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Demo-Winterpause

FFF-Klimakids wegen „extrem hoher Belastung“ erschöpft

Von REALSATIRE

Am Tag nach Freitag studiere ich beim Frühstück die örtliche Haltungspresse, in der sich seit Monaten Volontäre regelmäßig in der Samstagsausgabe und mit nicht nachlassendem Eifer die Hörner abstoßen dürfen bei der Berichterstattung über demonstrierende Kinder, die den Unterricht wegen Klimakrise schwänzen und uns alte Zeitungsleser in Panik versetzen wollen.

Doch es informiert seltsamerweise keine Zeile über die jungen Kämpfer gegen CO2-Ausstoß und Feinstaub, obwohl der doch gerade zu Weihnachten übers Quartier der reichen Kaminbesitzer wabert und alle den nahenden Weltuntergang erschnüffeln lässt.

Was ist da los? Hat die örtliche FFF-Fangemeinde Greta am vergangenen Freitag zum 17. Geburtstag in Schweden besucht und war demo-verhindert? Oder hat das Klima überraschenderweise eine Pause eingelegt, in der es nichts zu demonstrieren gibt? Das kann nicht sein, denn sonst hätte die FFF-affine Lokalpresse sicher kein CO2 gescheut und einen Sonderkorrespondenten nach Stockholm entsandt. Mit dem Flugzeug ist es schließlich nur einen Katzensprung hin und zurück.

Das Vor- und Zurückblättern, alles Suchen nützt nichts: Es steht diesmal wirklich kein Sterbenswörtchen über die lokalen FFF-Aktivitäten im Blatt. Keine Kids mit im Kunstunterricht gemalten Plakaten, keine altklugen achtjährigen Einsteins, die fasziniert nickenden Reportern wissenschaftliche Erkenntnisse in den Block diktieren. Natürlich auch kein Hinweis über alte vom WDR geadelte Umweltsäue respektive Nazisäue, die sich sonst unters junge FFF-Volk mischen.

Ich habe dann „FFF Hannover“ gegoogelt. Die Seite, die da aufploppte, hat mich leicht überrascht. Dort stand:

***Wir machen Winterpause vom 16.12.19 – 05.01.2020. Unsere nächste Demo findet 17.01.2020 statt.***

Meine Frau erinnerte sich, dass in Niedersachsen die Schüler diesmal am 20.12.2019 (einem Demo-Freitag) in die aktuellen Weihnachtsferien starten und am 7. Januar 2020 zurück sein müssen. Wie durch ein Wunder scheint also das hannoversche Klima während der niedersächsischen Schulferien Pause zu machen. Logisch ist, dass in dieser Zeit nicht demonstriert werden muss, weil ja die Welt dann nicht untergehen kann.

Ich denke mir, dass die Kids stattdessen mit Papas SUV in den Harz zum Skilaufen fahren können, vielleicht mit der Brockenbahn ganz ohne Anstrengung den höchsten Gipfel erklettern, wobei fleißig Kohle verfeuert und malerische Feinstaub-Wolken in die winterliche Landschaft gepustet werden. Oder besser noch nach Mallorca oder ins sonnige San Francisco jetten und dort vielleicht wieder die Grüne Katharina Schulze aus Bayern beim Eisschlecken mit Plastiklöffel beobachten können.

Ich hab´ dann auf „Mehr erfahren“ weitergeklickt und festgestellt, dass es in Wirklichkeit die „extrem hohe Belastung“ des Schuleschwänzens in den zurückliegenden Monaten war, die die FFF-Kids veranlasst hat, nun mal eine „bewusste Pause“ einzulegen. Zwar mache die Klimakrise keine Ferien, so heißt es, aber man müsse nun „Energien aufladen“, um nach den Ferien wieder „laut zu sein“.

Gönnen wir dem FFF Hannover und allen anderen FFF-Pausierern in Deutschland die schöpferische Pause beim Schuleschwänzen. Versöhnlich klingt, dass von FFF Hannover 2020 „alle eingeladen werden, gemeinsam mit uns lautstark für Klimaschutz einzustehen“. Das kann nur heißen: auch alle alten Umwelt- und Nazisäue sind willkommen sowie Omas und Opas, denen man kürzlich noch ein sozialverträgliches Ableben prognostiziert hat. Fast irgendwie beruhigend für uns ältere Menschen, denn bis zur nächsten FFF-Demo nach den Ferien geht auf jeden Fall noch jeden Tag die Sonne auf.
(pi-news.net)

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