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Deutet sich langsam ein Umschwung an?

Immer mehr Corona-kritische Stimmen aus dem Mainstream

Von MARKUS WIENER

Während die etablierte Politik, allen voran der bayerische Corona-Diktator und Möchtegern-Kanzler Markus Söder, ständig mit neuen Covid 19-Horrorszenarien um sich wirft und bereits weitere Zwangsmaßnahmen androht, regt sich in Teilen des medialen und wissenschaftlichen Mainstreams langsam Widerstand dagegen.

So räumte nicht nur die Sendung „ARD extra: Die Corona-Lage“ vom 6. Oktober erstmals ein, dass die Leitmedien zu viel Angst und Panik verbreiten und eine falsche Unsicherheit vermitteln. Auch in den Tageszeitungen werden immer öfters auch differenzierte Meinungen über die „gefährliche“ Corona-Pandemie in Deutschland zugelassen.

WELT-Herausgeber Stefan Aust fällt zum Beispiel schon seit einiger Zeit mit kritischen Zwischentönen auf und hat auch vor wenigen Tagen erneut nachgelegt: “Alle sehen, dass zwar die Infektionszahlen bei uns durch mehr Testungen gerade in jüngeren Altersgruppen steigen, das aber kaum Auswirkungen auf die Krankenhäuser hat und zudem die Sterberate extrem gering ist. Dem gegenüber steht ein staatliches Handeln, das diese Entwicklung nicht ausreichend reflektiert”, so seine noch recht vorsichtig formulierte Kritik Ende September in der WELT.

Etwas deutlicher wurde da schon der Präsident der kassenärztlichen Vereinigung von Hamburg, Walter Plassmann, am 1. Oktober auf Focus-Online: “Wer die Gesellschaft mit immer neuen Hiobsbotschaften auf immer höhere Bäume treibt, der macht die Gesellschaft krank. Es ist bezeichnend, dass die Debatte um das Sars-CoV-2-Virus von Medizinern bestimmt wird, die nicht mit dem ganzheitlichen Menschen arbeiten. Virologen sehen nur sehr kleine Teile des Menschen, Epidemiologen nur Zahlenreihen und Statistikmodelle, Anästhesisten sedierte Menschen. Das wirklich wahre Leben kommt im beruflichen Alltag der Drostens, Lauterbachs und Brauns nicht vor.”

Den Ärzten und Ärztinnen sei laut Verbandschef Plassen schon im April aufgefallen, dass es eine Diskrepanz zwischen der politisch-medialen Aufgeregtheit und dem, was sie erleben, gibt: “Es ist ja bezeichnend, dass unter denjenigen, die zur Mäßigung aufrufen, überdurchschnittlich viele Ärzte sind.“ Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Covid-19 zu infizieren, sei “sehr gering, die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, hoch gering und die Wahrscheinlichkeit, schwer zu erkranken oder gar zu sterben, äußerst gering.”

Doch auch unter den von Plassen gescholtenen Virologen wächst das Unbehagen über die freiheitsfeindliche und übergriffige Corona-Eindämmungspolitik. Und neuerdings nicht mehr nur bei pensionierten Professoren, die nichts mehr zu befürchten haben, sondern sogar bei aktiven und renommierten Forschern.

So wie zum Beispiel bei Professor Hendrik Streeck, Chef der Virologie an der Universität Bonn und quasi der “Staats-Virologe von NRW”, seitdem er im Auftrag von Armin Laschet im Kreis Heinsberg die bisher genaueste Studie zu Infektionswegen, -verlauf und Sterblichkeitsrate von Covid-19 durchgeführt hatte. Schon die vor einigen Monaten veröffentlichten Ergebnisse hatten vielen Corona-Hysterikern nicht ins Konzept gepasst, aber dieser Tage fordert Streeck auf den unterschiedlichsten medialen Kanälen ganz offen ein Ende der Verbotspolitik.

In der Kolumne des bekannten Journalisten Wolfram Weiner auf web.de liefert Streeck eine wahre Fundgrube für alle Kritiker der Corona-Regierungsmaßnahmen:
“Dieses Virus ist tödlich nur für wenige. Genauso wie viele andere Viren auch. Das Virus ist zu politisch geworden, obwohl es eigentlich nicht politisch sein sollte.” Streeck plädiert im Gespräch mit Weimer für ein Ende des Krisen- und Panikmodus. Der Umgang mit dem Virus mit einer Sterblichkeitsrate von 0,37 Prozent müsse zu einem normalen Risikohandling wie bei vielen anderen Risiken des Lebens auch werden. Ängste zu schüren sei der falsche Weg, weil man damit die Gesellschaft spalte und die Akzeptanz für eigenverantwortliche Achtsamkeit schwäche.

Maskenpflichten etwa an der frischen Luft seien unsinnig. Man werde wahrscheinlich auf Jahrzehnte mit dem Virus leben werden und können. Auch durch Impfungen sei hier voraussichtlich keine endgültige Abhilfe zu erreichen. Immer wieder würden auch die Infektionszahlen saisonal bedingt steigen. Solange das aber zu keiner Überlastung der Krankenhäuser führe, könne gut damit umgegangen werden. Deshalb sei ein alleiniges Starren auf die Zahl der Infektionen – also nicht Erkrankungen oder gar schweren Verläufe – unsinnig.

Und last but not least vermutet Streeck, dass auch ohne den massenhaften Einsatz von Impfstoffen die Pandemie abflaue. Man verzeichne in großen Ballungsräumen der Erde zusehends eine Herdenimmunität. Streeck nennt dazu als Beispiele Brasilien, die USA, Schweden und Indien.

Das alles passt freilich nicht mit dem aktuell immer schriller werdenden Alarmgeheule von Söder und Co. zusammen. Wobei sich ein merkwürdiges Ost-West- und Nord-Süd-Gefälle im Wettlauf um immer härtere Zwangsmaßnahmen zeigt. Offenbar mutiert unter Söder alles unterhalb des Weißwurstäquators zum neuen “Tal der Ahnungslosen”, während in den nördlichen und östlichen Bundesländern der wesentlich vernünftigere Umgang vieler Nachbarländer mit dem neuen Virus auch nach Deutschland hinein ausstrahlt.

Bemerkenswert ist zudem, dass im bisher sehr einheitlichen Corona-Chor der etablierten Medien und sogar im GEZ-Staatsfernsehen vermehrt abweichende Stimmen zugelassen werden. Auch auf dem Höhepunkt des Flüchtlings-Tsunamis 2016 deutete sich so ein anschließendes Zusammenbrechen der geschlossenen Propagandafront an.
(pi-news.net)

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