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„Bonner Aufruf“: Entwicklungshilfe beenden

"Missachtet Würde und Eigenverantwortung der Menschen in Afrika"

(tutut) - Auf einer entwicklungspolitischen Konferenz des „Bonner Aufrufs“ am Wochenende in Bonn haben die Teilnehmer nicht nur über die enttäuschenden Ergebnisse der bisherigen Entwicklungspolitik vor allem in Afrika beraten, sondern auch über die Fortsetzung einer
"weithin falschen Politik". Es wurde folgender Beschluss gefasst (der im Übrigen nicht für die Tätigkeit der NROs gilt):

„Die fortdauernde Aufrechterhaltung der Entwicklungshilfe-Industrie missachtet die Würde und Eigenverantwortung der Menschen in Afrika und bedeutet eine ständige Verletzung des Subsidiaritätsprinzips. Angesichts der Erfahrungen der letzten Jahrzehnte und aus Respekt
vor der Leistungsfähigkeit der afrikanischen Gesellschaften ist es geboten, auf ein Ende der bisherigen Entwicklungshilfe hinzuarbeiten und sie durch eine wirtschaftliche Zusammenarbeit auf der Grundlage beiderseitiger Interessen zu ersetzen.“

Zu den Teilnehmern gehörten neben den entwicklungspolitischen Wissenschaftlern Prof. Dr. Hans-Ferdinand Illy, Prof. Dr. Peter Molt, Prof. Dr. Franz Nuscheler,Prof. Dr. Rainer Tetzlaff, unter anderen auch Dr. Karl Addicks, ehem. Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Entwicklungspolitik, Mark Chantelauze, ehem. Projektmanager der KfW-Entwicklungsbank, Wim Dohrenbusch, ehem. Afrika-Korrespondent für Zeitungen und ARD, Volker Franzen, ehem. Sprecher der GTZ, Dr. Wilfried Hoffer, viele Jahre in Afrika, davon 9 Jahre Leitung DED und GTZ in Mali, Dr. Leo Kreuz, 30 Jahre BMZ,
Dieter Mönnich, 14 Jahre DED und GTZ, Dr. Wolfgang Runge, ehem. Botschafter im Niger, Volker Seitz, 17 Jahre Diplomat in Afrika, Autor „Afrika wird armregiert“, Klaus Thüsing, ehem. MdB, 15 Jahre für DED in Afrika, Dr. Eduard Westreicher, 32 Jahre BMZ, Elke Zarth, seit 25 Jahren Unternehmerin in Mali. Die Erklärung wird außerdem unterstützt von: Dr. Hans Christoph Buch, Berlin, Schriftsteller, Reporter aus Krisengebieten der 3. Welt, Dr. Guido Herz, ehem. Botschafter in Tansania, Prof. Dr. Robert Kappel, entwicklungspolitischer Wissenschaftler und Afrika-Experte.

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