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Die Kritik an grün-roten Bildungsexperimenten nimmt zu

"AK Schule und Bildung" hinterfragt Gemeinschaftsschule
(tutut). Auch wenn schon die schwärzesten Dorfschultes sich um eine Gemeinschaftsschule balgen, des grün-rot gefärbten Geldes der Steuerzahlter wegen, ändert dies nichts darabn, dass Bildungsexperiment in Baden-Württemberg den Weg in Richtung Abstieg weist. Wer verantwortliche Schulpolitik für Kinder und Jugendliche machen will,  gibt nicht Bewährtes auf zugunsten fragwürdiger Veränderungen aus ideologischen Gründen, welche schon in anderen Bundesländern alles andere als ein Erfolg sind.
Nun hat auch der "Arbeitskreis Schule und Bildung" mit einer Pressemitteilung seine Sorgen um die Experimente mit der Gemeinschaftsschule geäußert. Darin heißt es:
Wachsende Kritik an Gemeinschaftsschulplänen der grün-roten Landesregierung macht eine grundsätzliche bildungspolitische Debatte erforderlich
Vier Monate nach dem erzwungenen Start der ersten Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg wächst der Widerstand gegen dieses Projekt. Lehrerverbände aus allen Schul-arten und Initiativen von Eltern vor Ort haben eine breite Opposition aufgebaut.

Die damit verbundenen Diskussionen über das Thema «Gemeinschaftsschule» und die Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung bieten die Gelegenheit für eine grundsätzliche Auseinandersetzung über die Zukunft unserer Schulen.

Immer mehr Fachleute, so zum Beispiel Professor Jochen Krautz mit seiner neuesten Analyse zum Thema «Bildungsreform und Propaganda» (u.a. zu finden auf www.arbeitskreis-schule-und-bildung.de), fordern dringend eine Abkehr von einer Bildungspolitik, deren Menschen-bild von einem «homo oeconomicus» ausgeht. Sie fordern eine Erneuerung auf der Grundlage eines personalen Menschenbildes, das dem des Grundgesetzes entspricht und die Würde des Menschen und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit im Rahmen des Sittengesetzes an die erste Stelle setzt.
«Warum sollen wir in unseren Schulen einer Ideologie folgen, die selbst im Wirtschaftsleben so offensichtlich versagt hat?» fragen viele Bürgerinnen und Bürger zu Recht.
Die Gemeinschaftsschulen sind der Versuch, die Anwendung des Konzeptes vom «homo oeconomicus» an unseren Schulen voranzutreiben. Das pädagogische Konzept dieser Schulart spricht von «Individualisierung» und «selbstgesteuertem Lernen», zugleich aber auch von strikter «Kompetenzorientierung». Dies hat eine stärkere Vereinzelung der Schülerinnen und Schüler zur Folge. Gleichzeitig werden Schülertätigkeiten und -leistungen auf messbare «Standards» reduziert und damit stark eingeengt. Das geht weit über die bisherige Notenge-bung hinaus. Es ist deshalb kein Zufall, dass die Galionsfigur der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg, Peter Fratton, ein Konzept aus Antipädagogik und Ökonomismus zu-sammengezimmert hat, das er mit diktatorischem Habitus, zum Beispiel in einer von ihm ini-tiierten Privatschule in Künzelsau, durchzusetzen versucht.

Die in der öffentlichen Debatte immer wieder angeführten PISA-, IGLU- oder TIMSS-Argumente sind wenig hilfreich, weil genau diese Instrumente dem Konzept des «homo oeco-nomicus», des messbaren Menschen, entsprechen und nichts mehr mit dem Menschenbild des Grundgesetzes, mit der Idee von Bildung als umfassender Menschenbildung zu tun haben. Aber genau auf eine solche Bildung haben die Kinder und Jugendlichen in unserem Land ein Anrecht.

Genau von diesem Menschenbild gehen die Landesverfassung von Baden-Württemberg in ihren Artikeln 11 – 22 unter der Überschrift «Erziehung und Unterricht» sowie das nach wie vor gültige Schulgesetz von Baden-Württemberg in seinem Paragraphen 1 zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen aus. Daran kann man nicht häufig genug erinnern.
(Anmerkung: Der «Arbeitskreis Schule und Bildung in Baden-Württemberg» ist nach eigener Darstellung "ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg, der sich zu Fragen von Schule und Bildung in die öffentliche Diskussion einbringen will. Anlass für die Gründung des Arbeitskreises sind die Pläne der derzeitigen Landesregierung, sogenannte Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg einzurichten. Wir stehen dieser Schulart sehr kritisch gegenüber und glauben nicht, dass die tatsächlichen Probleme und Aufgaben der Schulen in Baden-Württemberg mit einer solchen Schulart gelöst werden können. Im Gegenteil: Wir sehen mit großer Sorge, dass ein erfolgreiches Schulsystem aus den Angeln gehoben werden soll und hierdurch der Bildungs- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg geschwächt wird und Wohlstand und sozialer Frieden gefährdet sind".)