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Eine Zwischenbilanz des „NesT-Programms“

Kirche sucht „Mentoren“: zwei Jahre Miete für Flüchtlinge

Von EUGEN PRINZ

Es war eine geradezu geniale Idee, die das Bundesinnenministerium in einer Pressemitteilung am 6. Mai 2019 der Öffentlichkeit präsentierte: Besonders engagierte Gutmenschen schließen sich zu einer Gruppe von mindestens 5 Personen zusammen, absolvieren eine Schulung und dürfen anschließend die Bezeichnung „Mentoren“ tragen. Ihre Aufgabe: Für „besonders Schutzbedürftige“ aus Flüchtlingslagern im Nahen Osten, die im Rahmen des UN-Resettlement Programms nach Deutschland geholt werden, eine geeignete Wohnung zu suchen und auch noch die Miete dafür zu bezahlen. Für zwei Jahre. Im Voraus, versteht sich. Zusätzlich verpflichten sich die Mentoren, die Refugees mindestens ein Jahr lang zu betreuen.

Das Pilotprojekt ist in 2019 auf zunächst 500 Flüchtlinge ausgelegt und trägt den Namen „Neustart im Team (NestT)“. Wen die Details interessieren, der kann sie hier nachlesen. Organisiert wird das Ganze von der neu geschaffenen „Zivilgesellschaftlichen Kontaktstelle“. Diese besteht aus Vertretern des Deutschen Caritasverbandes, des Deutschen Roten Kreuzes und der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Und schon wieder haben die Amtskirchen ihre Finger drin
Die beiden großen Amtskirchen Deutschlands gehören dank ihrer Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie zu den größten Profiteuren der Flüchtlingskrise, da sich der Staat bei der steuerfinanzierten Flüchtlingsbetreuung gerne der Strukturen dieser Organisationen bedient. Es kann angenommen werden, dass der Geldsegen für die katholische und die evangelische Kirche noch nie so groß war, wie in den letzten vier Jahren. Die Kirchenoberen verhalten sich dabei wie die Vorstandsvorsitzenden großer Konzerne: Es zählt nur die kurzfristige Rendite – nach mir die Sintflut. Dass sich die Kirchen mit den Millionen von Moslems, an deren Betreuung sie gerade so gut verdienen, jene ins Land holen, die womöglich später einmal für ihre Abschaffung sorgen werden, daran will der hohe Klerus angesichts des großen Geldsegens nicht denken.

Nach den Sponsoren zahlt das Sozialamt
Die „besonders Schutzbedürftigen“, die über das NesT-Programm nach Deutschland geholt werden, sind schon beim Eintreffen anerkannten Asylbewerbern gleichgestellt. Es kann davon ausgegangen werden, dass insbesondere kinderreiche Familien aus den Flüchtlingslagern in Ägypten, Äthiopien, Jordanien oder dem Libanon geholt werden. Bedingt durch die Anzahl der Familienangehörigen werden diese aller Voraussicht nach in Ein- oder Zweifamilienhäusern untergebracht werden. Das NesT – Programm verlangt, dass sich der angemietete Wohnraum am örtlichen Sozialhilfesatz orientiert, „damit die aufge­nommenen Personen nach Ende des Unterstützungszeitraums nicht ausziehen müssen“.

Man rechnet also von vorneherein nicht damit, dass die „besonders Schutzbedürftigen“ nach zwei Jahren in der Lage sein werden, ihre Miete selbst zu bezahlen. Nach dem 2-Jahres-Sponsoring übernimmt also der Steuerzahler die Miete. Gerade in einer Zeit, in der sich eine massive Rezession abzeichnet, sollte man eigentlich vom Staat erwarten können, dass er keine weiteren Menschen ins Land holt, von denen sich viele als lebenslange Kostgänger des Sozialsystems erweisen werden.

PI-NEWS fragt nach
Nachdem das Programm nun schon ein gutes Vierteljahr läuft, hat PI-NEWS bei der ZKS nachgefragt, ob sich denn schon Mentoren gefunden haben. Und siehe da: die – sagen wir mal höflich – Gutmenschen sterben nicht aus. Insgesamt 30 Mentorengruppen – also mindestens 150 Einzelpersonen – befinden sich in verschiedenen Phasen der Vorbereitung. Die erste „besonders schutzbedürftige“ Familie kann sich bereits Hoffnungen machen, in Kürze die Großzügigkeit der Sponsoren und die Segnungen des deutschen Sozialstaates zu genießen. Wie der Pressesprecher der ZKS erzählte, steht den Flüchtlingen gegebenenfalls auch ein Krankenhaus für „besondere Krankheiten“ zur Verfügung. Man mag nicht darüber nachdenken, was das für welche sind.

Allerdings scheint die Finanzierung der 24 Monatsmieten durch die Mentoren nicht ganz so gut zu laufen, wie man sich das erhofft hatte. Deshalb wurden der Modus etwas abgeändert: 30% der Kaltmiete übernimmt nun die evangelische Kirche. Das Geld stammt aus einem Fond, der sich aus Kirchensteuermitteln und Spenden speist. Die Mentoren können die restlichen 70% als zinsloses Darlehen aufnehmen, das nach Ablauf der zwei Jahre an den Fond zurück zu zahlen ist. In der Zwischenzeit wird „Fundraising“ betrieben, um das Geld aufzutreiben.

Das gebrannte Kind scheut das Feuer
Den Vorteil dieses Verfahrens erfahren wir auch vom Pressesprecher der ZKS: Wenn die Flüchtlinge erst mal da sind, ist es einfacher. Dann hat man Gesichter und kann eine Geschichte erzählen. Wo er Recht hat, hat er Recht. Beim Anblick der traurigen Kulleraugen eines schwarzen Kleinkindes und der passenden Story dazu geht bei den Deutschen die Geldbörse von alleine auf. Dass das in der Zukunft allerdings sehr negative Folgen haben kann, mussten wir in letzter Zeit mehrmals auf bittere Art und Weise erfahren.

Es bleibt abzuwarten, ob jene blauäugigen Mentoren, die nun einen Darlehensvertrag unterschreiben, nach Ablauf der Laufzeit das Geld zusammengebettelt haben oder selbst blechen müssen. Falls letzteres zutrifft, hält sich das Mitleid des Autors in Grenzen, denn angesichts dessen, was unser Land gegenwärtig durchmacht, kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sich unter den „besonders Schutzbedürftigen“ der nächste Messermörder oder vor-den- Zug-Stoßer befindet. Das gebrannte Kind scheut das Feuer.
(pi-news.net)

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