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Der Mann aus dem Steuerhinterziehungsparadies

Joe Biden vertritt Delaware seit 40 Jahren als Senator in Washington

Von WOLFGANG HÜBNER

Kennen Sie Delaware? Wahrscheinlich nicht, denn wahrscheinlich zahlen Sie Ihre Steuern brav bei einem deutschen Finanzamt ein. Delaware aber liegt an der Ostküste der USA und ist deren zweitkleinster Bundesstaat. Er hat rund 900.000 Einwohner, die Hauptstadt, zugleich der größte Ort des Bundesstaates, ist Wilmington mit rund 70.000 Bürgern.

Im Vergleich mit den amerikanischen Metropolen ist Wilmington nur ein Zwerg. Doch zugleich ist es ein Gigant in ganz anderer Beziehung: Dort haben nämlich hunderttausende, darunter viele börsennotierte Unternehmen, ihren rechtlichen Sitz. Denn Delaware ist, wie es bei Wikipedia so schön heißt, die „Steueroase“ der USA.

„Steueroasen“ sind Gebiete, in denen Steuerhinterziehungen im großen Stil ganz legal durchgeführt werden können. Deshalb gibt es im kleinen Delaware mehr dort gemeldete Unternehmen als Einwohner. Selbstverständlich haben die dort ihre Steuerlast bedeutend oder auch völlig mindernden Unternehmen, zu denen zahlreiche große Konzerne gehören, nicht ihre Firmenzentralen in Delaware, sondern in New York, Chicago oder Los Angeles. Laut der Steuerrechtsgruppe „Netzwerk für Steuergerechtigkeit“ ist Delaware der weltweit beliebteste und gebräuchlichste Ort für Steuerhinterziehungen.

Ein Politiker, der diesen Bundesstaat seit über 40 Jahren als Senator in Washington vertritt, ist mit all dem natürlich bestens vertraut. Er wird sich sogar große Verdienste um diese ganz besondere Rolle von Delaware gemacht haben. Und zu seinem persönlichen wie politischen Schaden wird das auch nicht gewesen sein.

Diesen Politiker gibt es: Er heißt Joseph „Joe“ Biden und soll nach Meinung der US-Medien und Bundeskanzlerin Merkel demnächst US-Präsident werden. Dann wäre der größte politische Steuerhinterzieher der Welt auch deren derzeit noch mächtigster Mann.
(pi-news.net)

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