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Der Straflockdown der Kanzlerin

Die Lüge feiert im Coronageschehen weitere Triumphe

Von WOLFGANG HÜBNER

Es soll tatsächlich noch Menschen in Deutschland geben, die Lockdown-Zwangsmaßnahmen für medizinisch begründet und notwendig halten. Dazu gehört allerdings schon ein hohes Maß an Ignoranz oder Unwissenheit. Denn wäre dem wirklich so mit der angeblichen dringenden medizinischen Notwendigkeit, dann müsste es längst schon den „harten“ Lockdown geben, von dem vor Ostern die Rede war und mit dem „zehntausende“ Leben laut Lauterbach, Söder & Co. gerettet werden sollten.

Doch dazu kam es bekanntlich nicht, es blieb vielmehr beim „weichen“ Dauerlockdown mit trotzig sinkenden Opferzahlen sowie einer multimedial als Sensation gefeierten „Entschuldigung“ der Kanzlerin, die sich nicht gegen den lauter werdenden Unmut im Volk und in der Springer-Presse durchsetzen konnte.

Aber Angela Merkel, der nicht nur nationale Symbole und Zeremonien widerwärtig sind, sondern auch wenig an dem Volk liegt, das sie regiert, will die erlittene Schmach keineswegs hinnehmen. Im Gegenteil, Merkel sinnt längst auf Revanche, nämlich auf einen bundesweiten „harten“ Straflockdown. Zwar ist längst klar, dass auch der härteste Lockdown das Virus nicht mehr vertreiben, sondern nur die Menschen, ihr Zusammenleben und die Ökonomie weiter unzumutbar belasten wird.

Deshalb noch einmal: Wenn es eine tatsächliche Notwendigkeit gewesen wäre, mit einschneidenden Maßnahmen die Virusverbreitung zu unterbrechen, dann hätten diese Maßnahmen schon vor und über Ostern stattfinden müssen. Haben sie aber nicht. Und zwar deshalb nicht, weil nach Merkels Scheitern politische Ratlosigkeit und Streit herrschte.

Nun soll diese Situation mit einem Beweis der Macht des Bundes über die zum Teil widerstrebenden Länder beendet werden. Die Kanzlerin will zeigen, wer das Sagen hat und wohl auch noch nebenbei den CDU-Versagervorsitzenden Laschet endgültig zur Lachnummer machen. Das erfreut selbstverständlich seinen Rivalen Söder ungemein, deshalb will der künftige Kanzlerkandidat der Union gleich auch schon mal Diktator spielen und droht, die anberaumte Konferenz der Ministerpräsidenten platzen zu lassen, wenn diese nicht schon vorzeitig gehorsam auf Merkel-Kurs gehen.

Hat Söder damit Erfolg, kann Merkel einmal mehr sagen, ihr Straflockdown finde im schönsten Konsens statt. Kurzum: Es geht ausschließlich um politische Winkelzüge und Machtdemonstrationen, mitnichten aber um die Volksgesundheit und lebensrettende Maßnahmen. Die Lüge feiert im Coronageschehen weitere Triumphe.
(pi-news.net)

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