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Warum sind die Grünen so kriegsgeil?

Komplette politische Kehrtwende der Grünen von Presse  beschwiegen bzw. toleriert

Von M. SATTLER (Teil 1)

Es gibt erstaunlich wenig Diskussionen über die seltsame Wandlung der Grünen von einer radikalen Antikriegspartei zu den vehementesten Verfechtern einer ausschließlich kriegerischen Lösung des Ukraine-Konflikts. Man fragt sich: Haben die Grünen ihr „Frieden schaffen ohne Waffen“ früher tatsächlich ernst gemeint, oder war das alles nur Fassade? Haben sie aus dem russischen Einmarsch in der Ukraine wirklich „gelernt“, oder haben sie nur eine Maske fallen lassen? Und wenn sie bei ihrem Kernthema Friedenspolitik wirklich „gelernt“ haben, werden wir vielleicht in Zukunft auch bei anderen grünistischen Kernthemen von ähnlichen politischen Volten überrascht werden, sobald die Grünen durch Erfahrung klug geworden sind, bei ihren Kernthemen Immigrationspolitik oder ihrer heißgeliebten Energiewendepolitik zum Beispiel?

Wenn sich die AfD über Nacht von einer Partei der Umvolkungskritik zu einer Partei des Umvolkungsfanatismus wandeln würde, gäbe es vermutlich ein ziemliches Aufbrausen in der deutschen Presselandschaft. Die komplette politische Kehrtwende der Grünen bei ihrem Hausthema Pazifismus hingegen wird von der Presse weitgehend beschwiegen bzw. wohlwollend toleriert. Angesichts der geistigen Öde des neuen deutschen Journalismus, dem jegliche tiefergehende politische Analyse fremd geworden ist, ist dies wenig verwunderlich.

Da uns nun aber ausgerechnet die Grünen – noch energischer als CDU/CSU – in den nächsten Weltkrieg gegen Russland hineintreiben, und wir alle in sechs Monaten vielleicht nicht mehr am Leben sein werden, dürfte der Frage, warum die Grünen ihre jahrzehntelang gepflegte Befürwortung gewaltloser Konfliktlösungen von heute auf morgen ins Gegenteil verkehrten, möglicherweise sogar welthistorische Bedeutung zukommen. Im folgenden seien daher einige Gedankengänge in der Raum gestellt, die die überraschende Kehrtwende des deutschen Grünismus rational zu deuten versuchen.

Zwei Erklärungen für die grüne Kehrtwende von einer radikalen Pazifistenpartei zu einer radikalen Militaristenpartei werden bekanntlich immer wieder genannt: Zum einen wird die Wandlung der Grünen zur lautstärksten Kriegspartei Deutschlands, sofern sich die deutsche Presse in Andeutungen und Halbsätzen überhaupt mit diesem Thema beschäftigt, als „Lerneffekt“ dargestellt. Die Grünen, so liest man, hätten durch den russischen Einmarsch „gelernt“, dass das Völkerrecht nicht allein durch gutes Zureden durchzusetzen sei. Dass die deutschen Grünen erst einen russischen Einmarsch benötigten, um eine derart banale Erkenntnis zu „lernen“, spricht nicht unbedingt für ein hohes geistiges Niveau in dieser angeblichen Intellektuellenpartei. Das Argument, dass man früher ein bisschen dumm war und jetzt durch Erfahrung klüger, wirft zudem die zwangsläufige Folgefrage auf, in welchen anderen Themenbereichen die Grünen heute noch ein bisschen dumm sind.

Aber sind die Grünen tatsächlich eine Partei der Dummen, die aufgrund ihrer Neigung zur geistigen Überspanntheit und Weltfremdheit selbst mit einfachsten Mechanismen menschlichen Zusammenwirkens nicht vertraut sind, politische Entwicklungen trotz zahlloser Zeichen an der Wand nicht voraussehen können und daher immer erst „lernen“, wenn die Katastrophe bereits eingetreten ist?

So mancher mag dies durchaus so sehen: Die intellektuellen Grundlagen der derzeitigen Energiewendekrise sind ja auch auf dem Mist der Grünen gewachsen, und die versponnene Idee, dass das Zusammenpressen möglichst vieler Sprachen, Kulturen und Völkerschaften in einem gemeinsamen geographischem Raum dem inneren Frieden dient, könnte sich eines Tages auch noch als intellektuelle Rezeptur der Hölle auf Erden entpuppen. Aber sind die Grünen wirklich einfach nur dumm? Oder ist diese von den Grünen selbst immer wieder vorgebrachte Entschuldigung ihrer einst angeblich pazifistischen Denkweise, sie seien eben nur zu dumm gewesen, als Erklärung für die Radikalität ihres Wandels vom Paulus zum Saulus, die neue grüne Kriegsgeilheit, nicht ein wenig zu dürftig?
» Morgen Teil 2: Darum sind die Grünen so kriegsgeil
(pi-news.net)

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