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Das Weihnachtsgeschenk des Parteienstaates

Söder: „Für ein schönes Weihnachten müssen wir den Lockdown verlängern“

Von WOLFGANG HÜBNER

Zynischer geht es nicht mehr: „Für ein schönes Weihnachten müssen wir den Lockdown verlängern.“ Muss der Namen des Politikers, der diesen Satz von sich gegeben hat, eigentlich noch genannt werden? Nun, es ist natürlich der Bayern-Diktator Markus Söder. Für seine Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur der Union ist jede Verlängerung und jede Steigerung der Viruspanik Gold wert. Er hat bislang schon politisch ungeheuer profitiert, das soll auch noch möglichst lange so bleiben.

Und Söder weiß auch, dass die anderen Kollegen mitziehen werden, weil keiner von ihnen die Risiken eines auch nur leichten Ausscherens auf sich nehmen will. Immerhin hat ja der schleswig-holsteinische CDU-Ministerpräsident Daniel Günther beteuert, er wolle nicht die Polizei schicken, wenn es an den Weihnachtsfeiertagen zu größeren Familientreffen kommen sollte.

An den unverschämten Äußerungen von Söder, Günther und anderen lässt sich erkennen, wie verachtungsvoll sie den Souverän behandeln, den sie sicher im Griff zu haben glauben. Was allerdings der Wahrheit leider sehr nahe kommt. Selbstverständlich betonen sie alle, den unzähligen materiell geschädigten Deutschen werde auch weiterhin großzügig aus der schier unerschöpflichen Staatskasse geholfen.

Und ebenso selbstverständlich wird kein Wort verloren über die ideellen, seelischen und auch gesundheitlichen Schäden, die mit jeder weiteren Lockdown-Woche verbunden sind, aber in der Regel individuell erlitten werden. Die herrschende Politik hat für diese Schäden weder ein Sensorium, Verständnis noch gar eine Lösung.

Die Leiche im Keller des Parteienstaates
Vielmehr ist der Parteienstaat darum bemüht, die Leiche im Keller versteckt und verscharrt zu halten, die er auf dem Gewissen hat: Eine Gesundheits- und Altenpflegepolitik, die auch der jetzigen Virusbedrohung gewachsen wäre, ohne den wirtschaftlichen Absturz von Millionen Bürgern und die hoffnungslose Verschuldung des Staates zu riskieren.

Doch war es weit verlockender und dazu noch politisch ertragreicher, mit vielen Milliarden den nun völlig lahmgelegten linken Kulturbetrieb zu mästen, zugunsten der parteinahen Sozialkonzerne die Grenzen für deren profitable Kundenflut zu öffnen und das Weltklima mit der idiotischen Energiewende dort retten zu wollen, wo es ganz bestimmt nicht zu retten ist. Der von dem deutschen Volk geschaffene Ertrag seines Fleißes wurde und wird nicht da investiert, wo es nicht nur jetzt so sehr Not täte.

Stattdessen wurde im Gesundheitswesen rationalisiert und privatisiert, als gäbe es nie die Möglichkeit der Situation, in der wir jetzt sind. Dass Deutschland in Europa und der Welt immer noch besser da steht als viele andere Staaten, beweist nur, dass anderswo noch verantwortungsloser, oft jedoch auch mit viel geringeren finanziellen Möglichkeiten gewirtschaftet wurde.

Der Industriegigant und Exportkönig Deutschland aber hatte in der Vergangenheit alle Möglichkeiten, sich um das Wohl der Kranken, Alten und Behinderten so ausreichend zu sorgen, um überfüllte Intensivstationen und unmenschlich isolierte Pflegeheime bei einer Epidemie zu vermeiden, die keineswegs pestartiges Massensterben verursacht.

Und wenn nur ein Viertel der scheiternden Studierenden im Modefach Psychologie eine hochqualifizierte, gut bezahlte Stelle in Krankenhäusern und Heimen anstreben könnte, wäre sogar das Personal vorhanden, das der Gesundheitsminister ohne Skrupel aus der ganzen Welt nach Deutschland locken will. Allerdings, so viel Ehrlichkeit muss sein, hat die große Mehrheit der Wähler Mal ums Mal diese Politik legitimiert. Und auch jetzt noch wird über diese Leiche im Keller sehr wenig bis überhaupt nicht geredet. Es könnte fast zu spät sein, das nun zu tun.
(pi-news.net)

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