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Die toten Kinder der Gutmenschen

Neue Schlepperroute im Mittelmeer

Von KONSTANTIN

Deutschland schreit nach dem Brand in Moria, minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen. Wenige Tage später verdursten auf dem Seeweg nach Zypern zwei Kinder. Schuld daran sind die Gutmenschen.

Es wäre so schön, wenn das Leben genauso einfach und logisch wäre, wie eine Mathematikformel. Niemand würde anzweifeln, dass eins plus eins gleich zwei ergibt. Im wahren Leben ergeben offensichtlich logische Prozesse in den Köpfen vieler keinen Sinn. Daran kann man schlichtweg verzweifeln.

Wir nehmen folgendes Bild: In Deutschland stellen sich – wie wir heute zu sagen pflegen – biodeutsche Staatsbürger auf die Straße mit Plakaten mit der Aufschrift #WirhabenPlatz. Diese Fotos gehen viral um die Welt. Direkt nachdem in Moria ein Flüchtlingslager von Flüchtlingen in Brand gesetzt wurde, weil sich diese jungen Männer nicht in Quarantäne begeben wollten – trotz positiver Coronatests. Das Ergebnis dieser Straftat ist, dass Deutschland danach schreit, möglichst viele der sogenannten Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Am liebsten ALLE, schließlich haben wir ja Platz. Dass diese jungen Männer keine Flüchtlinge sind, sondern durch mehrere sichere Drittstaaten gereist sind und zudem noch zum größten Teil bereits abgelehnt wurden und ausreisepflichtig sind – geschenkt!

Gutmenschen laden die ganze Welt ein
Was passiert nur kurze Zeit nach diesen Fotos? Mehrere Boote stechen vom Norden des Libanons aus in See, um nach Zypern zu gelangen und von dort nach Deutschland zu kommen. Alleine zwei Kinder verdursten an Bord, mehrere Männer stürzen sich einfach halbtot über Bord, nachdem ein Boot führerlos mehrere Tage über das Meer trieb.

Wir schauen uns einmal an, welche Fluchtursache es im Libanon gibt, um eine derart gefährliche Reise mit seinen Kindern zu unternehmen. Im Libanon herrscht weder Krieg noch Gefahr durch die islamische Miliz Islamischer Staat. Allerdings herrscht seit einem Jahr eine Wirtschaftskrise, und eine Hyperinflation treibt die Preise in die Höhe. Vor wenigen Wochen hat eine Explosion die Hauptstadt und die Menschen stark getroffen, und wie überall auf der Welt leiden die Menschen unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Lockdowns.

Ja, viele Menschen müssen im wahrsten Sinne des Wortes den Gürtel enger schnallen. Aber verhungern oder verdursten tun sie nicht. All dies sind keine Gründe, aus einem Land zu flüchten. Es ist kein Grund, sein Leben und das seiner Kinder aufs Spiel zu setzen. Der einzige Grund für diese Menschen, sich in Gefahr zu begeben, sind die Gutmenschen, die mit ihren Fotos die ganze Welt einladen.

Und das Wissen, dass der deutsche Staat wirklich alles bezahlt, ohne eine Gegenleistung zu erfordern. Deutsche Sozialleistungen bedeuten für einen Menschen im Libanon Reichtum. Für diese Menschen ist der deutsche Sozialstaat wie die Sofortrente bei der deutschen Klassenlotterie. Man muss es nur irgendwie schaffen, über die deutsche Grenze zu kommen. Mehr nicht. Dass dabei viele ihr Leben verlieren, spielt keine Rolle.

Kinder sind die goldene Eintrittskarte
Zurück zu der einfachen Formel eins plus eins ergibt zwei. Gutmenschen halten Plakate hoch mit der Aufschrift #Wirhabenplatz, wenige Tage später sterben mehrere Menschen inklusive kleiner Kinder auf dem Mittelmeer, die weder politisch verfolgt werden noch Angst um ihr Leben haben müssen. Diesen einfach zu verstehenden Zusammenhang, den auch immer wieder der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz nennt, verstehen die Gutmenschen nicht. Warum nicht?

Die Gutmenschen nennen die Menschen, die keine Flüchtlinge sind, Flüchtlinge, wollen diese Menschen, die sich selbst in diese verheerende Lage im Mittelmeer gebracht haben, um jeden Preis retten und sie dann heldenreich aufnehmen. Zuerst werden natürlich immer die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aufgenommen. Und dabei verstehen sie wirklich nicht, dass sie Schuld am Tod all derer sind, die es nicht geschafft haben. Sie verstehen nicht, dass ein Vater seine kleinen Kinder in Lebensgefahr bringt, weil sie die goldene Eintrittskarte nach Deutschland sind. Ernsthaft?

Die besten Routen nach Deutschland
Im Internet wird heutzutage wild diskutiert. Auf deutschsprachigen Facebook-Seiten wird oft gefragt, wie man denn am besten vom Libanon nach Deutschland kommen kann. Touristenvisa zu bekommen ist fast unmöglich, qualifizierte Libanesen mit einem Arbeitsvisum zu versorgen auch. Ein User schreibt: „Am besten man versucht es über die Türkei. Aber man muss aufpassen, nicht geschnappt zu werden. Ich saß mehrere Jahre im Gefängnis in der Türkei. Ich versuche es jetzt weiter und hoffe, dass ich es irgendwann schaffe, nach Deutschland zu kommen.“ Ein anderer User schreibt: „Der Seeweg von Tripoli ist zu gefährlich, nimm am besten das Flugzeug von Beirut in die Türkei und reise von dort weiter.“

Ja, so sieht das Leben der lieben Flüchtlinge aus, es wird sich auf Facebook ausgetauscht, welche Routen am besten gehen, dann setzt man sich, wenn man es sich leisten kann, in ein Flugzeug in die Türkei und versucht von dort nach Deutschland zu gelangen. Wenn man nicht durchkommt, kann man ja mutmaßlich immer noch ein Flüchtlingslager anzünden, dann schafft man es ganz bestimmt.
(pi-news.net)

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