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Falsch zitiert: Wo bleibt die Entschuldigung?

 Redaktionsleiter, Dorfschultes und Juli wüten gegen AfD-MdL

(tutut) -Der Redaktionsleiter der Schwäbischen Zeitung im Kreis Tuttlingen, Christian Gerards, wütet in einem Artikel mit angeblichen Zitaten gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Lars Patrick Berg aus dem Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen. Dies benützt ebenso wütend der Denkinger Schultes in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des Gemeindetags und namens von nicht genannten Bürgermeistern im Landkreis. Er wird im Lokalblatt ebenso veröffentlicht wie eine Pressemitteilung des Kreisvorsitzenden Marcel Aulila der Julis, Nachwuchsorganisation der FDP,  seines Zeichens auch FDP-Stadtrat in Spaichingen und stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender. Er fordert den Rücktritt des Landagsabgeordneten Berg während seines Wahlkampfs für das EU-Parlament.

Berg ist am Wochenende in Magdeburg als Nummer 4 der Kandidaten der AfD für die Europawahl gewählt worden. Sowohl der in Magdeburg nicht anwesende Tuttlinger Redaktionsleiter mit offenbar falschen Zitaten aus Bergs Rede als auch die beiden Politiker, welche ungeprüft die Zitate aus dem Zeitungsbericht übernommen haben, müssen sich nun fragen lassen: Wo bleibt ihre Entschudigung gegenüber dem Abgeordneten?

Hat der Journalist das Landespressgesetz missachtet? Dort heißt es in §6: "Die Presse hat alle Nachrichten vor ihrer Verbreitung mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf Wahrheit, Inhalt und Herkunft zu prüfen". Der Dorfschultes und der Kommunalpolitiker dagegen machen den naiven Eindruck, dass sie zu jener Minderheit gehören, die für wahr hält, was in der Zeitung steht. Sie müssten es besser wissen.

MdL Berg weist "Unterstellung" zurück
Nun hat der Abgeordnete Berg in einem Brief an den Denkinger Schultes auf den wahren Sachverhalt hingewiesen. Berg schreibt:

"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wuhrer, danke für Ihre klaren Worte, die Sie zu meiner Bewerbungsrede in Magdeburg gefunden haben. Mit ebenso klaren Worten weise ich die von Ihnen schriftlich geäußerte Unterstellung zurück, dass ich alle Flüchtlinge als frauen- und menschenverachtend bezeichnen würde. Ja, diesen Eindruck kann man bekommen, wenn man die Presse liest, die bruchstückhaft aus meinerRede zitiert hat. Wenn Sie meinen ganzen Redebeitrag lesen, den ich vorgetragen habe, müssten Sie erkennen, dass ich u.a. von Schutz vor Kriminellen (nicht Flüchtlingen) gsprochen habe. Eine Übertragung auf alle Flüchtlinge, wie es durch eine, aus dem Kontext gelöste Zeile z.B. im Gränzbote, dargestellt wird, vermittelt hier eine unrichtige und von mir niemals auch nur ansatzweise gedachte Pauschalverurteilung.

Hier ein Auszug der entsprechenden Stelle meiner Rede.

'Europa muss stark sein, Europa muss stark sein, eine Burg, eine Festung, die Sicherheit bietet, auch für unsere Frauen und Kinder, und die uns beschützt vor menschen- und frauenverachtenden Messerstechern und Vergewaltigern, beschützt vor dem Eindringen aggressver Ideologien, beispielsweise wie dem Salafismus, beschützt vor religiösen Fanatikern'.

Ich will noch einmal betonen, dass der mir gemachte Vorwurf einer Pauschalverurteilung von Flüchtlingen völlig haltlos und konstruiert ist und hoffe, dass Sie zu derelben Erkenntnis gelangen. Ansonsten befindet sich in Ihrem Büro im Rathaus sicherlich ein Telefon, mit dem Sie mit mir gerne Kontakt aufnehmen können und mir Ihre Ansichten schildern können.
PS: Bitte um Weiterleitung an die Bürgermeister des Landkreises Tuttlingen".

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