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Digitalisierte Ausgaben legen zu

Lichtblick am Pressemarkt: Wochenzeitungen im Plus

BERLIN (ivw) – Zum Jahresbeginn 2019 hat sich die Entwicklung der Gesamtverkäufe von Zeitungen und Zeitschriften am deutschen Pressemarkt nach einem Pressebericht der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) aufgehellt: Die Wochenzeitungen können gegenüber dem Vorjahr mehr Exemplare verkaufen. Für die Publikumszeitschriften sind gesunkene Verlustraten zu verzeichnen. Der Auflagenrückgang der Tageszeitungen bleibt im Rahmen der zweiten Hälfte des zurückliegenden Jahres. Die Fachzeitschriften erzielen ein Ergebnis annähernd auf Vorjahresniveau. Die Kundenzeitschriften müssen – nach einer Stabilisierung zum Jahresende 2018 – aktuell wieder stärkere Verluste hinnehmen.

Der Anstieg der Verkäufe elektronischer Ausgaben von Presseerzeugnissen ist ungebrochen: ePaper entwickeln sich in allen Printgattungen mit wachsenden Anteilen an den Gesamtverkäufen zu einer zunehmend relevanten Säule des Pressevertriebs.

Tageszeitungen
Die Tageszeitungen einschließlich der Sonntagsausgaben und aktuellen Sonntagszeitungen verkauften im ersten Quartal des laufenden Jahres durchschnittlich pro Erscheinungstag 15,34 Mio. Exemplare. Mit einem Minus von 4,56 Prozent fällt der Rückgang zum Jahresbeginn 2019 im direkten Jahresvergleich (1/2018: 16,07 Mio. verkaufte Exemplare) etwas stärker aus. Dagegen entwickeln sich die Verkäufe digitaler Ausgaben der Tagespresse weiterhin positiv: Ihr Absatz steigt im 1. Quartal 2019 auf 1,45 Mio. täglich verkaufte ePaper-Exemplare und liegt damit um 12,58 Prozent über dem Vorjahresergebnis (1/2018: 1,28 Mio. Mio. ePaper-Verkäufe).

Wochenzeitungen
Die Wochenzeitungen können zum Jahresbeginn 2019 im direkten Vergleich zum Vorjahr mit insgesamt 1,68 Mio. verkauften Exemplaren ein Auflagenplus von 2,71 Prozent verzeichnen (1/2018: rund 1,64 Mio. verkaufte Stücke). Auch der Absatz von ePaper-Ausgaben der Wochenzeitungen ist – trotz erneut abgeflachter Wachstumsrate – weiter angestiegen und liegt aktuell bei 0,14 Mio. Exemplaren (1/2018: 0,11 Mio. verkaufte Stücke – ein Plus von 23,62 Prozent).

Publikumszeitschriften
Im 1. Quartal 2019 liegt die verkaufte Auflage der Publikumspresse mit 83,02 Mio. Exemplaren um 4,74 Prozent unter dem Vorjahresergebnis (1/2018: 87,16 Mio. Stück). Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresbeginn haben sich die Verluste der Publikumszeitschriften abgeschwächt. Das gilt auch gegenüber den drei weiteren Quartalen des zurückliegenden Jahres, in denen die einzelnen Rückgänge der Gesamtverkäufe jeweils über 5 Prozent lagen. Auch die Publikumspresse verzeichnet weiter wachsende Verkäufe von ePaper-Ausgaben von aktuell 1,24 Mio. Stück (1/2018: 1,07 Mio. verkaufte ePaper – ein Plus von 16,65 Prozent).

Fachzeitschriften
Die Fachzeitschriften erzielen im 1. Jahresviertel 2019 eine verkaufte Auflage von insgesamt 9,32 Mio. im Quartalsdurchschnitt pro Ausgabe abgesetzten Exemplaren. Gegenüber dem Vorjahresergebnis ergab sich in dieser Gattung nahezu keine Veränderung im Gesamtverkauf (1/2018: 9,38 Mio. Stück); Anfang 2018 musste die Fachpresse hier noch Verluste von rund 10 Prozent ihrer Verkäufe hinnehmen. Auch die verbreitete Auflage liegt mit 18,26 Mio. Exemplaren auf etwa gleichem Niveau gegenüber dem 1. Quartal 2018 (18,52 Mio. Stück).

Kundenzeitschriften
Die Kundenzeitschriften müssen im 1. Quartal 2019 Auflagenverluste bei ihren Gesamtverkäufen hinnehmen, die im direkten Jahresvergleich um 5,67 Prozent auf aktuell 33,78 Mio. verkaufter Exemplare zurückgehen. Die Gesamtverbreitung der Kundenzeitschriften ist zu Jahresbeginn 2019 um 8,27 Prozent auf aktuell 41,49 Mio. Exemplare gesunken (die Vergleichszahlen aus 1/2018: 35,82 Mio. verkaufte und 45,23 Mio. verbreitete Exemplare von Kundenzeitschriften). --Soweit die pm.

Und die heimische "Presse"?
Immer im Trend dem Grab in der Altpapiertonne mit abnehmenden Auflagen entgegen. Das mit der Digitalisierung wollen sie zum Sterben noch immer nicht kapieren. Da sind die Leser schon weiter, welche E-Paper vorziehen. Es verzichtet halt niemand gerne auf gewohnte Sonn- und Feiertagsfreizeit, denn da passiert ja Zeitung nicht, obwohl Zeit und ihre Nachrichten darauf noch nie Rücksicht genommen haben. Wer's genauer wissen, was "Presse" verschweigt, sehe sich die Auflagen seiner Blätter unter www.ivw.eu selbst an.

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