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Ein Wolf beschützt niemals die Schafe

Anmerkungen zum „Volksfreund“ Markus Söder

Von WOLFGANG HÜBNER

Es ist gewiss sehr ungerecht, den in der Natur durchaus nützlichen Wolf mit einem wie Markus Söder zu vergleichen. Denn der Wolf ist seinen Instinkten ausgeliefert, weshalb er Schafe auch dann reißt, wenn ihn nicht der Hunger plagt. Niemand käme deshalb auf die absurde Idee, ausgerechnet einen Wolf die Schafherde hüten zu lassen.

Bei der potentiell vernunftbegabten Menschheit ist das bekanntlich anders, weil sie oft genug schon Totmacher zu ihren Führern erkoren hat. Zu solch üblem Ruhm ist Söder glücklicherweise noch nicht gelangt. Doch verkörpert er den Typus von Machtgeilheit und Skrupellosigkeit, der auch nicht davor zurückschreckt, zum eigenen Nutzen andere Menschen ins Verderben zu schicken.

Niemand im gegenwärtigen deutschen Politikpersonal hat das Coronageschehen bewusst so zugespitzt, dramatisiert und für höhere Ambitionen unverfroren genutzt wie Markus Söder. Niemand spielt so verlogen-sentimental den angeblichen Retter der Alten und Kranken wie der schon äußerlich in seiner verräterischen Physiognomie erkennbare Verächter all jener, die er als schwach zu erkennen glaubt. Nur bei einer Bevölkerungsmehrheit, die – von Leuten wie Söder in Todesangst getrieben -, mit Schockstarre, Konformismus und Denunziationsbereitschaft erfüllt ist, kann einer wie dieser Politiker zum demoskopischen „Volksfreund“ aufsteigen.

Und es bedarf auch eines verkommenen politisch-medialen Machtblocks, der sich einen Dreck um verfassungsgemäße Entscheidungswege und den Parlamentarismus überhaupt kümmert, um Söder eine solche Bestimmungsmacht in einer schicksalhaften Krise der Gesellschaft zu erteilen. Diese Schuld betrifft in besonderem Maße die Bundeskanzlerin, die offensichtlich nichts unterlässt, um dem Land, dem sie eigentlich dienen sollte, ein möglichst schweres Erbe nach ihrem angekündigten Abgang zu hinterlassen und dabei die Kumpanei eines Söders nicht verachtet.

Söder scheut dieses Erbe jedoch keineswegs: Denn einer wie er, der das ganze Volk zwangsverpflichten will, sich mit einem ganz neuartigen, völlig unzureichend erprobten Impfstoff gegen einen Virus zu schützen, der für den allergrößten Teil der Menschen weder sonderlich gefährlich noch gar tödlich ist – so einer will sich in kommenden größeren Krisen noch viel brachialer und radikaler als „schützender“ Wolf in der Schafherde des Volkes betätigen. Es wird deshalb höchste Zeit, Markus Söder hinter einem hohen Zaun einzuhegen, bevor er noch weit größeren Schaden anrichtet.
(pi-news.net)

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