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Diktatur neuen Stils

„Impfpflicht“ als kleineres Übel fürs Kapital

Von WOLFGANG HÜBNER

Nach langer Zeit muss ich mal wieder meine Morgenlektüre FAZ loben: Auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils des Corona-Zentralorgans steht mit entwaffnender Offenheit die Schlagzeile: „Die Impfpflicht ist das kleinere Übel“. Und darunter ist zu lesen: „Arbeitgeber und Industrie wollen lieber impfen als in den Lockdown. Das ist billiger und leichter zu kontrollieren“.

Deutlicher können die wahren Machtverhältnisse in Deutschland nicht formuliert werden. Und nun wird auch noch besser verständlich, warum die von Industriespenden noch abhängiger gewordenen Unionsparteien so starken Druck auf die „Ampel“ ausgeübt haben, jene Impfpflicht einzuführen, die CDU-Minister Jens Spahn stets so vehement ausgeschlossen hatte.

Selbstverständlich ist das der erste ganz große Sündenfall der neuen Regierung, die noch gar keine ist, und eines Kanzlers Olaf Scholz, der noch keinen Amtseid abgelegt hat. Dieser Sündenfall ist nicht deshalb besser, weil das Kapital darauf drängt. Denn die „Ampel“ startet nun mit einem folgenreichen Wortbruch. Und Scholz wird faktisch einen Meineid leisten, weil mit der Impfpflicht kein Schaden vom deutschen Volk abgewendet, sondern der Schaden rücksichtslos erhöht wird.

Wenn das „Impfen“ mit den längst so gut wie nutzlosen, aber lebensgefährlichen Profittherapien von Pfizer/BioNTech oder Moderna gesetzlich verpflichtend wird, kann die Bundesrepublik Deutschland ohne Zuspitzung als Diktatur neuen Stils klassifiziert werden. Dazu hat am Dienstag schon das Bundesverfassungsgericht des Parteienkartells seinen zuverlässigen Beitrag geleistet.

Es ist absehbar, dass eine allgemeine Impfpflicht zu den bislang schwersten Verwerfungen seit der Staatsgründung 1949 führen muss. Die Spaltung im Volk, unter Familien, Freundeskreisen, Kollegen wird mutwillig noch weiter vertieft. Und die Bitterkeit und der Zorn derer, die ihre Körper künftig unter Androhung von staatlichen Zwangsmaßnahmen der Nadel ausliefern müssen, wird das gesellschaftliche Klima in einer Weise vergiften, dass auch Verzweiflungsakte nicht auszuschließen sind. Eine Regierung, die den “Genuss“ einer Droge freigibt, aber Millionen Körper zu einem medizinischen Experiment mit völlig unbekannten Folgen zwingen will, verliert ihre moralische und ethische Legitimität noch vor dem ersten Tag ihrer offiziellen Tätigkeit.

Um das klar zu sagen: Die Entscheidung zur Impfpflicht wird das munter mutierende, aber keineswegs gefährlicher werdende Virus am wenigsten beeindrucken. Aber um das Virus geht es längst nicht mehr, ist es wahrscheinlich sogar nie gegangen. Es geht mit der beabsichtigten Impfpflicht vielmehr um eine „Neue Normalität“, die von Zwang, Kontrolle und Knechtschaft geprägt sein wird.

Robert Habeck von den Grünen bezeichnet die weitreichenden gesellschaftspolitischen Ziele der neuen Koalition als deren „Blutkern“. Das ist zwar die peinlich schwülstige Ausdrucksweise eines drittklassigen Autors, sollte aber ernst genommen werden: Nicht nur die Grünen, sondern das gesamte politmediale Machtkartell in Deutschland will die Gelegenheit nutzen, unter demokratischer Fassade und aus angeblicher Sorge um Leib und Leben das Volk für ihre Interessen und Profite zu formieren und zu unterwerfen. Dagegen muss kein Widerstand mehr erwogen, sondern nur noch organisiert werden.
(pi-news.net)

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