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Der Mensch soll überwunden werden!

Thor Kunkel: „Der Weg der Maschine“

Von Vera Lengsfeld

Der Krieg in der Ukraine verdeckt gerade den Blick auf die Coronapolitik und ihre Folgen, aber man sollte sie nicht aus den Augen verlieren, denn unter der Überschrift Gesundheitsschutz sind viele Weichen gestellt worden, die nicht nur neototalitär anmuten, sondern es tatsächlich sind.

Thor Kunkel, einst Liebling der links-grünen Kulturszene, bis er sich kritisch mit der Masseneinwanderung von Männern aus antisemitischen und frauenfeindlichen Gesellschaften auseinandersetzte, hat mit seinen „Riskanten Essays“ das gemacht, was vom einem Literaten erwartet wird: Die Gefahren für Rechtsstaat und Demokratie klar zu benennen. Unter dem leider etwas sperrigen Titel: „Der Weg der Maschine – Annäherungen an den kybernetischen Sozialismus“ ist sein Essaybändchen in der Exil-Reihe des Buchhauses Loschwitz erschienen. Man darf sich vom Titel nicht abschrecken lassen, das Büchlein enthält puren Sprengstoff.

Obwohl sich Kunkel mit der Coronakrise befasst, interessieren ihn nicht die medizinischen Implikationen, sondern vor allem die gesellschaftlichen Veränderungen, die in den letzten zwei Jahren von Politik und den meinungsmachenden Medien mit erstaunlichem Erfolg vorangetrieben wurden.

Unter dem Sperrfeuer einer permanenten Coronapropaganda scheint der Mehrheit der Bevölkerung die Fähigkeit zum selbstständigen Denken ausgetrieben worden zu sein. Beispiel dafür sind die medizinisch wertlosen, bzw. sogar gesundheitsgefährdenden Masken, die nach Aufhebung staatlicher Zwangsmaßnahmen freiwillig weitergetragen werden. Diese Masken sind ein Symbol für „die erwünschte affirmative Gesinnung“, mit der die verordneten Coronamaßnahmen, die sich teilweise sogar widersprachen, widerstandslos befolgt werden sollten.

„Je länger man das politische Emergency Design (Quarantäne, Masken, pausenlose Opferappelle an das Volk) anhält, umso mehr hat man den Eindruck, ein Bubenstück zu durchschauen. Die strukturell vorhandene Gewalt gegen normale Bürger, die der ehemalige französische Präsident Hollande einst die Zahnlosen nannte, zeichnet sich europaweit ab. Die angeblich so toleranten Regime lassen ihre Kritiker entweder niederknüppeln oder medial lynchen. Kommentiert wird das Ganze von einem neuen Obrigkeitston, den man Anfang des 21. Jahrhunderts nicht mehr für möglich gehalten hat“.

Die angestrebte „präventive Gesellschaft“ hat nicht mehr das Ziel, den Menschen vor Ausbeutung und Unterdrückung zu retten, sondern die Welt vor den Menschen.

Das ist natürlich schon in der Klimaideologie angelegt, die den Menschen alle möglichen Beschränkungen zur Rettung des Klimas auferlegen will und in den Coronamaßnahmen eine willkommene Blaupause sieht, die möglichst nahtlos in die Klimapolitik übernommen werden soll.

Wer, so Kunkel, aber genauer hinsieht, stellt fest, dass die selbsternannte Globale Elite, bestehend vor allem aus den Superreichen, von denen es inzwischen 12 Clubs gibt, die Klimawandel-Propheten eher die Rolle eines nützlichen Idioten spielen, die vom eigentlichen Interesse ablenken. Die Milliardäre interessieren sich vor allem für Geriatrie, die der physischen Optimierung im Sinne eines übermenschlichen Seins, dienen soll. Wer das für eine Verschwörungstheorie hält, lese Yuval Noah Harari, der dieses Phänomen in seinem Bestseller „Homo Deus – eine Geschichte von morgen“ von links beschrieben hat.

Außerdem sei darauf hingewiesen, dass das World Economic Forum des Klaus Schwab „Human Enhancement“ als Ziel auf seiner Website verkündet.

Der menschliche Körper ist von nun an ein politischer Ort.

Grundgesetzlich garantierte körperliche Unversehrtheit war gestern. Heute gibt es Impfpflicht als Akt der Solidarität.

Ein weiterer Trend ist der zur Künstlichen Intelligenz, die möglichst viele Menschen ersetzten soll. Was fängt man mit den überflüssigen Massen an, die schon als Klimakiller stigmatisiert sind? Diese Frage stellt sich auch Harari, beantwortet sie aber höchst ausweichend.

Kunkel zitiert zwei Grüne aus seiner Bekanntschaft, die in Corona die Möglichkeit sehen, die Menschheit „gesund zu schrumpfen“. Das Virus sei eine Art „natürlicher Aufräumer “.

Was folgt dieser Idee, nachdem das Virus so kläglich bei der ihm zugewiesenen Aufgabe versagt hat?

Die Menschenfeindlichkeit dieser Lifestyle-Linken ist bereits öffentlich zu beobachten: Bei Demonstrationen gegen die Kinder, die nicht geboren werden sollen, ihre Bezeichnung als „Parasiten, die sich des Körpers einer Frau bemächtigen, die Forderung nach Abtreibung bis zum 9. Monat. Es ist längst keine zu vernachlässigende Minderheit mehr, die sich so äußert. Im Staat New York ist die letztgenannte Forderung bereits Gesetz.

Diese Linken merken nicht einmal, dass sie die neuen Unmenschen sind, kommentiert Kunkel.

„Die durch Umerziehung geläuterten Nazienkel“ demonstrieren mit ihrem Denken und Handeln, dass sie die wirklich wichtigen Lehren aus der Nazidiktatur nicht gezogen haben. Damit stehen sie nicht allein.

Wir haben es mit einer selbsternannten globalen Elite zu tun, die nicht begreift, dass sie alles falsch gemacht hat und nun bereit ist, ihre Fehler bei Gefahr eines neuen Weltbrandes zu vertuschen.

Thor Kunkel: „Der Weg der Maschine“
(vera-lengsfeld.de)

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