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Die große Impferpressung

Immer mehr bereit zum "großen Menschenexperiment"?

Von WOLFGANG HÜBNER

„Freiheit“ gegen Impfung – so lautet der Deal, den die freiheitsfeindlichen Lockdown-Politiker dem ängstlichen, aber auch zunehmend murrenden Volk nun aufdrängen wollen. Bei realistischer Beurteilung der Lage gibt es wenig Zweifel, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung bereit ist, sich dieser faktischen Erpressung zu beugen. Selbst viele derjenigen, die Befürchtungen wegen der mangelhaft erprobten, neuartigen Impfstoffe hegen, sind inzwischen so zermürbt von all den Einschränkungen und Zwangsmaßnahmen, dass sie resignierend bereit zur Teilnahme an dem großen Menschenexperiment sind. Hinzu kommt die chronische Ungeduld des modernen menschlichen Zeitgeisttyps der dekadenten Spaßgesellschaft, nur ja nichts noch länger zu versäumen oder zu entbehren.

Doch die Erpressungsstrategie der herrschenden Politik hat erhebliche Schwachstellen: Selbst in den nächsten Früh- und Hochsommermonaten, also der traditionellen Urlaubszeit, werden keineswegs alle 83 Millionen Menschen in Deutschland durchgeimpft werden können. Bislang sind erst rund sieben Prozent der Bewohner zwischen Flensburg und Konstanz vollständig geimpft, vorwiegend alte und ältere Menschen. Zwar ist anzunehmen, dass das Impftempo in den kommenden Wochen erhöht wird. Doch wird das einstweilen nur den Anteil der Geimpften gegenüber dem Anteil der Nichtgeimpften erhöhen. Bei letzteren dürfte das die Stimmung verschlechtern, falls die Geimpften irgendwelche Rechte zurückbekommen, die den Nichtgeimpften verwehrt werden.

Und wie soll es alltagspraktisch überhaupt bewerkstelligt werden, einer wachsenden Minderheit von Geimpften „Freiheiten“ zu gestatten, die die noch nicht Geimpften weiterhin missen sollen? Das kann nur auf eine geradezu unerträgliche bürokratisierte Spaltung und Gängelung der Bevölkerung hinauslaufen. Die derzeit verantwortlichen Politiker scheint das nicht zu schrecken. Denn ihr Motto ist offensichtlich: „Ein gespaltenes Volk lässt sich noch leichter regieren und manipulieren“.

Aber auch diese zynische Kalkulation kann ein zentrales Problem der Impferpressung nicht beseitigen: Die fehlende gesetzliche Impfpflicht. Zwar gibt es im Infektionsschutzgesetz seit 2001 in § 20 Abs. 6 und Abs. 7 die Rechtsgrundlage für eine Impfpflicht. Doch gilt bislang die Versicherung der Bundesregierung, wegen des Corona-Virus keine Impfpflicht einzuführen. Es wäre zwar wenig überraschend, wenn auch dieses Versprechen demnächst gebrochen würde, noch ist es aber nicht soweit.

Der Widerstand gegen eine Impfpflicht wäre auch nicht gering einzuschätzen. Deswegen hoffen die Lockdown-Politiker auf die tatkräftige Mithilfe von Handel, Wirtschaft, Tourismus-und Freizeitindustrie oder gesellschaftlichen Institutionen bei der Durchsetzung einer praktischen Impfpflicht mittels Bevorzugung von Geimpften. Die staatliche Erpressung soll faktisch privatisiert werden. Ob das klappt, bleibt allerdings abzuwarten.

Wer Bedenken gegen die Impfung, zumindest aber die bisherigen Impfstoffe hat; wer sich als freiheitlicher Bürger der politischen Erpressung nicht beugen will, tut gut daran, seine ganz persönliche Impfentscheidung nicht unter dem gegenwärtigen Druck aus Politik und Medien zu fällen. Damit ist auch keine unverantwortlich erhöhte Krankheitsgefahr verbunden. Wohl aber die Möglichkeit, sich Optionen offen zu halten, die sich besser als die Impfung mit Stoffen erweisen könnten, deren Nebenwirkungen, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit so ungewiss sind. Nicht selten ist Abwarten die beste Medizin.
(pi-news.net)

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