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Die starke Rede des AfD-Chefs

Gauland kontert nach Merkel-Spitze gegen Weidel

Von BEOBACHTER

Die fast kindische Freude der Kanzlerin-Claqueure nach Merkels Spitze auf Alice Weidel („Das Schöne an freiheitlichen Debatten ist, dass jeder über das spricht, was er für wichtig hält“) währte nicht lange. AfD-Chef Alexander Gauland schenkte Regierung und Altparteien zur Generaldebatte im Bundestag Fakten und Wahrheiten ein, dass ihnen Hören und Sehen verging. Es war eine der bisher stärksten Reden Gaulands im Bundestag, nur unterbrochen von Applaus der eigenen Partei. Tumulte und Zwischenrufe wie üblich blieben weitgehend aus, es schien, als wenn Gaulands Worte Eindruck auch beim politischen Gegner hinterließen.

Hier Gaulands Rede in Kurzfassung:

Zur überzogenen Klima-Hysterie: „Es geht nicht um Stickoxide, sondern um Hochmoral. Die einen predigen sie, die anderen bezahlen sie.“

Zu Massenprotesten in Frankreich: „Ob diese Demonstrationen auch Deutschland bald erreichen? Gründe gäbe es genügend. Den protestierenden französischen Autofahrern gehört unsere ungeteilte Sympathie.“

Gauland zitiert Heinrich Heine: „Der zehnte Teil, was die Menschen in Deutschland erduldet haben, hätte in Frankreich 36 Revolutionen hervorgerufen.“

Zum Dieselfahrverbot A 40 Ruhrgebiet: „Es trifft Pendler noch stärker als Preiserhöhungen. Werden Dieselfahrer auf die Straße gehen? Heine: die deutsche Geduld und die französische unterscheiden sich sehr.“

Zu Macrons Rede im Bundestag: „Jeder von uns wird […] einen wachsenden Teil seines Haushaltes und seiner Steuereinnahmen teilen müssen, sagte der französische Präsident. Das wäre nicht die erste aus finanziellen Gründen arrangierte Ehe, die öffentlich als Liebesheirat verkauft wird. Die AfD bekennt sich aber nur zum Ehevertrag, der in Maastricht geschlossen wurde. Und der nicht eine Teilung der Steuereinnahmen zur Übernahme der Schulden anderer beinhaltet.“

Zur Feinstaubbelastung: „Es gibt keinen Beleg bis heute, dass eine Stickoxidkonzentration über 40 Mikrogramm Gesundheitsschäden auslöst. Der Grenzwert an Arbeitsplätzen in Deutschland und der EU liegt bei 950 Mikrogramm.“

Zu fehlenden Migrations-Obergrenzen: „Für Feinstaub und Stickoxiden gelten penibel überwachte Obergrenzen. Für Migration nicht. Dabei sind die gelegentlich tödlichen Nebenwirkungen von Migration im Gegensatz zu Feinstaub offensichtlich. Eben erst hat ein abgelehnter aber geduldeter Asylbewerber einem Rentner in Wittenburg die Kehle durchgeschnitten.“

Zu den unklaren Migrationskosten: „Migration kostet beachtliche Summen, die von der Bundesregierung diskret beschwiegen werden. Wer die Regierung fragt, wird in ein Labyrinth von Statistiken und Zuständigkeiten geschickt. Nur die eine entscheidende Zahl gibt es nicht für alle Aufwendungen für einen klar definierten Personenkreis.“

Zu den Kostenschätzungen zwischen 30 und 55 Milliarden pro Jahr: „Zum Vergleich: Elterngeld 6,4 Mrd. Euro, Autobahnen und Bundesstraßen 6,6 Mrd., Jahresetat des Forschungsministeriums 17 Mrd. Euro.

Zum Kosten/Nutzen-Aspekt: „Ein Großteil der aktuellen Einwanderer gehört in die Kategorie Primär- oder Sekundäranalphabeten. 70 Prozent der Immigranten brechen ihre Lehre ab. 30 Prozent der Häftlinge in deutschen Gefängnissen sind Ausländer.“

Zur Situation von Deutschen: „Aber 40 Prozent der Deutschen müssen sich auf Altersarmut einstellen. Fast jedem zweiten Bürger, der ab 2030 in Rente geht, droht eine Altersversorgung aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterhalb der Armutsgrenze. Es fehlt überall an Geld, obwohl wir angeblich so viel haben.“

Zum Sozialstaat ohne Obergrenzen: „Sozialstaat und offene Grenzen kann nicht funktionieren. Das ist so, als wenn man im Winter das Fenster aufreißt und zugleich die Heizung immer höher dreht, um die Temperatur zu halten.“

„Die Bevölkerung Afrikas wächst alle 12 Tage um 1 Mio Menschen. Das heißt, die Zahl der in Deutschland aufgenommenen 1,5 Mio Migranten wird in Afrika in 18 Tagen nachgeboren. Was wir getan haben und tun werden, wird dort nicht einmal bemerkt.“

„Der UN-Migrationspakt nennt die Hauptfluchtursache mit keiner Silbe: Die Bevölkerungsexplosion. Wer Europa als Abflussbecken dafür anbietet, wird Europa schwächen und Afrika kein bisschen helfen.“

Zur Pakt-Kritik von CDU-Leuten: „Der Widerstand in der CDU wächst. Herr Spahn will über ihn abstimmen lassen. Herr Ramsauer ist der Meinung, der Pakt öffnet dem Flüchtlingsstrom nach Deutschland Tür und Tor. Das ist einer Ihrer Abgeordneten, liebe Kollegen von der CDU.“

Zur „Unverbindlichkeit“ des Paktes: „Er soll Migration ordnen, illegale Einwanderung eindämmen und das Schlepperwesen bekämpfen. Könnten Sie der Öffentlichkeit einmal erklären, wie das funktionieren soll mit einem völlig unverbindlichen Papier?“

Schluss-Zitat mit Abraham Lincoln: „Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt. Ihr werdet denen, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, nicht helfen, indem ihr die ruiniert, die bezahlen.“
(pi-news.net)

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