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Die Kritik wird lauter

Stanford-Professor übt scharfe Kritik an Corona-Lockdown

Prof. Jay Bhattacharya, Direktor am Institut für Health Policy der renommierten Stanford Universität, hat in einem Interview scharfe Kritik an den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geübt. Nach Auffassung von Bhattacharya habe die Politik die verheerenden Auswirkungen, die der flächendeckende Lockdown als zentrales Instrument zur Eindämmung des Virus mit sich gebracht habe, nicht ausreichend berücksichtigt.

Im Podcast des konservativen Journalisten John Solomon zeigte sich Bhattacharya schockiert darüber, dass Anfang dieses Jahres zahlreiche Staaten der Welt ihre Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben stilllegten, ohne Kosten und Nutzen dieses drastischen Schrittes abgewogen zu haben. Von wenigen Ausnahmen abgesehen – ein Beispiel ist Schweden – habe jedes Land dieselben Entscheidungen getroffen. »Und ich denke, das war ein wesentliches Problem«, so Bhattacharya. Anstatt sich an die Drehbücher zu halten, denen man in früheren Pandemien gefolgt sei, habe die Politik eine »globale Sperre« angeordnet und damit Neuland betreten.

Ein vernichtendes Urteil fällte Bhattacharya über die Verlegung von SARS-CoV-2-Patienten in Alten- und Pflegeheime, wie sie in einigen US-Bundesstaaten zur Entlastung der Krankenhäuser von den Behörden angeordnet worden waren. Beispiele sind New York und Pennsylvania, die von Gouverneuren der Demokraten regiert werden. Dadurch wurden sowohl das dort tätige Personal als auch die zumeist älteren Bewohner einem unnötigen Infektionsrisiko ausgesetzt, was zu einer signifikant erhöhten Sterblichkeit in diesen Einrichtungen geführt habe. Kritisch setzte sich Bhattacharya auch mit der Informationspolitik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auseinander.

Die habe zu Beginn der Pandemie die Sterblichkeitsrate auf bis zu 3,4 Prozent der Infizierten beziffert. Dieser Wert war besorgniserregend hoch und hätte deutlich über dem der saisonalen Grippe gelegen. Doch aktuelle Schätzungen gehen jetzt nur noch vor einer Rate zwischen 0,26 und 0,5 Prozent aus. Die von den Gesundheitsexperten angestellten Berechnungen als Grundlage für die politischen Entscheidungen zur Bekämpfung der Seuche hätten nicht auf harten Daten basiert, sondern auf Worst-Case-Annahmen. Dieser Fehler war nicht auf bestimmte Länder beschränkt. Vielmehr handelte es sich um ein »weltweites Phänomen«. Bhattacharya vermutet, dass die Beamten des öffentlichen Gesundheitswesens angesichts der Todeszahlen in den ersten Wochen der Pandemie in Panik geraten seien und deshalb Druck auf die Politik ausübten, die Wirtschaft herunterzufahren, obwohl dieser Weg zur Bekämpfung einer Pandemie bis dahin noch nie gegangen worden war.

»Ich kann nicht verstehen, warum so viele Leute dieser Eindämmungsstrategie gefolgt sind«, wundert sich Bhattacharya. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, mit Corona umzugehen, und zwar in einer Weise, die sowohl die Kosten als auch den Nutzen der Maßnahmen angemessen ins Kalkül gezogen hätten, so der Wissenschaftler.

Die Aussagen von Prof. Jay Bhattacharya decken sich mit der Kritik, die der deutsche Virologe Prof. Sucharit Bhakdi in seinem gemeinsam mit der Biochemikerin Karina Reiss verfassten Bestseller "Corona Fehlalarm?" an der Pandemiepolitik in Deutschland übt. Auch Bhakdi/Reiss vertreten auf Grundlage wissenschaftlicher Fakten die Auffassung, dass SARS-CoV-2 sehr viel weniger gefährlich sei, als von offizieller Seite behauptet wird, und gemessen an der tatsächlichen Sterberate einer normalen Grippe gleichkomme. Deshalb sei auch der Lockdown von Wirtschaft und Gesellschaft, der nicht nur gigantische ökonomische, sondern auch humanitäre Schäden verursacht habe, nicht erforderlich gewesen.

In einem aktuellen Interview mit der Fuldaer Zeitung verteidigen Bhakdi und Reiss ihre Thesen gegen Kritik aus der Fachwelt. Von der Politik fordern sie ein sofortiges Ende der Einschränkungen und die Rückkehr zur Normalität. Zu Recht: Kürzlich ist sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zurückgerudert und musste einräumen, dass der drastische Lockdown vom Frühjahr in dieser Form wohl überflüssig gewesen sei. Eine späte Einsicht, der nun alsbald Konsequenzen folgen müssen!
(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen).
(pi-news.net)

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