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„Experten“ im Kabinett

Der Unterschied zwischen Schröder und Merkel

Von WOLFGANG PRABEL

Auch in den Kabinetten von Bundeskanzler Schröder saßen etliche Pfeifen. Eins muß man Schröder allerdings lassen: Die Wirtschaftsressorts besetzte er gern mit Fachleuten. Ich erinnere nur an Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke, der sogar mal eine Weile den eigenen Landwirtschaftsbetrieb in der Hand hatte.

Oder Werner Müller, der jahrelang verantwortlich in der Energiewirtschaft gearbeitet hatte und dem wir eine deftige Strompreissenkung (!) verdankten. Die Bildungsministerin hatte es bis zur Gymnasiallehrerin geschafft und der Verteidigungsminister Struck hatte selbst gedient.

Ich schreibe es mal wie es ist: Wenn man von einem Fach überhaupt keine Ahnung hat, gibt man sich in die Hand von Beratern. Und da kommt es wieder auf den Menschenverstand an: Idioten haben meistens idiotische Berater und umgekehrt. Gleich und gleich gesellt sich gern.

Bei Dr. Merkel scheint es für Ministerwürden geradezu Voraussetzung zu sein, daß man von seinem Verantwortungsberich keinen blassen Dunst hat. Deshalb gilt die Binsenweisheit: Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an.

Das Bermudadreieck Scholz – Altmaier – Spahn, in dem Teile der deutschen Wirtschaft gerade versinken, ist nur eine von zahlreichen Schwachstellen. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. So wie 1989 und 1945 ist eine Komplettablösung der ganzen Regierung überfällig.

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Es ist kein schönrer Anblick in der Welt, als einen Fürsten sehn der klug regiert.“ (Geh. Rath v. Goethe, 1807)
(Im Original erschienen auf prabelsblog.de)
(pi-news.net)

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