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Erstes "Feuer" auf dem neuen Grillplatz

Teilweise emotionaler Schlagabtausch im Spaichinger Gemeinderat

Die Jugendfreizeitanlage Schlüsselwiese: rechts die Marienkapelle, daneben die Anage des Obst- und Gartenbauvereins, deren Vorsitzender, FWV-Stadtrat Reisbeck, sich keineswegs gegen die Nachbarschaft eines Grillplatzes aussprach.
(tutut). Einen kurzen Moment sah es aus, als würde der Spaichinger Gemeinderat nach seinem jüngsten Grundsatzbeschluss, auf der Jugend-Freizeitanlage Schlüsselwiese einen Grillplatz einzurichten, wackeln.  Ein teilweise emotionaler Schlagabtausch entfachte bereits das erste "Feuer", noch bevor der von der Verwaltung vorgestellte Plan in der Nähe der Bahngeleise verwirklicht worden sind.
Nach einem Vororttermin ging es lediglich nur noch um Standort und Art der Anlage, von FDP-Stadtrat Harald Niemann zusammen mit der Verwaltung geplant, wobei Bürgermeister Schuhmacher der Hinweis wichtig war, dass mit der Beteiligung Niemanns keinesfalls der Arbeitsauftrag für das 16 000-Euro-Projekt in diesem Sommer an Niemann durch die Stadt verbunden sei.
Unsicherheit in die durch Beschluss längst klare Angelegenheit kam, als der Bürgermeister zwar an die Gebundenheit des Gremiums an die klare Abstimmung erinnerte und auch hervorhob, dass die Verwaltung ebenfalls für den Grillplatz sei, gleichzeitig aber Bedenken von Anliegern wegen Lärm und Müll in die Diskussion brachte. Als er dabei noch Anliegern das Wort erteilte, deutete dies FDP-Stadtrat Hirt als Affront gegen den Gemeinderat. Denn dieser, so der Stadtrat, habe sich sehr wohl Gedanken gemacht, als er für einen Grillplatz auf der Schlüsselwiese votierte.
FWV-Stadträtin Kustermann griff Anliegerbedenken auf und meinte, ob es nicht besser sei, einen anderen Standort zu wählen. Dem trat vehement dann FDP-Stadtrat Niemann entgegen, der die Welt und den Bürgermeister nicht mehr zu verstehen vermochte, da erneut eine Grundsatzdebatte angezettelt worden sei. Dass es so etwas nicht wollte, machte das Gremium mit einem eindeutigen Beschluss für die Planung des Grillplatzes klar. Stimmen wie die der Stadträte Staudenmayer, Reisbeck von der FWV, Dr. Boemke von den Grünen und May von der CDU u.a. wollten ebenfalls kein Zurück auf Anfang, sondern wiesen auch auf Vorteile dieses Grillplatzes im Stadtbereich hin: "soziale Kontrolle". Sowohl der Jugendreferent wie auch Polizei oder Ordnungsamt könnten leichter nach  dem Rechten schauen. In diesem Zusammenhang beschloss der Gemeinderat auch gleich noch in Sachen Grillplatz eine Ergänzung für die Polizeiverordnung.