viele Attraktionen und Vorführungen, und vor allem allerlei zum Probieren und Mitmachen.
Los geht es bereits am Samstag, 6. Oktober, mit dem Schlachttag. Zum Auftakt wird ab 11 Uhr vor dem Bauernhaus am Dorfplatz ein Schwein geschlachtet wie früher. Natürlich gibt es dann auch wieder Schlachtplatte mit Sauerkraut wie aus Omas Küche. Im Festzelt spielen am Nachmittag die „Talheimer Straßenmusikanten“.
Ab 13 Uhr ist dann vor allem für die kleinen Museumsbesucher wieder viel Unterhaltung und allerlei Mitmachaktionen geboten. So werden Drachen gebastelt, Rübengeister geschnitzt, Kartoffeln gedämpft und am Kräuterfeuer gebraten. Mit dabei ist dieses Jahr der aus vielen Fernsehsendungen bekannte „Zirkus Liberta“ mit seinen Haustieren in der Manege. Und natürlich am Samstag auch schon die „Hexe Raija“, das Kasperle aus Dotternhausen mit ihren hinreißenden Darbietungen für die Kinder da, ein Kinderkarussell und erstmals auch eine Schiffschaukel.
Am Sonntag, 7. Oktober, lädt das Museumsdorf zum großen Kirbe-Markt. Da bietet das Freilichtmuseum praktisch alles auf, was das Besucherherz begehrt: Beim traditionellen Markt erwarten die Besucher ab 11 Uhr wieder „manigliche Lustbarkeiten der alten Kirchweih“: vom Baumklettern bis zum Scheibenschießen - vom Steinstoßwettbewerb bis zum „Hau den Lukas“, vom Gaukler bis zum Drehorgelmann, vom Hammellauf bis zum Kinderkarussell und zur historischen Kirmesorgel von 1878 und vieles mehr. Die Hexe „Raija“ treibt ihren Schabernack, und das Kasperle aus Dotternhausen lädt mit wundervollen Geschichten die Kleinsten zum Mitfiebern ein.
Spannend dürften für die Kinder aber die Seiltänzer sein, die die Kinder nach ihren Shows sogar zum Mitmachen auf dem Seil einladen. Natürlich gibt es auch die anderen alten Belustigungen, wie Steinstoßen und Baumklettern, oder „Hau-den-Lukas“ und das Kinderkarussell. Dazu gibt es in der stimmungsvollen Atmosphäre des historischen  Dorfes einen Bauernmarkt wie früher, mit allen Dingen, die es auf einem solchen Markt zu finden gab: Obst und Gemüse, Eier und Speck, lebendiges Geflügel und Hasen, Kräuter und Gewürze, Töpfer- und Kurzwaren, dazu Färber, Scherenschleifer und „Krattenmacher“, Küfer, Riemenschneider und Scherenschleifer, Seiler und Rechenmacher, Schuster, Wagner und Schmied, den Barbier am Dorfbrunnen und vieles andere mehr.
Doch was wäre das Herbstfest ohne verschiedene bäuerliche Vorführungen, wie Dampfdreschen mit der museumseigenen Dampfmaschine, Göpelbetrieb mit Pferd, Flegeldreschen und Pflügen mit Pferden, Holzverarbeitung, Kartoffelfeuer und Krauthobeln. Und zu allem gibt es natürlich eine Menge (Volks-)Tänzer und Musikanten auf allen Plätzen sowie im Festzelt und natürlich viel Essen und Trinken: Schlachtplatte statt Steaks, frisch gepresster Apfelsaft statt Sekt an der Bar, ofenfrische Dünne mit Most, Speck- und Schmalzbrot, aber auch Apfelküchle und Schupfnudeln und manches mehr, eben wie es sich bei einem bäuerlich-ländlichen Fest gehört.
Das Museum ist an beiden Tagen von 9-18 Uhr geöffnet. Infos zum „Kirbe“-Programm auch im Internet unter www.freilichtmuseum-neuhausen.de.