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"Einseitige Darstellung und Kommentierung"

Sehr geehrte Frau Braungart,
wie Sie wissen beklagen wir seit langer Zeit Ihre aus unserer Sicht vollkommen einseitige Darstellung und Kommentierung der kommunalpolitischen Themen in unserer Stadt. Auch stundenlange Telefonate und persönliche Gespräche selbst mit den wohlwollendsten ....haben zu keinerlei Veränderung geführt.
Mit der Berichterstattung über....haben Sie endgültig für uns alle die Grenze des Erträglichen überschritten. Völlig einseitig lassen Sie auf einer halben Seite ...zu Wort kommen, das längste Interview, an das wir uns erinnern können. ...darf massive Vorwürfe gegen us in den Raum stellen, die Sie voll und ganz übernehmen. Im Interesse einer objektiven Berichterstattung wäre auch die Darstellung von unserer Seite angezeigt gewesen.
Sie haben den Boden des objektiven und unabhängigen Journalismus endgültig verlassen und müssen sich den Vorwurf der Propaganda gefallen lassen. Ihre Berichterstattung hat in unserer Stadt in erheblichem Maße dazu geführt, dass bis vor wenigen Jahren unbescholtene Bürgerinnen und Bürger durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in Veruf gekommen sind. Dies geht mittlerweile bis zur Rufschädigung.
Wir sind nicht länger bereit, dazu zu schweigen, sondern werden alle zu Gebote stehenden rechtlichen Mittel für eine Änderung der unerträglichen Situation nutzen. Wir fordern deshalb zunächst ein Gespräch mit...
Weil wir Ihnen keine objektive Darstellung zutrauen, haben wir ...um Benennung von Gesprächspartnern gebeten, Themenvorschläge folgen.
Es grüßen Sie...
(Anmerkung: Nein, dieses Schreiben stammt nicht von der Neuen Bürger-Zeitung, die kritisiert mit offenem Visier und öffentlich, obwohl deren Kritik an Regina Braungart von der Redaktion der Schwäbischen Zeitung sich kaum von der im authentischen Brief oben in den wichtigsten Punkten unterscheidet und einfach nur mangelhaftes journalistisches Handwerk betrifft. Deshalb könnten die kleinen Auslassungen im Text nach Gutdünken aber wohl stets zutreffend ersetzt werden. Ach so, ja, wer der oder die Verfasser dieser vernichtenden Kritik an einer offenbar beruflich überforderten Redakteurin sind? Einmal dürfen Sie raten. Falsch! Der Brief stammt von der CDU-Fraktion des Spaichinger Gemeinderats vom 5. Dezember 2007. Einen Tag vor Nikolaus ist er von allen damaligen zehn Fraktionsmitgliedern unterzeichnet abgeschickt worden. Unter ihnen ist auch einer, der heute Fraktionsvorsitzender, Stadtverbandsvorsitzender und Kreisvorsitzender und jetzt Bürgermeisterkandidat ist: Tobias Schumacher. Unter den heute verbliebenen nur noch sieben CDU-Stadträten ist auch Birgit Schmid Unterzeichnerin. Ob der Brief und eventuell stattgefundene Gespräche etwas bewirkt haben? Na, da schauen Sie mal täglich in die Schwäz. Es dürfte reiner Zufall sein, dass Tobias Schumacher so etwas wie Braungarts Liebling ("Ein starker Herausforderer") geworden ist, dem sie im Spaichinger Wahlkampf besonders zugetan zu sein scheint. Sogar Abo-Wernung betreibt sie als "Redakteurin".)

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