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Erst kein Glück, dann auch noch Pech

Wieder Platz frei auf dem Vorsitz des Spaichinger CDU-Stadtverbandes?
(tutut). Erst hatte der Spaichinger Stadtverbands-, Fraktions- und Kreisvorsitzende der CDU kein Glück und verlor mit Pauken und Trompeten die Bürgermeisterwahl. Dann kam auch noch Pech dazu. Denn zu allem Übel kamen auch noch drei Getreue aus dem Rat abhanden. Die Pechsträhne scheint anzuhalten, wobei hier jetzt nur die offizielle Seite einer früher als erwarteten vollendeten politischen Karriere erwähnenswert sein soll.
Nach der Nichtwahl und dem Verzicht auf den Vorsitz im Stadtverband, dessen Sinn sich angesichts des Festhaltens an den übrigen Partei- und Kommunalpolitikposten nicht so recht erschließt, schien die Parole "Weiter so"! zu heißen mit dem Parteifreund Bürgermeister als dem einzigen wahren Hauptfeind. Begleitet und irgendwie auch befeuert vom Lokalblatt, schien der Kreisvorsitzende und Spaichinger Gemeinderatsfraktionsvorsitzende immer noch alle Fäden zu ziehen.
In der unseligen Sache um eine angebliche Missetat im Bauhof, von der Staatsanwaltschaft schließlich als nicht belegbar zugeklappt, wurde ein "offener Brief" in die Welt geworfen, den sicher einige der sieben CDU-Räte und der zwei Versprengten von FWV und Grüne heute nicht mehr mit ihrem Namen zieren würden. Enthält das Machwerk doch einige Behauptungen, die zurückzunehmen bzw. zu entschärfen der Präsident des Landgerichts zum Vergleich vorgeschlagen hat. Während der klagende Bürgermeister inzwischen darauf eingegangen ist, scheint sein CDU-Kontrahent und ebenfalls Jurist wild entschlossen zur Fortsetzuung der politischen Konfrontation mit gerichtlichen Mitteln zu sein.
Ob dies der Grund ist oder ein anderer, auf jeden Fall scheint dem Nachfolger des Stadtverbandsvorsitzenden, gleichzeitig ein Nachrücker von drei in den Gemeinderat, ein Jahr nun genug zu sein. Er hat, so ist aus sogenannten gut informierten Kreisen der Spaichinger CDU zu vernehmen, offenbar sein Amt zur Verfügung gestellt. Die Frage dürfte in der aus einstiger luftiger Höhe inzwischen tief gefallenen Spaichinger CDU nun zu sein, ob unter einem Kreisvorsitzenden und Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden überhaupt jemand noch ein freies Plätzchen findet, um einen Stadtverbandsvorsitzenden zu geben?
Die Botschaft der Spaichinger CDU, nicht an Houston, lautet auf ihrem momentanen politischen Irrflug ganz einfach: "Wir haben ein Problem"! Vielleicht hat dies ja sogar einen Namen?